Das geschwärzte Notizbuch

Roman

Hardcover
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Um das perfekte Drehbuch zu bekommen, entführt der manisch brillante Regisseur Santiago den renommierten Autor Pablo. Er sperrt ihn ein. Fünf Jahre lang. In einem kargen dunklen Raum. Nichts soll Pablo vom Schreiben ablenken. Ein Meisterwerk entsteht. Und eine von Abhängigkeit, Abscheu und Faszination geprägte Beziehung zweier genialer Künstler.

Ein Roman über Größe, Größenwahn und die Kunst des Schreibens. Vom Oscar-prämierten Drehbuchautor Nicolás Giacobone.

»Der argentinische Drehbuschautor Nicolás Giacobone verwischt in seinem Roman kunstvoll die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit.«

Der Tagesspiegel, Christian Schröder (20. Januar 2020)

Aus dem Spanischen von Christian Sönnichsen
Originaltitel: El Cuaderno Tachado
Originalverlag: Reservoir Books
Hardcover mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-27199-9
Erschienen am  25. November 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Das geschwärzte Notizbuch wirkt auch wie ein Notizbuch auf mich

Von: Stuttgarterin

07.04.2020

Der Klapptext wirkte zunächst spannend auf mich: Um das perfekte Drehbuch zu bekommen, wird der renommierte Autor Pablo von Santiago entführt. Dieser ist ein Regisseur. Santiago sperrt Pablo mehrere Jahre lang in einem schlichten Kellerraum ein, damit Pablo nicht abgelenkt wird und schreiben kann. In diesen Jahren verfasst Pablo ein Meisterwerk. Und es entwickelt sich eine ganz spezielle Beziehung zwischen Pablo und Santiago. Die Aufmachung des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die schwarzen Markierungen und die noch sichtbaren Worten spiegeln sehr minimalistich den Titel wieder. Bei mir hat das die Neugierde auf den Inhalt wirklich geweckt. Der gesamte Roman ist in der Ich-Perspektive verfasst, so dass man die meiste Zeit nur etwas über die Person Pablo, die Handlung um ihn herum dessen Innenleben erfährt. Die Erzählung ist nicht durchgängig, springt stark und es gibt diverse Wiederholungen, was mir persönlich beim Lesen nicht sehr leicht gefallen ist und mir auch nicht besonders gefällt. Der Schreibstil an sich ist recht einfach gehalten. Der Roman erinnert mich daher wirklich stark an ein Notizbuch, in welchem man Dinge durcheinander notiert, unabhängig von Zeit und Sinn, welches aber von Außenstehenden nicht immer verstanden wird. Selbstverständlich ist dieser Schreibstil auch gut gewählt, um den immer verrückter werdenden Autor widerzuspiegeln. Aber es muss einem eben beim Lesen liegen. Den Roman kann ich daher Lesern empfehlen, die nicht gerne "Fast-Food-Literatur" mögen und die sich auch gerne mal mit Texten beschäftigen, die keine durchgehende Handlung haben und damit etwas anspruchsvoller sind.

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Ein Meisterwerk schreibt sich nicht von allein...

Von: Liz Lemon

21.03.2020

Das geschwärzte Notizbuch erzählt die Geschichte zweier Figuren. Zum einen geht es um den Regisseur Santiago und zum anderen um den Drehbuchautoren Pablo. Beide haben keinerlei Verbindung, doch als Pablo von Santiago entführt und für fünf Jahre festgehalten wird, um für ihn ein Meisterwerk zu schreiben, beginnt ihre gemeinsame Geschichte. In einem Raum eingesperrt ohne jegliche Ablenkung soll Pablo schreiben. Dabei steht in der gesamten Geschichte das Schreiben und die Beziehung der beiden im Fokus. Wie wirst du ein berühmter bekannter Drehbuchautor, wenn es dir am Schreiben mangelt. Klar, du hältst einen bekannten Regisseur gefangen und lässt dir von ihm das Nötige Geschreibe abnehmen. Dafür brauchst du einen Raum, Zeit und Verpflegung und vielleicht ein paar Gespräche in denen du mit dem Gegenüber dein Schreiben reflektierst. Wie ist es, wenn du in der Position des Eingesperrten bist? Was und wie denkst du über deine Arbeit? Das ist zwischenzeitlich interessant zu lesen, verliert aber zum Ende seinen Reiz. Die verschiedenen Hints habe ich nicht verstanden, wodurch es wahrscheinlich für mich zu zäh zu lesen war. Das Ende war dann mehr als unbefriedigend. Auf offene Enden wäre ich gerne vorbereiteter. Das Stockholm-Syndrom des Protagonisten war spannend, aber irgendwie auch... Naja zu einfach.. Ich hatte mir mehr versprochen vom Buch, aber es mag anderen LeserInnen besser gefallen. Man solle sich seine eigene Meinung bilden

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Vita

Nicolás Giacobone, geboren 1975 in Buenos Aires, schrieb die Drehbücher für Filme wie »Biutiful« und »Birdman«. Für Letzteren wurde er 2015 mit einem Golden Globe sowie dem Oscar in der Kategorie »Bestes Originaldrehbuch« ausgezeichnet. »Das geschwärzte Notizbuch« ist sein erster Roman.

Zur AUTORENSEITE

Christian Sönnichsen

Christian Sönnichsen, geboren 1953 im deutsch-dänischen Grenzland, gelernter Reprograph, studierte Hispanistik in Hamburg und Madrid, lebt und arbeitet als Übersetzer in Neumünster, zwischen Nord- und Ostsee.

zum Übersetzer

Pressestimmen

»Urkomische Betrachtung der Filmwelt und des kreativen Schreibens«

HÖRZU/GONG (27. Dezember 2019)

»Giacobones Prosa enthält die Vorzüge des Films Birdman und noch mehr. Sie reflektiert das Zustandekommen erfolgreicher Erzählweisen.«

Abendzeitung München, Nicola Bardola (10. Februar 2020)

»Meisterhaft entspinnt Nicolás Giacobone einen witzigen, spannenden und auf clevere Art und Weise introspektiven Thriller ... Dieses Kopfkino ist definitiv einen Blick wert!«

»Der Argentinier Nicolás Giacobone enttäuscht die hohen Erwartungen nicht.«

Buchkultur (05. Dezember 2019)

Eine »unterhaltsame Abrechnung«

GALORE, Literaturbeilage (28. November 2019)

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