Der Kult

Roman

Hardcover
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Der Teufel kämpft nicht mit fairen Mitteln

Im Dorf Gibbeah beginnt der Sonntag mit einem bösen Omen: Während der Morgenmesse fliegt ein Geier durch das geschlossene Kirchenfenster und schlägt tot auf der Kanzel auf. Nur wenige Minuten später wirft ein schwarz gekleideter Fremder den Dorfprediger zu Boden und übernimmt die Kontrolle über die Gemeinde. Als selbst ernannter Apostel York predigt er Rache und Verdammnis. Doch der alte Prediger weigert sich, seinen Platz widerstandslos abzugeben. Ein gnadenloser Glaubenskampf beginnt. Das Dorf scheint dem Untergang geweiht.

»"Der Kult" ist ein erstaunlich erzählstarker, atmosphärisch dichter und formbewusster Roman-Erstling mit phantastischen, magisch-realistischen Einsprengseln.«

Deutschlandfunk Kultur (31. Mai 2018)

Aus dem Englischen von Wolfgang Binder
Originaltitel: John Crow’s Devil
Originalverlag: Akashic
Hardcover mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-67718-0
Erschienen am  21. Mai 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Good vs Evil

Von: Katja

09.04.2019

Das Buch hat einen sehr einzigartigen Stil und ich bin froh, dass ich es in deutscher Sprache gelesen habe. Ich glaube, ich hätte mit den Teilen zu kämpfen gehabt, die in der englischen Version in afrikanischem Dialekt geschrieben sind (leider weiß ich nicht, welchen Dialekt, da das Dorf fiktional ist ) Der Machtkampf, der sich aus mehr und weniger treuen Bürgern zusammensetz, steigert sich immer weiter hoch auf eine sehr spannende Weise die einen in seinem Bann hält. Es ist gewalttätig und explizit in bestimmten Bereichen, die meines Erachtens wichtig waren, um den dunklen Einfluss der fanatischen Predigten und Regeln zu zeigen, die den Dorfbewohnern auferlegt werden. Manchmal sprang die Erzählung in der Zeit, als sich ein Charakter an etwas erinnerte, und es war nicht wirklich klar, wann und wo das passierte, was mich manchmal aus der Geschichte riss. Das Buch sagt auch viel über die Psyche von Menschen aus, die so unsicher sind, dass sie bereit sind, schreckliche Dinge zu tun, nur um jemanden zu haben, der sie führt und ihnen sagt, was sie tun sollen. Am Ende ist die Frage ob es wirklich noch um Religion und Glauben geht, oder um etwas ganz anderes.

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A Brilliant Debut in a Beautifil New Edition

Von: Meike

02.12.2018

(Engl.: John Crow's Devil) Now available in a beautiful new German edition by Heyne! In his dark and mystical debut novel, the brilliant Marlon James explores the human longing for purpose and direction and the ways in which it can be perverted. Set in Jamaica in 1957, we witness the epic battle for the position of religious leader in a remote village: Hector Bligh (the "Rum Preacher"), an alcoholic who in the past has neglected his duties as a priest, faces off against the newly arrived Lucas York ("Apostle York"), a fanatic whose strict rules seem to provide order and whose cruelty is declared to be justified by God. Both men are haunted by their pasts, and at the core, the exorcisms they try to impose on the village are mainly directed against themselves. As usual, leaders need followers - who will the villagers side with? Both Bligh and York have village women at their sides who, in search of salvation, join them in their fights. Many other villagers play important roles as well, as sinners, enforcers, and bystanders - it is easy to see parallels not only to other religious sects, but also to authoritarian and fascist regimes. The intense and haunting atmosphere is heightened by the depiction of sex and (sometimes self-inflicted) violence - there are lots of bodily fluids in this text, but none of these scenes are gratuitous, so I didn't mind. On top of Christian religious theory and Jamaican witchcraft, James also employs elements of magical realism to illustrate the spiritual state of the village, especially in the form of birds who attack or fall from the skies. Which brings us to the theme of racism which also plays a role in the book: Not only do we repeatedly encounter magical "John Crows" - which, as I learnt, is the common name for a black vulture in Jamaica, but which also reminded me of "Jim Crow" -, but there is also a lot of black/white symbolism, most strikingly in the white dress of York, the outsider who aims to bring the village under his control. In the story, James also writes about homosexuality as being perceived as a shameful sin - this is particularly painful to read if you know that Jamaican-born James left Kingston because of the discrimination he experienced as a gay man. All in all, this is an unsettling and exciting book that offers many layers of meaning. I can't wait to read James' upcoming book "Black Leopard, Red Wolf", and all German-speakers out there can now get the re-issue of James debut in an edgy new edition that reflects the darkness of the text.

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Vita

Marlon James, geboren 1970 in Kingston auf Jamaika, gilt als einer der bedeutendsten Literaten seiner Generation. Seine Romane wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen geehrt. Unter anderem erhielt James als erster Jamaikaner den Man Booker Prize. Das »Time Magazine« zählte ihn zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten 2019. James lebt heute in Minneapolis, Minnesota.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Ein Buch, das einen mit Haut und Haaren verschlingt und erschüttert mit dem Gefühl zurücklässt, mindestens 15 Tarantino-Filme gleichzeitig gesehen zu haben.«

Neue Presse (Hannover) (14. Juni 2018)

»So filmisch, dass sich Bilder aus den Seiten erheben.«

The Independent

»Man denkt an Toni Morrsion, Jessica Hagedorn und Garbiel García Márquez.«

Kaylie Jones

»Literarisch Hochprozentiges mit garantierter Rauschwirkung. Sehr empfehlenswert.«

Library Journal

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