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So also endet die Welt Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-89667-606-1

NEU
Erschienen:  21.05.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

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Julia und Erik, Mitte dreißig, verbringen die Ferien mit ihren Kindern im Sommerhaus an der Westküste Finnlands. Die Atmosphäre zwischen den Eheleuten ist angespannt: Julia, Autorin eines erfolgreichen Romandebüts, quält sich mit einer Schreibblockade und hadert damit, sich zu früh gebunden zu haben. Erik bangt um seinen Job als Informatiker, mit dem er die Familie ernährt, und wird unter dem Druck zum Lügner. Während Tochter Alice ihre erste Liebe erlebt, spitzen sich die Konflikte zwischen den Eheleuten in den zehn Wochen Urlaub dramatisch zu.

Mit großer Kunstfertigkeit und einer sanften Intensität, die den Leser nicht mehr loslässt, erzählt Philip Teir von einer scheinbar ganz normalen Familie und vermag die Risse in ihrem Zusammenleben mit atemberaubender und verstörender Präzision zu schildern.

»Philip Teirs Roman ist ein Meisterstück über die schwer kalkulierbare Dynamik menschlicher Gefühle.“«

SPIEGEL online (23.05.2018)

Philip Teir (Autor)

Philip Teir, geboren 1980, gilt als einer der wichtigsten Nachwuchsautoren Finnlands. Er hat bereits Gedichte und einen Band mit Kurzgeschichten veröffentlicht und ist Herausgeber von Anthologien. Philip Teir lebt als freier Journalist und Schriftsteller mit seiner Familie in Helsinki. Sein Debüt Winterkrieg erschien 2014 bei Blessing.


Thorsten Alms (Übersetzer)

Thorsten Alms, geboren 1966 in Celle, studierte Skandinavistik, Geschichte und

Sprachwissenschaft an den Universitäten Bonn und Lund (Schweden). Seit 2003

arbeitet er als freier Literaturübersetzer aus den Sprachen Schwedisch,

Dänisch, Norwegisch und Englisch. Er lebt mit seiner Familie in Stolberg bei

Aachen.

»Philip Teirs Roman ist ein Meisterstück über die schwer kalkulierbare Dynamik menschlicher Gefühle.“«

SPIEGEL online (23.05.2018)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Schwedischen von Thorsten Alms
Originaltitel: Så här upphör världen
Originalverlag: Natur och Kultur

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 12,5 x 20,0 cm

ISBN: 978-3-89667-606-1

€ 20,00 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blessing

NEU
Erschienen:  21.05.2018

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Über die Brüchigkeit der Existenz

Von: Elke Heid-Paulus Datum: 09.08.2018

www.lovelybooks.de/mitglied/Havers/rezensionen/

Sommer in Finnland. Urlaubszeit, für viele Familien die schönste Zeit des Jahres. Für andere eine Zeit, in der sie sich durch die Loslösung vom Alltag und die erzwungene Nähe intensiver miteinander beschäftigen können/müssen. Oft aber auch für den einzelnen eine Zeit der Reflexion, wie sie der finnische Autor Philip Teir in seinem neuen Roman „So also endet die Welt“ beschreibt.

Die Mittdreißiger Julia und Erik machen mit ihren Kindern Alice und Anton Urlaub in dem Ferienhaus, das sie schon seit ihrer Kindheit kennt (später reisen noch Julias Eltern sowie Eriks Bruder an). Auf den ersten Blick eine ganz normale Familie, der zweite Blick offenbart die brüchigen Strukturen innerhalb dieser kleinen Gruppe. Erik, der Informatiker, hat Angst davor, seine Arbeitsstelle zu verlieren. Wer soll denn dann dafür sorgen, dass Geld hereinkommt? Er wird den Job verlieren, es aber aus Scham gegenüber seiner Familie verschweigen und Trost im Alkohol suchen. Julia konnte zwar einen erfolgreichen Roman verkaufen, hat seither aber wegen einer Schreibblockade kein Wort mehr zu Papier gebracht. Sie fühlt sich allein. Als sie den unbeschwert lockeren Alltag der Kommune/WG im Nachbarhaus beobachtet, in der ihre Jugendfreundin mit Mann, Kind und diversen Aussteigern lebt, sehnt sie sich nach den Zeiten zurück, in denen sie ihr Leben ungebunden und ohne Verpflichtungen leben konnte. Alice erlebt ihre erste Liebe mit dem Nachbarsjungen. Alex merkt tief drinnen, dass die unbeschwerten Tage der Kindheit sich dem Ende zuneigen und sucht seinen Platz. Aber auch im Nachbarhaus ist nicht alles so harmonisch, wie es auf den ersten Blick scheint.

