Scharnow

Roman

Hardcover
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In Scharnow, einem Dorf nördlich von Berlin, ist der Hund begraben. Scheinbar. Tatsächlich wird hier gerade die Welt gewendet: Schützen liegen auf der Lauer, um die Agenten einer Universalmacht zu vernichten, mordlustige Bücher richten blutige Verheerung an, und mittendrin hat ein Pakt der Glücklichen plötzlich kein Bier mehr. Wenn sich dann ein syrischer Praktikant für ein Mangamädchen stark macht, ist auch die Liebe nicht weit.

»Eine «ganz eigene Art von Literatur!«

ZDF aspekte (22. Februar 2019)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-27136-4
Erschienen am  25. Februar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
Bela B - Scharnow - jetzt reinlesen und reinhören.

Leserstimmen

Wie ein langer "Die Ärzte" Text

Von: Sarah

27.06.2019

Bevor ich irgendetwas zum Inhalt schreibe, rein optisch finde ich dieses Buch Top! Die schwarz eingefärbten Seiten und die mit Hand gemalte Karte am Anfang sind wirklich ein Blickfang! Eingeführt wird in das Buch durch ein Personenregister und dabei dachte ich mir schon: "So viele Verrückte kann man doch gar nicht an einem Ort versammeln". Falsch gedacht! Bela B. kann das! Und Bücher die eine Karte und ein Personenregister benötigen, deuten ja schon an, dass es verwirrend werden könnte, das trifft auch auf "Scharnow" zu. Eine Pornodarstellerin, Möchtegern-Nazis, Verschwörungstheoretiker, ein Buch-Blogger, eine Manga-Liebhaberin, die nette Omi von nebenan und ein Leukämiekranker Superheld sind nur ein Bruchteil der Personen, um die es in dem Buch geht. Und wodurch sind diese unterschiedlichen Menschen miteinander verbunden? Durch ein Buch natürlich! Wer Bela B. Kennt wird sich jetzt auch nicht über den Titel des fiktiven Buchs wundern: "Horror Vacui". So kann der Horror Enthusiast Bela in seinem Erstlingswerk diese Seite seines Charakters ausleben. Auch eine derbe Wortwahl und genauso derbe Sprüche gehören zum guten Ton Bela B's. der alles ziemlich direkt ausspricht. So sollten zartbesaitete Menschen "Scharnow" mit genügend Skepsis betrachten, denn Wörter wie "Wichsen" und "vögeln", oder Sprüche wie "Diese Wiese war beliebter, als ein Kindergarten im Vatikan" bestimmen dieses Buch. Die Wortwahl passt jedoch zu den Protagonisten des Buches und wirkt nicht, als ob sie gezwungen schockieren soll, sind ein Großteil der Protagonisten doch eingefleischte Asoziale mit Herzblut. Inhaltlich kann man die ganze Geschichte sehr gut mit einem Wort zusammenfassen: Grotesk! Bela B. Felsenheimer hat ein groteskes Erstlingswerk erschaffen und ich denke, dass seine Bekanntheit als Drummer der Band "Die Ärzte" dem Erfolg des Buches verhalf, denn ohne diesen Bekanntheitsgrad wäre ich defintiv nicht darauf aufmerksam geworden. Das Buch ist in 6 Teile aufgeteilt zuzüglich Prolog und Epilog. Innerhalb der Teile gibt es kurze Kapitel, so dass man jederzeit beim Lesen pausieren kann. Das erste Kapitel umfasst die Hälfte des Buches, demnach passiert dort auch die meiste Handlung. So grotesk das Buch auch ist so seicht ist es auch, zusammen mit einen kleinen gesellschaftskritischen Unterton. Es ist wie ein Ärzte Song, nur als Buch. Fazit: "Scharnow" von Bela B. Felsenheimer ist eine leichte Sommerlektüre. Warum Sommerlektüre? Es ist nichts tiefgründiges, man kann es gut zur Unterhaltung runterlesen, ohne viel nachdenken zu müssen. Es ist zwar nicht wirklich schlüssig, aber im Urlaub, oder bei 30 Grad im Schatten, wenn man nicht viel Denken möchte, ist "Scharnow" das richtige Buch. Bela B. wird zwar nicht der nächste Goethe, aber das war wahrscheinlich auch nicht sein Anspruch. Es ist unterhaltsam, ein wenig sinnfrei und amüsant, das sollte für ein Erstlingswerk reichen!

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Kaleidoskop aus verrückten Ideen und Absurditäten

