Rotes Bayern - Es lebe der Freistaat

Die Münchner Revolution 1918 und die Räterepubliken 1919. Ein Hörspiel von Hans Well und Sabeeka Gangjee-Well. Mit Musik und Liedern von den Wellbappn

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Hörbuch CD
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„Mach ma a Revolution, damit a Ruah is!“ Oskar Maria Graf

Am 7. November 1918 wurde Revolution gemacht in München, Kaserne um Kaserne musste die rote Flagge hissen, bis die Wittelsbacher endlich zugunsten der Republik gestürzt waren. Dass der Freistaat Bayern, der von konservativen Kreisen so stolz im Munde getragen wird, ausgerechnet von dem Sozialisten Kurt Eisner ausgerufen wurde, wird hierzulande gerne unter den Tisch gekehrt, ebenso wie das blutige Ende der Münchner Räterepublik. Wer könnte sich besser zu einer schaurig-schönen Reise zu den Ursprüngen des roten Bayerns aufmachen als Hans Well?

Gesprochen und gesungen von Hans Well, Johanna Bittenbinder, Gisela Schneeberger, Heinz-Josef Braun, Bernhard Butz, Gert Heidenreich und den Wellbappn mit Lukas Berk.

(2 CDs, Laufzeit: 2h 19)

»Es ist vielleicht das beste neue Geschichtswerk zur Revolution 1918 in Bayern.«

Münchner Merkur (02. Juni 2018)

Musik von Wellbappn
Hörbuch CD, 2 CDs, Laufzeit: 2h 19min
ISBN: 978-3-8445-2867-1
Erschienen am  29. Mai 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Leserstimmen

Weil die Revolution rund um Kurt Eisner auch bayrische Geschichte ist.

Von: Eva Fl.

13.07.2020

Die Geschichte der bayrischen Revolution von 1918 in München ist nicht unbedingt vielen bekannt. Mit diesem Hörspiel wurde das nun geändert. Die historischen Entwicklungen werden in der Jetztzeit beginnend im Haus der bayrischen Geschichte erzählt und somit wird über das damalige Ereignis nichts mehr verschwiegen. Man reist dann direkt mit in die betreffenden Jahre und darf lebhaft teilhaben, wie man sich damals zum Aufstand gegen den bayrischen König Ludwig III. formierte. Untermalt wird dies durch musikalische Zwischenspiele der Wellbappn. Manchmal ist es doch spannend, wie man etwas über längst vergangene Zeiten erfährt. Durch Zufall bin ich zu diesem Hörbuch bzw. vielmehr Hörspiel gekommen und muss sagen, dass es ein wirklich interessantes Zuhören war. Über die Revolution in Bayern im Jahr 1918 bzw. die Räterepubliken 1919 war mir auch aus Schulzeiten nichts wirklich mehr großartig in Erinnerung. (Wenn es überhaupt in Geschichte Thema war…) Auch hatte ich von Kurt Eisner, ein unabhängiger Sozialdemokrat, noch nichts gehört. Insofern für mich ein spannender geschichtlicher Einblick. Das Hörspiel ist wirklich toll gemacht, denn man startet mit Gisela Schneeberger als „Museumsführerin“ im Haus der bayrischen Geschichte, wo sie verschiedene Einblicke gibt. Diese werden dann in der damaligen Zeit erzählt, sehr lebhaft, mit einem anderen Erzähler und den verschiedenen Personen der früheren Zeit. Ebenso immer wieder toll mit Geräuschen und natürlich Musik untermalt. Vielleicht ist es von Vorteil, wenn man aus Bayern kommt und somit die Wellbappn schon kennt bzw. des bayrischen Dialektverstehens mächtig ist. Das mag für „Zugereiste“ schwieriger sein. Gisela Schneeberger aber ist beispielsweise meiner Meinung nach wirklich gut zu verstehen, ich mag die Art und Weise wie sie spricht, einfach gerne. So erfährt man sehr lebhaft über die Ereignisse rund um die Jahre 1918 und 1919, ist quasi mitten drin dabei. Manchmal sind die Schilderungen auch ein wenig verwirrend, weil man beim Hörspiel die Personen und Geschehnisse vielleicht nicht gleich so gut zuordnen kann, hier habe ich mir gelegentlich auch ein wenig schwergetan. Dennoch war es alles in allem ein sehr spannendes, interessantes, durchaus anspruchsvolles aber auch mal lustiges Hörspiel – mit toller musikalischer Begleitung. Wer an der bayrischen Geschichte interessiert ist, dem kann ich dieses Hörbuch wirklich empfehlen, ich vergebe hier 4 von 5 Sternen. Zur Erläuterung: Bei der Revolution 1918 wurde der bayrische König Ludwig III. in München von einer Schar Linksoppositioneller um Kurt Eisner gestürzt. Ziel war es, dass der Krieg sofort beendet und der Staat in eine parlamentarische Demokratie umgewandelt werden sollte.

