Aufbruch

Wie die Hoffnung auf ein gerechteres Miteinander mein Leben bestimmt

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»Eine Ausnahmeerscheinung, ikonisch, klug, unabhängig.« FAZ

Sie ist eine der größten Kultfiguren des Feminismus. Vorbild für Frauen seit mehr als fünf Jahrzehnten. Bis heute setzt sich Gloria Steinem leidenschaftlich dafür ein, dass die Stimmen von Frauen gehört werden - sei es in der #metoo-Debatte oder beim Women's March in Washington. In ihren Memoiren blickt die Tochter eines durch die Lande tingelnden Antiquitätenhändlers zurück auf ein ereignisreiches Leben. Ein Leben, das weder Rast noch Ruhe kannte und in dem die Hoffnung auf ein gerechteres Miteinander von Männern und Frauen nie erlosch. Mitreißend beschreibt Gloria Steinem, wie sie zu einer der »coolsten« Frauenrechtlerinnen wurde, der es nie nur um Feminismus ging, sondern um soziale Gerechtigkeit.



(Dieses Buch ist im btb Verlag schon einmal unter dem Titel "My Life on the Road" erschienen.)

»Eine Ikone unserer Zeit.«

Vogue

Aus dem Englischen von Eva Bonné
Originaltitel: My Life on the Road
Originalverlag: btb HC
eBook epub (epub), 10 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-24684-6
Erschienen am  11. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein Buch, das zeigt, warum jede einzelne Stimme wichtig ist

Von: Virginie Storm

05.12.2019

Gloria Steinem, Journalistin und Feministin, hatte eine unkonventionelle Kindheit. Mit ihren Eltern und ihrer Schwester reiste sie durch die USA. Auch später behielt sie dieses Leben bei. Sie erzählt von Reisen mit dem Auto, dem Flugzeug, Gesprächen mit Taxifahrern, Flugbegleiterinnen, Studentinnen und LKW-Fahrern. Geprägt durch den Vater, der sich gegen Regeln auflehnte und ihrer Mutter, die in der Ehe verkümmerte, setzt sie sich bis heute für Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit ein. »Wir reden über eine Gesellschaft, in der keine anderen Rollen existieren werden als die, die man sich gewählt oder verdient hat; wir reden ernsthaft über Menschlichkeit.« Beim Feminismus geht es nicht nur um Frauen, sondern auch um Menschen mit Behinderungen, Menschen verschiedener Nationalität und Hautfarbe und natürlich auch um Männer. Zusammen mit der Autorin wirft man einen Blick zurück bis in die 60er. Steinem erzählt, dass 1971 den Studentinnen der juristischen Fakultät von Harvard nur am “Ladys Day” gestattet war in den Seminaren Fragen zu stellen. Sie schreibt über den Indian Removal Act, der das Land der Cherokee an weiße Sklavenhalter gab, das Eheverbot für Flugbegleiterinnen, die Nationale Frauenkonferenz 1977 und den Vietnam-Krieg. Sie schildert, dass die katholische Kirche Abtreibungen bis ist 19. Jahrhundert geduldet hat und diese erst später aus demografischen Gründen verboten wurden. Sie berichtet von Frauen, die einen Schwangeschaftsabbruch vornehmen ließen und sich anschließend wieder zurück vor die Klinik stellten, um weiter gegen Abtreibungen zu protestieren. Sehr interessant auch der Wahlkampf um das Präsidentenamt, bei dem Steinem Hillary Clinton unterstützte. »Und kein Wunder, dass Frauenfeindlichkeit in den Medien kein Thema war. Die Medien selbst waren frauenfeindlich.« Ein spannendes Buch, das uns daran erinnert, welchen Weg die Gesellschaft innerhalb der letzten 60 Jahre zurückgelegt hat. Vieles hat sich verändert und ist heute kaum mehr vorstellbar. Das Bewusstsein für Ungerechtigkeiten ist gestiegen. Doch gleichzeitig scheint es, als würden an neuen Stellen die gleichen alten Probleme auftreten. “Women have two choices: Either she's a feminist or a masochist.”

