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Die fabelhafte Welt der Ameisen

Eine Ameisenumsiedlerin erzählt

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»Ich liebe den Geruch von Ameisensäure.« (Christina Grätz)

Sie bringen mehr Biomasse auf die Waage als alle Säugetiere der Welt zusammen, und doch stehen sie auf der Roten Liste. Ameisen sind in Deutschland hochgradig gefährdet. Damit sie überleben, gibt es besondere Menschen: Ameisenumsiedler. Immer, wenn Bauprojekte eine Kolonie gefährden, treten sie in Aktion. Hier erzählt die bekannteste Ameisenumsiedlerin Deutschlands von ihren abenteuerlichen Erlebnissen. Skurrile Geschichten voller verblüffender Fakten über kooperativen Naturschutz, die Biologie des Waldes und über den kuriosen Kosmos der kleinen Krabbler.

  • Ameisen – die spannendste Krabbelgruppe der Welt

  • Leidenschaftlich gelebter Naturschutz: die Ameisenflüsterin erzählt

  • Skurrile Geschichten für Entdecker und Neugierige

  • Alles Wissenswerte über die Polizei des Waldes


eBook epub (epub)
Mit 16-seitigem vierfarbigen Bildteil
ISBN: 978-3-641-23509-3
Erschienen am  20. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
Christine Grätz: Die fabelhafte Welt der Ameisen

Leserstimmen

Faszinierende Tiere!

Von: aebbies.buechertruhe

30.03.2020

Christina Grätz und Manuela Kupfer berichten in diesem Buch von kleinen faszinierenden Tieren, die leider oft einfach übersehen werden, wenn sie über den Weg krabbeln: Ameisen. Diese geschützten Tiere werden umgesiedelt, sollten sie dem Menschen "im Weg sein" und hier kommt Christina Grätz ins Spiel. Sie ist Ameisenumsiedlerin. Mit dem Buch "Die fabelhafte Welt der Ameisen" berichtet sie auf interessante Art von ihrem Beruf und dem Wesen der kleinen Krabbler. Dabei vermitteln die Autorinnen Fachwissen auf sehr eingängige Art, so daß das Buch für jeden verständlich ist. Die Schreibweise als Roman macht es dem Leser sehr leicht zu verstehen, worum es hier geht. Das Buch ist kein trockenes Fachbuch, sondern auf wirklich lockere Art geschrieben. Die fachlichen Abhandlungen zwischendurch sind gesondert markiert. Man kann also getrennt lesen oder in Reihenfolge - das ist völlig egal. Man erfährt den Bauplan eines Ameisenhügels, lernt über das soziale Gefüge eines Ameisenstaates, ihre Feinde, Mensch und Ameise und staunt über die Talente dieser kleinen Lebewesen. Dazu lernt man verschiedene Arten kennen, erfährt viel über deren Eigenarten und beginnt Ameisen mit ganz anderen Augen zu betrachten. Dies alles wird auf interessante und abwechslungsreiche Art vermittelt. Man merkt den Autorinnen ihre Passion an - sie geben alles für Ihre Ameisen. Dies kann man eindrucksvoll auf den Farbfotos in der Buchmitte verfolgen. Hier erlebt man unter anderem, wie eine Umsiedlung bewerkstelligt wird. Die Bilder sind sehr eindrucksvoll! Dieses Buch bekommt von mir eine klare Empfehlung. Vielleicht kann man damit so manchen Menschen bekehren, der sich von Ameisen auf der Picknickdecke gestört fühlt.

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Bauern, Räuber und Vampire

Von: Edith N.

