Die Fotografin - Am Anfang des Weges

Roman

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Gegen alle Widerstände wird Mimi Reventlow Fotografin, und findet nicht nur ihre Freiheit, sondern auch die Liebe …

Minna Reventlow, genannt Mimi, war schon immer anders als die Frauen ihrer Zeit. Es ist das Jahr 1911, und während andere Frauen sich um Familie und Haushalt kümmern, hat Mimi ihren großen Traum wahr gemacht. Sie bereist als Fotografin das ganze Land und liebt es, den Menschen mit ihren Fotografien Schönheit zu schenken, genau wie ihr Onkel Josef, der ihr großes Vorbild ist. Als dieser erkrankt, zieht sie in das kleine Leinenweberdorf Laichingen, um ihn zu pflegen und vorübergehend sein Fotoatelier zu übernehmen. Ihm zuliebe verzichtet sie nicht nur auf ihre Unabhängigkeit, sondern sieht sich in Laichingen zunächst auch den misstrauischen Blicken der Dorfbewohner ausgesetzt, da sie mehr als einmal mit ihrem Freigeist aneckt. Und als bald ein Mann Mimis Herz höher schlagen lässt, muss sie eine Entscheidung treffen …

»Ein historischer Schmöker über eine mutige Frau …«

Frau von Heute (19. Oktober 2018)

eBook epub (epub)
mit bebildertem Anhang in s/w
ISBN: 978-3-641-23080-7
Erschienen am  27. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Fotografinnen-Saga

Leserstimmen

Minna und ihre Unabhängigkeit

Von: HEIDIZ

04.08.2019

Auf die Autorin Petra Durst-Benning wurde ich zum ersten Mal aufmerksam durch die Glasbläser-Reihe, sie hatte mich damals schon fasziniert. Nun habe ich von der Reihe um die Entwicklung der Fotografie erfahren und die ersten beiden Bücher gelesen. Die Autorin schaffte es von Beginn an, mich in die Geschichte zu involvieren, mich zu fesseln und kurzweilig zu unterhalten. Sie erzählt von Minna Reventlow, einer mutigen Frau, die weiß, was sie will, die ihren Weg geht, die aber auch romantisch veranlagt ist. Sie lebt in den Jahren 1905 - 1911 und ist von ihrem Gefühl und ihrer Art schon viel weiter in der Zeit vorangeschritten. Sie möchte nicht heiraten und sich um Mann, Kinder und Haushalt kümmern, nein, sie möchte ihren Traum wahrwerden lassen. Wanderfotografin, das ist ihr Traum ihr Wunsch, den sie sich auch verwirklicht. Aber mitunter kommt halt - wie im wahren Leben auch - alles anders als geplant. Der Onkel ist ein wichtiger Bezugspunkt in ihrem Leben. Laichingen wird zur neuen Heimat, ungewollt .... Dann kommt da noch der schöne Mann, der ebenso wie sie seinen Weg geht, liebt er sie ??? Was wird aus Minnas Zukunft werden ??? Wenn man diesen Band eins gelesen hat, fiebert man auf Band zwei hin. Die Spannung wird von Beginn an aufgebaut, man kann sich sehr gut in die Charaktere eindenken, die Zeit ersteht vor dem geistigen Auge und auch die kleine Leinenweberstadt Laichingen mit ihren Menschen, ihren Traditionen, den Schwierigkeiten .... Trotz allem möchte Minna ihre Unabhängigkeit nicht verlieren, kann sie das schaffen? Wundervoll lebendig geschrieben. Fesselnd und authentisch im Stil der Zeit geschrieben, hat mir sehr gut gefallen. Man nimmt der Autorin die Umsetzung ihrer Idee zu 100 Prozent ab. Die Geschichte liest sich flüssig und unterhält hervorragend. Neben der fiktiven Geschichte erfährt man sehr viel vom Leben in der damaligen Zeit von der wenigen Freizeit, die die Menschen mit Beruf und Landwirtschaft hatten, aber auch von der Entwicklung der Fotografie, super gemacht - hat mir sehr gut gefallen !!!

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Zwischen Träumen und Tradition

