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Bestechung

Gekürzte Lesung mit Charles Brauer

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€ 15,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download (gek.) ISBN: 978-3-8371-3791-0

Erschienen: 10.04.2017
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"Der beste Thrillerautor unserer Zeit." (Ken Follett)

Von Richtern erwarten wir ehrliches und weises Handeln. Ihre Integrität und Neutralität sind das Fundament, auf dem unser Rechtssystem ruht. Wir vertrauen darauf, dass sie für faire Prozesse sorgen, Verbrecher bestrafen, eine geordnete Gerichtsbarkeit garantieren. Doch was, wenn ein Richter bestechlich ist? Lacy Stoltz, Anwältin bei der Rechtsaufsichtsbehörde in Florida, wird mit einem Fall konfrontiert, der jede Vorstellungskraft übersteigt. Ein Richter soll über Jahre Bestechungsgelder in unglaublicher Höhe angenommen haben. Lacy Stoltz nimmt die Ermittlungen auf. Schnell wird ihr klar: Dieser Fall ist hochgefährlich. Doch sie ahnt nicht, dass er auch tödlich enden könnte.

"Gäbe es einen Lexikoneintrag zu Hörbuchqualität, würden dort Fotos von Grisham und Brauer zu finden sein." Bücher Magazin

John Grisham (Autor)

John Grisham hat 30 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und sechs Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.

Besuchen Sie den Autor im Internet: www.jgrisham.com


Charles Brauer (Sprecher)

Charles Brauer, bekannt aus Film, Fernsehen und von der Bühne, wurde u. a. in seiner Rolle als Tatort-Kommissar Brockmöller populär. Er ist die Stimme der John-Grisham-Romane und hat alle Thriller des Autors für Random House Audio eingelesen.

Aus dem Amerikanischen von Kristiana Dorn-Ruhl, Bea Reiter
Originaltitel: Doubleday (The Whistler)
Originalverlag: Heyne HC

Hörbuch Download (gekürzt), Laufzeit: ca. 734 Minuten

ISBN: 978-3-8371-3791-0

€ 15,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Random House Audio

Erschienen: 10.04.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Interessante Themati!

Von: Elke Heid-Paulus Datum: 05.07.2017

www.lovelybooks.de/mitglied/Havers/rezensionen/

Vor einigen Tagen habe ich den neuen Thriller von Don Winslow beendet, dessen Thema die Korruption bei Polizisten, Anwälten und Richtern in New York war. Nun also „Bestechung“, der neue Roman von John Grisham, dessen Thematik in eine ähnliche Kerbe schlägt. Kein Kampf David gegen Goliath, wie wir es aus vielen Büchern des amerikanischen Autors kennen, der mit dem Rechtssystem bestens vertraut ist, da er viele Jahre als Anwalt in Mississippi praktiziert hat, bevor er sich dem Schreiben von Justizthrillern zuwandte.

Die Juristin Lacy Stoltz arbeitet in Florida bei der Rechtsaufsichtsbehörde, dem Board of Judical Conduct, einer Institution, die sich mit richterlichem Fehlverhalten beschäftigt. Üblicherweise sind das kleine Vergehen, wie Alkoholismus, Beleidigungen etc. Aber dann hat sie einen richtig dicken Fisch an der Angel. Über verschiedene Kanäle erhält sie die Information, dass sich in ihrem Einflussbereich eine Richterin seit Jahren die Taschen mit Bestechungsgeldern füllt, die sie von Casinobetreibern im Gegenzug für Gefälligkeitsurteile erhält. Brisant und gleichzeitig schwierig gestaltet sich der Fall dadurch, dass sich das Casino auf Indianerland befindet und somit dem Einflussbereich der US-Behörden entzogen ist. Lacy und ihr Kollegen müssen sich etwas einfallen lassen, denn mit der üblichen Herangehensweise werden sie nie und nimmer die benötigten Informationen erhalten, um der Richterin das Handwerk zu legen. Und schon gar nicht können sie damit die Hintermänner, die sogenannte Küstenmafia, dingfest machen.

Es ist ein interessanter Aspekt des amerikanischen Rechtssystems, den sich Grisham für seinen neuesten Roman herausgesucht hat: das Reservat als quasi abgeschlossener Raum, in dem die Repräsentanten der US-Justiz auf den guten Willen und die Erlaubnis der Stammesleitung angewiesen sind, wenn sie gegen korrupte Richter und mafiöse Organisationen vorgehen wollen. Prekär wird es nur dann, wenn diese drei gemeinsame Sache machen.

„Bestechung“ ist beileibe kein Action-Highlight, aber dennoch ist dieser Roman, gerade wegen der besonderen Thematik, sehr spannend. Und gerade dann, wenn man Winslows „Corruption“ noch im Hinterkopf hat, macht man sich als Leser so seine Gedanken zum amerikanischen Rechtssystem (was außer Frage steht, ist wohl die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten ein Problem mit Korruption quer durch alle Bereiche haben). Grisham liefert Anstöße, auch wenn ihm dies in der ersten Hälfte des Romans zu ausufernd und trocken gerät, bevor in der zweiten Hälfte das Tempo spürbar anzieht. Nichtsdestotrotz ist „Bestechung“ einer der besseren Roman des Autors und zweifelsfrei für einige spannende Lesestunden geeignet.

