Mord auf Bestellung

Ein Agententhriller

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Wiederentdeckung eines klassischen Agententhrillers

«Sie zahlen, wir morden!» lautet die Devise einer New Yorker Attentatsagentur. Einzige Bedingung: Die Liquidation des Opfers muss sozial nützlich und legitim sein … Mit «Mord auf Bestellung» brilliert der weltbekannte Abenteuerautor im Suspense-Genre. Nun erstrahlt sein wiederentdeckter Agententhriller aus dem Jahr 1910 in Eike Schönfelds Neuübersetzung.

10.000 $ für einen Polizeichef; 100.000 $ für einen zweitrangigen Monarchen; eine halbe Million für Seine Majestät, den König von England – Diskretion garantiert! Die Geschäfte der mordenden Moralfanatiker laufen prächtig, bis ein schwerreicher Philanthrop Verdacht schöpft und sie beauftragt, ihren eigenen Chef zu eliminieren: Auftakt einer Verfolgungsjagd quer durch die USA. Vor einer hawaiianischen Insel kommt es zum nalen Showdown … Dieser Agententhriller fesselt mit Dramatik, Action und spektakulären Wendungen. Zugleich wirft er hochbrisante Fragen auf: Welche Opfer darf ein Mensch im Namen einer höheren Moral in Kauf nehmen? Welcher Zweck heiligt welche Mittel? Und nicht zuletzt: Wie lässt sich eskalierende Gewalt eindämmen?

Zum 100. Todestag des Autors am 22. November 2016

«Das ist nicht nur Krimi, da ist eine Gesellschaftskritik im Schwange, die auf höchstem Niveau ist. ... Hinreißend erzählt! … Ganz wunderbar … einfach toll!»

Martin Walser auf der Münchner Bücherschau (23. November 2016)

Aus dem Amerikanischen von Eike Schönfeld
Mit Nachwort von Freddy Langer
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-19672-1
Erschienen am  29. August 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Mord als Geschäftsmodell

Von: Manuela Candal

16.06.2019

"Vorsicht Spoiler" Mord als Geschäft! Das ist wohl die Kernaussage dieses Romans. Die Idee dieses mörderischen Geschäfts auf Bestellung ist, dass jemand per Auftrag getötet wird. Ausführender ist jemand, der mit dem Opfer überhaupt nichts zu tun hat und somit mit dem Toten auch nicht in Verbindung gebracht werden kann. Je nach Wichtigkeit der Person staffelt sich auch der Preis für diese „Dienstleistung“. Kopf dieses „Geschäfts“ ist Ivan Dragomiloff. Er hat sich ein Netzwerk aufgebaut, welches effizient, schnell und gründlich arbeitet. Wichtig war ihm dabei, dass seine „Mitarbeiter“ nicht nur gut ausgebildete Kämpfer sind, sondern auch über gute Bildung und Manieren verfügen. Hinzu kommt die zweifelhafte Philosophie von Dragomiloff: Es werden nur Aufträge angenommen, die dem Wohl der Gesellschaft dienen. Daher wird jeder Auftrag vorher gut und sorgfältig überprüft. Womit Dragomiloff nie gerechnet hätte, wird nun aber wahr: Die nächste Zielperson ist er selbst! Es beginnt ein Rennen auf Leben und Tod, welches nicht aufgehalten werden kann. Ein spannender Roman, der mich allerdings auch an einen amerikanischen Spielfilm aus dem Jahr 1951 erinnert, in dem genau diese „Geschäftsidee“ verfilmt wurde. Trotzdem ist der Roman - auch wenn er hier und da etwas langatmig erscheint - sehr lesenswert. Er zeigt einem auf, dass es nichts gibt, was es nicht gibt!

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...Jack London überzeugend "anders"!

Von: Andreas Kück - LESELUST

23.05.2019

Ivan Dragomiloff hat ein sowohl außer- als auch ungewöhnliches Geschäftsmodel: Seine erfolgreiche Attentatsagentur beseitig unliebsame Mitmenschen sauber, zuverlässig und diskret nach äußerst ethischen und moralischen Kritikpunkten. Nur diejenigen Zeitgenossen, von deren Tod die Menschheit profitieren würde, finden ein vorzeitiges Ende. Der schwerreiche und integre Winter Hall stellt Dragomiloff eine Falle und beauftragt ihn, sich selbst ermorden zu lassen – nichtsahnend, dass er es mit dem Vater der reizenden Grunya zu tun hat. Ein Wettlauf mit der Zeit sowie kreuz und quer durch die amerikanischen Staaten beginnt…! Zugegeben: Mit Jack London habe ich Werke wie „Wolfsblut“, „Seewolf“ und „Ruf der Wildnis“ assoziiert. Zudem waren meine Versuche, mich diesen Werken in meiner Jugend zu nähern, kläglich gescheitert: Ich empfand sie als schwülstig, langatmig und somit langweilig (Selbst ein Kartoffel zerdrückender Raimund Harmstorf konnte daran nichts ändern.),… …35 Jahre später „stolpere“ ich nun über diesen Roman, der mich – zu meiner eigenen Überraschung – sehr begeistert hat. Jack London mixte hier aus einer Prise „James Bond“, einem Schuss „Edgar Wallace“ und einem Spritzer „Malteser Falke“ einen äußerst süffigen Cocktail. Besonders schmackhaft empfand ich die Beschreibungen vom Personal der Attentatsagentur: Hier tummeln sich nur hoch-gebildete Wissenschaftler und Gelehrte, die ihre Taten völlig rational rechtfertigen. Gerade die ausführlichen Dialoge und Gespräche dieser Männer zu Ethik und Moral sind sehr vergnüglich zu lesen, ließen mich beim Lesen mehrfach auflachen und waren in ihrer Argumentation so überzeugend, dass ich beinah versucht war, ihre Morde als ethisch vertretbar anzusehen. London charakterisiert diese Männer durchweg sympathisch und sehr individuell und verhindert so ein Schubladendenken beim Leser: Es gibt kein Schwarz oder Weiß, kein Gut oder Böse…! Selbst der strahlende Held (Winter Hall) und seine liebreizende Angebetete (Grunya) sind irgendwann so tief in dieser Affäre verstrickt, dass die Mauer ihrer Moral zarte Risse bekommt. Am Ende siegt die Gewissheit, dass niemand von ihnen aus diesem Spiel als Sieger hervorgeht. …eine äußerst erfreuliche Wiederbegegnung mit Jack London, die hoffentlich nicht meine einzige bleibt!

