Leserstimmen zu
Die Bücherdiebin

Markus Zusak

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Schon lange wollte ich diesen Klassiker lesen. Ich fragte mich, wie wird ein Australier über Nazi-Deutschland schreiben? Markus Zusak, Jahrgang 1975, lebt in Sydney. Er ist der Sohn einer Münchnerin und eines Wieners. Vor allem Erinnerungen seiner Mutter sind in die Figur der Bücherdiebin Liesel eingeflossen. Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass es der Tod selbst ist, der sie erzählt. Viele Menschen stellen sich den Tod grausam und furchtbar vor. Hier ist der Tod ein eher sanftes und mitfühlendes Wesen. Man kann ihn als Leserin sympathisch finden, wie er behutsam die Seelen der Toten einsammelt, in die Arme nimmt und davonträgt. Er ist es nicht, der darüber entscheidet, wann jemandes Zeit gekommen ist. Er ist nur im richtigen Moment zur Stelle. Im Leben der neunjährigen Liesel hat der Tod viel zu tun. Deshalb wird er auf sie aufmerksam und erzählt uns ihre Geschichte. Liesel ist die Tochter zweier Kommunisten. An ihren Vater erinnert sie sich nicht, die Mutter gibt sie und ihren kleinen Bruder im Januar 1939 zu Pflegeeltern, um sie zu schützen. Liesel versteht nicht, warum ihre Mutter sie verlässt. Sie muss auf der Eisenbahnfahrt mitansehen, wie ihr Bruder noch vor dem Eintreffen bei den Pflegeeltern stirbt. Das ist auch der Anlass, bei dem sie ihr erstes Buch stiehlt, obwohl sie gar nicht lesen kann. Wie man sich angesichts des Titels denken kann, lernt unsere Hauptfigur im Laufe der Geschichte lesen und stiehlt weitere Bücher. Wir begleiten ihr Leben bei den Pflegeeltern in einem Dorf nahe München bis zum Kriegsende 1945. Ihre Beziehungen zu den neuen Eltern, den anderen Kindern und Dorfbewohnern sind ein Thema. Dabei erlebt sie natürlich auch die Veränderungen der Gesellschaft mit, die sich im Verlauf des Krieges ergeben. Wie die Dorfbewohner weiß auch sie, warum Gruppen von halbtoten Menschen zu Fuß durch das Dorf ins nahegelegene Dachau getrieben werden. Ich habe schon viele Romane und auch Sachbücher über Nazi-Deutschland gelesen. Dieses hat mich angerührt, weil man die Geschichte durch Liesels Augen betrachtet, die ein aufgewecktes und phantasievolles Mädchen ist. Dazu trägt auch die besonders sinnliche Erzählweise bei, die den Duft oder Geschmack einer Situation oder eines Satzes beschreibt. Farben spielen eine besondere Rolle in der Geschichte, auch Körperempfindungen wie das Brennen in den Fußsohlen oder die unbequeme Sitzposition. Der Leser spürt die Geschichte daher mit allen Sinnen. Natürlich haben Worte und die Kraft von Worten eine besondere Bedeutung in einer Geschichte, deren Kapitel nach Büchern benannt sind, die Liesel stiehlt. Schon das Druckbild des Buches ist ungewöhnlich. Die großen Kapitel beginnen mit einer Aufzählung der Mitwirkenden, bei denen es sich nicht nur um Personen handelt, sondern z.B. um „zwei Haarschnitte“ oder „ein treibendes Buch“. Der personifizierte und fast allwissende Tod hebt wichtige Erklärungen oder Umstände, etwa die Motive einer Person, mitten im Text durch fettgedruckte, zentriert gesetzte Absätze ab. Bücher, die während des Verlaufs der Geschichte geschrieben werden, werden wie von Hand geschrieben und mit Illustrationen versehen wiedergegeben. Auch werden ständig spätere Begebenheiten im Ergebnis vorweggenommen, aber erst später ausführlich erzählt. Erstaunlicherweise tut das der Spannung keinen Abbruch. Insgesamt scheint sich mir der Ton der Erzählung zu unterscheiden von dem deutscher Erzähler, auch wenn ich gar nicht genau sagen kann inwiefern. Die deutschen Verhältnisse werden akkurat und gut recherchiert dargestellt. Auch wenn es hier und da kleine Längen gibt, ist das Buch über fast 600 Seiten gut und spannend zu lesen in seiner besonderen Klangfarbe. Es ist eigentümlich und sehr berührend, die ungeheuren Schrecken des Krieges im empathischen Ton des Todes zu lesen. Ein ungewöhnlich erzählter Roman, der einem den Tod zum Freund machen kann, jeden Sinn des Lesers anspricht und erfahren lässt, wie Nazi-Deutschland schmeckt. Lesenswert!

