Hardcover
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Sie haben das Böse gesehen – und er lässt sie mit ihrem Blut zahlen.

In Boston wird die Leiche einer jungen Frau gefunden – in der offenen Handfläche liegen ihre Augäpfel. Die Verstümmelung geschah post mortem, wie bei der Obduktion eindeutig festgestellt wird. Doch die genaue Todesursache bleibt unklar. Kurze Zeit später taucht die Leiche eines Mannes auf – Pfeile ragen aus seinem Brustkorb, die ebenfalls erst nach seinem Tod dort platziert wurden. Beide wurden Opfer desselben Täters, ansonsten scheint es keine Verbindung zwischen ihnen zu geben. Detective Jane Rizzoli von der Bostoner Polizei steht vor einem Rätsel, bis eine Spur sie zu einem Jahrzehnte zurückliegenden Fall von Misshandlungen in einem katholischen Kinderhort führt ...

»Die psychischen Prozesse, die ihre Figuren durchlaufen, die unterschiedlich interpretierte Frage nach Schuld und Sühne sowie die Verbundenheit ihrer beiden Heldinnen, die sich zwischen Reiberei und Harmonie bewegen, machen den ausgeklügelten Fall glaubwürdig und trotz aller Härte absolut lesenswert.«

Frauke Kaberka / dpa (02. Januar 2018)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Andreas Jäger
Originaltitel: I Know A Secret (Rizzoli & Isles 12)
Originalverlag: Ballantine, New York 2017
Hardcover mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-8090-2638-9
Erschienen am  20. November 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Mordinszenierungen geben Rätsel auf

Von: Inas Bücherkiste

20.07.2018

"Blutzeuge" ist der zwölfte Band der Rizzoli-&-Isles-Serie von Tess Gerritsen und spielt auch diesmal mit den Ängsten seiner Leser. In Boston geht offenbar ein Serienkiller um, der einen perfiden Hang zu Inszenierungen hat. Das erste Opfer ist die junge Horrorfilm-Produzentin Cassandra Coyle. Sie wird tot auf ihrem Bett gefunden und wirkt auf den ersten Blick so friedlich, als würde sie noch schlafen. Doch in ihren Händen liegen zwei Augäpfel - ihre eigenen, die ihr jedoch erst post mortem entfernt wurden. Der Zusammenhang zu ihrem Beruf ist schnell hergestellt, und so wird zunächst in diese Richtung ermittelt. Aber es dauert nicht lange, bis es wieder einen Toten gibt. Noch ein Mord Schon wenige Tage danach wird Timothy McDougal gefunden - ebenfalls tot, mit drei Pfeilen in seiner Brust. Auch sie wurden ihm erst in den Körper geschossen, nachdem er bereits tot war. Die Polizei sucht bis zurück in die Schulzeit nach Gemeinsamkeiten zwischen den gleichaltrigen jungen Leuten, doch die Nachforschungen verlaufen ergebnislos. Erst der Kontakt zwischen Maura und dem Polizeigeistlichen des Boston PD, Daniel Brophy, bringt die Ermittlungen einen großen Schritt voran: Der Pater stellt beim Anblick der Tatortfotos sofort eine Verbindung zu zwei Märtyrern her: zur heiligen Lucia, die wegen ihrer Zugehörigkeit zum Christentum mit dem Herausreißen ihrer Augen bestraft wurde, und zum heiligen Sebastian, der aus demselben Grund im Auftrag von Kaiser Diokletian von Bogenschützen erschossen werden sollte. Die Parallele ist zu auffällig, als dass sie nicht von Bedeutung sein könnte. Und tatsächlich erkennt Maura, dass Cassandra und Timothy an den Tagen getötet wurden, an denen die beiden Märtyrer im 16. bzw. 3. Jahrhundert ebenfalls ermordet worden waren. Als die Kollegen des PD dann auch noch auf Filmaufnahmen der Trauerfeiern eine Frau entdecken, die beide Male anwesend war, haben sie so etwas wie eine heiße Spur, die weit in die Kindheit von Cassandra und Timothy zurückreicht. Wie war's? Tess Gerritsen schreibt wie gewohnt flüssig und spannend. Was diesen Krimi aus der Reihe um Rizzoli & Isles von manchen anderen unterscheidet ist, dass auch ihr Privatleben in die Handlung eingewoben wird. Maura Isles hatte eine Beziehung zu Pater Daniel Brophy, die das Paar wegen Brophys Gelübde nur versteckt gelebt hat. Ihr Wiedersehen nach mehr als sechs Monaten soll zwar nur rein dienstlich sein, aber ihre Gefühle füreinander flammen wieder auf. Jane Rizzoli hadert mit ihrer eigentlichen Familie: Sie hatte bei ihren Adoptiveltern eine soglose Kindheit, ihre biologische Familie ist jedoch eine Ansammlung von Kriminellen, allen voran ihre Mutter Amalthea. Diese liegt nun im Sterben liegt, versucht aber immer noch, ihre Umgebung zu manipulieren. Jane entdeckt, dass es eine Verbindung zwischen den Mordfällen und ihrer leiblichen Mutter gibt. Kurzum: "Blutzeuge" ist ein gut gemachter Thriller mit einer Portion Grusel.