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Vita

Jack London

Jack London wird am 12. Januar 1876 in San Francisco geboren und wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Er schlägt sich als Fabrikarbeiter, Austernpirat, Landstreicher und Seemann durch, holt das Abitur nach, beginnt zu studieren, geht dann als Goldsucher nach Alaska, lebt monatelang im Elendsviertel von London, gerät als Korrespondent im russisch-japanischen Krieg in Gefangenschaft und bereist die ganze Welt. Am 22. November 1916 setzt der berühmte Schriftsteller auf seiner Farm in Kalifornien seinem zuletzt von Alkohol, Erfolg und Extravaganz geprägten Leben ein Ende.

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Eike Schönfeld

Eike Schönfeld, geboren 1949, übersetzt seit 1986 englischsprachige Literatur, unter anderem Werke von J.D. Salinger, Jonathan Franzen und Jeffrey Eugenides. Er wurde vielfach ausgezeichnet: 2004 erhielt er den Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis, 2009 den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung für Saul Bellows "Humboldts Vermächtnis". 2013 wurde er für seine Übertragung von Sherwood Andersons "Winesburg, Ohio" mit dem Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis geehrt.

zum Übersetzer

Freddy Langer

Freddy Langer studierte in Frankfurt und den Vereinigten Staaten Amerikanistik, Anglistik sowie Film- und Fernsehwissenschaften. Seit 2002 leitet er das Reiseblatt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Zugleich betreut er im Feuilleton die Fotografie.

Pressestimmen

«Ein ganz herrliches Buch von Jack London. ... Ich musste mir immer wieder die Lachtränen aus den Augenwinkeln wischen.»

Denis Scheck auf der Münchner Bücherschau (23. November 2016)

«Alte Frage in einem der ersten Spionagethriller: Darf man für die Moral morden? Oder wenigstens ein bisschen quälen? Spielt, klar, in Amerika.»

DIE ZEIT, Weihnachtsempfehlung von Adam Soboczynski (24. November 2016)

«Die sicherlich bemerkenswerteste Neuübersetzung in diesem Jack-London-Jahr. … Ein intelligent komponierter, in seinem Aberwitz auch komischer Roman, sehr unterhaltsam zu lesen, absolut empfehlenswert.»

»Durch Schönfelds Übersetzungskunst und Langers Nachwort ein Buch, das man auch heute noch lesen kann – aus philosophischer oder literaturwissenschaftlicher Neugier oder Spaß am Gedankenspiel.«

«Ein aparter Jubiläumsbeitrag. In der gelungenen Übersetzung von Eike Schönfeld erscheint ein Roman, in dem Londons Sozialismus sich auf aberwitzige Weise selbst ad absurdum führt.»

FAZ Frankfurter Allgemeine, Werner von Koppenfels (19. November 2016)

«Empfehlenswert. Gerade wegen der ethischen Überspitzung und den ewig unbeantworteten Fragen, die Jack London in diesem Roman bereits 1910 verhandelt.»

SWR 2, Forum Buch, Michael Moritz (13. November 2016)

«Ein zwischen philosophischem Traktat und eiskalter Agentenstory changierender Stoff, kurzweilig zu lesen und mit vielen Überraschungen aufwartend.»

«Bereichert das Kriminalgenre … Verschiedene Enden und das sehr brauchbare Nachwort machen neben dem Mörder-Plot auch die Entstehungsgeschichte interessant – nicht nur für Connaisseure.»

Buchkultur (A), Peter Hiess (01. Oktober 2016)

»Gut gemachte Action und reizvoll.«

Basler Zeitung (CH), 22.11.2016

«Sehr lesenswert, ‹nur› als Thriller wie auch in der Tiefe.»

Hellweger Anzeiger, Ulrich Rubens-Laarmann (17. September 2016)

»Verblüffend gegenwartsnah.«

Wiener Zeitung (A), 19.11.2016

«Es ist ein Agententhriller, in dem auch Marx, Nietzsche, Herbert Spencer und Darwin ihre Fährten legen.»

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