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Lazare und der tote Mann am Strand Kriminalroman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-442-75660-5

Erschienen: 13.06.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Ein Toter am Strand: tragisch, aber im malerischen Sète, dem Venedig Südfrankreichs, kein seltener Unglücksfall. Wahrscheinlich hat es doch nur wieder etwas mit den internen Streitereien der Gitans zu tun, die hier schon seit Jahren am Stadtrand siedeln. Seltsam also, dass extra ein Kommissar aus Montpellier angefordert wird für diesen Fall. Die Behörden vor Ort sind konsterniert und empfangen Kommissar Lazare entsprechend. Sie ahnen nicht, dass Lazare angetreten ist, ein riesiges – und wenn es sein muss, mörderisches – Komplott aus Mauschelei, Korruption und Betrug aufzudecken, das die ganze Region im Würgegriff hat. Was andererseits Lazare nicht ahnt: dass zudem eine offene Rechnung aus Frankreichs jüngerer Vergangenheit darauf wartet, beglichen zu werden.

»„… ein spannender Politthriller in einer wunderschönen Landschaft (…) wunderschön geschrieben.“«

Petra Hartlieb, Buchtipps ORF "heute leben"

Robert Hültner (Autor)

Robert Hültner wurde 1950 in Inzell geboren. Er arbeitete unter anderem als Regieassistent, Dramaturg, Regisseur von Kurzfilmen und Dokumentationen, reiste mit einem Wanderkino durch kinolose Dörfer und restaurierte historische Filme für das Filmmuseum. Für seine Inspektor-Kajetan-Romane wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem dreimal mit dem Deutschen Krimipreis und mit dem renommierten Glauser-Preis. Robert Hültner lebt in München und in einem Bergdorf in den südfranzösischen Cevennen. 

»„… ein spannender Politthriller in einer wunderschönen Landschaft (…) wunderschön geschrieben.“«

Petra Hartlieb, Buchtipps ORF "heute leben"

19.10.2017 | 20:00 Uhr | Unterschleißheim

"Mörderisches Bayern"
Udo Wachtveitl liest Robert Hültner

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Rathausplatz 1
85716 Unterschleißheim

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KulturBüro Maria Bruckbauer
84028 Landshut

29.10.2017 | 19:00 Uhr | Plattling

"Mörderisches Bayern"
Udo Wachtveitl liest Robert Hültner

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Dr.-Wandinger-Straße 7
94447 Plattling

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KulturBüro Maria Bruckbauer
84028 Landshut

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-442-75660-5

€ 20,00 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 13.06.2017

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Ein Niveau, das seinesgleichen sucht!

Von: Elke Heid-Paulus Datum: 31.08.2017

www.lovelybooks.de/mitglied/Havers/rezensionen/

Robert Hültner, Krimilesern bestens bekannt durch seine mehrfach ausgezeichneten Inspektor-Kajetan-Romane, hat mit seinem neuesten Roman „Lazare und der tote Mann am Strand“ zwar nicht das Genre, aber sowohl die Hauptfigur als auch Region gewechselt. Südfrankreich an Stelle von Bayern - aber keine Angst, den Leser erwartet keiner dieser üblichen Urlaubskrimis, die sich mehr um Land, Leute und Kulinarik als um einen ausfeilten Plot kümmern. Doch dafür ist Hültner viel zu politisch, als dass er in diese Falle tappen würde.

Narciso Lazare, der Commissaire aus Montpellier, ermittelt in Sète, der Hafenstadt im französischen Midi und der umliegenden Region. Vordergründig zur Verstärkung entsandt, um die Kollegen vor Ort zu unterstützen. Diese sind etwas konsterniert, denn ein ertrunkener Roma erfordert ihrer Meinung nach nicht den Einsatz der Kavallerie. Kommt in dieser Gegend öfter vor, ist halt Routine. In Wirklichkeit ist Lazare aber einer viel größeren Sache auf der Spur, und dort eingesetzt, weil er die Gegend wie seine Westentasche kennt. Glücklicherweise ist er für Ermittlungen vor Ort, denn der tote Gitan wird nicht die einzige Leiche bleiben.

Wie so oft geht es um Geld, um Besitz, aber auch um rechtspopulistische Umtriebe, um Fremdenfeindlichkeit, Prostitution, um politisch höchst Brisantes aus der jüngsten deutsch-französischen Vergangenheit und Gegenwart. Jedenfalls sind die örtlichen Saubermänner eifrig bemüht, ihre schmutzigen Geheimnisse für sich zu behalten, denn sie wollen mit aller Macht verhindern, dass ihre betrügerischen Mauscheleien publik werden.

