Wie man einen Toaster überlistet

Novelle

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Nach vielen Jahren in Flüchtlingsheimen und Notunterkünften kann Salima endlich in ein Hochhausapartment umziehen. Das Gebäude ist zwar neu, aber damit fangen die Probleme erst an: Der intelligente Toaster gibt auf einmal den Geist auf und nimmt nur noch das Brot der Toastermarke an. Dann fällt der Kühlschrank aus. Als Salima feststellt, dass selbst der Fahrstuhl die ärmeren Mieter benachteiligt, fasst sie einen Entschluss. Es muss doch einen Weg geben, sich in die Haushaltsgeräte zu hacken und sie wieder frei verfügbar zu machen! Gesagt, getan ...

»Leicht und locker. Für den kleinen Hunger zwischendurch.«

Helmut Petzold, Bayern 2 Diwan (02. Juni 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski
Originaltitel: Unauthorized Bread
Hardcover, Pappband, 176 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-453-32015-4
Erschienen am  08. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Unautorisiertes Brot? Salimas Abenteuer als Hackerin

Von: Meliha Kocak

20.05.2019

Für meinen Geschmack war das Buch viel zu kurz. Aus dem Thema hätte man locker mehr machen können, aber hier war es immerhin überhaupt nicht in die Länge gezogen. Salima ist meistens schnell von Begriff, gründlich und hat gute Absichten. Sie möchte mit ihren Jailbreak-Aktionen (= Änderung des Betriebssystems, um andere Funktionen einzubauen) nur denjenigen helfen, die durch die steifen und unfairen Regeln so sehr benachteiligt werden. Natürlich gibt es da auch schnell viele Interessenten, weil die Dringlichkeit der aktuelle Lage wichtiger scheint als die drohenden Konsequenzen. Das Buch thematisiert also schon einige interessante Probleme, die aktuell schon vorhanden sind, wenn auch nicht in diesem Ausmaß. Die Umsetzung davon fand ich schon gelungen und auch gut verständlich. Dabei geht es um Toaster, Waschmaschinen und andere Geräte und alles ist sehr digital und "smart" - was heutzutage ja total angesagt ist - und daher sowohl angenehmer für den Verbraucher als auch komplizierter, wenn es um Nutzungsrechte geht. Salima gehört dabei zu einer Gruppe, die keine echte Wahl hat, was sie benutzen kann, weil sie keine finanziellen Mittel hat, und dadurch dazu gezwungen wird, in anderer Hinsicht Geld auszugeben. Auch Diskriminierung spielt in dem Buch eine Rolle! Enttäuschend fand ich aber, dass manches hier viel zu gut lief und vor allem zum Schluss alles zu schnell und einfach ging. Es ist zwar eine Novelle und daher kann man keine umfangreiche Geschichte erwarten, aber nach dieser zusammenhängenden und angemessen ausführlichen Story hätte ich mir auch ein entsprechendes Ende gewünscht. Fazit Mir hat "Wie man einen Toaster überlistet" ziemlich gut gefallen und ich mochte die Darstellung der Regeln um Patente, Nutzungsbedingungen und co. und auch Salimas Abenteuer als Hackerin fand ich spannend und unterhaltsam!

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Skurril aber auch nachdenklich machende Novelle, die in einer nicht unwahrscheinlichen Zukunft spielt.