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„Zuerst die Farben. Dann die Menschen.“ So leitet „Der Tod“ höchstpersönlich dieses fabelhafte und bewegende literarische Werk ein und entführt uns in die Welt von Liesel Memminger zur Zeit des Nationalsozialismus. Eine Zeit, in der „Der Tod“ viel zu tun hat… . Liesel kommt als Pflegekind zu den Hubermanns in die Himmelstraße und beginnt dort ein neues Leben. Sie lernt zu lesen und zu schreiben, beginnt jedoch auch, Bücher zu stehlen. Als Max, ein Jude, bei den Hubermanns Zuflucht sucht und der Krieg in vollem Gange ist, lernt Liesel auch die Schrecken der NS-Zeit kennen. Bücher und ihr bester Freund Rudi malen ihr Leben jedoch in bunten Farben und übertönen das Schwarz und Grau des Krieges. . „Die Bücherdiebin“ ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Die Ich-Perspektive des Tods gibt der Geschichte eine ganz andere Stimmung und der Leser lernt, dass bei all dem Schrecken auch der Tod ein Herz hat und dass Worte die Macht haben, Hoffnung und Mut zu schenken, wenn der Rest des Lebens schwarz ist. Der Schreibstil lässt einen mitfühlen, weinen, lachen und nachdenken. Ich vergebe 5 Sterne, da es für Jung und Alt ist und ein sehr wichtiges Thema, nämlich den Tod, in einer interessanten Art und Weise anspricht.

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Die neunjährige Liesl kommt als Pflegekind zu Rosa und Hans Hubermann in die Himmelstraße. Es beginnt ein ganz neues Leben für sie, erzählt vom Tod selbst. Sie beginnt zu stehlen. Äpfel, Eier, Kartoffeln aber vor allem hat sie es auf Bücher abgesehen. Sie lernt das Lesen, begegnet Rudi, der ihr bester Freund wird und Max, einem Juden den sie vor den Nazis im Keller verstecken. Viel wurde schon über dieses Buch gesagt. Nach dem Prolog und den ersten Kapiteln war ich mir nicht sicher, ob ich es zu Ende lesen werde. Ich muss sagen das ich mir etwas anderes erwartet habe. Obwohl es nur langsam vor sich hin plätscher ist es doch eine sehr rührende und traurige Geschichte. Wirklich neu ist jedoch nur der Tod als Erzähler der Geschichte um die Menschen vor und während des 2. Weltkrieges. Das Buch regt zum Nachdenken an auch wenn es an manchen stellen etwas langatmig ist. Der Schrecken der NS-Zeit wird sehr gut rüber gebracht und es geht trotz oder gerade wegen der recht nüchternen und realistischen Erzählweise unter die Haut. Für mich kein must read aber es hat mir trotzdem Spaß gemacht er zu Lesen. 7/10

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>>Zuerst die Farben. Dann die Menschen. So sehe ich die Welt normalerweise. Ich versuche es zumindest.<< ...so beginnt das Buch „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak. Der Tod höchstpersönlich erzählt hier die Geschichte der Bücherdiebin Liesel und diese Geschichte enthält so so viele Farben! Der Tod erzählt dem Leser, wie er die Welt sieht und dass alles eine Farbe hat und so wird Liesels Geschichte bunt, obwohl sie doch von so vielen grauen und schwarzen Momenten überschattet wird. Der Roman spielt zur Zeit des zweiten Weltkrieges und bietet so für den Tod unendlich viele Schauplätze. Hält neben den grausamen Momenten dieser Zeit aber eben auch einen ganz besonderen Erzähler, den Tod bereit, der nicht so rabenschwarz ist wie man vielleicht meint. Denn auch der Tod hat ein Herz und genau mit eben diesem erzählt er diese Geschichte, die es sich zu lesen absolut und unbedingt lohnt! Für mich persönlich zeichnet sich dieses Buch sehr durch den tollen Schreibstil Zusaks und der sehr kreativen Erzählerperspektive aus. Das Buch hat einen ganz eigenen Charme dadurch und konnte mir die damalige Zeit doch sehr nahe bringen. Liesels Geschichte hat mich sehr berührt und auch wenn ich zu Beginn ein bisschen gebraucht habe um mich gänzlich einzufinden, hielt das Buch ein Ende bereit, was mich unheimlich bewegt und zu Tränen gerührt hat. Fazit: Eine absolut lesenswerte Geschichte, auf die man sich jedoch als Leser einlassen muss!