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Vita

Hans Well

Hans Well (geb. 1953) wuchs als neuntes von 15 Kindern auf. Vor 40 Jahren gründete er mit Michael und Christoph Well die „Biermösl Blosn“, für die er bis Ende 2012 nicht nur alle Texte der Biermösl Blosn, sondern zusammen mit Gerhard Polt auch gemeinsame Theaterprogramme schrieb. Außerdem textete er Gstanzl für die „Toten Hosen“. Inzwischen verdammte ihn das Schicksal zur nächsten Familienbande, den „Wellbappn“, an deren Existenz er mitschuldig ist. Er dilettiert auf Gitarre, Steirischer, Alphorn oder Tuba.

Zur AUTORENSEITE

Gert Heidenreich, geboren 1944 in Eberswalde, lebt als freier Schriftsteller und Sprecher in der Nähe von München. Sein Werk umfasst Romane, Theaterstücke, Essays und Lyrikbände sowie Übersetzungen englischer und amerikanischer Dramen. Zuletzt erschienen die Romane "Mein ist der Tod" (2011) und "Der Fall" (2014), sowie die Erzählung "Die andere Heimat" (2013). Er erhielt unter anderem den Adolf-Grimme-Preis (1986), den Marieluise-Fleisser-Preis (1998), den Bayerischen Filmpreis (2013) und den Deutschen Filmpreis (2014) für das Drehbuch, das er gemeinsam mit Edgar Reitz für dessen Film "Die andere Heimat" geschrieben hat. Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Der „sprechende Schriftsteller“ (Magazin "hörBücher") ist seit 1972 in zahlreichen Literatursendungen und Hörbuchproduktionen zu hören, u. a. in Umberto Ecos "Der Name der Rose" sowie in J.R.R. Tolkiens "Die zwei Türme", "Die Wiederkehr des Königs" und "Der Hobbit".

Gisela Schneeberger, geboren 1948 in Dollnstein ist eine deutsche Kabarettistin und Schauspielerin. Bekannt wurde sie durch zahlreiche Film- und Fernsehrollen, in denen die bayerische Mundart zu ihrem persönlichen Markenzeichen wurde. Häufig wirkte sie dabei an der Seite von Gerhard Polt, den sie 1975 kennenlernte, wie in der Sketch-Serie "Fast wia im richtigen Leben" (1978) sowie bei Auftritten im "Scheibenwischer" (1980). In der Erfolgsserie "Monaco Franze – Der ewige Stenz" (1983) und der Karnevalssatire "Kehraus" (1983) brillierte sie in Nebenrollen ebenso wie später in Hauptrollen in "Man spricht deutsh" (1988), "Langer Samstag" (1992) und "Germanikus" (2004). Im Jahr 2001 war sie in Simon Verhoevens "100pro", 2003 neben Senta Berger in "Die schnelle Gerdi und die Hauptstadt" und 2005 als Partnerin von Dieter Pfaff in der Serie "Der Dicke" zu sehen. Seit 2009 ist sie in der BR-Fernsehserie "Franzi" zu sehen.

Johanna Bittenbinder
Heinz-Josef Braun
Bernhard Butz
© FinePic/Henkensiefken
Gert Heidenreich
Gisela Schneeberger

„Wellbappn“, das sind:

Jonas Well (geboren 1996) spielt Kontrabaß, Trompete, Tuba, Scherrzither, Ukulele, Bouzouki, Gitarre und Alphorn. Sein Hauptinstrument, Trompete, lernt er seit er 7 Jahre alt ist.

Sarah Well (geboren 1991) studierte „Indologie“, sowie weiterführend das Fach„Interkulturelle Kommunikation“. Sie bearbeitet auf der Bühne Bratsche, Akkordeon, Saxofon, Ukulele und brilliert auf dem Regenmacher.

Tabea Well (geboren 1993) studiert an der Musikhochschule Volksmusik mit Schwerpunkt Geige. Auf der Bühne begleitet sie auf der Steirischen, auf Mandoline, Gitarre, Bariton und Alphorn. Sie arrangiert mit Sarah und Jonas die Texte ihres Vaters Hans Well.

Hans Well (geb. 1953) wurde mit 24 schlagartig bekannt durch seine Umtextung der Bayernhymne in: „Gott mit Dir, du Land der BayWa“. Bei den „Wellbappn“ spielt er Gitarre, Steirischer, Alphorn oder Tuba.

Wellbappn

Pressestimmen

»Und wenn das Brainrefreshing so griabig und ausg'fuchst daher kommt, wie dieses Horch-Happening vom Biermösl-stämmigen Hans Well, dann umso sakradi!«

Jonny Rieder für "in münchen" (14. Juni 2018)

»Ein Zusammenschnitt der schönsten und stärksten Revoluzzertexte, herrlich präsentiert (...) und veredelt mit der aufrührerisch bekennenden Musi der Wellbappn. Ein grüabig-aufmüpfiger Hörgenuss.«

Literatur in Bayern (01. Juni 2018)