Verpackt in eine spannende Story und mit Blick fürs Detail zeigt uns Robert Hültner anhand dieser südfranzösischen Region, welchen Einfluss scheinbar kleine Veränderungen auf eine Gesellschaft nehmen. Dazu gehören neben den politischen natürlich auch die ökonomischen Faktoren, die sich auf den direkten Umgang der Menschen mit- und gegeneinander auswirken. Und das nicht nur in Frankreich, sondern ebenso bei uns. Der Autor beobachtet genau, was sich nicht nur in seinen Milieuschilderungen sondern auch in seinen Personencharakterisierungen zeigt. Sachlich exakt, oft ironisch und sprachlich immer sehr elegant – Hültner schreibt auf einem Niveau, das seinesgleichen sucht. Ein stimmiger, fein komponierter Kriminalroman, dem ich viele Leser wünsche!

Mit Ecken und Kanten in Form und Inhalt

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 04.07.2017

www.rezensions-seite.de

Wie die dahingeworfene „Gitan“ Wohnsiedlung hinter dem Fundort der Leiche, wie in den dunklen Gassen und mancherorts ebenso dunklen Diskotheken und Clubs, so lässt Hültner im neuen Fall seines Kommissars Lazare auch bei den handelnden Personen keineswegs die „dunklen Ecken“, die Unfreundlichkeiten, die Rivalitäten aus.

Ein eleganter Sympathieträger, dem alles leicht von der Hand zu gehen scheint, das ist Lazare wahrlich nicht. Dem manchmal, wie in der Berghütte mit dem starrsinnigen Alten, nicht die richtigen Worte findet, der selber Ecken und Kanten hat, der aber auch keine Zurückhaltung kennt, sich die Finger selbst schmutzig zu machen, wenn es den Ermittlungen dient.

Da passt sogar das gewählte Fahrzeug zu diesem Kommissar wie die Faust aufs Auge.

Schon zu Anfang derselben, als er alleine mitten im Gitan-Gebiet steht, wohlwissend, dass ein kleiner Wink des alten Anführers dort dafür sorgen würde, dass seine Leiche nie entdeckt werden würde, führt den Leser bestens ein in die dunkle, gefährliche Atmosphäre der „Rückseite“ jener Touristengegend um Sete und Montpellier.

Nicht umsonst gilt eigentlich die strikte Anordnung, dass kein Polizist alleine dieses Gebiet betreten soll. Denn die Bewohner hatten und haben keinen Respekt vor Uniformen, eher im Gegenteil.

„Zerbrechen sie sich nicht den darüber den Kopf, was uns interessieren sollte, Monsieur le commisaire. Gehen sie jetzt, sonst kann ich nicht für ihren Schutz garantieren“.

Ein Lazare aber lässt sich nicht abschütteln, auch wenn der Fall ein immer größeres Ausmaß annimmt und wie ein Sumpf von allen Seiten droht, ihn hinunter zu zerren.

„Sie gehören einfach nicht hierher. Sie stinken, sie schleimen rum, graben unsere Mädchen an, sie klauen, sie…:“
Was alles durchaus zutrifft. Was aber nicht davon ablenken sollte, dass in diesem düsteren Szenario noch ganz andere Kräfte mitmischen und nicht jede als Saubermann erscheinende Person nicht auch Dreck am Stecken haben könnte.

Das Lazare überhaupt zu den Ermittlungen abgeordnet wurde, auch das wird zu Beginn des Romans deutlich, hat Gründe. Die im Dunklen liegen, die aber im Lauf der Ereignisse für Tempo und Gefahr sorgen werden. Auch wenn er dabei internationale Polizeibehörden hinhalten wird und mehr und mehr alleine seine Ermittlungen vorantreibt.

Und ganz abseits dieser offiziellen Ermittlungen wird im Hinterland ebenfalls eine grauenhaft zugerichtete Leiche gefunden. Und schnell zeigt sich, dass der Weisezaun nicht mit dem üblichen Niederstrom „geladen“ war, sondern „unter vollem Saft“ stand.

Was zunächst überhaupt nicht in den eigentlichen Fall zu passen scheint und doch verbunden sein wird. Wobei allein schon die direkte und klare Schilderung Hültners, der bei der Beschreibung von Leichen und Todesursachen kein Blatt vor den Mund nimmt, den Leser unmittelbar mitten hinein in all diese Ereignisse nimmt.

Überraschende Wendungen, zunächst viele Fragezeichen, eine klare, direkte Sprache und eine in Teilen gut getroffene, schmierig zu nennende Atmosphäre bilden insgesamt eine spannende Lektüre mit einem etwas anderen Ermittler.

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