17.12.2019

Dass man vor der Realisierung eines Bauvorhabens schon mal Hamster, Echsen oder Käfer umsiedeln muss, hört und liest man ja öfter. Dass auch bestimmte Ameisenarten zu den geschützten Tieren gehören, denen man eine neue Bleibe besorgt, wenn der Mensch sich ihren bisherigen Lebensraum aneignet, war mir neu. Ich hatte mir auch nie Gedanken darüber gemacht, wer solche Umsiedlungen überhaupt vornimmt, was das für eine Knochenarbeit ist und wie man zu so einen Job kommt. Die Diplom-Biologin Christina Grätz erzählt uns in ihrem Buch mit einer solchen Begeisterung von dieser Tätigkeit, und Manuela Kupfer, gleichfalls Diplom-Biologin, bringt uns das Alltagsleben und die faszinierenden Fähigkeiten der kleinen Krabblerinnen so nahe, dass man quasi aus dem Stand zum Ameisen-Fan wird. :-) Niemand hat Christina Grätz an der Wiege gesungen, dass sie mal (unter anderem)mit dem Umsiedeln von Ameisen ihre Brötchen verdienen würde. Ihr Fachgebiet als Biologin ist die Botanik. Sie hat in einem Ingenieurbüro gearbeitet und dort die Bauvorhaben naturwissenschaftlich begleitet. Als auf einem Baugrundstück plötzlich 20 Ameisennester umgesiedelt werden müssen, tritt Ameisenheger Bernhard Helbig auf den Plan. Er erklärt sich bereit, die Aufgabe zu übernehmen, doch weil er das umfangreiche Projekt nicht alleine stemmen kann, muss ihm jemand helfen. Christina Grätz hat Mitgefühl mit den Ameisen, die jetzt ihre Heimat verlieren sollen – und den Job an der Backe. Und wie rettet man nun Ameisen? Indem man die Nester ausfindig macht, sie vorsichtig abträgt, die Nestinhalte in große Papiersäcke füllt, diese penibel beschriftet, zum Auto trägt und am Zielort alles wieder so aufbaut, wie man es ursprünglich vorgefunden hat. Da kommt oft schweres Gerät zum Einsatz und man bewegt eine enorme Menge an Material. Auf den Fotos im Buch sieht man die Ameisenretter bis zur Hüfte in einer ausgehobenen Grube stehen. Also alles kein Spaß! Bei diesen Rettungsaktionen gibt es so manche Überraschung: Nester, die so spät entdeckt werden, dass eine Notfallrettung bei denkbar ungünstiger Witterung vorgenommen werden muss oder Nester, die deutlich größer sind als es zunächst den Anschein hatte. Wie bei Eisbergen liegt auch bei Ameisennestern der größte Teil unter der Oberfläche. Und plötzlich hat man einen enormen Arbeitsaufwand, mit dem kein Mensch gerechnet hat und möglicherweise viel zu wenig Personal. Dass Baumstümpfe in Ameisennester eingearbeitet werden, ist normal. Aber was hat es zu bedeuten, wenn man im Fundament eines Nestes Bierflaschen findet? Eine Ameisenparty? Nicht immer gelingen die Umsiedlungen so, wie Christina und ihre Kolleg*innen sich das vorstellen. Mal gefällt den Tieren der neue Standort nicht und sie ziehen wieder um, mal kommt das Rettungsteam zu spät. Sehr berührend ist die Geschichte von den 11 Nestern, die einer Überschwemmung zum Opfer fallen. Doch das zwölfte Nest, das an einem etwas höheren Standort liegt, bietet eine handfeste Überraschung ... Die optisch abgesetzten Info-Texte, die sich mit den lebhaften Schilderungen der Ameisenretterin abwechseln, sind sehr wissenschaftlich aber dennoch außerordentlich interessant. Ich vermute, dass diese Sachtexte von der zweiten Autorin, Manuela Kupfer, stammen. Egal, was die Tierchen so machen, es klingt außergewöhnlich und spannend. Wer hätte gedacht, dass es unter ihnen Bauern, Räuber und Vampire gibt? (Bäuerinnen, Räuberinnen und Vampirinnen, um genau zu sein. Es sind ja, bis auf die Zeit des Hochzeitsflugs, reine Frauenvölker.) Da ist es kein Wunder, dass es in dem Buch Kapitelüberschriften gibt wie „Olympiaverdächtig“ und „Partywissen“. Und dass Menschen sich bis zur Erschöpfung dafür engagieren, diese Tiere zu retten, kann man nun auch nachvollziehen.

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Vita

Christina Grätz, geboren 1974, ist Diplom-Biologin und dreifache Mutter. Sie lebt in einem kleinen Dorf in der Niederlausitz, ist Unternehmerin und hat bereits über 1.300 Ameisennester in ihrer Laufbahn als Ameisenhegerin umgesiedelt, eines davon sogar auf ihren Hof. Ihre Tätigkeit als Ameisenumsiedlerin erregte im Jahr 2017 besondere mediale Aufmerksamkeit. Beiträge über die Umsiedlung von fast 200 Nestern am Berliner Ring waren deutschlandweit in den Printmedien und im Radio, aber auch in großen Fernsehsendern (ARD-Morgenmagazin, ZDF-Mittagsmagazin, ProSieben Galileo, RTL Aktuell) vertreten.

Zur AUTORENSEITE

Manuela Kupfer, geboren 1968, ist Diplom-Biologin. Sie studierte an den Universitäten Würzburg und Marburg und arbeitet seit 20 Jahren freiberuflich als Lektorin und Fachredakteurin im Bereich Naturwissenschaften und Gesundheit. Ihr Interesse an sozialen Insekten hat sprunghaft zugenommen, seit sie selber Honigbienen hält. Und nachdem sie mehrere Ameisenumsiedlungen begleiten konnte, haben es ihr die emsigen Krabbeltiere ebenfalls angetan.

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