Von: Wolfgang Brunner für Buchwelten

14.05.2019

Salima hat, wie viele andere Menschen, plötzlich ein Problem: Nachdem der Firma Boulangism der Kopnkurs droht, beginnen die von ihr hergestellten Elektronikprodukte zu streiken. Unter anderem auch der Toaster, der plötzlich kein anderes Brot, als das teuer Originalbrot des Unternehmens, akzeptiert. Kurzerhand entschließt sich Salima, das Gerät zu hacken, was aber folgenschwere Konsequenzen nach sich bringt. . Wenn man den Klappentext liest und dann die ersten Seiten dieser Novelle hinter sich gebracht hat, stellt man fest, dass man genau das geboten bekommt, was man eigentlich erwartet hat. Mit unglaublichem Witz stellt Doctorow eine Welt dar, in der wir praktisch schon leben. Sicherlich ist alles ein wenig überzogen beschrieben, aber dennoch fühlt man sich beim Lesen näher an der Realität als in einer erfundenen Zukunft. Vieles ist vielleicht noch wirklich Zukunftsmusik, aber trotz einer gewissen Lächerlichkeit wirken manche Szenen dennoch, als könnten sie schon bald Wirklichkeit werden. Man kann nicht umhin – gerade am Anfang des Buches – zu schmunzeln ob der skurrilen Vorgänge, die da geschildert werden, und verspürt dennoch auch einen Kloß im Hals, weil einem auch irgendwie bewusst wird, dass das alles eines Tages durchaus möglich werden könnte. Cory Doctorow reizt das Thema der Künstlichen Intelligenzen aus und hält uns einen Spiegel vor die Augen, in dem wir unser derzeitiges sowohl gesellschaftliches Verhalten wie auch gegenüber elektronischen Geräten und Spielereien erkennen. Profitgier der großen Unternehmen und die Hilflosigkeit der Endkunden spielen ebenso eine Rolle wie die daraus resultierenden „Straftaten“, die letztendlich nur eine Art Gegenwehr der ausgenutzten Menschen darstellen. „Wie man einen Toaster überlistet“ ist sicherlich satirisch gemeint, verschafft einem aber dennoch auch ein ungutes Gefühl in der Magengegend, weil man sich vor solch einer Zukunft fürchtet, zumal man weiß, dass sie mit ziemlicher Sicherheit genau so eintreffen wird. Noch lachen wir über solch ein Szenario … Die Handlung nimmt zwar im Verlaufe des Buches an Originalität etwas ab, was aber definitiv an der Entwicklung des Plots liegt und zur Charakterentwicklung der Protagonisten beiträgt. Ich habe auf jeden Fall die zweite Hälfte dieses kurzen Romans ebenfalls sehr genossen. „Wie man einen Toaster überlistet“ hätte aber auch nicht länger dauern dürfen. Da hat der Autor eine ganz gute Länge für seine Parabel gefunden, die keinesfalls langweilt, was wahrscheinlich passiert wäre, hatte das Buch die doppelte Seitenanzahl bekommen. So bleibt die Novelle aber mit äußerst angenehmen Leseerinnerungen im Kopf des Lesers haften. Erwähnenswert ist auch, dass andere „Mißstände“ unserer Zeit wie zum Beispiel die „Bewertung eines Menschen“ anhand seiner rassischen Abstammung oder Religionszugehörigkeit angesprochen werden. In dieser Novelle steckt vieles zwischen den Zeilen. Auch die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut und da es ein gebundenes Buch ist, finde ich den Preis angemessen, was bei anderen wohl Unzufriedenheit ausgelöst hat. Alles in allem hat mir der Ausflug in eine nicht ganz so unwahrscheinliche Zukunft sehr gut gefallen, so dass ich mir durchaus vorstellen könnte, diese Novelle noch ein zweites Mal zu lesen. . Fazit: Skurril aber auch nachdenklich machende Novelle, die in einer nicht unwahrscheinlichen Zukunft spielt. © 2019 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Vita

Cory Doctorow, 1971 in Toronto geboren, ist Schriftsteller, Journalist und Internet-Ikone. Mit dem Blog boingboing.net und seinem Kampf für ein faires Copyright hat er weltweite Bekanntheit erlangt. Sein erster Jugendroman Little Brother wurde ein internationaler Bestseller. Cory Doctorow ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt in Los Angeles.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Cory Doctorows Walkaway erinnert uns daran, dass die Zukunft, für die wir uns entscheiden, auch die ist, in der wir leben werden.«

Edward Snowden

»Cory Doctorow ist William Gibson auf Speed! Er schreibt Science Fiction, die ins Herz unserer Gegenwart zielt.«

Austin Chronicle

»Cory Doctorow schreibt die passende Science-Fiction für eine Welt, die sich selbst mehr und mehr in eine Science-Fiction-Welt verwandelt.«

Washington Post

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