VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Ingrid Bergman Ein Leben

Kundenrezensionen (5)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 28,00 [D] inkl. MwSt.
€ 28,80 [A] | CHF 36,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04673-4

NEU
Erschienen: 25.04.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Termine

  • Links

  • Service

  • Biblio

Ingrid Bergman (1915–1982) zählt zu den wenigen weiblichen Weltstars des Kinos. Zu ihren bekanntesten Filmen gehören Klassiker wie "Berüchtigt" von Alfred Hitchcock, "Das Haus der Lady Alquist", "Casablanca", "Wem die Stunde schlägt", "Die Kaktusblüte" oder "Herbstsonate". Im Lauf ihrer fast 50-jährigen Karriere erhielt sie drei Oscars.

Ihr Leben hingegen war für die Tochter eines schwedischen Vaters und einer deutschen Mutter, die beide früh starben, eines ohne festen Boden. Als Johanna von Orleans verehrt, entfachte ihre Beziehung mit Regisseur Roberto Rossellini vor allem in Amerika einen Skandal, der sie über Jahre die Sympathien des Publikums kostete. Auf der Basis neuer Quellen und zahlreicher Gespräche mit der Familie – u. a. mit den Töchtern Isabella Rossellini und Pia Lindström – sowie mit Weggefährten – u. a. mit Schauspiellegende Liv Ullmann – schildert Thilo Wydra in dieser ersten neuen Biographie seit vielen Jahren das beeindruckend vielfältige Schaffen und leidenschaftliche Leben der großen Schauspielerin, die in sich zerrissener war, als ihr öffentliches Bild es nahelegt.

»Wydra zeigt uns seine Heldin als stets aktive, mal sture, mal flexibel berechnende Regisseurin ihrer Karriere.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Dietmar Dath (27.05.2017)

Thilo Wydra (Autor)

Thilo Wydra, geboren 1968 in Wiesbaden, studierte Komparatistik, Germanistik, Kunstgeschichte und Filmwissenschaft. Seit den 1990er Jahren arbeitet er als freier Autor und Publizist. Seit 1996 ist er Mitglied im „Verband der deutschen Filmkritik“ (VdFK) und nimmt an Jurys auf internationalen Filmfestivals teil. Er hat zahlreiche Beiträge in Filmbüchern und Filmlexika verfasst, publiziert in Zeitungen (Der Tagesspiegel) und Zeitschriften (Filmecho/Filmwoche) und hat Biographien u. a. über Romy Schneider, Alfred Hitchcock und Grace Kelly veröffentlicht.

»Wydra zeigt uns seine Heldin als stets aktive, mal sture, mal flexibel berechnende Regisseurin ihrer Karriere.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Dietmar Dath (27.05.2017)

»Man lernt Ingrid Bergman gut kennen, diese goße Filmschauspielerin, in dieser neuen gut geschriebenen Lebensgeschichte, erzählt von dem sensiblen Biograph Thilo Wydra.«

rbb Kulturradio, Manuela Reichart (28.05.2017)

»Eine furiose Biographie«

WDR, Gutenbergs Welt (28.05.2017)

»Thilo Wydra gelingt eine schöne Balance aus anekdotischer Erzähllust, historischer Präzision und cineastischer Entdecker-Neugier, wenn er auf imposanten 750 Seiten das Leben Ingrid Bergmans durchquert.«

filmdienst, Rainer Gansera (22.06.2017)

»Ein Standardwerk über Ingrid Bergman«.

Film News Bayern (01.06.2017)

mehr anzeigen

07.09.2017 | 19:00 Uhr | München

Lesung - Gespräch - Film ("Gaslight" / "Das Haus der Lady Alquist")

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Filmmuseum München
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

20.09.2017 | 20:00 Uhr | Berlin

Lesung und Gespräch
Moderation: Manuela Reichart

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Literaturhaus Berlin
Fasanenstraße 23
10719 Berlin

24.09.2017 | 12:00 Uhr | Berlin

Lesung und Gespräch
Moderation: Reiner Stach

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Buchhandlung Winter
Giesebrechtstraße 18
10629 Berlin

Tel. 030/80578677, info@buchhandlungwinter.de

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 752 Seiten, 15,0 x 22,7 cm
mit Abbildungen

ISBN: 978-3-421-04673-4

€ 28,00 [D] | € 28,80 [A] | CHF 36,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Sachbuch

NEU
Erschienen: 25.04.2017

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Ein Leben für den Film - Ingrid Bergmann

Von: Erika Mager Datum: 09.06.2017

https://litblogkoeb.wordpress.com/

„Die Schwedin Ingrid Bergman (1915–1982) zählt zu den wenigen weiblichen Weltstars des Kinos. Zu ihren bekanntesten Filmen gehören Klassiker wie „Berüchtigt“ von Alfred Hitchcock, „Das Haus der Lady Alquist“, „Casablanca“, „Wem die Stunde schlägt“, „Die Kaktusblüte“ oder „Herbstsonate“. Im Lauf ihrer fast 50-jährigen Karriere erhielt sie drei Oscars. Doch das glanzvolle Schauspielerleben hatte auch eine brüchige Seite.“ (Klappentext)

Thilo Wydra (www.thilowydra.de) hat ein ergreifendes Buch zu einer großen Schauspielerin und eigensinnigen Frau geschrieben.

