Jagdtrieb

Kriminalroman

TaschenbuchNEU
10,00 [D] inkl. MwSt.
10,30 [A] | CHF 14,50 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Der junge Anwalt Paul Colossa aus München erbt nach dem überraschenden Selbstmord seines Onkels dessen Kanzlei in Neustadt in der bayerischen Provinz – und damit eine Menge kurioser Fälle. Wie den der hübschen Maja, Tochter des zwielichtigen russischen Unternehmers Victor Rivinius. Maja wird von ihrem Ex-Geliebten gestalkt, und Colossa soll vor Gericht ein Kontaktverbot erwirken. Dabei erliegt Colossa prompt selbst den Reizen der jungen Frau. Blind vor Liebe verstößt er gegen alle Regeln – und übersieht, wie sehr Maja in die dubiosen Machenschaften ihres Vaters verstrickt ist. Unversehens befindet er sich mitten in einer höchstgefährlichen Jagd …


ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Broschur, 496 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48816-2
Erschienen am  21. Januar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Nüchterne und sarkastische Geschichte um den Anwalt Paul Colossa

Von: Linda liest

04.03.2019

Paul Colossa nimmt an der Beerdigung seines Onkels Oscar teil. Es erscheint ihm unwirklich, seit mittlerweile fünf Jahren hatten die beiden keinen Kontakt. Dabei hat Oscar immer alles für ihn getan: ihm eine Wohnung gekauft und einen Job bei einer renommierten großen Anwaltskanzlei besorgt zum Beispiel. Doch jetzt ist er tot. Angeblich Selbstmord. Die Einladung zur Beerdigung, einhergehend mit einem Abschiedsbrief, erfolgte handgeschrieben. 200 handgeschriebene Einladungskarten von Oscar. Paul erbt die Kanzlei seines Onkels und damit auch sämtliche aktuelle und ehemalige Fälle. Durch den Wechsel der Kanzlei steht auch ein Wechsel des Wohnsitzes, von München in die Provinz, an. Etwas, worauf Paul getrost verzichten hätte können. Aber das war keine Option. Neue Stadt, neue Kanzlei, neue Fälle. Das ist jetzt das Leben des Anwalts Paul Colossa. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Also beginne ich bei den offensichtlichsten Merkmalen, über die jeder auch sprechen/schreiben kann, der das Buch nicht gelesen hat: Cover und Optik der Innenseiten. Das Cover finde ich mit dem Wolf darauf unfassbar schön und auch auf gewisse Weise passend. Der Wolf – der Anwalt, stetig auf der Jagd nach dem Schuldigen oder Gründen für die Unschuld der eigenen Mandanten. Das trifft auch auf Paul Colossa zu. Nicht nur, weil er als Anwalt arbeitet, sondern auch wegen seines Privatlebens. Unsicherheit und irgendwo noch