Tewje, der Milchmann

Roman

(5)
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Einer der berührendsten Romane der modernen Weltliteratur: eine Entdeckung!

Arm an Geld, reich an Kindern, träumt der Milchmann Tewje von einem Leben ohne Not und Leid. Doch nach einem unverhofften Geldsegen wendet sich das Blatt, und unser Held muss mitansehen, wie man ihm seine Familie und seine Heimat nimmt. So bleibt er ganz allein in der Welt zurück, mit nichts als seinem Gottvertrauen und seinem unerschütterlichen jüdischen Humor. Allen Schikanen des Daseins setzt er ein humanes, verschmitztes Trotzdem entgegen, das Trotzdem des wahren Humoristen, der noch unter Tränen lacht und scherzt.

Mit seinem Hauptwerk hat Scholem Alejchem seinen Ruf als einer der größten Humoristen der Weltliteratur begründet und dem untergegangenen Milieu des Schtetls ein Denkmal gesetzt. Keine nostalgische Verklärung, keine geschönte Idylle, sondern ein berührend tragikomischer Blick auf die Katastrophen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts drohend am Horizont aufziehen: Pogrome, Vertreibungen, Revolutionen. Dies macht den jiddischen Schicksalsroman zu einem der wichtigsten Bücher der Weltliteratur.

«Die einfühlsame Übersetzung des österreichischen Jiddisten Armin Eidherr bietet eine Gelegenheit, einen jiddischen Volksschriftsteller, der zugleich ein grosser Erzähler ist, kennenzulernen.»

Neue Zürcher Zeitung, Stefana Sabin (13. Mai 2016)

Aus dem Jiddischen von Armin Eidherr
Originaltitel: Tevjeh der milchiger
Mit Nachwort von Armin Eidherr
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-19214-3
Erschienen am  14. März 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Mutter, der Mann mit der Milch ist da

Von: Literaturpalast

14.01.2019

Oj Gewalt! Da bricht eine wahre Lawine über uns hernieder! Eine stampfende Armada aus Kommata, Semikola, Anführungszeichen und Bindestrichen. Aber alles nicht so schlimm. Es ist nur der jüdische Milchmann Tewje, der alte Quatschkopf, der mit seinem abgehalfterten Gaul durch die Lande zieht und vom Schtetl-Leben im Russischen Zarenreich berichtet. Reden ohne Punkt und Komma? Mitnichten. Denn vielmehr hat sich sein Autor Scholem Alejchem (1859-1916) für eine ganze Fülle an Satzzeichen entschieden, um der Dynamik der freien Rede gerecht zu werden und einen gewitzten Idiolekt für seinen duldsamen Protagonisten zu kreieren. Entstanden ist so ein kauziges Parlando, gespickt mit jiddischen Sprichwörtern und Redewendungen und angereichert mit hebräischen und aramäischen Gelehrsamkeitsfloskeln (die mitunter völlig falsch wiedergegeben werden). Und tatsächlich ist es die farbenfrohe, reiche Sprache, die den Roman „Tewje, der Milchmann“ (Manesse Verlag, 2016) zu einem Klassiker der modernen jiddischen Literatur gemacht hat, der sich auch heute noch mit Gewinn lesen lässt. . Die Beliebtheit des Romans – bestehend aus zusammenhängenden, in sich abgeschlossenen Erzählungen, veröffentlicht zwischen 1894 bis 1916 – führte dazu, dass in den 1960er Jahren eine nostalgisch-verkitschte Musical-Version des Stoffes entstand, die wenig später auch erfolgreich verfilmt wurde: „Fiddler on the roof“ (deutsch: Anatevka). Doch im Gegensatz zur Hollywood-Schmonzette spart Alejchems Buch die Armut und die Repressalien des ostjüdischen Lebens nicht aus, auch wenn diese durch den Erzähler Tewje oft ironisch gebrochen werden. Aber hier geht es eben nicht nur um die Irrungen und Wirrungen beim verzweifelten Versuch, die sieben Töchter an den Mann zu bringen, sondern auch um den wachsenden Antisemitismus im Zarenreich, der immer wieder zu blutigen Pogromen führte und Tausende von Jüdinnen und Juden letztlich ins Exil trieb. @literaturpalast (Instagram)

