Die Analphabetin, die rechnen konnte

Roman

Hardcover
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Freuen Sie sich darauf, was diesem herrlich verrückten Autor für seine neue Protagonistin eingefallen ist!

Die aberwitzige Geschichte der jungen Afrikanerin Nombeko, die zwar nicht lesen kann, aber ein Rechengenie ist, fast zufällig bei der Konstruktion nuklearer Sprengköpfe mithilft und nebenbei Verhandlungen mit den Mächtigen der Welt führt. Nach einem besonders brisanten Geschäft setzt sie sich nach Schweden ab, wo ihr die große Liebe begegnet. Das bringt nicht nur ihr eigenes Leben, sondern gleich die gesamte Weltpolitik durcheinander...

Spitzzüngig und mit viel schwarzem Humor rechnet Jonasson in seinem neuesten Roman mit dem Fundamentalismus in all seinen Erscheinungsformen ab. Eine grandiose Geschichte, die dem »Hundertjährigen« an überbordenden Einfällen, skurrilen Wendungen und unvergesslichem Charme in nichts nachsteht!

„Das Buch des Jahres.“

STERN (31. Oktober 2013)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn
Originaltitel: Analfabeten som kunde räkna
Originalverlag: Piratförlaget, Stockholm 2013
Hardcover, Pappband mit Schutzumschlag, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-58512-2
Erschienen am  15. November 2013
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Triefende Ironie, Weltgeschichte einmal anders, leider irgendwann zu übertrieben

Von: Mathematiqua

27.09.2016

Mit seinem Roman "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" wurde Jonas Jonasson weltweit berühmt und hat eine Bestsellerliste nach der anderen erklommen. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an "Die Analphabetin, die rechnen konnte". Der Roman erzählt die Geschichte von Nombeko, einer hochintelligenten Südafrikanerin, die allerdings auf Grund ihrer Herkunft aus den Slums kaum Perspektiven im Leben hat. Wegen eines Unfalls kommt sie für mehrere Jahre als Haushaltshilfe zu einem Ingenieur, der Atombomben bauen lässt. Ein skurriler Zufall jagt den nächsten, und so landet Nombeko schließlich, mitsamt Atombombe, in Schweden, wo sie Holger kennenlernt, genauer gesagt Holger 2, Holger 1 ist nämlich sein Zwilling und offiziell existiert Holger 2 überhaupt nicht. Da sind sie also, die hochintelligente Nombeko, die Atombombe und Holger 2, den es eigentlich gar nicht gibt. Eine seltsamere Konstellation könnte man sich vermutlich kaum ausdenken, um einen Roman darum zu spannen. Und so ist das Buch auch von der ersten bis zur letzten Seite mit einer durchaus intelligenten und pointierten Situationskomik durchzogen, die Passagen triefen nur so vor Ironie, manchmal fast schon zu zynisch und skurrill, meistens aber zum Schmunzeln anregend und mit einem Augenzwinkern versehen. Dazu gibt es noch eine Prise Weltgeschichte "einmal anders" und eine Menge seltsamer Ereignisse, die den Bogen dann doch irgendwann maßlos überspannen. Die Grundidee und den sprachlichen Aufbau des Romans fand ich beide ziemlich gut, und anfangs hat mich gerade die pointierte Sprache und die etwas "andere Art", mit der Realität umzugehen, sehr zum Weiterlesen angeregt. Irgendwann wurde es mir dann aber wirklich zu viel, da die Geschichte einfach so dermaßen unrealistisch wird, dass man die Protagonisten, mit denen man sich ursprünglich zumindest aus der ironischen Distanz heraus identifizieren konnte, aus den Fingern verliert. Etwa nach den ersten 100-200 Seiten war meines Erachtens einfach "die Luft raus" und ich habe mich von Kapitel zu Kapitel gequält, die jedes Mal noch unpassender wurden und den Anschein erweckt haben, dass Jonas Jonasson sich hauptsächlich über seine Leser lustig macht mit dem, was er da zusammenschreibt. Alles in allem gebe ich dem Buch drei Sterne, dafür, dass es durchaus ein literarisch außergewöhnliches und sprachlich sehr wertvoller Roman ist, meinen persönlichen Geschmack hat es aber leider nicht getroffen.

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Absurde Realität oder wahrhaftig Fiktion?

