Leserstimmen zu
Todesurteil

Andreas Gruber

Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez (2)

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Ich bin seit einiger Zeit Mitglied in einem Krimilesekreis, der sich einmal im Monat nach Ladenschluss in der örtlichen Buchhandlung trifft. Wir sind alle langjährige Krimi- und Thrillerfans, von gepflegter britischer Spannung bis hin zum durchgeknallten Serienkiller. Wir kennen die üblichen Kniffe; die unerwarteten Wendungen können uns nicht mehr überraschen; die gängigen Klischees – der alkoholabhängige Ermittler mit Eheproblemen lässt grüßen – entlocken uns allemal ein müdes Lächeln. Wir sind kritsch. Wir hinterfragen alles. Manchmal sind wir enttäuscht – und ratlos: haben wir uns übersättigt an diesem Genre? Zugegeben, es gibt immer noch Bücher, die uns begeistern. (Zum Glück.) Aber wir sind sehr, sehr wählerisch. …nun also Andreas Gruber, Todesurteil. Schickes Cover, zweiter Band einer Reihe – dumm gelaufen, da habe ich mich vergriffen, hätte doch der erste Band sein sollen… Erster Gedanke: ob das klappt, mit dem zweiten Band anzufangen? Und wie das klappt. An dieser Stelle könnte ich die Rezension überspringen und direkt zu dem Teil kommen, in dem ich mir die anderen drei Bände der Reihe kaufte, bevor ich diesen hier überhaupt fertig gelesen hatte. Aber damit würde ich es mir etwas zu einfach machen und Maarten S. Sneijder (beziehungsweise seinem Autor) nicht gerecht werden. Wie Maarten S. Sneijder selbst wahrscheinlich sagen würde: "Sehen Sie diese drei Finger? Also schreiben Sie ihre Rezension in drei knappen, präzisen Sätzen! Schaffen Sie das?" Nö. Drei Sätze schaffe ich nicht, aber klar und präzise krieg ich hin. (Oder auch nicht.) Originalität: Die Geschichte ist brillant konstruiert, voller wirklich einfallsreicher Wendungen fernab der üblichen Klischees. Immer, wenn man denkt, jetzt hätte man die Geschichte durchschaut, zaubert Andreas Gruber noch ein Ass aus dem Ärmel. Spannungsbogen: Fingernägel? Hatte ich mal. Nein, im Ernst: ich habe den Thriller quasi in einem Rutsch durchgelesen. Die Geschichte steigt schon auf einem hohen Spannungslevel ein und zieht dann in rasantem Tempo noch weiter an. Besonders großartig fand ich, dass der Autor nicht angewiesen ist auf literweise Blut und Ekelfaktor, um Spannung aufzubauen, sondern eine intelligente, komplexe Geschichte erzählt. Logik / Schlüssigkeit: Wie gesagt: die Geschichte ist komplex und voller Wendungen – aber sie verzettelt sich nie in Widersprüchen oder schludert mit den Details, die eine Story glaubhaft machen. Charaktere: Maarten S. Sneijder. Ich war schon ewig nicht mehr so hingerissen von einem Charakter. Dabei ist er alles andere als ein umgänglicher Mensch – die Hälfte der Charaktere in diesem Buch halten ihn für ein kolossales [ Zensur ]. Er ist so hochintelligent wie beißend sarkastisch, mithilfe von Drogen versetzt er sich in die Gedankenwelt von Mördern und Psychopathen und schert sich einen Dreck um die üblichen Regeln zwischenmenschlicher Interaktion. Ich fühlte mich abwechselnd an Hannibal Lecter und Sherlock Holmes erinnert. Obwohl Sneijder so überlebensgroß ist, kann sich Sabine Nemez als starke, intelligente junge Ermittlerin neben ihm behaupten. Da haben sich zwei Seelenverwandte gefunden, die Chemie zwischen ihnen ist phänomenal – und das meine ich nicht im romantischen Sinne. Normalerweise entlockt es mir einen Stoßseufzer, wenn die Ermittler in einem Krimi/Thriller sich ständig auf Alleingänge begeben, alle Regeln missachten und am Ende dann doch als Helden des Tages dastehen. Aber bei diesem ungewöhnlichen Team ist dieses Querschießen nur das folgerichtige Resultat ihrer Persönlichkeiten, macht Sinn und hat schlüssige Konsequenzen. Auch die Nebencharaktere, gerade die Antagonisten, sind wunderbar gelungen. Schreibstil: Der Schreibstil ist fantastisch, besonders die Dialoge sind lebendig und haben Biss. Durch Sneijders kompromisslose Persönlichkeit und seine Wirkung auf andere Menschen ist der Stil durchaus auch humorvoll.