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Tewje, der Milchmann

Von: Nicca

24.06.2016

Wie bei allen Manesse-Büchern, die ich bis jetzt so besitze, habe ich sofort nach dem Auspacken den Umschlag abgenommen und war begeistert von der Schlichtheit des Buches. Das Cover gefällt mir aber auch so sehr gut. Dieses Buch wollte ich nicht nur deshalb unbedingt lesen, weil es ein Klassiker der Weltliteratur ist, sondern auch, weil es dauernd in irgendwelchen amerikanischen Filmen/Serien auftaucht. Ist euch das mal aufgefallen? Immer wird das Stück von irgendwelchen Kindern aufgeführt, dauernd taucht es auf und wird ein bisschen anders interpretiert. Ich erinnere mich am Besten an die Szene bei Gilmore Girls, wo Kirk von Luke verlangt, dass er seinen Wagen so gestaltet, dass er sehr schwer zu ziehen ist - und Kirk den Wagen am Ende dann wirklich kaum ziehen kann. Aber genug von den Gilmore Girls, reden wir über das Buch selbst. Obwohl der Milchmann Tewje eigentlich ein eher armer Mann ist und sein Leben nicht gerade leicht ist - es sich hierbei also um ein ernstes Thema handelt -, muss man beim Lesen öfter Schmunzeln. Der Schreibstil ist wunderbar, ein so gewichtiges Thema auf diese humoristische Art und Weise zu erzählen - das muss gelernt sein, das kann nicht jeder Autor! Endlich verstehe ich, warum mir diese Geschichte dauernd überall begegnet und nun kann ich auch die ganzen Anspielungen darauf verstehen. Jedoch hat es sich nicht nur deswegen gelohnt, dieses Buch zu lesen, sondern auch weil die Geschichte mich ergriffen hat. Außerdem habe ich zusätzlich viele neue Dinge gelernt, die ich davor nicht wusste. Man erfährt also viel über das Judentum und das Lesen macht wirklich Spaß, es war auch überhaupt nicht anstrengend. Dieses ständige "[...], sage ich, [...], sage ich, [...], sage ich, [...]" nervt mich jedoch sehr. Aber ich toleriere es, da ich verstehe, dass es einfach zu Tewjes Art und Weise des Erzählens dazugehört. Fazit Dieses Buch ist ein sehr schön geschriebener Klassiker, den meiner Meinung nach jeder kennen sollte.

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Vita

Scholem Alejchem

Scholem Alejchem (1859-1916), eigentlich Schalom Rabinowitsch, aus der Ukraine stammend, wanderte 1905 in die Schweiz und dann nach Amerika aus. Bereits mit einundzwanzig Jahren Rabbiner, begründete er mit lebensnahen Milieu-Romanen seinen Ruf als größter Humorist der jiddischen Literatur. Die von ihm geschaffenen Charaktere aus allen Schichten des jüdischen Volkes Osteuropas haben geradezu metaphorische Bedeutung erlangt.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Neben Mendele Moicher Sforim (1836–1917) und Jizchok Leib Perez (1852–1915) galt Alejchem schon zu Lebzeiten als wichtigster jiddischsprachiger Schriftsteller«

Jüdische Allgemeine, Welf Grombacher (12. Mai 2016)

«Nicht umsonst wird das Buch immer wieder als Jahrhundertroman bezeichnet, der sich bemerkenswert mit dem Generationenkonflikt, mit Modernisierung, Politisierung und Säkularisierung der Juden Osteuropas beschäftigt.»

Illustrierte Neue Welt (A), Evita Wiecki (01. Juli 2016)

»Ein an Tragikomik kaum zu überbietender Text, der einen gleichzeitig zum Lachen wie zum Weinen bringt. … Eine wunderbare Übersetzung.«

Münchner Feuilleton, Florian Welle (01. April 2016)

«Subtile Textgebilde, gespickt mit Ironie und Zitaten aus Talmud und Midrasch - Weltliteratur! … Die Neuübersetzung durch den Jiddisten Armin Eidherr ist als Glücksfall zu bezeichnen.»

Die Furche (A), Erich Klein (12. Mai 2016)

«Die schlicht schöne Sprache und der unfassbar anrührende Stil machen diesen Klassiker zu einem unverwechselbaren Meisterwerk.»

Luxemburger Journal, Marcus Stölb (12. Mai 2016)

«Zu den charakteristischsten Merkmalen der Prosa zählt ein kauziger und drolliger Humor. Das Buch, das Armin Eidherr mit großer Sprachkraft neu aus dem Jiddischen übertrug.»

Freie Presse (Chemnitz), Ulf Heise (12. Mai 2016)

»Eines der klügsten und unterhaltsamsten Bücher nicht nur über das Jüdischsein, sondern über das Leben an sich.«

Morgenpost Sachsen, 08.05.2016

»Emotionaler kann man nicht schreiben. Tiefer kann das Glück eines Vaters nicht erzählt werden und trauriger kann der Verlust der Heimat nicht sein.«

astrolibrium.wordpress.com, 30.03.2016

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