auf der Jagd ist er mit Mitte dreißig weder sicher, was die Einrichtung seiner Wohnung bzw. der von seinem Onkel geerbten Villa angeht, noch was sein Liebesleben betrifft. Aber nun gut. Vielleicht muss er das mit Anfang/Mitte dreißig ja auch noch gar nicht sein. Doch kommen wir nun erstmal zur Aufmachung des Buchinneren, bevor ich mit der eigentlichen Wertung des Inhalts beginne. Jedes Kapitel trägt einen Jagdbegriff und eine kurze Beschreibung dazu. Erst eine Seite später startet das eigentliche Kapitel mit der Handlung rund um Colossa. Auch wenn diese Kapitelbezeichnungen aus dem Jagdkontext sicherlich dazu beitragen sollten dem Buch einen roten Faden, vor allem in Verbindung mit dem Cover zu geben, konnte mich das nicht so richtig überzeugen. Die „Kapitelnamen“ haben zum Teil nicht zu dem darauf folgenden Inhalt gepasst und wirkten deshalb für mich zusammenhangslos. Ungeachtet dessen, konnte der auf die ungewöhnlichen Kapitelnamen folgende Inhalt überzeugen. Der Autor Hendrik Esch hat einen wahnsinnig neutralen sarkastischen Schreibstil. Er schafft es in kurzen Sätzen, von denen ich ja ohnehin ein Fan bin, die Geschehnisse und die Gefühlswelt des Protagonisten Paul Colossa zu beschreiben. Dabei geht er zielstrebig vor und lässt vor allem die Emotionen und Gedanken von Colossa humorvoll für den Leser zurück. So viele sarkastische Vergleiche und komische Erläuterungen habe ich schon lange nicht mehr lesen dürfen. Ein Genuss. Allein das macht das Buch für mich schon lesenswert. Doch auch die Story ist gelungen, auch wenn nicht gänzlich überraschend. Vieles war mir relativ schnell klar und dadurch kam es mir nur noch auf den Weg dorthin an. Das finde ich aber okay, schließlich war der Weg zum Ziel hier ein Lesevergnügen voller Spaß. Mehr kann man nicht verlangen. Vor dem Kauf dieses Buches sollte man jedoch beachten, dass es sich hierbei um eine Buchreihe handelt und das der Auftakt ist. Es werden also noch weitere Bücher um den Anwalt Paul Colossa folgen. Anders als wir Leser es bei vielen Thrillern gewohnt sind, ist Jagdtrieb kein abgeschlossenes Buch. Es bleibt vieles offen, was voraussichtlich im nächsten Band geklärt wird. Bei Thriller-Reihen ist es ja nun mal häufig so, dass es zwar Buchreihen um Ermittlerteams sind, die Bücher aber doch so abgeschlossen sind, das es im Grunde egal ist, in welcher Reihenfolge sie gelesen werden. Das ist bei Hendrik Esch’s Buchreihe nicht der Fall. Also auf jeden Fall mit dem Band beginnen, auch wenn evtl. schon weitere auf dem Markt sind. ;)