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Zur Zeiten des Nationalsozialismus wird das Leben in der deutschen Stadt Molching beschrieben. Die kleine Bewohnerin Liesel Meminger lässt bei günstigen Gelegenheiten das ein oder andere Buch mitgehen. Nicht nur ihre Rolle als Bücherdiebin, sondern auch als Freundin, Tochter und Deutsche spielen in dieser Zeit eine große Rolle. Mir hat das Buch unfassbar gut gefallen, weil die Geschichte sehr gut geschrieben ist. Der Autor verwendet eine sehr bildliche Sprache, die den Leser beeindruckt. Besonders faszinierend finde ich, dass die Geschichte aus der Perspektive des Todes erzählt wird. Man erhält einen völlig anderen Blickwinkel auf das Geschehen. Das Buch ist berührend, spannend und herzergreifend. Die Geschehnisse der Nazizeit werden gut mit den fiktiven Charakteren der Stadt Molching verbunden. Wer gerne Bücher rund um den Zweiten Weltkrieg liest und zusätzlich ein literarisches Meisterwerk lesen möchte, hat mit "Die Bücherdiebin" die richtige Wahl getroffen.

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Wie soll es einem gehen, wenn man eine Geschichte liest, die im zweiten Weltkrieg stattfindet. Man weiß: es geht nicht gut aus. Man weiß: es ist keine Fiktion. Man weiß nicht: Was war nur los mit den Menschen? Man weiß noch viel weniger: Was ist eigentlich immer noch los mit den Menschen? Viele Bücher habe ich schon gelesen über diese dunkle Zeit. Immer haben sie mich berührt. Dieses hat mich tief getroffen. Ich musste es immer wieder weglegen, weil ich emotional nicht stark genug bin, um mich ganz auf die Geschichte einzulassen. Seit ich selbst Mutter bin, halte ich es beinahe gar nicht mehr aus, von Kindern zu lesen, die Leid erleben. Liesels Leid ist nicht zu ertragen. Es lähmt mich. Als ich das Buch geschlossen habe, war mir übel. Erzählt werden die Ereignisse aus der Sicht des Todes und in einer Sprache, als würde er ein Märchen erzählen. Dies auch deswegen, weil es als Jugendbuch geschrieben wurde. Für mich hat diese Art des Erzählens etwas von dem Schrecklichen wieder wett gemacht und es gleichzeitig teilweise ins Unerträgliche verstärkt. Weil hier in einer ungeschönten und glasklaren Sprache gesagt wird, wie es war. Das macht einen einfach nur traurig und lässt ein unglaubliches Entsetzen über die Abscheulichkeiten der Menschen zurück. Der Tod als Erzähler greift manchmal in der Geschichte voraus und macht bereits Andeutungen auf deren Ausgang. Das macht es spannend und andererseits will man eigentlich nicht mehr weiterlesen, weil man nicht möchte, dass kommt, was er vorhersagt. Zusak spielt in jeder erdenklichen Weise mit dem Bild von der Macht der Worte. Er zeigt auf, dass Hitler ohne Worte nicht groß werden hätte können, dass es ohne Worte diesen Krieg nicht gegeben hätte, dass den Menschen die Worte gefehlt haben und jenen, die Worte einsetzten, bitterliche Strafen blühten. Worte heilen in diesem Roman einen kranken und bewahren ihn vor dem Tod und sie trösten ein kleines Mädchen,das alleine zu fremden Menschen kommt. Durch Worte entstehen neue Beziehungen und in einem Luftschutzkeller nehmen Worte die Angst der Menschen entgegen. "Wenn er ihn nicht verabscheut hätte, hätte er sich vielleicht nicht ein paar Wochen später auf seinen Platz gesetzt, als sie auf einer scheinbar harmlosen Straße unterwegs waren. Ein Sitzplatz, zwei Männer, ein kurzer Streit und ich. Es bringt mich schier um, wie manche Menschen sterben." S. 498 Sogar der Tod findet noch so viele Worte. Ein zentraler Aspekt dieses Romans für mich: Ich glaube, dass niemand mehr nach dieser Lektüre seine Vorfahren vorwurfsvoll fragen kann: Warum habt ihr nichts dagegen getan? Warum habt ihr dabei untätig zugesehen? Ich denke, in "Die Bücherdiebin" findet man die Antworten darauf. Antworten die einen bis ins Mark treffen. Das Buch ist in seiner Originalausgabe übrigens fast 15 Jahre alt. Für mich ist es ein moderner Klassiker, der nicht an Aktualität verliert. Im Gegenteil. Leider.