Von: jaytiii

07.06.2016

Früh fängt sie an zu arbeiten und früh wird sie Waise. Es deutet alles darauf hin, dass Nombeko ihr Dasein für immer als Latrinentonnenträgerin im größten Slum Südafrikas fristen wird. Die junge Afrikanerin kann nicht lesen, dafür aber meisterhaft rechnen und der Zufall hat viel mit ihr vor: Sie hilft bei der Konstruktion atomarer Bomben aus und Verhandelt obendrein mit den Mächtigen der Welt. Schließlich begegnet sie sogar ihrer großen Liebe. Mit den skurrilen Folgen hat sie jedoch nicht gerechnet. Jonasson schafft es, Wirklichkeit und Fiktion gekonnt ineinandergreifen zu lassen. Dabei verzichtet der Autor auf eine direkte Wertung der Ereignisse. Die ernsthafte Schilderung tiefer Gefühle sucht man ebenso vergeblich. Stattdessen wird subtil eine gehörige Portion trockener Humor in die Geschichte gestreut. Der Roman sprüht förmlich vor intelligentem Witz und hat einen ganz eigenen Charme. Der Roman und der Schreibstil sind für mich definitiv originell und mit hohem Unterhaltungswert behaftet. An direkter Rede wird stilistisch oft gespart, was nicht von Nachteil ist. Vielmehr zeichnen sich die Charaktere, geprägt von Bedürfnissen und Ideologien, durch ihr Handeln aus. Dieses ist oft überzogen und treibt tiefe Furchen in die Grenze des Möglichen. Das passt gut in das Gesamtbild der Geschichte und hat mich nicht selten Schmunzeln lassen. Dem politischen Weltgeschehen fällt inhaltlich eine große Rolle zu. Das belebt die Geschichte jedoch vielmehr, als dass ich diese als trocken empfunden hätte. Die skurrile Kombination aus realen Persönlichkeiten und Ereignissen hin zum Fiktionalen hat Jonasson skurril und mit viel Biss gemeistert. Auf diese Weise bleibt auch ein Hauch von Gesellschaftskritik nicht aus. Am Ende steht die Frage im Raum, wie viele der geschilderten Ereignisse in ihrer Absurdität gar nicht so unwahrscheinlich sind. Den Debütroman Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand habe ich nicht gelesen. Deshalb kann ich leider nicht beurteilen, ob sich die beiden Romane – was häufiger bemängelt wird – zu ähnlich sind oder nicht. Das Buch hat mir jedenfalls außerordentlich gut gefallen. Sicher werde ich zu weiteren Werken des Autors greifen.

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Vita

Jonas Jonasson, geboren 1961 im schwedischen Växjö, arbeitete nach seinem Studium in Göteborg als Journalist. Später gründete er eine eigene Medien-Consulting-Firma. Nach 20 Jahren in der Medienwelt hatte er Lust auf einen radikalen Neuanfang, verkaufte die Firma und schrieb den Roman, über den er schon jahrelang nachgedacht hatte: „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Sein Debüt wurde in Schweden - und danach weltweit - zum absoluten Bestseller und auch zu einem international erfolgreichen Kinofilm. Im November 2013 erschien Jonassons zweiter Roman "Die Analphabetin, die rechnen konnte" in Deutschland und wurde sofort zum Nr.-1-Bestseller.

Jonas Jonasson lebt auf der schwedischen Insel Gotland.

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Zitate

„Klug, spannend und amüsant: Jonassons Roman ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Aufhebung von Grenzen – und ein hanebüchener Spaß, dessen Charme man aufgrund seiner Klugheit und Kurzweiligkeit innerhalb weniger Seiten erliegt.“

DIE ZEIT - Literatur (28. November 2013)

"Ein wundervolles Buch"

NDR Kultur (15. November 2013)

„Der neue Roman von Jonas Jonasson ist grandios."

Rheinische Post (12. November 2013)

"Witzig, charmant, eloquent - ein echter Jonasson eben."

Gala (19. Dezember 2013)

„Mit der „Analphabetin, die rechnen konnte“ beweist Jonasson, dass er einer der großartigsten Erzähler der Gegenwart ist.“

stern.de (15. November 2013)

"Unterhaltung auf höchstem Niveau."

Brigitte (20. November 2013)

„Jonasson erweist sich mit seinem zweiten Roman als eines der großen Erzähltalente der Gegenwart, dessen frecher Blick auf die Welt ein neues Genre prägen kann – und den ‚schwedischen Humor’ zum Markenzeichen seines Landes macht.“

Westdeutsche Allgemeine Zeitung (13. November 2013)

"Ein Feuerwerk skurriler Einfälle und schwarzen Humors!"

Cosmopolitan (15. November 2013)

"Weltpolitscher Roadmovie, Agententhriller, Entwicklungs- und Liebesroman in einem. 'Die Analphabetin, die rechnen konnte' ist ein hochexplosiver, witzig-ironischer Erzählcocktail: unkorrekt, flapsig, provokant, listenreich."

Antenne Brandenburg (15. November 2013)

"Was sich leicht liest und oft von spontanem Lachen begleitet wird, entpuppt sich als äußerst fein gesponnenes Geflecht mit reichhaltigem historischen Hintergrund. Das Wort Irrsinn hat mit ihm eine literarische Form gefunden."

Neue Osnabrücker Zeitung (20. November 2013)

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