Scharnow

Roman

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Sage niemand, in der Provinz wäre nichts los!

In Scharnow, einem Dorf nördlich von Berlin, ist der Hund begraben. Scheinbar. Tatsächlich wird hier gerade die Welt gewendet: Schützen liegen auf der Lauer, um die Agenten einer Universalmacht zu vernichten, mordlustige Bücher richten blutige Verheerung an, und mittendrin hat ein Pakt der Glücklichen plötzlich kein Bier mehr. Wenn sich dann ein syrischer Praktikant für ein Mangamädchen stark macht, ist auch die Liebe nicht weit.

»Eine «ganz eigene Art von Literatur!«

ZDF aspekte (22. Februar 2019)

eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22865-1
Erschienen am  25. Februar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

einfach nur verrückt...

Von: Petzi_Maus

11.11.2020

Tja, was soll ich zu diesem Buch sagen... Der Inhalt ist schwierig zu beschreiben, es geht eigentlich um das Örtchen Scharnow und dessen Einwohner. Es ist einerseits spannend zu lesen, was die Bewohner für Eigenheiten haben und was sie alles anstellen und was so passiert. Man fühlt sich aufgrund der Schreibweise irgendwie wie ein Spanner. Und dann sind da die fantastischen Elemente des Romans: das Buch mit Eigenleben, das sich selbst einem Literaturblogger geschickt hat; der fliegende Mann und die Weltenlenker bzw. die Vereinigung BsB, der Bund skeptischer Bürger, die die Weltenlenker aufhalten wollen, indem sie Haustiere mächtiger Persönlichkeiten töten. Die Charakterzüge der Figuren sind auch düster gehalten, teilweise aggressiv, es wird viel Alkohol gesoffen, und alle sind auf die eine oder andere Art mehr oder weniger 'plemplem'. Also alle verrückt ;) Viel Raum wird hier auch Gewalt in allen Formen, Blut, Tod und auch Pornografie eingeräumt. Witzig fand ich die Szene, als die Freunde des Paktes der Glücklichen einen Supermarkt ausrauben, um wieder an Alkohol zu kommen. Und das ganze in besonderer Bekleidung, um nicht erkannt zu werden. Dabei ging natürlich alles schief... Und es gibt leider keinen richtigen Abschluss, kein Ende/Fazit des Buches. Kein "was will uns dieses Buch sagen?". Oder ich hab es einfach nicht verstanden ;) Trotzdem war diese Lektüre unterhaltsam für mich, es war spannend, die Personen in ihrem Handeln zu verfolgen. Und auch die mystischen und fantastischen Einschübe waren witzig, wenn für mich auch nicht wirklich nachvollziehbar. Sehr hilfreich fand ich das Personenverzeichnis zu Beginn des Buches, denn es kommen viele handelnde Figuren vor und ich musste öfters nachschlagen. Nützlich ist auch der gezeichnete Plan von Scharnow und der Nachbarortschaft Sahsenheim im Buchdeckel. Zu erwähnen ist auch der schwarze Buchschnitt, der dem Buch etwas düsteres gibt (so wie das Buch in der Geschichte). Und der fliegende Mann am Cover passt natürlich perfekt zum Inhalt. Fazit: Dieses Buch ist einfach nur verrückt, irre, abgefahren, bizarr, fantastisch und skurril.

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Großer Spaß!

Von: ulrike rabe

08.08.2019

Ein Buchblogger stirbt einen mysteriösen Tod, ein Hund wird erschossen, vier Männer rauben einen Supermarkt aus mit Masken aber sonst nichts an, ein Mann fliegt durch die Lüfte. Wer versucht Scharnow, den Roman aus der Feder von Bela B. Felsenheimer, nachzuerzählen kann scheitern, so skurril ist die Anhäufung von Absurditäten. Trash, Schund, Pulp Fiction, wie man es bezeichnen will kann man sich aussuchen. Eine Tour de Force zum Teil ziemlich brachialer Komik. Mich hat Bela B ja schon mit dem Prolog erwischt, denn der Tod eines Buchbloggers wird hier auf so herrlich schräge Weise herbeigeführt. So eine Medizin kann nur ein Oberarzt verabreichen. Scharnow ist eine Reminiszenz an die coolen Actionfilmstars der 80er Jahre, ein „Heimatroman mit Fantasy-Elementen“ Scharnow, die namengebende Stadt dieses Romans, befindet sich irgendwo nördlich von Berlin im ehemaligen Osten. Dort leben Felsenheimers Protagonisten, es sind Wohlstandsverlierer, Asylwerber, Superhelden, Verschwörungstheoretiker. Wenn man das Sammelsurium der Absonderlichkeiten einmal ein bisschen von der Seite betrachtet, bekommen wir jedoch ganz klare Einblicke in die Tristesse der provinziellen Einöde. Vielleicht genießt Bela B ein bisschen den Promibonus als Leadsänger einer „kleinen deutschen Nachwuchsband“ (Copyright Campino). Aber so viel Schwachsinn literarisch in einen unterhaltsamen Roman zu packen, das muss man einmal zusammenbringen. Mir jedenfalls hat Scharnow großen Spaß gemacht, und dich bin mit „lustiger Literatur“ wirklich schwer zu bedienen.