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Ich bin seit einiger Zeit Mitglied in einem Krimilesekreis, der sich einmal im Monat nach Ladenschluss in der örtlichen Buchhandlung trifft. Wir sind alle langjährige Krimi- und Thrillerfans, von gepflegter britischer Spannung bis hin zum durchgeknallten Serienkiller. Wir kennen die üblichen Kniffe; die unerwarteten Wendungen können uns nicht mehr überraschen; die gängigen Klischees – der alkoholabhängige Ermittler mit Eheproblemen lässt grüßen – entlocken uns allemal ein müdes Lächeln. Wir sind kritsch. Wir hinterfragen alles. Manchmal sind wir enttäuscht – und ratlos: haben wir uns übersättigt an diesem Genre? Zugegeben, es gibt immer noch Bücher, die uns begeistern. (Zum Glück.) Aber wir sind sehr, sehr wählerisch. …nun also Andreas Gruber, Todesurteil. Schickes Cover, zweiter Band einer Reihe – dumm gelaufen, da habe ich mich vergriffen, hätte doch der erste Band sein sollen… Erster Gedanke: ob das klappt, mit dem zweiten Band anzufangen? Und wie das klappt. An dieser Stelle könnte ich die Rezension überspringen und direkt zu dem Teil kommen, in dem ich mir die anderen drei Bände der Reihe kaufte, bevor ich diesen hier überhaupt fertig gelesen hatte. Aber damit würde ich es mir etwas zu einfach machen und Maarten S. Sneijder (beziehungsweise seinem Autor) nicht gerecht werden. Wie Maarten S. Sneijder selbst wahrscheinlich sagen würde: "Sehen Sie diese drei Finger? Also schreiben Sie ihre Rezension in drei knappen, präzisen Sätzen! Schaffen Sie das?" Nö. Drei Sätze schaffe ich nicht, aber klar und präzise krieg ich hin. (Oder auch nicht.) Originalität: Die Geschichte ist brillant konstruiert, voller wirklich einfallsreicher Wendungen fernab der üblichen Klischees. Immer, wenn man denkt, jetzt hätte man die Geschichte durchschaut, zaubert Andreas Gruber noch ein Ass aus dem Ärmel. Spannungsbogen: Fingernägel? Hatte ich mal. Nein, im Ernst: ich habe den Thriller quasi in einem Rutsch durchgelesen. Die Geschichte steigt schon auf einem hohen Spannungslevel ein und zieht dann in rasantem Tempo noch weiter an. Besonders großartig fand ich, dass der Autor nicht angewiesen ist auf literweise Blut und Ekelfaktor, um Spannung aufzubauen, sondern eine intelligente, komplexe Geschichte erzählt. Logik / Schlüssigkeit: Wie gesagt: die Geschichte ist komplex und voller Wendungen – aber sie verzettelt sich nie in Widersprüchen oder schludert mit den Details, die eine Story glaubhaft machen. Charaktere: Maarten S. Sneijder. Ich war schon ewig nicht mehr so hingerissen von einem Charakter. Dabei ist er alles andere als ein umgänglicher Mensch – die Hälfte der Charaktere in diesem Buch halten ihn für ein kolossales [ Zensur ]. Er ist so hochintelligent wie beißend sarkastisch, mithilfe von Drogen versetzt er sich in die Gedankenwelt von Mördern und Psychopathen und schert sich einen Dreck um die üblichen Regeln zwischenmenschlicher Interaktion. Ich fühlte mich abwechselnd an Hannibal Lecter und Sherlock Holmes erinnert. Obwohl Sneijder so überlebensgroß ist, kann sich Sabine Nemez als starke, intelligente junge Ermittlerin neben ihm behaupten. Da haben sich zwei Seelenverwandte gefunden, die Chemie zwischen ihnen ist phänomenal – und das meine ich nicht im romantischen Sinne. Normalerweise entlockt es mir einen Stoßseufzer, wenn die Ermittler in einem Krimi/Thriller sich ständig auf Alleingänge begeben, alle Regeln missachten und am Ende dann doch als Helden des Tages dastehen. Aber bei diesem ungewöhnlichen Team ist dieses Querschießen nur das folgerichtige Resultat ihrer Persönlichkeiten, macht Sinn und hat schlüssige Konsequenzen. Auch die Nebencharaktere, gerade die Antagonisten, sind wunderbar gelungen. Schreibstil: Der Schreibstil ist fantastisch, besonders die Dialoge sind lebendig und haben Biss. Durch Sneijders kompromisslose Persönlichkeit und seine Wirkung auf andere Menschen ist der Stil durchaus auch humorvoll.