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Wer einen Pakt mit dem Teufel schließt, muss mit seiner eigenen Seele bezahlen“.

Von: Ginnykatze - der schnurrende Krimi- und Bücherblog

05.04.2018

Detective Jane Rizzoli bekommt es mit einem außergewöhnlichen Mord zu tun. Die Leiche einer jungen Frau wird in Boston gefunden. Ihr wurden die Augäpfel entfernt und liegen in ihrer offenen Hand. Alles spricht dafür, dass hier ein ganz perfider Mörder am Werke war. Die Ermittlungen sind zäh und die Todesursache für diesen schrecklichen Mord kann Dr. Maura Isles auch mit allen ihr zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln, nicht herausfinden. Dann wird eine zweite Leiche gefunden. Auch hier ist die Todesursache nicht zu ermitteln. Dem jungen Mann ragen drei Pfeile aus der Brust, wieder eine außergewöhnliche Mordweise. Aber beide Opfer waren schon Tod, als ihnen diese Verstümmelungen zugefügt wurden. Ein wenig beruhigend. Das schmälert nicht den Mord selber und außerdem ist der grausame Killer noch nicht gefasst. Fest steht aber für Dr. Iles, dass beide Opfer vom gleichen Täter ermordet wurden. Das sind keine guten Nachrichten und es besteht die Gefahr, dass dieser Mörder weiter unschuldige Opfer brutal ermordet und dem die Todesursache nicht nachzuweisen ist. Als dann eine Spur in einen über 20 Jahre zurückliegenden Fall führt, ist keinem der Beteiligten auch nur ansatzweise klar, was passierte und was noch alles passieren wird. Es ist nicht alles so, wie es scheint. Fazit: Die Autorin Tess Gerritsen schreibt hier den 12. Fall für das eingespielte Ermittlerduo Detective Jane Rizzoli und Gerichtsmedizinerin Dr. Maura Isles. Sofort hat sie mich mit „Blutzeuge“ in ihren Bann gezogen. Ich bin gefangen in den perfiden Morden und kann das Buch nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Tess Gerritsens detailgenaue Schilderung ist teilweise sehr ausführlich. Gänsehautfeeling ist in vielen Szenen vorprogrammiert. Mein Kopfkino lief auf Hochtouren. Nicht alles hätte ich gerne so genau erfahren, ich schloss die Augen und holte tief Luft, denn es waren schreckliche Dinge, die ich erfahren musste. Zur Aufklärung des Falls waren sie sicher nötig, aber ein wenig unblutiger hätte mir auch gereicht. Alle Charaktere werden hier sehr gut beschrieben. Ich konnte mit ihnen fühlen, lachen und leiden. Mir gefielen hier viele Figuren. Aber ich bin und bleibe ein großer Fan von Dr. Maura Isles. Die hier auch wieder glücklich sein durfte. Das hat mich sehr gefreut. Die Spannung die schon von Anfang an spürbar hoch ist, bleibt das ganze Buch über. Auch wenn ich den Verdacht auf den Mörder schon früh hatte, wusste ich bis kurz vor Ende nicht, dass ich richtiglag. Alle losen Fäden werden dann aber sehr ausführlich zusammengeführt. Und so ein Ende hatte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt. Ich vergebe hier volle fünf Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung. Aber Vorsicht, für schwache Nerven ist das kein Thriller. Hier wird brutal gemordet und kein Blatt vor den Mund genommen, die Aufklärung langsam und sehr detailliert erzählt. Lest selbst.

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Vita

So gekonnt wie Tess Gerritsen vereint niemand erzählerische Raffinesse mit medizinischer Detailgenauigkeit und psychologischer Glaubwürdigkeit der Figuren. Bevor sie mit dem Schreiben begann, war die Autorin selbst erfolgreiche Ärztin. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit dem Thriller »Die Chirurgin«, in dem Detective Jane Rizzoli erstmals ermittelt. Seither sind Tess Gerritsens Thriller um das Bostoner Ermittlerduo Rizzoli & Isles von den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Maine.

www.tess-gerritsen.de

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Zitate

»Nichts für zartbesaitete Gemüter, aber so packend, dass man nicht mehr zu lesen aufhören kann!«

Frau im Spiegel (19. Dezember 2017)

»Ein weiteres Gerritsen-Highlight!«

TV Star (20. Dezember 2017)

»Nichts für schwache Nerven …«

Bild der Frau Sonderhefte "kreativ" (23. Februar 2018)

»Ein super-spannender Thriller, den man bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen kann.«

Franken aktuell (17. Januar 2018)

»Tess Gerritsen ist eine Meisterin ihres Fachs: Die Krimi-Queen hat mit 'Blutzeuge' einen Roman geliefert, der bis zur letzten Zeile spannend bleibt.«

Cellesche Zeitung (11. August 2018)

»Packende Spannung, überraschende Wendungen und eine – verblüffende – Auflösung […] garantieren spannendes Lesevergnügen pur.«

Fuldaer Zeitung (10. Januar 2018)