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Klappentext Deutschland, 1939. Der Tod hat viel zu tun, und er hat eine Schwäche für Liesel. Am Grab ihres Bruders stiehlt Liesel ihr erstes Buch. Mit dem »Handbuch für Totengräber« ist eine tiefe Liebe zu Büchern und Worten geweckt, die sie auch dann nicht verlässt, als ihre Welt in Schutt und Asche versinkt. Liesel sieht die Juden nach Dachau ziehen, sie erlebt die Bombennächte über München – und sie überlebt: weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat. Meinung Wie wurde ich überhaupt auf dieses Buch aufmerksam? Ich weiß es gar nicht so genau. Ich hörte natürlich auch von dem Film, aber hatte ich erst dadurch das Buch entdeckt? Gelesen habe ich zuerst das Buch, ich weiß sogar noch, dass es im Juni 2014 war, das Buch ist mir sehr im Kopf hängen geblieben - gemerkt habe ich mir das Datum allerdings nur, weil ich es im Krankenhaus durch las, trotz allem sind die Erinnerungen an das Buch noch sehr lebhaft. Einmal versuchte ich es sogar als Comic um zu setzen, aber diese Geschichte so zu kürzen, so in Form zu Bringen, um sie als Comic zu Papier zu bringen, war mir ganz einfach fast nicht möglich. Es wurde eine unglaublich hohe Zahl an Seiten schon im Storyboard, und ich hielt alles für zu wichtig um es zu streichen, so das ich es erstmal zu anderen Projekten gepackt habe, es nicht weiter verfolgt habe. Tatsächlich war das glaube ich auch gut so, denn diese Geschichte muss man einfach in ihrer Gesamtheit lesen. Selber diese Bilder im Kopf haben und selber dem Tot "zuhören" während er einem die Geschichte dieses Mädchens und all der Nebencharaktere erzählt. Ich liebe diese Idee, dass der Tot die Geschichte erzählt - das ist es auch, was dieses Buch noch mal so besonders macht, was es herausstechen lässt. Wie dieses Buch alleine schon anfängt! Ich könnte alleine den Anfang des Buches immer und immer wieder neu lesen, weil ich den Tot so interessant und so witzig finde, weil er mir so sympathisch ist. Ja der Tot ist mir sympathisch, das muss man sich erstmal überlegen. Wie.. der Tot? Ja, zumindest in diesem Buch. Ein Charakter den ich einfach mag, obwohl er eigentlich nur der Erzähler ist. Aber was heißt hier nur? Wir sind nicht nur mitten im Leben von Liesel und allen Personen um sie herum, nein wir sind direkt beim Tot, beobachten aus seinen Augen, seinen Gedanken, seiner Erzählung. Der Tot wird gern liebenswert dargestellt, warum eigentlich? Es ist wohl einfach ein schöner Gedanke. Damals hatte er jedenfalls sehr viel zu tun, der Arme. In dieser Geschichte geht es aber natürlich um Liesel, und diese kommt zu einer neuen Familie und lernt dort auch das Lesen und Schreiben. So wird ihr erstes Buch, mit dem sie lernt, auch das Handbuch für Totengräber, welches sie auf dem Friedhof eingesteckt hat. Man könnte meinen, laut dem Titel 'Die Bücherdiebin', würde sie viele Bücher stehlen, aber es ist tatsächlich eine überschaubare Zahl an Büchern. Und jedes mal kann man auch irgendwie einen Grund erkennen, aus dem heraus sie ein Buch stiehlt. Kurz und Knapp Es bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass dieses Buch einfach gelesen werden sollte. Ich kann es wirklich sehr empfehlen, es hat mich über eine lange und langweilige Krankenhaus Zeit begleitet, die dadurch um einiges spannender, interessanter geworden ist. Ich kann sagen in diesem Buch findet man einen guten Begleiter. Vor allem der Schreibstil hat mir auch gut gefallen, mich sehr angesprochen. Eine Klare Empfehlung. Lies unbedingt mal rein, die Leseprobe schreit schon danach, dieses Buch komplett zu lesen.