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Das Buch habe ich über Audible als Hörbuch gehört und bin begeistert über den Sprecher Achim Buch! Er macht einen wirklich tollen Job und spricht Sneijder sogar mit niederländischem Akzent! Klasse, absolut klasse! Kann ich jedem nur wärmstens empfehlen! ❤ Die Story fand ich dieses Mal noch interessanter und auch spannender als beim ersten Teil. Was natürlich mitunter daran lag, dass der Täter nicht so früh dem Leser bekannt gegeben wurde. So konnte ich fröhlich miträtseln und Vermutungen anstellen… und was soll ich sagen… ich hatte absolut KEINEN PLAN! Noch nicht mal ansatzweise! 😀 Natürlich hat mir bei der Geschichte auch etwas das Herz geblutet. Ich weiß selbst, wie schmerzhaft das Stechen von Tätowierungen sein können und dann als Mutter zweier Kinder zu hören, wie einem jungen Mädchen der komplette Rücken zutätowiert wurde, ist schon heftig. Jedoch finde ich die Idee der Szenen aus Dante’s Inferno sehr interessant gewählt. Da hat Gruber sich wirklich mal was einfallen lassen 🙂 Generell wirkte alles sehr gut ausgebaut und durchdacht. Fragen blieben bei mir keine offen, was für mich ein großer Pluspunkt ist! Das Buch ist in 2 Storys aufgeteilt (Die Ermittlungen in Wien des Falles Clara und die BKA-Ausbildung von Sabine Nemez in Wiesbaden), die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, jedoch später zu einer großen Story zusammenlaufen! Dies ist Herrn Gruber wirklich super gelungen, da es nicht erzwungen wirkt! Die BKA-Ausbildung von Sabine gefiel mir sehr und war, gegen den Erwartungen, alles andere als langweilig. Die Fälle, die während dieses Storystrangs angesprochen wurden, waren gut ausgetüftelt und abartig. Teilweise kam ich mir während des Hörens vor, als würde ich selbst in Sneijders Seminar sitzen 😀 Die Protagonisten sind wiedermal sehr sympathisch. Sneijder versprüht wie immer seinen ganz eigenen Charme und sorgt dafür beim Leser für Belustigung. Was mir besonders gut gefallen hat, dass die Beziehung zwischen Sneijder und Nemez sich weiterentwickelt und die beiden immer mehr zu einem eingespielt Team zusammen-wachsen, was wie eine Mischung aus altem Ehepaar und guten Freunden wirkt. Die Staatsanwältin in Wien war mir auch sofort sympathisch, nur muss ich sagen, finde ich ihre Handlungen doch eher unrealistisch. Ich glaube nicht, dass eine Staatsanwältin sich illegal Beweismittel beschaffen würde. Auch das sie, trotz des privaten Interesses in dem Fall Clara, weiterhin daran arbeiten darf, ist für mich eher etwas realitätsfremd. Das Ende hätte ich so nicht erwartet! Erstens wäre ich nie und nimmer auf die Auflösung gekommen und zweitens fand ich klasse, dass das Ende sich total unüblich an zwei Handlungsorten abspielte! Es war durchweg spannend, die Storys haben mich gefesselt und alles wurde zu einem stimmigen Gesamtbild zusammengefügt! Es war wieder viel Witz dabei (Ich musste nicht nur einmal lachen 😀 ) ! Jedoch hat mir dieses unrealistische Handeln von der Staatsanwältin nicht so zugesagt… daher 4,5/5 Sterne 🙂