Die sorgfältige Aufmachung des voluminösen Bandes kann sich sehen lassen. Ein klares Druckbild, roter Leineneinband, rotes Lesebändchen. Alle Seiten weisen im Kopf die jeweilige Kapitelüberschrift in bordeauxfarbener Schrift aus. Wie im Film gibt es einen Vor- und einen Abspann. Ausführliche Anmerkungen, eine Filmographie und ein Personenregister runden das spannend zu lesende Werk ab.

Wie der Autor in einer persönlichen Nachbemerkung schreibt, war es gar nicht so einfach, überhaupt an Material über Ingrid Bergmann heranzukommen. Ihr Familie „verwehrte sich erst jeder Gesprächsanfrage“. Der gesammelte Nachlass liegt, nicht öffentlich zugänglich, in 187 Kisten in den „Wesleyan Cinema Archives„. Erst als der Autor den Kontakt zu ältesten Tochter Ingrid Bergmanns, Pia Lindström, fand, öffnete sich auch der Rest der Familie für Interviews und Gespräche – und natürlich auch die Kisten.

Das Buch beginnt um 1900 mit der bezaubernden Liebe von Ingrids Eltern, die viel Geduld haben mussten, bis sie sich endlich haben durften. Die deutsche Friedel Adler und der schwedische Justus Bergmann hatten es sehr schwer, ihre Eltern für diese Verbindung zu erwärmen. Sieben Jahre dauerte das Werben und der Austausch von Postkarten, Telegrammen und Briefen bis die beiden 1907 endlich heiraten durften. Im August 1915 wurde Töchterchen Ingrid geboren. Drei Jahre später schon stirbt die Mutter an einer unheilbaren Gelbsucht. Ingrid hat keine eigenen Erinnerungen an sie. Mit 14 Jahren stirbt auch ihr Vater im Alter von nur 58 Jahren an Magenkrebs. Bis zur Volljährigkeit lebt Ingrid in Stockholm bei verschieden Verwandten, die Sommerferien verbringt sie immer in Hamburg im Hause der Großeltern mütterlicherseits. In der Schule und im Umgang mit anderen Menschen hat sie es schwer. „Ich war ein sehr scheues Mädchen, wahrscheinlich der scheueste Mensch auf der Welt. Wenn man mich nach meinem Namen fragte, wurde ich rot.“ Schon als Schulkind hat sie Freude an Rollenspielen. Sie malt, erfindet Kurzgeschichten und kleine Theaterstücke. Als sie mit 11 Jahren an der Hand ihres Vaters zum ersten Mal ins Theater geht, ist es um sie geschehen. „Da gab es erwachsene Leute, die das gleiche auf einer Bühne taten wie ich zu Hause ganz allein für mich, nur so zum Spaß. Und sie wurden sogar noch dafür bezahlt!“ Ihr Entschluss stand fest. Sie machte die Schule zu Ende und wechselte dann in die renommierte Schauspielschule „Dramaten“ in Stockholm.

Seitdem spielt Ingrid Bergmann sich nach oben. Als wäre das Verkörpern anderer Charaktere ihre eigentliche Lebensform, scheint sie nur wirklich zu leben wenn sie spielt. Selbst schlechte Filme werden durch ihre Mitwirkung noch sehenswert. In den privaten Rollen, Geliebte, Ehefrau, Mutter, ist sie weniger geschickt und ungeduldig. „Ein Leben primär als Mutter tut ihr nicht gut, sie ist dafür nicht geeignet. Sie kann nicht damit umgehen, es überfordert sie, da es sie zugleich kreativ-künstlerisch unterfordert.“

So führt Wydras Biographie folgerichtig chronologisch durch die Filme, die auch inhaltlich besprochen werden, und bruch- und übergangslos durch Ingrid Bergmanns Privatleben. Ihre Ehen, ihre Beziehungen, ihre Lebensstationen Schweden, Deutschland, Amerika und Italien, Großbritannien … alles ist letztlich bestimmt durch die Filme, die sie drehen darf.

Filmliebhaber kommen hier ebenso auf ihre Kosten, wie Menschen, die gerne Lebensbeschreibungen lesen. Außerdem spiegelt das Buch fast das ganze 20. Jahrhundert. Ein Leben – wie im Film. Dramatisch, tragisch, zuweilen glücklich, nie langweilig.