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Über ein Leben auf Reisen

Von: Sputnik FFM - Frankfurt, Books & Rock'n'Roll

11.09.2016

Anfang des Jahres hat die Schauspielerin, UN-Botschafterin und Verfechterin für die Gleichberechtigung, Emma Watson, auf Goodreads einen feministischen Buchclub gegründet mit dem Namen „Our Shared Shelf“. Wie die Idee dazu entstand, beschreibt sie wie folgt: „As part of my work with UN Women, I have started reading as many books and essays about equality as I can get my hands on. There is so much amazing stuff out there! […] I decided to start a Feminist book club, as I want to share what I’m learning and hear your thoughts too.” Mehr über „Our Shared Shelf“ Der Plan ist jeden Monat gemeinsam ein ausgewähltes Buch zu lesen und darüber zu diskutieren. Besprochen wurden bereits Bücher wie „Persepolis“ von Marjane Satrapi oder „Die Farbe Lila“ von Alice Walker. Der Club erfreut sich großer Beliebtheit und hat allein auf Goodreads aktuell über 142.000 Mitglieder, die „stillen Mitleser“ natürlich nicht eingeschlossen. Das allererste Buch, das im Januar 2016 von Watson auf der Agenda des Buchclubs gesetzt wurde, war „My Life on the Road“ von der Amerikanerin Gloria Steinem, die zu den zentralen Wegbereiterinnen der Frauenbewegung in den 1960er Jahren zählt. Und dieses Buch, auf das ich dank des Buchclubs gestoßen bin und das im Juli in der deutschen Übersetzung von Eva Bonné bei btb erschienen ist, möchte ich heute vorstellen. Wer ist Gloria Steinem? Gloria Steinem ist eine politische Aktivistin, Journalistin und Frauenrechtlerin, die 1934 in Ohio, USA geboren wurde. Sie ist Gründerin und Herausgeberin des amerikanischen, feministischen Magazins „Ms.“, dass 1972 das Licht der Welt erblickte. In dem autobiographischen Buch „My Life on the Road“ blickt Sie auf ihr aufregendes Arbeitsleben als reisende Aktivistin zurück. Das Buch ist laut ihrer eigenen Aussage „die Geschichte einer modernen Nomadin“. Anliegen des Buches „My Life on the Road“ Gloria Steinem macht zu Beginn ihres Buches ganz klar, welche Anliegen damit verknüpft sind: Sie möchte über ihre Reisen als Aktivistin durch Amerika und somit auch über Amerika erzählen. Sie möchte den Leser dazu ermutigen selbst auf Reisen zu gehen. Dabei geht aber vor allem darum sich die Geisteshaltung des Reisenden anzueignen, der offen bleibt für alle was geschieht, sobald er die Haustür verlässt. Sie möchte Geschichten erzählen. Sie möchte für Frauen eine Wegbereiterin in puncto Reisen sein, denn: „Für eine Frau ist vielleicht nichts so revolutionär, wie selbstbestimmt auf Reisen zu gehen – und bei ihrer Rückkehr mit offenen Armen empfangen zu werden.“ Abenteuer einer reisenden Frau In „My Life on the Road“ erzählt Gloria Steinem nicht strikt chronologisch aus ihrem Leben als Reisende, sondern setzt, unterteilt in sieben Kapitel, Themenschwerpunkte, die wiederum oft eine bunte und abwechslungsreiche Collage aus Geschichten darstellen. Der große gemeinsame Nenner ist dabei immer das Reisen. Ein paar Beispiele: In dem ersten Kapitel „In den Fußstapfen meines Vaters“ ergründet sie die Ursprünge ihrer Leidenschaft fürs Reisen als Lebenskonzept, indem sie verrät, dass der Grundstein für ihr späteres Nomadenleben und ihren Freiheitsdrang bereits in der unsteten Kindheit gelegt wurde, durch den Beruf und die Mentalität des Vaters, der als Trödelhändler stets „on the road“ war, nicht selten mit der kompletten Familie im Schlepptau. In „Wenn das Politische privat wird“ erzählt sie von ihren Aktivitäten als Wahlkämpferin in den letzten Jahrzehnten in den USA, unter anderem im US-Vorwahlkampf 2008 als Hillary Clinton und Barack Obama gegeneinander antraten und sie sich für Clinton engagierte. In „Gesprächskreise“ wird der Fokus gelegt auf faszinierende Begegnungen mit Fremden, im Rahmen von Vorträgen und Gesprächsrunden, ,,die einander mit allen fünf Sinnen begegnen und einen echten Bewusstseinswandel zulassen.“ Eins meiner absoluten Lieblingskapitel war außerdem „Warum ich nicht Auto fahre“, in dem Steinem erzählt, warum das einsame Reisen im Auto für sie keine Option ist: „Manchmal zitiere ich Umfragen, aus denen New Yorker als die glücklichsten Menschen Amerikas hervorgingen. Und warum? Weil man sich in der ‚Hauptstadt der Nichtfahrer‘ auf der Straße begegnete, statt isoliert voneinander in rollenden Blechdosen zu sitzen.“ Sie versammelt in diesem besonderen Kapitel eine große Vielfalt höchst interessanter Anekdoten über Begegnungen, die sie beispielsweise beim Taxifahren oder im Flugzeug erlebt hat. Darunter sehr bewegende und unvergessliche Geschichten. gloria-steinem-zitat_my-life-on-the-road_gegenwart Authentisch, einnehmend und mit Herzblut geschrieben Gloria Steinems Erinnerungsbuch hat mich in seinen Bann gezogen. Sie verfällt beim Scheiben nie ins Selbstdarstellerische oder Belehrende sondern nimmt den Leser mit auf die Reisen ihres Lebens und teilt mit ihm, was sie dabei erlebt und gelernt hat. Der Stil ist dabei stets sehr klar und äußerst einnehmend (Kompliment auch an die Übersetzerin). Steinem erzählt mit Herzblut und Aufrichtigkeit aus ihrem Leben, ohne Scheu neben Erfolgen auch Unsicherheiten und Fehler zu benennen. Ihre Empathie für die Menschen und ihr Enthusiasmus beim Kampf, um eine gerechtere Welt, ist im höchsten Maße imponierend und inspirierend. Ebenso wie die Passion fürs Reisen und der Mut dazu, sich immer wieder alleine auf den Weg zu begeben und sich auf immer neue Abenteuer einzulassen. Beim Lesen dachte ich hin und wieder, dass die collagenartige Form des Buches bei dem einem oder anderen Kapitel etwas unstrukturiert wirkt. Andererseits habe ich nie den Eindruck gehabt, die Autorin hätte beim Schreiben (oder ich beim Lesen) den roten Faden verloren. Am Ende wurde mir klar, dass diese Brise Chaos die Authentizität des Buches nur bestärkt. Denn so ist das Reisen eben: kein gerader Weg, sondern eine Collage auch kleinen und großen Erlebnissen, Gefühlen und Lektionen. „My Life on the Road“ ist ein kluges und mitreißendes Buch über die Suche nach seiner eigenen Bestimmung, den Kampf für den Feminismus und das Reisen als Lebenshaltung.