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„Die Bomben kamen – und ich mit ihnen.“ Klappentext: Deutschland, 1939. Der Tod hat viel zu tun, und er hat eine Schwäche für Liesel. Am Grab ihres Bruders stiehlt Liesel ihr erstes Buch. Mit dem „Handbuch für Totengräber“ ist eine tiefe Liebe zu Büchern und Worten geweckt, die sie auch dann nicht verlässt, als ihre Welt in Schutt und Asche versinkt. Liesel sieht die Juden nach Dachau ziehen, sie erlebt die Bombennächte über München – und sie überlebt: weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat. Erster Satz: Zuerst die Farben. Meinung: Kennt ihr das Gefühl, wenn man Angst vor dem Ende eines Buches hat? So ging es mir bei diesem Buch hier. Ich wusste, dass etwas passieren wird, aber als es passierte, traf es mich eiskalt. Die Bücherdiebin ist Liesels Geschichte, beschrieben aus der Sicht des Todes. Das ist es, das dieses Buch so besonders macht. Der Tod erzählt die Geschichte und das in seiner ganz speziellen Art. Mal witzig, mal ernst, liebevoll oder kühl, sachlich prägnant oder sehr ausführlich. Man lernt Liesel kennen, wie sie aufwächst und lebt und wo sie ihren Platz in der Zeit des Zweiten Weltkrieges einnimmt, was sie durchmacht und erlebt. Man lacht mit ihr, man weint mit ihr, man zittert und hofft. Nicht nur mit ihr, sondern auch mit all den Menschen, die ihr nahe stehen. Jede Figur in dem Buch hat ein besonderes Merkmal oder zeichnet sich durch etwas aus. Liesel, Mittelpunkt des Buches, ist ein so tapferes und mutiges Mädel, lieb, fleißig und hat so einige Tricks parat. Wie der Titel schon verrät, ist sie auch eine Diebin. Was zu der damaligen Zeit aber auch einfach manchmal nötig war *zwinker* Ihr bester Freund Rudi, ein Bursche, der sie auf Diebestouren begleitet, aber mit dem sie auch sehr viele lustige Dinge erlebt. Dann ihre Eltern, Max, die Frau des Bürgermeisters... alle gehören einfach zu Liesels Leben dazu und beeinflussen sie beim Heranwachsen. Auch wenn es Figuren gibt, denen man am liebsten aus den Weg gehen möchte... ohne sie geht es nicht, denn sie machen die Geschichte lebendig. Das Buch liest sich wunderbar flüssig, der Schreibstil ist etwas Besonderes, nimmt einen gefangen, lässt einen aber auch stocken. Die Gedanken des Todes, die sich oft einschieben, lockern den Text auf. Oft musste ich schmunzeln, aber auch sehr oft schlucken. Warum? Weil die trockene Art des Todes es sehr oft auf den Punkt gebracht hat. Man liest einen Satz. Liest weiter. Hält inne. Liest den Satz noch einmal und begreift erst dann, was er bedeutet. Worte, die einen ausbremsen. Worte, die einen zum Nachdenken anregen. Worte, die sich ins Gedächtnis brennen. Ich muss wirklich sagen: dieses Buch hätte ich schon viel eher lesen sollen. Wenn ich mir ein Buch zu meiner Schulzeit hätte wünschen können, würde ich mir das als Schullektüre wünschen, denn in diesem Buch stecken so viele wichtige Gedanken. Es geht nicht nur um den Zweiten Weltkrieg, sondern auch um das Leben in dieser Zeit und wie die Menschen und vor allem ein kleines Mädchen damit umgehen. Eine Zeit voller Schatten, wo Hoffnungsschimmer leuchten. Ich habe es auf Empfehlung einer Freundin gelesen und bedanke mich hiermit bei ihr, dass sie es mir gegeben hat. Auch wenn dieses Buch als Jugendbuchroman zählt, kann ich es ebenfalls nur jedem – egal ob Jugendlicher oder Erwachsener – ans Herzen legen. Lest es. Fazit: Die Geschichte eines Mädchens im Zweiten Weltkrieg, erzählt aus der Sicht des Todes. Absolute Leseempfehlung!

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