Von: Tintenwelten

17.05.2019

Scharnow ist eine Kleinstadt in der Nähe von Berlin. Nichts ist wie es scheint, nichts passiert so wie gedacht. Ein Manga-Mädchen trifft auf einen jungen Flüchtling, mysteriöse Tode geschehen, es gilt eine Übermacht zu vernichten und dann geht dem Pakt der Glücklichen auch noch das Bier aus. Als großer Die Ärzte Fan war mir natürlich sofort klar: Den Debütroman von Bela B. Felsenheimer muss ich lesen! Dabei bin ich eigentlich ohne jede Erwartungshaltung an die Lektüre heran gegangen und wurde definitiv überrascht. Es mischen sich aktuelle Themen, ein Hauch Gesellschaftskritik, Fantasy, Übernatürliches, SciFi und Komik. Heraus kommt ein herrlich skurriles, verrücktes und teilweise sowas von absurdes Buch. Es ist schwer dies inhaltlich zusammenzufassen, weil es so viele Handlungsstränge und so viele verschiedene Charaktere gibt, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, dann aber in irgendeiner Form doch irgendwann aufeinander treffen. Zugegeben: An der ein oder anderen Stelle fragt man sich, was das Ganze eigentlich soll, wo es hin führen soll. Grade die übernatürlichen Elemente des Romans lassen doch einige Fragen offen. Man kann aber nicht bestreiten, dass Bela B. unterhält, zum Schmunzeln bringt, einen den Kopf schütteln lässt und mit jeder Menge unerwarteter Wendungen aufwartet. Grade bei den Charakteren merkt man auch, wie liebevoll ausgearbeitet und durchdacht sie sind. Jeder von ihnen ist etwas besonderes und es macht Spaß kleine Episoden deren Leben zu begleiten. "Scharnow" ist ein Kaleidoskop aus verrückten Ideen, Personen und Absurditäten, das mitreißt und amüsiert.

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Vita

Bela B Felsenheimer, geboren 1962 in West-Berlin, ist Schlagzeuger, Gitarrist, Komponist, Sänger, Schauspieler, Synchron- und Hörbuchsprecher, war Comicbuch-Verleger und hatte eine eigene Radiosendung. Bekannt ist er vor allem als Mitglied der Punkrock-Band die Ärzte. Als Autor hat er bisher einige Kurzgeschichten veröffentlicht und ein Filmdrehbuch verfasst. Scharnow ist sein erster Roman.

Zur AUTORENSEITE

Events

22. Sep. 2019

Bela B Felsenheimer - „Scharnow ist über(all)" – Lesereise 2019

19:30 Uhr | Zürich | Lesungen
Bela B Felsenheimer
Scharnow

23. Sep. 2019

Bela B Felsenheimer - „Scharnow ist über(all)" – Lesereise 2019

21:00 Uhr | Wien | Lesungen
Bela B Felsenheimer
Scharnow

24. Sep. 2019

Bela B Felsenheimer - „Scharnow ist über(all)" – Lesereise 2019

21:30 Uhr | Luxembourg | Lesungen
Bela B Felsenheimer
Scharnow

Videos

Pressestimmen

»Irgendwo zwischen gutgelaunter Twin Peaks-Episode, einem ausgenüchterten William S. Burroughs und Douglas Adams im Blutrausch.«

Jan-Paul Koopmann, Spiegel online (25. Februar 2019)

»Es macht wahnsinnigen Spaß, dem Die-Ärzte-Schlagzeuger in seine verrückte Vorortsiedlung zu folgen.«

Stern (21. März 2019)

»Ein bisschen wie ein trunkener Abend in einer Studenten-WG-Küche, bei dem man sich unentwegt ins Wort fällt, bei dem eine Idee gar nicht grotesk genug sein kann.«

»Abgedrehter als alles, was ich in den letzten Jahren gelesen habe.«

WDR 1 Live, Gesa Wegeng (27. Februar 2019)

»„Scharnow“ profitiert [...] von einer personalen Erzählweise, die den Leser ganz unmittelbar an die Figuren heranführt.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Kai Spanke (02. Mai 2019)

»Dieses Figurenarsenal könnte den geistigen Schatzkammern der Gebrüder Coen und Quentin Tarantinos entnommen sein. Alle sind schrullig, die meisten liebenswert und manchmal wirds tarantinesk brutal.«

Mathias Halbig, Redaktionsnetzwerk Deutschland (23. Februar 2019)

»Ein Buch, das in einem Jahr, in dem die AfD in einigen Bundesländern die Wahlumfragen anführt, mehr Wahrheit transportiert, als uns lieb sein sollte.«

Jochen Overbeck, Musikexpress (01. April 2019)

»Hier spricht ein selbstbewusster und scharfsinniger Erzähler in bester Laune - mit unbestreitbarer Kompetenz fürs Genre.«

Jan-Paul Koopmann, Spiegel online (25. Februar 2019)

»Ein Mordsspaß«

Dr. Daniel Arnet, Sonntagsblick, CH (24. Februar 2019)

»Großes Vergnügen bei dieser Wundertüte macht das Auspacken der Überraschungen.«

»Erzählen jedenfalls, das kann Bela B.«

Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel (22. Februar 2019)

»Mit "Scharnow" versucht er [Bela B] es nun erstmals auf Romanlänge. Experiment: erfolgreich. Kopf des Lesers: explodiert.«

»Ein Alltagspanorama von hoher literarischer Dichte, das in den Magischen Realismus taucht.«

»Ein ziemlich brachialer, skurriler Roman mit B-Movie-Anleihen und Schlingensief-Touch.«

Rolling Stone (05. März 2019)

»Dieses Buch ist in vielerlei Hinsicht lukrativ!«

Ron-Thorsten Wassmann, wassmanns-wisdom.de

»Wassmann würde ein solches Buch ›im Netz gegen schlüpfrige VHS-Kassetten eintauschen‹.«

Hamburger Abendblatt, Tino Lange (02. März 2019)