Ingrid Bergmann : ein Leben / Thilo Wydra . – München: DVA, 2017. – 1. Aufl. – 751 S.; zahlr. Ill. – ISBN 9783421046734 fest geb. : 28 €

Im Folgenden ein Interview mit Isabella Rossellini über die Arbeit des Wesleyan-Film-Archivs und der Ingrid Bergmann Collection:

http://www.wesleyan.edu/cinema/video-bergman.html#part2

Schauspielen war ihr Lebenselixier

Von: YukBook Datum: 04.06.2017

www.yukbook.me

Wenn ich an alte Hollywood-Filme denke, fallen mir eine ganze Reihe von bildschönen Schauspielerinnen ein. Ingrid Bergman gehört ganz sicher dazu – sie war jedoch nicht nur schön und talentiert, sondern hatte etwas ganz Besonderes an sich, was sie von ihren Kolleginnen unterschied. Diesem ‚Phänomen namens Bergman‘ geht der deutsche Autor und Journalist Thilo Wydra in dieser 750 Seiten starken Biografie auf den Grund und zeigt uns, wie einzigartig nicht nur ihre Persönlichkeit und ihr Ruhm, sondern auch ihr Lebensweg war.

Schon in jungen Jahren verlor Ingrid Bergman ihre deutsche Mutter und schwedischen Vater und wuchs bei Onkel und Tante auf, wo sie sich ausgegrenzt fühlte. Sie sehnte sich nach Liebe und Geborgenheit, aber auch nach Künsten und dem Schauspiel als Lebensersatz. Sicher wäre sie noch eine Weile bei der UFA in Berlin geblieben, hätte David O. Selznick sie nicht entdeckt. Der ehrgeizige amerikanische Filmproduzent holte sie nach Hollywood, um neben Vivien Leigh, Joan Fontaine und Jennifer Jones auch aus ihr einen großen Star zu machen. Er nahm sogar in Kauf, dass Ingrid sich nicht dem Schönheitsideal unterwarf, sondern ihr natürliches Aussehen behalten und auch einmal böse Rollen spielen wollte.

Was für ein Glück, dass Thilo Wydra Zugang zum Nachlass der Schauspielerin hatte, darunter ihre ‚Acting Diaries‘ und Notizhefte. So erleben wir hautnah wichtige Stationen ihres Lebens wie die Überfahrt nach Hollywood, die erste Begegnung mit Hemingway in San Francisco, ihre Liebschaft mit Gary Cooper oder die Entstehungsgeschichte von Casablanca. Der Biograf setzt ihre Zitate sowie Kommentare von Ingrids Tochter Pia oder Daniel Selznick, dem Sohn des Filmproduzenten, sprachlich und dramaturgisch elegant zusammen, so dass wir Ingrids Leben aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und verfolgen können. Besonders gut gefiel mir, dass der Autor seinen Fokus darauf richtet, die Beweggründe der Schauspielerin zu vermitteln und ihr Verhalten begreiflich zu machen, das in der Öffentlichkeit höchst umstritten war: zum Beispiel, dass sie ihre Familie in Schweden zurückließ, um in Hollywood „etwas Bedeutsames“ zu schaffen, oder dass sie Hollywood den Rücken kehrte, um mit ihrer großen Liebe Roberto Rossellini in Italien neu anzufangen. Der internationale Weltstar spielte nicht nur im Film gern unangepasste Rollen, sie setzte auch im wahren Leben ihren Kopf durch, egal was die Leute über sie redeten. Immer wieder stürzte sie sich in die Arbeit – sie war ihr Lebenselixier. Dass sie so offen war für neue ungewöhnliche Stilmittel wie die surrealen Arbeiten von Dalí in Hitchcocks „Ich kämpfe um dich“ – einem meiner Lieblingsfilme – macht sie für mich sehr sympathisch.

Die Kenntnisse des Autors über die Filmszene und Akteure vor und hinter der Kamera sind beeindruckend. Wydra gibt viele Filme inhaltlich wieder und stellt dabei die darstellerische Leistung Bergmans detailliert heraus. Der Kontrast zwischen dem perfekt durchstrukturierten Studiosystem Hollywoods und dem dokumentarischen und improvisierenden Stil Rossellinis muss für die Schauspielerin extrem gewesen sein. Doch Extreme waren ein Markenzeichen ihres Lebens – zwischen sakraler Erhöhung durch Medien und Publikum und moralischem Fall, zwischen Schüchternheit im Privatleben und Durchsetzungsvermögen im Beruf. Vom Umfang der Biografie war ich anfangs leicht abgeschreckt, doch ich habe jede Zeile dieses Buches genossen und bin dankbar, dass mir das ‚Phänomen namens Bergman‘ so spannend und emotional ergreifend nahegebracht wurde.

Voransicht