Von: Bücher in meiner Hand

13.02.2019

Ich weiss noch, wie ich mir nach "Winterwind" wünschte, Autorin Petra Durst-Benning würde einmal Gegenwartsromane schreiben - was sie kurz darauf mit der Maierhofen-Serie auch tat. So schön die Serie ist, trotzdem vermisste ich mit den Jahren ihre historischen, immer toll recherchierten Romane. Auch hier ging mein Wunsch in Erfüllung und nun gelang mit der Veröffentlichung ihres neuestes Werkes der Start einer fünfteiligen Saga über eine junge Frau, die sich nicht mit der Zukunft als Pfarrfrau begnügen will. Mimi, die Heldin der Serie, sieht am Leben ihrer Mutter was auf sie wartet, wenn sie Heinrich heiraten würde. Sie entscheidet sich für das harte Leben als Wanderfotografin, worin Onkel Josef Mimi anfänglich tatkräftig protegiert. Ihre Mutter unterstützt Mimi einerseits, andererseits hegt sie grosse Bedenken. Der Vater scheint Mimi zu vertrauen, von ihm hört man aber nicht viel. Die ersten Monate sind nicht leicht für Mimi und trotzdem bereut sie ihren Entscheid nicht. Nachdem Mimi durch einen Zufall eine berühmte Person fotografieren kann, floriert das Geschäft und allerorten wird nach ihr gefragt. Da erreicht sie plötzlich eine Nachricht, dass es, ihrem inzwischen im Weberdorf Laichingen sesshaft gewordenen, Onkel Josef schlecht geht. Keine Frage, dass Mimi auf dem Weg zu einem weiteren Auftrag in Laichingen Halt macht. Josef geht es gesundheitlich gar nicht gut und braucht jemand der ihn pflegt. Mimi übernimmt vorläufig - denkt sie zumindest. Ihr Aufenthalt verlängert sich immer weiter, wobei Mimi die Gemeinde mit ihrer Art und ihren modernen Ansichten aufwirbelt. Fast schon als Ketzerin verschrien, wird sie von wenigen Bewohnern gemobbt. Andere hingegen sind fasziniert und wollen der weit herum gereisten Mimi glauben. Die Szenen in Laichingen machten mich traurig. Denn nur allzu gut hat Petra Durst-Benning das karge Leben der Dorfbewohner, deren Träume und Sorgen sowie die Zukunftsaussichten der Jugendlichen beschrieben. Geschickt webt die Autorin in die Einzelschicksale der Menschen viel Wissenswertes mit ein, zum Beispiel der Einblick in die Arbeit eines Fotografen - besonders gelungen sind die Abschnitte über die Bildretusche, quasi Photoshop vor 100 Jahren - wie auch die schwere Arbeit der Weber und die Weiterentwicklung der Stoffbearbeitung. Erneut zeigt sie mehrere Berufszweige auf, die sich nicht nur durch die Industrialisierung weiterentwickeln und lässt uns diese Umwälzungen in ihren Charakteren miterleben. Petra Durst-Benning porträtiert wie gewohnt starke Frauen, lässt aber die ganze Gefühlspalette über Eifersucht und Neid, wie auch das Bedauern über eigene, vielleicht vorschnelle Entscheidungen nicht zurück. Ein wenig enttäuscht war ich, als Mimi - zwar verständlicherweise - immer länger in Laichingen blieb und nicht mehr auf Reisen ging. Ja, ich weiss, das kann sich in den vier weiteren Büchern noch ändern, aber dennoch hätte ich Mimi gerne mehr unterwegs begleitet. Ihr Aufenthalt im Leinenweberdorf dauerte mir zu lange, einiges wiederholte sich schon fast - aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu ungeduldig. Leider bricht das Buch gefühlt mittendrin ab, ist nicht in sich abgeschlossen, was ich bedauerte. Mir fehlt ein schlüssiger und würdiger Abschluss des ersten Teils dieser Saga. Sehr schön fand ich den Bezug zu "Bella Clara", denn Mimi lernt Clara Berg kennen. Wer historische Romane mag und die Jahrhundertwind-Trilogie noch nicht kennt, sollte dringend mal einen Blick darauf werfen. Den frischen Wind aus der Trilogie hat die Autorin auch in "Die Fotografin" mitgenommen und deshalb ich bin gespannt, wie Mimi und die Laichinger sich weiter entwickeln. Insbesondere nimmt mich Wunder, ob sich die Träume von Alexander und Anton erfüllen. Fazit: Fesselnder und interessanter Auftakt zu der fünfteiligen Serie über eine Fotografin anfangs des 19. Jahrhunderts. 4 Punkte.

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Vita

Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Seit über zwanzig Jahren schreibt sie historische und zeitgenössische Romane. Fast all ihre Bücher sind SPIEGEL-Bestseller und wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. In Amerika ist Petra Durst-Benning ebenfalls eine gefeierte Bestsellerautorin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart auf dem Land.

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Events

22. Okt. 2019

Lesung

19:30 Uhr | Böblingen | Lesungen
Petra Durst-Benning
Die Fotografin - Die Zeit der Entscheidung

23. Okt. 2019

Lesung

19:00 Uhr | Frickenhausen | Lesungen
Petra Durst-Benning
Die Fotografin - Die Zeit der Entscheidung

24. Okt. 2019

Lesung

19:30 Uhr | Oberderdingen | Lesungen
Petra Durst-Benning
Die Fotografin - Die Zeit der Entscheidung

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Pressestimmen

»Minna Reventlow hat es nie gegeben – sie kann aber als prototypische Figur für eine starke Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts herhalten.«

Wiener Zeitung Online (10. September 2018)

»Der spannende Auftakt einer mitreißenden Saga!«

Neue Welt (19. September 2018)

»Die Autorin zieht den Leser sofort in die Geschichte, und lässt ihn mit der Protagonistin leiden, lachen und hoffen.«

Fränkische Nachrichten (19. November 2018)

»Mutig …«

Meins (31. Oktober 2018)

»Ein spannender Roman!«

Hallo Aying (07. November 2018)

»Die Geschichte nimmt den Leser mit auf eine faszinierende Reise durch das Süddeutschland des frühen 20. Jahrhunderts.«

Zürcher Unterländer (14. Dezember 2018)