Lesen Sie weiter

Der erste Fall für Paul Colossa – ein Buch voll launiger Szenen und Situationskomik

Von: Seehase1977

28.02.2019

Paul Colossa ist ein junger Anwalt aus München. Nach dem unerwarteten Freitod seines Lieblingsonkels erbt Paul dessen Kanzlei in der bayerischen Provinz. Zu dieser gehören nicht nur eine charakterstarke Kanzleivorsteherin, sondern auch einige äußerst ominöser Fälle. Sein aktuell dringlichster Fall ist der der jungen und hübschen Tochter eines russischen Unternehmers. Maja wird von ihrem Ex-Geliebten gestalkt und Colossa soll vor Gericht mit einer einstweiligen Verfügung ein Kontaktverbot erwirken. Doch auch der junge Anwalt ist gegen die weiblichen Reize seiner jungen Mandantin nicht gefeit. Schon bald bringt in das Tragen seiner rosaroten Brille in Schwierigkeiten, denn Paul übersieht nicht nur das Wesentliche, die Jagd, die er vermeintlich anführt, bringt ihn auch in große Gefahr… Meine Meinung: „Jagdtrieb“ ist der Debütroman von Hendrik Esch und der Start einer Reihe um den Anwalt Paul Colossa. Esch selbst ist ebenfalls Jurist und arbeitet als Opferanwalt und Strafverteidiger. Aufmerksam auf diesen Kriminalroman wurde ich auf der Plattform Lovelybooks und der Klappentext hat ebenfalls meine Neugier geweckt. Meine Erwartungen an diesen Krimi wurden nicht erfüllt, dafür bekam ich etwas anderes, viel Besseres! Dieses Buch ist kein Kriminalroman im eigentlichen Sinne, wer also in diesem Buch die unvermeidliche Mörderjagd, möglicherweise aufgrund des Covers auch zu Recht, erwartet, wird wahrscheinlich erst einmal enttäuscht sein. Doch bitte, nicht gleich aufgeben! Ich war nicht unbedingt enttäuscht, aber anfangs komplett verwirrt. Was will der Autor, der jedes Kapitel mit Begriffen oder Redewendungen aus der Jägersprache einläutet, mir sagen? Soll ich wirklich weiterlesen? Ja unbedingt! Denn es wartet ein mehr als unterhaltsamer Roman, geprägt von viel Situationskomik und skurrilen Szenen. Natürlich gibt es zwar sowas wie einen Kriminalfall der auch die Rahmenhandlung für die Story bildet, doch diese alleine macht „Jagdtrieb“ zu keinem besonderen Buch, sondern ist eher ausschmückendes Beiwerk. Dieses Buch lebt definitiv von seinem unglaublich charismatischen Protagonisten! Paul Colossa ist schräg, skurril, schlagfertig aber auch irgendwie unbeholfen und tölpelhaft. Seine Handlungen riefen teils völlig unterschiedliche Reaktionen in mir hervor, angefangen beim plötzlich lauten Losprusten über unglaubliches Staunen (mit offenem Mund!) bis hin zum Extrem-Zähneknirschen. Was ist das für ein Kerl, der einerseits so einen soliden und ernsthaften Beruf ausübt und andererseits in jedes sich anbietende Fettnäpfchen tritt? Aber nicht nur Paul, auch die anderen, stimmig gezeichneten Protagonisten sind auf ihre Art einzigartig, sei es Pauls bester Kumpel Attila oder aber die patente Kanzleivorsteherin Christine, jeder Einzelne macht die Geschichte zusätzlich geschmeidig und rund. Pauls Stalking-Fall kommt trotz all dem Humor und Slapstick dennoch nicht zu kurz und findet seine spannende Aufklärung. Colossa kann auch einige, durchaus überraschende,Geheimnisse über seinen Onkel im Laufe der Story auflösen. Hendrik Esch hat eine angenehme, flüssige und sehr humorvolle Art zu schreiben und auch wenn es hin und wieder schlüpfrig wird in den Ausführungen, wird es dennoch nie niveaulos. Sein Fachwissen setzt der Autor gekonnt ein, ohne langweilig oder zu spezifisch zu werden. Mein Fazit: „Jagdtrieb“ von Hendrik Esch hat sich für mich als echte Überraschung entpuppt. Ich habe, schon aufgrund des wunderschönen Covers, einen gängigen Kriminalroman mit obligatorischem Schema erwartet, aber in diesem Sinne nicht bekommen. Dafür bekam ich den liebenswerten Paul Colossa und mit ihm viele unerwartete Handlungen und skurrile Situationen. Der Kriminalfall war unterhaltsame Rahmengeschichte und sorgte für den nötigen Spannungsbogen und auch für ein kleines bisschen Nervenkitzel. Das Hauptaugenmerk liegt aber ganz klar auf den Protagonisten! Ich bin sehr gespannt, ob Hendrik Esch im zweiten Teil so stark weitermacht und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung. So, jetzt ist aber Schluss mit dem „Abliebeln“! Horrido!

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Hendrik Esch wurde 1975 in München geboren. Er arbeitet als Opferanwalt und Strafverteidiger, schlägt sich aber auch mit Auffahrunfällen, Mietnomaden und Maschendrahtzäunen herum. Kein menschlicher Abgrund ist ihm fremd, die Hoffnung lässt er trotzdem immer erst am Schluss sterben. »Jagdtrieb« ist sein erster Roman und der Beginn einer Serie um den bayerischen Rechtsanwalt Paul Colossa.

Zur AUTORENSEITE

Events

04. Juni 2019

Knast-Lesung im Rahmen des Krimifestivals München

19:00 Uhr | München | Lesungen & Events
Hendrik Esch
Jagdtrieb