Teir schaut genau hin, legt die Brüchigkeiten der Existenzen frei. Zeigt uns die Sprachlosigkeit, die Mauern zwischen den Menschen. Gefangene ihrer Lebensentwürfe. Nicht nur ihre Unfähigkeit, sondern auch ihren Unwillen, etwas am Status Quo zu ändern. Symbol dafür ist der nasse Untergrund des Ferienhauses, in dessen Keller der Wasserpegel allmählich ansteigt und sich schließlich den Weg nach draußen bahnt. Für die Bewohner auf Zeit bleibt so nur das Verlassen der sicheren Unterkunft.

Eine vermeintlich ganz normale Familie

Von: Anatolia Datum: 22.07.2018

Das Buch dreht sich in erster Linie um das finnische Ehepaar Erik und Julia und ihre Kinder Anton und Alice, die den Sommer in einem Ferienhaus mitten in der Natur in Finnland verbringen. Kurz vor dem Urlaub verliert Erik seinen Job, was er jedoch vorerst vor seiner Familie verheimlicht und dadurch anfängt, mich sich selbst zu hadern und immer mehr zu trinken. Julia hingegen plagt sich mit einer Schreibblockade, nachdem sie sich nach ihrem Debütroman endlich an ihr zweites Buch heranwagen möchte. Sohn Anton wirkt noch sehr kindlich und hängt sehr an seiner Mutter. Tochter Alice wird langsam zum Teenager und erlebt während des Urlaubs ihre erste große Liebe mit dem Nachbarsjungen Leo. Dieser Leo ist übrigens der Sohn von Julias Urlaubsfreundin Marika aus Kindertagen. Beide Frauen verbrachten in der Kindheit jahrelang am selben Ort ihren Sommerurlaub und die beiden Frauen treffen sich nun zufälligerweise dort auch wieder. Marikas schottischer Mann Chris ist Anführer einer Hippie-Bewegung, die sich vor allem mit dem Klimawandel beschäftigt und die nun mit weiteren Leuten aus dieser Bewegung den Sommer verbringen. Des Weiteren kommen auch die Eltern von Julia zu Besuch, sowie der Bruder von Erik namens Anders, der sich mit einer weiteren Nachbarin anfreundet.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist sehr interessant und flüssig geschrieben und beschäftigt sich sowohl mit aktuellen politischen Themen als auch mit tiefgründigen Themen über das Leben an sich. Was ich so besonders an dem Buch fand, ist, dass von Kapitel zu Kapitel die Perspektive von Person zu Person wechselt und hierbei beide Familien beinhaltet. Man erfährt dadurch viel über die Gedankenwelt, Denkweisen und Erfahrungen aller Beteiligten, was ich so bisher noch in keinem anderen Buch gelesen habe. Interessant fand ich auch, dass man die verschiedenen Lebensabschnitte und die dazugehörigen Hochs und Tiefs der Beteiligten miterleben kann, sowohl in der "Echtzeit" als auch anhand von Rückblenden in die Vergangenheit.

Mir hat das Buch rundum sehr gut gefallen und ich kann es daher nur weiterempfehlen und bin dadurch auch auf den Debütroman des Autors Philip Teir neugierig geworden.

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