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STRAFE Roman

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€ 8,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 11,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-15400-4

Erschienen: 25.05.2015
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Wenn wir unser Leben Revue passieren lassen, sind wir dann frei von Schuld?

Der Brief kommt überraschend, und er holt den Schriftsteller Max Schmeling aus seiner Komfortzone: einen Gefallen soll er ihm tun, seinem ehemaligen Schulkameraden Tibor Schittkowski, den er seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat und den er aus vielen Gründen auch nicht sonderlich gut leiden konnte. Dass er sich auf ein Spiel mit gefährlichem Einsatz einlässt, ist ihm da noch nicht klar...

Håkan Nesser (Autor)

Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der beliebtesten Schriftsteller Schwedens. Für seine Kriminalromane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in über zwanzig Sprachen übersetzt und mehrmals erfolgreich verfilmt worden. Håkan Nesser lebt abwechselnd in Stockholm und auf Gotland.


Paula Polanski (Autorin)

Paula Polanski ist das Pseudonym einer deutschen Publizistin, die dieses Buch gemeinsam mit Håkan Nesser verfasst hat. Warum sie lieber anonym bleiben möchte, erschließt sich aus der Lektüre des Romans.

Håkan Nesser ist einer der beliebtesten Autoren Schwedens. Er gilt als der "Philosoph unter den Krimautoren Skandinaviens" (Hannes Hintermeier, FAZ). Nesser begegnete Paula Polanski während einer seiner Lesereisen in Deutschland, wo sie ihm ihre Geschichte erzählte.


Paul Berf (Übersetzer)

Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, Kjell Westö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.

Aus dem Schwedischen von Paul Berf
Originaltitel: Straff
Originalverlag: Albert Bonniers Förlag

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-15400-4

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 25.05.2015

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„Strafe“ von Hakan Nesser / Paula Polanski

Von: Alexandra (The Read Pack) Datum: 18.06.2015

www.readpack.de

Jahrzehntelang hat Max Schmeling nichts mehr von seinem ehemaligen Schulkameraden Tibor Schittkowski gehört. Mittlerweile ist Max ein erfolgreicher Autor, als ihn der Brief seines alten Freundes erreicht. Tibor rettete Max dereinst das Leben und fordert ihn nun auf, diese Schuld zu begleichen. Unter einer schweren Krankheit leidend benötigt er Max‘ Hilfe, um sich einen letzten Wunsch zu erfüllen. Aus der ungewöhnlichen aber harmlosen Bitte wird ein seltsames und gefährliches Geschehen…

Die Geschichte rund um die alten Freunde Max Schmeling und Tibor Schittkowski dreht sich um die Kontraste zwischen Ruhm und Verlust, gerechten Lohn und gerechter Strafe für die Taten eines Lebens. Dabei kommt die Geschichte allerdings recht ruhig und unspektakulär daher, die Zusammenhänge werden erst Stück für Stück klar.
Ganz viel an diesem Buch hat mir richtig gut gefallen: durch die Hauptfigur drehen sich viele Abschnitte der Handlung um die Grenzen zwischen Fiktion und Realität, um das Lesen und Schreiben. Das liest sich interessant und hat mir als Leseratte super gefallen. Auch die Kontraste zwischen Max und Tibor, die Rückblenden in ihre Kindheit und die dadurch entstehende Sicht auf diese beiden gegensätzlichen Charaktere haben mich gut unterhalten.
Für Hakan Nesser typisch ist die Geschichte sehr ruhig und atmosphärisch verfasst, Verfolgungsjagden und knallharte Cops sucht man vergeblich, alles wirkt alltäglich und echt.
Diese vielen positiven Eindrücke werden leider schließlich doch getrübt. Im Verlauf der Geschichte wird zu viel Versprochen. Große Geheimnisse werden angekündigt, man erwartet ein Feuerwerk und bekommt… ein Tischfeuerwerk. Das macht auch Spaß, das große „Aaah!“ und „Oooh“ bleibt aber leider aus. Vermutlich hätte mich das Buch sogar mehr beeindruckt (und die Konstruktion ist wirklich gelungen) wenn die Zuspitzung der Geschichte nicht so viel andeuten würde. Immer wieder erwartet man vergebens die großen Enthüllungen. So verpufft der eigentliche Clou der Geschichte leider schlussendlich ein wenig. Auf mich hat dieser gewisse Kniff zudem ein wenig unglaubwürdig konstruiert und recht losgelöst vom Rest gewirkt.
So bleibe ich schwankend. Einerseits habe ich die Idee einen Autor und das Schreiben zum Zentrum einer Geschichte zu machen genossen. Andererseits lässt mich die Umsetzung ratlos zurück. Unentschiedene 3 von 5 Sternen für ein Buch das mich gut unterhalten hat, meine Erwartungen aber nicht erfüllen konnte.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

