VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • twitter
  • add this

Das letzte Ritual Thriller

Dóra Gudmundsdóttir ermittelt (1)

Kundenrezensionen (3)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 9,99 [D] inkl. MwSt.
€ 10,30 [A] | CHF 13,90*
(* empf. VK-Preis)

Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-71440-7

NEU
Erschienen: 12.09.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Reihen

  • Vita

  • Service

  • Biblio

In der Universität von Reykjavík wird die Leiche eines jungen Deutschen gefunden. Der Geschichtsstudent war fasziniert von alten Hexenkulten, und sein Mörder hat ihm ein merkwürdiges Zeichen in die Haut geritzt. Aber die isländische Polizei glaubt an einen Drogendelikt und verhaftet einen Dealer. Die Eltern des Opfers misstrauen den Ermittlungen: Sie beauftragen die junge Anwältin Dóra Gudmundsdóttir, den Fall noch einmal aufzurollen. Und auf der Suche nach dem wahren Mörder findet Dóra mehr über die dunklen Rituale heraus, als ihr lieb ist …

YRSA SIGURDARDÓTTIR BEI BTB

Dóra Gudmundsdóttir ermittelt

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Yrsa Sigurdardóttir (Autorin)

Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den "besten Kriminalautoren der Welt" (Times Literary Supplement). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit "Das letzte Ritual", einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

Aus dem Isländischen von Tina Flecken
Originaltitel: Þriðja táknið
Originalverlag: Veröld

Taschenbuch, Broschur, 384 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-71440-7

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

NEU
Erschienen: 12.09.2016

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Interessanter Reihenauftakt, der jedoch etwas mehr Spannung vertragen hätte ...

Von: Diana Weimer aus Sondershausen Datum: 05.12.2016

buchbria.blogspot.de/2016/12/das-letzte-ritual-yrsa-sigurdardottir.html

Die Anwältin Dóra Guðmundsdóttir erhält einen merkwürdigen Auftrag eines deutschen Ehepaars, denn sie soll den Mordfall an dessen Sohn Harald aufklären. Die Leiche des jungen Mannes wurde in einer Universität gefunden und ein Schuldiger war von der Polizei schnell ausgemacht, doch die Eltern misstrauen den Ermittlungen und finden das Verhalten der Polizei merkwürdig. Gemeinsam mit dem deutschen Anwalt Matthias versucht Dóra den Fall neu aufzurollen und erfährt dabei mehr über Hexenkult, Folterei sowie dunkle Rituale.

Der Roman "Das letzte Ritual" begleitete mich nun schon über einen sehr langen Zeitraum, da ich ihn eigentlich als Wanderbuch begonnen hatte, aber einfach keinen richtigen Einstieg fand. Da ich das Buch auch nicht ewig behalten wollte, aber gleichzeitig wissen wollte wie die Geschichte weitergeht, entschloss ich mich, es über Skoobe weiterzulesen. Nur mühsam kam ich dabei vorwärts und ich brauchte lange Zeit, bis das Ganze mich schließlich richtig fesseln konnte.

Dóra ist eine alleinerziehende Mutter zweier Kinder und arbeitet in einer Anwaltskanzlei. Ihr Alltag mit den beiden Kindern, insbesondere mit dem pubertierenden Sohn, verlangt ihr viel ab und zu allem Überfluss muss sie sich mit ihrer Sekretärin Bella, die sie notgedrungen von den Vormietern übernehmen musste, rumärgern.

Unterstützt wird sie bei den Ermittlungen von dem deutschen Anwalt Matthias, welcher ihr am Anfang schrecklich steif und überkorrekt vorkommt. Nach und nach taut dieser jedoch auf und die beiden wachsen zu einem interessanten Duo zusammen. Durch die viele Zeit, die sie gemeinsam verbringen entsteht Vertrauen zueinander und sie werden sich immer sympathischer.

Mit der Handlung tat ich mich stellenweise sehr schwer, da mir das Ganze zu viel Theorie über Zeugnisse aus der Zeit der Hexenverbrennungen, Folterei und alte Dokumente aufwies. Das Thema an sich interessierte mich zwar, aber ich vergaß zwischenzeitlich immer wieder einige Begriffe oder Namen, was sicherlich auch daran lag, dass ich das Buch über einen so langen Zeitraum immer wieder nur kurzzeitig las. Dennoch mochte ich die Anwältin und fand insbesondere ihre privaten Probleme spannend. Matthias hatte ich am Anfang völlig verkehrt eingeschätzt, sodass auch dieser mir mit der Zeit immer mehr ans Herz wuchs. Er scherzte viel mit Dóra und gemeinsam ergänzten sie sich toll.

Bis mich dieses Buch richtig packen konnte, hatte ich mich mehr oder wenig durch die Hälfte der Geschichte mühsam durchgearbeitet. Oftmals erschien mir das Theoretische Wissen viel zu trocken und auch die vielen Verdächtigen brachten mich immer wieder durcheinander. Trotzallem konnte mich das Buch besonders zum Ende hin positiv überraschen und auch die Sekretärin Bella brachte mich einige Male zum Schmunzeln. Leider gab es diesbezüglich jedoch nur wenige Szenen.

