Der Kult

Roman

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Der Teufel kämpft nicht mit fairen Mitteln

Im Dorf Gibbeah beginnt der Sonntag mit einem bösen Omen: Während der Morgenmesse fliegt ein Geier durch das geschlossene Kirchenfenster und schlägt tot auf der Kanzel auf. Nur wenige Minuten später wirft ein schwarz gekleideter Fremder den Dorfprediger zu Boden und übernimmt die Kontrolle über die Gemeinde. Als selbst ernannter Apostel York predigt er Rache und Verdammnis. Doch der alte Prediger weigert sich, seinen Platz widerstandslos abzugeben. Ein gnadenloser Glaubenskampf beginnt. Das Dorf scheint dem Untergang geweiht.

»"Der Kult" ist ein erstaunlich erzählstarker, atmosphärisch dichter und formbewusster Roman-Erstling mit phantastischen, magisch-realistischen Einsprengseln.«

Deutschlandfunk Kultur (31. Mai 2018)

Aus dem Englischen von Wolfgang Binder
Originaltitel: John Crow’s Devil
Originalverlag: Akashic
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-20144-9
Erschienen am  21. Mai 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

A Brilliant Debut in a Beautifil New Edition

Von: Meike

02.12.2018

(Engl.: John Crow's Devil) Now available in a beautiful new German edition by Heyne! In his dark and mystical debut novel, the brilliant Marlon James explores the human longing for purpose and direction and the ways in which it can be perverted. Set in Jamaica in 1957, we witness the epic battle for the position of religious leader in a remote village: Hector Bligh (the "Rum Preacher"), an alcoholic who in the past has neglected his duties as a priest, faces off against the newly arrived Lucas York ("Apostle York"), a fanatic whose strict rules seem to provide order and whose cruelty is declared to be justified by God. Both men are haunted by their pasts, and at the core, the exorcisms they try to impose on the village are mainly directed against themselves. As usual, leaders need followers - who will the villagers side with? Both Bligh and York have village women at their sides who, in search of salvation, join them in their fights. Many other villagers play important roles as well, as sinners, enforcers, and bystanders - it is easy to see parallels not only to other religious sects, but also to authoritarian and fascist regimes. The intense and haunting atmosphere is heightened by the depiction of sex and (sometimes self-inflicted) violence - there are lots of bodily fluids in this text, but none of these scenes are gratuitous, so I didn't mind. On top of Christian religious theory and Jamaican witchcraft, James also employs elements of magical realism to illustrate the spiritual state of the village, especially in the form of birds who attack or fall from the skies. Which brings us to the theme of racism which also plays a role in the book: Not only do we repeatedly encounter magical "John Crows" - which, as I learnt, is the common name for a black vulture in Jamaica, but which also reminded me of "Jim Crow" -, but there is also a lot of black/white symbolism, most strikingly in the white dress of York, the outsider who aims to bring the village under his control. In the story, James also writes about homosexuality as being perceived as a shameful sin - this is particularly painful to read if you know that Jamaican-born James left Kingston because of the discrimination he experienced as a gay man. All in all, this is an unsettling and exciting book that offers many layers of meaning. I can't wait to read James' upcoming book "Black Leopard, Red Wolf", and all German-speakers out there can now get the re-issue of James debut in an edgy new edition that reflects the darkness of the text.

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Ewiger Kampf: Gut gegen Böse

Von: Sabrina

21.09.2018

Marlon James Debüt "Der Kult" ist erstmals 2009 unter dem Titel "Tod und Teufel in Gibbeah" erschienen. "Der Kult" ist nicht einfach -kein Buch, das man einfach so runter liest. Warum das so ist? Für mich gibt es da dann doch mehrere Antworten. Zum einen den Gassenjargon, die Ausdrucksweise von Marlon James ist an manchen Stellen schon sehr derbe, auf der anderen Seite wird der Fanatismus durch eine Unmenge an Bibelzitaten dargestellt - zudem hatte ich manchmal das Gefühl einfach pausieren zu müssen. Der Schreibstil ist eigentlich eher anspruchsvoll, trotz derber Ausdrucksweise, und so musste ich auch einige Stellen zum Verständnis zwei mal lesen - der Lesefluss ist ansonsten aber auch ganz gut. Auch die Charaktere sind sehr eindrucksvoll, haben Wiedererkennungswert und strahlen im Laufe des Buches immer mehr Tiefe aus - und dennoch konnte mich "Der Kult" irgendwie nicht zu 100% von sich überzeugen. Zumal ich das Thema "Gut gegen böse" oder "menschliche Apokalypse" schon mehr als reizvoll finde. "Der Kult" ist ohne Frage ein starkes Debüt, dass mir leider nicht komplett lag, dennoch würde ich Marlon James jederzeit eine zweite Chance geben, da ich davon überzeugt bin, dass er ein starker Schriftsteller ist.

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Vita

Marlon James wurde 1970 als Sohn zweier Polizeibeamter in Kingston geboren. Mehr als zehn Jahre arbeitete er als Werbetexter und Grafikdesigner, u.a. für den Dancehall-Musiker Sean Paul und das T-Magazin der New York Times. Bei einem Literaturworkshop in Jamaika wurde eine Dozentin der Wilkes University Pennsylvania auf James aufmerksam und verschaffte ihm ein Masterstudium in Kreatives Schreiben sowie eine Assistentenstelle. Sein erster Roman Der Kult erfuhr über siebzig Ablehnungen, ehe er einen Verlag fand und in der Folge als bestes Debüt für den »Los Angeles Times Book Prize« und den »Commonwealth Writers’ Prize« nominiert wurde. Für sein 2009 erschienenes Nachfolgewerk The Book of Night Women über eine Revolte jamaikanischer Sklavinnen während der Kolonialzeit erhielt James den »Dayton Literary Peace Prize« und den »Minnesota Book Award«. Sein dritter Roman Eine kurze Geschichte von sieben Morden, wurde ebenfalls vielfach ausgezeichnet. Als erster Jamaikaner erhielt James den »Man Booker Prize«. Er lebt heute in Minneapolis, Minnesota.

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Zitate

»Ein Buch, das einen mit Haut und Haaren verschlingt und erschüttert mit dem Gefühl zurücklässt, mindestens 15 Tarantino-Filme gleichzeitig gesehen zu haben.«

Neue Presse (Hannover) (14. Juni 2018)

»So filmisch, dass sich Bilder aus den Seiten erheben.«

The Independent

»Man denkt an Toni Morrsion, Jessica Hagedorn und Garbiel García Márquez.«

Kaylie Jones

»Literarisch Hochprozentiges mit garantierter Rauschwirkung. Sehr empfehlenswert.«

Library Journal

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