„Unschwedische Scheinliteratur“

Von: Besser Nord als nie! Datum: 30.01.2016

www.besser-nord-als-nie.net/nordnovelle/unschwedische-scheinliteratur/

"Strafe" von Håkan Nesser und Paula Polanski

Über diesen Roman zu schreiben, gestaltet sich schwierig, ist er doch ein raffiniertes Konstrukt der Täuschung, über das man nicht zu viel verraten will. Schon bei der Angabe des oder der Verfasser tappt man entweder in eine Falle oder offenbart ein Teil des literarischen Spiels. Doch zunächst zur Handlung:

„Am fünften September erhält der Schriftsteller Max Schmeling einen Brief in einem Brief seines Verlags.“

Mit diesem Brief in einem Brief beginnt die doppel- oder gar mehrbödige Erzählung. Absender ist Max‘ ehemaliger Schulkamerad Tibor Schittkowski, der von ihm einen Gefallen einfordert, da er Max in der Jugend zweimal das Leben rettete. Tibor liegt im Sterben und bittet Max um Hilfe bei der Regelung einer letzten Angelegenheit. Obwohl die beiden keine Freundschaft verbindet und Max‘ Widerwillen nicht größer sein könnte, gibt es Tibors Bitte nach. Doch worin der Gefallen genau besteht erfahren Max und die Leser erst nach Tibors schriftlichen Bericht über sein Leben. Gleichermaßen ahnungslos werden Max Schmeling und die Leser in eine Intrige verwickelt, bei der am Ende nichts so ist, wie es am Anfang schien.

Der deutsche btb-Verlag gibt Håkan Nesser und Paula Polanski als Autoren des Buches an. Paula Polanski sei „das Pseudonym einer deutschen Publizistin, die dieses Buch gemeinsam mit Håkan Nesser verfasst hat. Warum sie lieber anonym bleiben möchte, erschließt sich aus der Lektüre des Romans“, so die (Des-)Information des Verlags.

In Schweden erschien „Strafe“ schon 2014 und wurde zuvor vom Bonnier-Verlag als „unschwedische Scheinliteratur“ angekündigt. Als alleinige Autorin wurde dort Paula Polanski genannt, deren Buch von Håkan Nesser ins Schwedische übersetzt wurde. Aus welcher Sprache blieb zunächst offen, doch auch dieser Roman spielt in Nessers namenlosen, fiktiv niederländisch-nordeuropäischen Land.

Wer hinter dem Autoren-Pseudonym Paula Polanski steht, dürfte klar sein. Doch welche Rolle sie spielt und wer eigentlich welche Geschichte erzählt und wer von wem zum Bestandteil seiner Geschichte gemacht wird, noch lange nicht. Zwischendurch fühlt man sich als Leser fast wie in einem Spiegelkabinett, in dem man die Reflexion nicht mehr von der Wirklichkeit unterscheiden kann und in dem sich scheinbare Wege auftun, die doch nur Irrwege sind.

„Strafe“ bietet viel Lesevergnügen – und zwar nicht unbedingt mit der eigentlichen Handlung, sondern vielmehr durch Nessers Spiel mit dem Leser, mit Autorenschaft, mit Realität und Fiktion. „ich habe mir immer eingebildet, dass eine ganze Menge von dem, was uns die Schriftsteller auftischen, ein bisschen arg konstruiert ist,“ so Tibor Schittkowski in seinem Bericht über sein Leben.

Es scheint fast so als wolle Nesser mit diesem Buch ein für alle Mal beweisen wie unzulänglich das Schwedenkrimi-Etikett für ihn ist. Wie schon in früheren Romanen blitzt ein Vergnügen durch die Zeilen, den Leser zu verwirren und zu täuschen, kunstvolle literarische Anspielungen einzubauen und falsche Fährten zu legen.

Der Roman enthält noch so viel mehr und man könnte noch so viel mehr darüber schreiben. Etwa über die schwer zu leugnenden Parallelen zwischen Håkan Nesser und Max Schmeling – dem Protagonisten in „Strafe“, nicht dem Boxer – obwohl Nesser selbst biografisch Literaturdeutungen für überschätzt hält oder auf welche Weise Nesser und seine Literatur sonst noch mit diesem Roman verwoben sind. Doch mehr sei an dieser Stelle nicht über dieses Werk „unschwedischer Scheinliteratur“ verraten.

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