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Vita

Bela B Felsenheimer, geboren 1962 in West-Berlin, ist Schlagzeuger, Gitarrist, Komponist, Sänger, Schauspieler, Synchron- und Hörbuchsprecher, war Comicbuch-Verleger und hatte eine eigene Radiosendung. Bekannt ist er vor allem als Mitglied der Punkrock-Band die Ärzte. Als Autor hat er bisher einige Kurzgeschichten veröffentlicht und ein Filmdrehbuch verfasst. Scharnow ist sein erster Roman.

Zur Autor*innenseite

Pressestimmen

»Irgendwo zwischen gutgelaunter Twin Peaks-Episode, einem ausgenüchterten William S. Burroughs und Douglas Adams im Blutrausch.«

Jan-Paul Koopmann, Spiegel online (25. Februar 2019)

»Es macht wahnsinnigen Spaß, dem Die-Ärzte-Schlagzeuger in seine verrückte Vorortsiedlung zu folgen.«

Stern (21. März 2019)

»Ein bisschen wie ein trunkener Abend in einer Studenten-WG-Küche, bei dem man sich unentwegt ins Wort fällt, bei dem eine Idee gar nicht grotesk genug sein kann.«

»Abgedrehter als alles, was ich in den letzten Jahren gelesen habe.«

WDR 1 Live, Gesa Wegeng (27. Februar 2019)

»„Scharnow“ profitiert [...] von einer personalen Erzählweise, die den Leser ganz unmittelbar an die Figuren heranführt.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Kai Spanke (02. Mai 2019)

»Dieses Figurenarsenal könnte den geistigen Schatzkammern der Gebrüder Coen und Quentin Tarantinos entnommen sein. Alle sind schrullig, die meisten liebenswert und manchmal wirds tarantinesk brutal.«

Mathias Halbig, Redaktionsnetzwerk Deutschland (23. Februar 2019)

»Ein Buch, das in einem Jahr, in dem die AfD in einigen Bundesländern die Wahlumfragen anführt, mehr Wahrheit transportiert, als uns lieb sein sollte.«

Jochen Overbeck, Musikexpress (01. April 2019)

»Hier spricht ein selbstbewusster und scharfsinniger Erzähler in bester Laune - mit unbestreitbarer Kompetenz fürs Genre.«

Jan-Paul Koopmann, Spiegel online (25. Februar 2019)

»Ein Mordsspaß«

Dr. Daniel Arnet, Sonntagsblick, CH (24. Februar 2019)

»Großes Vergnügen bei dieser Wundertüte macht das Auspacken der Überraschungen.«

»Erzählen jedenfalls, das kann Bela B.«

Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel (22. Februar 2019)

»Mit "Scharnow" versucht er [Bela B] es nun erstmals auf Romanlänge. Experiment: erfolgreich. Kopf des Lesers: explodiert.«

»Ein Alltagspanorama von hoher literarischer Dichte, das in den Magischen Realismus taucht.«

»Ein ziemlich brachialer, skurriler Roman mit B-Movie-Anleihen und Schlingensief-Touch.«

Rolling Stone (05. März 2019)

»Dieses Buch ist in vielerlei Hinsicht lukrativ!«

Ron-Thorsten Wassmann, wassmanns-wisdom.de

»Wassmann würde ein solches Buch ›im Netz gegen schlüpfrige VHS-Kassetten eintauschen‹.«

Hamburger Abendblatt, Tino Lange (02. März 2019)

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