Sozialer Kapitalismus!

Mein Manifest gegen den Zerfall unserer Gesellschaft
Mit einem exklusiven Vorwort für die deutsche Ausgabe

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Der Alarmruf eines weltbekannten Ökonomen

Tiefe Risse bedrohen den Zusammenhalt in unseren Gesellschaften: Es entsteht eine Spaltung zwischen den Metropolen und dem Rest des Landes, zwischen den urbanen Eliten und der Mehrheit der Bevölkerung. Es herrscht eine Ideologie des Einzelnen, die auf Selbstbestimmung beharrt, auf Konsum abzielt und sich dabei von der Idee gegenseitiger Verpflichtungen und des Gemeinwohls verabschiedet. Präzise beschreibt Paul Collier diese neue soziale und kulturelle Kluft. Und er präsentiert ein sehr persönliches Manifest für einen sozialen Kapitalismus, der auf einer Ethik der Gemeinschaft beruht.


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Englischen von Thorsten Schmidt
Originaltitel: The Future of Capitalism
Originalverlag: Allen Lane, London 2018
Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-328-10601-2
Erscheint am 13. Juli 2020

Leserstimmen

Ein persönliches, kritisches und nachdenklich stimmendes Manifest

Von: Bücherliebe

23.06.2019

Dieses Buch beschäftigt sich mit einem gesellschaftlich gemachten Grundproblem des Menschen: Kompatibilität von Ethik und Wirtschaft. Wollen Unternehmen in der freien Wirtschaft wirklich etwas Gutes für ihren Arbeitnehmer tun oder geht es einzig und allein darum die Gewinnspanne zu maximieren und Verluste auszugleichen? Collier beschäftigt sich kritisch mit dieser Frage. Er zeigt Beispiele von ethnisch "vertretbaren" Unternehmen auf, die mir persönlich nicht immer ganz glaubhaft erscheinen. Gerade seine Schilderungen über Nestle und co. lassen doch so einige Zweifel aufkommen. Natürlich eröffnet die Arbeit in einer Molkerei in einem 3. Welt Land neue Möglichkeiten für den Arbeitnehmer, aber auch wirklich nach europäischen Standards und nicht an die im Land geltenden Arbeitsbedingungen angepasst? Wohl kaum! Collier beschreibt was uns Bürgern im Alltag begegnet, was unser Bauchgefühl uns längst sagt, genau das schreibt der vielleicht bekannteste Wirtschaftswissenschaftler. Er schreibt es so, dass für jeden Leser auch die großen Zusammenhänge deutlich werden und das jeder kapiert; Wir sind in einer Sackgasse gelandet; so kann es nicht weiter gehen. Doch eine Lösung für die beschriebenen Probleme kann er nicht vorgeben, denn die muss durch ein Umdenken des Einzelnen herbei geführt werden. Er unterbreitet dennoch konkrete Vorschläge. Ein sehr persönliches Manifest, es hält sich nicht lange auf beim oberflächlichen Arm - Reich - Geplänkel, es geht viel mehr in die Tiefe und ist gerade deshalb viel aussagekräftiger!

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Vita

Paul Collier ist Professor für Ökonomie und Direktor des Centre for the Study of African Economies an der Universität Oxford. Seit vielen Jahren forscht er über die ärmsten Länder der Erde und untersucht den Zusammenhang zwischen Armut, Kriegen und Migration. Von ihm erschienen unter anderem das mehrfach prämierte Buch »Die unterste Milliarde« (2008), »Exodus« (2014) und »Gestrandet« (2017). Sein Buch »Sozialer Kapitalismus!« wurde 2019 mit dem Deutschen Wirtschaftsbuchpreis ausgezeichnet.

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