Mein Fazit:

"Das letzte Ritual" ist ein interessanter Reihenauftakt, der jedoch noch etwas mehr Spannung hätte vertragen können. Stellenweise fand ich die Geschichte eher ermüdend, und wären mir die beiden Ermittler nicht so ans Herz gewachsen, hätte ich das Buch wahrscheinlich längst abgebrochen. Dass ich nun unbedingt die Folgebände lesen möchte, ist wohl auch eher den beiden Anwälten geschuldet und nicht der Gesamthandlung. Über meine Bewertung habe ich lange nachgedacht, mich schließlich dann aber doch für die Vergabe von 4 Sternen entschieden, weil ich mit einem positiven Gefühl rausging und es irgendwie so ein Zwischending zwischen 3 und 4 Sternen für mich ist.

Wer durchhält, wird belohnt

Von: Tintenhain Datum: 06.10.2016

www.tintenhain.wordpress.com

Nach Yrsa Sigurðardóttirs Thrillern war ich inzwischen ganz heiß auf ihre Krimireihe um Dóra Guðmundsdóttir. Ich habe ehrlich gesagt nicht einmal im Klappentext nachgelesen, worum es gehen soll, so blind habe ich auf den Namen der Autorin vertraut.

Dóra, die als Anwältin in einer kleinen Kanzlei arbeitet, wird von einer deutschen Familie beauftragt, als Einheimische Erkundigungen zu einem Mord an ihrem Sohn, dem Studenten Harald Guntlieb, anzustellen. Ein grausamer Mord, der ganz offenkundig in Zusammenhang mit Drogen und vor allem Haralds morbidem Interesse an Hexenkulten und Hexenverbrennungen steht. Gemeinsam mit dem Angestellten der Familie Guntlieb, Matthias, versucht Dóra zu erfahren, was dem Studenten widerfahren ist.

Die Handlung entfaltet sich nur langsam. Es wird zunächst viel Zeit darauf verwendet, in die Materie der Hexenkulte und -verbrennungen einzuführen. So stoßen Dóra und Matthias auf das Wort Malleus Maleficarum und rätseln erst einmal herum, bis sie darauf stoßen, dass es sich um den „Hexenhammer“ handelt, der dann auch lang und breit erklärt wird. Wenn man sich auch nur ein bisschen schon einmal mit der Zeit befasst hat, wird das schnell ermüdend. Auch die Befragungen der Freunde Haralds erweisen sich als langwierig und es dauert bis endlich mal richtig Schwung in die Geschichte kommt.

Dass Dóra in einer Anwaltskanzlei arbeitet, bekommt man in den acht Tagen, in denen der Mord aufgeklärt wird, eigentlich kaum mit. Über ihren Partner werden drei Worte verloren, nur die aus Versehen mitgekaufte Sekretärin Bella erinnert immer mal an Dóras Job. Man erfährt, dass Dóra alleinerziehende Mutter zweier Kinder ist, wobei hier der pubertierende Sohn Gylfi eine größere Rolle spielt.

Matthias, der deutsche Angestellte der gut situierten Familie Guntlieb, wird zunächst als überkorrekt gekleideter, steifer Schnösel gezeichnet und entspricht vermutlich einfach dem isländischen Klischee eines Deutschen. Erst ab der Hälfte des Buches bekommt er vermehrt Charakterzüge und wird als Mensch erkennbar. Dann allerdings gewinnt er schnell vielschichtigere Eigenschaften, die man gern besser kennen lernen möchte.

Ich habe mich einige Zeit recht schwer getan, bis meinem Eindruck nach auch die Autorin so richtig in ihre Geschichte gefunden hatte und wusste, was sie mit den Personen machen wollte. Dann erst wurde es richtig rund. Bis dahin hatte es vielmehr den Anschein als habe sie die Hexenverbrennungen und -kulte als Aufhänger genommen, um ihre Personen und die Handlung drumherum zu stricken.
Auch wenn es ein wenig Geduld braucht, so wird dann doch noch ein richtig guter Krimi daraus. Zunehmend gelingt es der Autorin, ihren Figuren Tiefe zu verleihen, so sehr, dass ich am Ende des Buches unbedingt den zweiten Band lesen möchte, um zu erfahren, wie es Dóra und ihrer Familie und vielleicht auch Matthias weiter ergehen wird.

Yrsa Sigurðardóttir schreibt eingängig, lässt immer mal wieder Humor aufblitzen und versteht es, den Leser bei der Stange zu halten. Auch komplexe Sachverhalte werden verständlich dargestellt. Störend empfand ich jedoch, dass die Personen in den Dialogen ständig „konterten“, was sprachlich überhaupt nicht passte. Meiner Meinung nach wäre ein einfaches „entgegneten“ passender gewesen, was aber vermutlich an der Übersetzung liegen wird.

Der Kriminalfall ist sehr gut konstruiert, wird meines Erachtens schlüssig aufgelöst und bietet immer wieder neue Wendungen. Man erfährt viel über die Hexenverbrennungen auf Island, die zu denen im restlichen Europa eine Besonderheit aufweisen, und die wenigen Zeitdokumente, die es dazu gibt. Die Schauplätze sind authentisch und laden ein, selbst einmal nach Hólmavík ins Hexen- und Magiemuseum oder zu den Höhlen von Hella zu reisen, in denen die irische Einsiedlermönche Islands gelebt haben sollen.

Zum Ende hin konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und wurde vielfach für den schleppenden Anfang entschädigt. Ich denke, die Reihe wird weitergelesen.

© Tintenhain

Voransicht

  • Weitere Bücher der Autorin