Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Roman

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Sinnsuche auf Japanisch - was im Leben wirklich zählt

Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein. Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und macht etwas völlig Überraschendes ...

Genki Kawamura stellt in seinem Roman, von dem in Japan über eine Millionen Exemplare verkauft worden sind, die einfache Frage: Was macht ein gutes und erfülltes Leben aus?

»Ein nachdenkliches kleines Buch, das einem die Tränen in die Augen treibt - die des Glücks und der Melancholie.«

annabelle Magazin (30. Mai 2018)

Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe
Originaltitel: If cats disappeared from the world
Originalverlag: Kodansha International Ltd Japan, Tokyo 2012
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-21494-4
Erschienen am  23. April 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Sinnsuche auf japanisch

Von: mrs rabes bookaccount

22.12.2018

Nur mehr wenige Tage zu leben, inoperabel, dem Tod geweiht. Diese niederschmetternde Diagnose erhält ein junger Postbote eines Tages. Doch bevor er sich überhaupt Gedanken über seine drastische Situation machen kann, geschieht etwas höchst Seltsames. Der Teufel, tritt in sein Leben. Äußerlich des Ebenbild des Totkranken, wenn dieser sich nicht durch schrillen Kleidungsstil und sehr ungehobelten Verhalten unterscheiden würde. Das Angebot lautet: Für jeden Tag mehr Lebenszeit muss eine Sache von der Welt verschwinden. Das Buch lässt sich sehr philosophisch an. Was sind wir bereit für unser eigenes Leben zu opfern. Zeitfresser wie Telefone, später Uhren, Filme, doch bei Katzen war Schluss für den Postboten. Der junge Mann erinnert sich an seine Familie, an seine Mutter, die vor einigen Jahren verstarb, an seinen Vater, mit dem er seither keinen Kontakt hat. Das Bindeglied all seiner Erinnerungen ist sein Kater Weißkohl. Er begreift, was die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind, Familie, Beziehungen, Begegnungen. Der Japaner Genki Kawamura schreibt mit einem Augenzwinkern, die Dialoge zwischen dem Postboten und dem Teufel aber auch mit dem Kater sind skurril und bisweilen auch witzig. Manchmal erschien mir der moralische Zeigefinger zu sehr erhoben, lässt uns aber darüber nachdenken, wie weit wir uns wirklich zu Sklaven der Smartphones, des Zeitdrucks machen, wie weit uns Digitalisierung isoliert. Aber alles hat doch zwei Seiten, ohne Telefon oder Internet könnten wir auch beispielsweise nicht so einfach Kontakt halten zu Menschen, die uns wichtig, aber weit weg sind. Wären wir glücklicher, ohne den von uns Menschen definierten Zeitrahmen? Was wäre, wenn es tatsächliche keine Filme mehr gäbe, was folgt als nächstes, Musik, Literatur? Ich konnte keine Sinnhaftigkeit darin entdecken, den Menschen, als „Erziehungsmaßnahme“ das Schöne zu nehmen. Viele Fragen, die diese Parabel aufwirft. Die Antworten darauf müssen wir uns wohl selber geben.

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Beeindruckende Philosophie

Von: Ponine T.

15.07.2018

Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein. Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und macht etwas völlig Überraschendes … Dieses Buch ist mir vor kurzem im Rahmen des Top Ten Thursday über den Weg gelaufen und ich habe es mir dann ziemlich schnell direkt auch besorgt, weil der Klappentext sehr interessant klang. Gelesen habe ich das Buch dann während einer einzigen Zugfahrt und konnte es fast nicht unterbrechen. Um es kurz zu machen, ich bin schwer begeistert von dieser Novelle. Kawamura hat einen sehr angenehmen und dennoch auch ein wenig fordernden Schreibstil. Wenn es nicht so seltsam klänge, dann würde ich sagen, dass dieses Buch vielleiht das Japanischste ist, was ich bisher jemals gelesen habe. Japanisch in dem Sinn, dass man ja bestimmte Vorstellungen von der japanischen Lebensweise und Lebensphiloophie hat, und die sehe ich in diesem Buch sehr stark wieder. Eine Rückbesinnung auf die Werte hinter der Technisierung, die man erstmal mit Japan in Verbindung bringt. Nicht wirklich überraschendwert ist es, dass der Teufel als Erstes mit dem Telefon und Filmen so ziemlich die Hauptsymbole der japanischen Popkultur ausradiert. Als dann die Zeiteinteilung verschwindet, beginnt der Postbote, seine Entscheidung mehr und mehr zu hinterfragen, denn jetzt, außerhalb des getakteten Lebens, gibt es neue Zeit, in der manNachdenken kann, in der man sich mit sich selbst auseinandersetzen kann und muss. Das Buch gibt jede Menge Input, um selbst zu philosophieren, welche Dinge man bereit wäre zu opfern, welche Dinge es sind, die im eigenen Leben einen Sinn liefern und die man nicht missen kann, weil sie es wert sind, behalten zu werden. Mir hat besonders gefallen, mit welch wenigen Strichen der Autor es schafft, Figuren zu erschaffen, zu gestalten und mit Höhen und Tiefen zu versehen. Selbst nur kurz auftretende Nebenfiguren entstehen vor meinem Auge extrem plastisch, sie hinterlassen einen Eindruck, den ich bei anderen viel längeren Romanen manchmal vergeblich suche. Natürlich ist der Teufel in seiner Darstellung erst einmal großartig pointiert, aber allein die Überlegung, dass für den Briefträger niemand anders als eine Art von „entfesseltem Ich“ den Teufel ausmacht, ist schon wieder eine Überlegung wert, in der man sich nach den letzten Seiten verlieren kann. Diese Gedanken habe ich wirklich ein bisschen vermisst in meinen bisherigen Lektüren, und genau das amcht mir das Buch für dieses Jahr auch so wertvoll. Beeindruckend und absolut lesenswert!

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Vita

Genki Kawamura, 1979 in Yokohama geboren, ist ein japanischer Filmproduzent und hat mit seinen ersten Roman einen internationalen Bestseller vorgelegt, der auch erfolgreich verfilmt worden ist.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»In seinem Debütroman wirft Kawamura die spannende Frage auf, was wir bereit sind zu opfern, um uns selbst zu retten.«

Glamour (07. April 2018)

»Kawamura entwickelt eine Parabel auf die Frage, was ein Leben lebenswert macht. In Japan bereits ein erfolgeich verfilmter Bestseller, erobert das Buch nun auch Europa.«

Galore (06. April 2018)

»Melancholisch, lustig, nachdenklich, traurig, poetisch: All das trifft auf dieses wunderbare Buch zu und ist dabei noch so viel mehr. Eine Hommage an das Leben.«

BÜCHER Magazin (01. August 2018)

»Ein Büchlein - nicht nur für Katzenliebhaber -, das mit viel Witz zum Nachdenken anregt.«

buch aktuell (11. Juni 2018)

»Der Japaner Genki Kawamura erzählt seine Geschichte trotz ernsten Themas mit subtilem Humor und thematisiert so zeit- und kulturübergreifende Werte.«

Neue Westfälische (07. Juli 2018)