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Vita

Gloria Steinem

Gloria Steinem, 1934 in Toledo, Ohio geboren, ist Journalistin und eine der bedeutendsten Feministinnen unserer Zeit. Sie studierte am renommierten Smith-College in Washington D.C und begann ihre journalistische Karriere mit einer Reportage über ein dreiwöchiges Experiment als Playboy-Bunny in New York. 1971 gründete sie »Ms.«, die erste feministische Zeitschrift Amerikas, und setzte sich auch in den folgenden Jahrzehnten für die Gleichberechtigung der Frauen ein. Obwohl eine erbitterte Gegnerin der bürgerlichen Ehe, heiratete sie mit 66 Jahren den Unternehmer David Bale.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Eine wie sie, mit ihrer Mischung aus Feminismus, Kampf um soziale Gerechtigkeit und unschlagbarer antirassistischer Logik wird in Amerika und anderswo immer noch gebraucht.«

Susan Vahabzadeh, Süddeutsche Zeitung

„Steinem ist einsame Spitze!“

The Boston Globe

»Das hat ihr das Reisen ermöglicht, die Begegnung mit Männern und vor allem mit Frauen, von denen sie lernen konnte, was im Argen liegt.«

Verena Lueken, FAZ

„Eine der wichtigsten Frauen unserer Zeit.“

Diane von Furstenberg