Spannend und authentisch geschildert. Ein gewohnt guter Grisham eben.

Von: Wolfgang Brunner - Buchwelten Datum: 08.06.2017

https://buchwelten.wordpress.com/

Lacy Stoltz ist Mitarbeiterin bei der Rechtsschutzbehörde und übernimmt den Fall der Richterin Claudia McDover, die sich angeblich bestechen lässt. Ein Informant gibt immer mehr Details preis und will offensichtlich die Richterin zu Fall bringen. Schon bald stellt sich auch heraus, dass an der Sache etwas Wahres ist und eine Menge Geld auf ungesetzliche Art und Weise den Besitzer wechselt. Welche Rolle spielt das Kasino in einem Indianerreservat? Und während Stoltz zusammen mit ihrem Partner immer mehr von der Wahrheit über die Richterin erfährt, enwickeln sich die Untersuchungen zu einem gefährlichen Spiel mit einem unberechenbaren Gegner …

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John Grisham ist einfach ein unglaublicher Erzähler. Auch in seinem neuen Justiz-Thriller „Bestechung“ schildert er packend eine komplexe Handlung, in die man sehr schnell eintaucht und von der man auch gefangen wird. Einigen Lesern wird der Anfang zu schleppend und unspektakulär erscheinen, wobei es gerade dieses Stilmittel ist, das eine gewisse Art von Sog entstehen lässt, dem man sich nicht so leicht entziehen kann. Die Geschichte beginnt ruhig und ohne großen Bombast. Doch kaum hat man sich mit den Personen vertraut gemacht und wiegt sich durch die gemächliche Erzählweise (ist natürlich im positiven Sinne gemeint) in Sicherheit, schlägt Grisham zu. Mit einer absolut unerwarteten und schockierenden Wendung nimmt „Bestechung“ dann auch so richtig Fahrt auf und wird zu einem spannenden Ermittlungs-Thriller, der hervorragend unterhält.

Was mir an den Büchern von John Grisham schon immer gefallen hat, wird auch hier von ihm wieder angewandt. Ein Fall steht im Vordergrund und im Hintergrund werden interessante Informationen eingebaut. In diesem Falle geht es um ein Indianerreservat und die damit verbundenen eigenständigen Gesetze. Grisham ist ein wahrer Meister, wenn es darum geht, solch komplizierten Vorgänge verständlich zu erklären. Das macht er auch in den meisten seiner anderen (Justiz-)Bücher und so auch im vorliegenden. Dieses Indianer-Thema fand ich sehr faszinierend und informativ.

Die Charaktere machten aus meiner Sicht keine Entwicklung durch, was ich aber nicht als störend empfand. Ich konnte mich mit den Protagonisten, egal ob Haupt- oder Nebenfigur, durchaus identifizieren und freundete mich mit den Guten sogar an. Ganz leise rieselte eine Liebesgeschichte mit in den Thriller hinein, die aber nicht weiter ausgeführt und lediglich immer wieder angedeutet wurde. Auch das empfand ich absolut in Ordnung, weil es vom Hauptplot in keiner Weise ablenkte. Grisham beherrscht es einfach, Geschichten erzählen. Er hat sicherlich bessere Werke abgeliefert, bewegt sich aber mit „Bestechung“ immer noch auf gewohnt hohem Niveau. Wie schon oben erwähnt, handelt es sich um einen komplexen Fall, bei dem man an manchen Stellen meint, man würde jetzt bald den Überblick verlieren. Aber Grisham schafft es mit seinen detaillierten Beschreibungen immer wieder, dass man alles versteht. Und auch wenn seine Plots prinzipiell immer nach dem gleichen Muster ablaufen, so wirken sie jedes Mal aufs Neue faszinierend, unterhaltsam und eben durchdacht.

Einzig den Epilog empfand ich langatmig und zu dokumentarisch geschildert. Das Ganze las sich dann fast wie ein Sachbuch über historische Ereignisse in der Juristenwelt. Auch wenn es den ein oder anderen Handlungsfaden wieder aufgriff und zu einem Ende brachte, so hätte man das durchaus „unterhaltsamer“ verfassen können als mit einer Aneinanderreihung von Begegenheiten. Dennoch, mit solch einem Wermutstropfen kann ich leben, denn der Unterhaltungswert von „Bestechung“ ist aus meiner Sicht absolut hoch und führt Grishams Erfolgskonzept konsequent fort. Ich freue mich schon sehr auf den im Oktober 2017 erscheinenden Roman „Das Original“.

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Fazit: Spannend und authentisch geschildert. Ein gewohnt guter Grisham eben.

© 2017 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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