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Grandios!

Von: Mella

17.04.2017

Klappentext/Inhalt: In Wien verschwindet die zehnjährige Clara. Ein Jahr später taucht sie völlig verstört am nahen Waldrand wieder auf. Ihr gesamter Rücken ist mit Motiven aus Dantes "Inferno" tätowiert – und sie spricht kein Wort. Indessen nimmt der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs mit seinen Studenten ungelöste Mordfälle durch. Seine beste Schülerin Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen mehreren Fällen – aber das Werk des raffinierten Killers ist noch lange nicht beendet. Seine Spur führt nach Wien – wo Clara die einzige ist, die den Mörder je zu Gesicht bekommen hat … Meine Meinung: Nachdem mich der Auftakt so begeistern konnte, musste ich einige Tage später einfach zu diesem Buch greifen. Natürlich hatte ich auch hier wieder einige Erwartungen und diese wurden mehr als erfüllt. Clara ist zehn Jahre alt und seit einem Jahr verschwunden. Eines Tages taucht sie plötzlich wieder auf und ihrem Rücken wurde etwas grausames angetan. Nach diesen Ereignissen ist sie total in sich gekehrt und spricht mit niemanden. Währenddessen nimmt Maarten S. Schneijder Sabine Nemez unter seine Fittiche und bildet sie an der Akademie in Wiesbaden aus. Die Schüler erhalten von Maarten ungelöste Fälle. Sabine erkennt bald, dass hier mehr dahintersteckt als gedacht und alle Spuren führen zu Clara. Was wird passieren? Dass müsst ihr natürlich selber herausfinden. Sabine wurde an der Akademie in Wiesbaden angenommen. Dies war ihr größter Traum. Der Unterricht ist natürlich nicht einfach und verlangt immer wieder alles von einem. Sabine und ihre Mitschüler sollen ungelöste Fälle analysieren. Dabei findet Sabine eine Spur heraus, die sie selber kaum glauben kann. Diese erklärt aber so vieles, was einfach während der letzten Tage passiert ist. Sie begibt sich immer dadurch immer wieder in Gefahr und begeht Dinge, die sie ihren Job kosten könnte. Sabine hat aber so einen Ehrgeiz, dass sie alles auf eine Karte legt und dabei entsetzliches herausfindet. Schon die ersten Seiten hatten mich wieder in einen Bann gezogen. Die Geschichte beginnt zwar anders als gedacht aber darum umso spannender. Wir haben in diesem Buch diesmal zwei Ermittlungsstränge. Einmal haben wir Sabine und Maarten S. Schneijer, die an der Akademie sind und anfangs noch keine richtige Ermittlung führen. Auf der anderen Seite haben wir ein Ermittlungsteam in Wien, die Claras Fall bearbeiten. Mich konnten beide Stränge absolut begeistern. Vor allem was hinter den ganzen Morden steckt und wie das Ganze mit Clara zusammenhängt, hat mich immer wieder sprachlos zurückgelassen. Hier sieht man mal wieder, zu was Menschen eigentlich fähig sind. Auch in diesem Buch kann ich nur loben, dass wir immer wieder verschiedene Orte haben. Dadurch kommt immer wieder frischer Wind in die Geschichte. Außerdem vergöttere ich Maarten. Seine Art ist eine ganz spezielle aber er ist einfach absolut ehrlich und nimmt kein Blatt vor den Mund. Die Fälle waren alle gut durchdacht und es gab keine unlogischen Abfolgen. Die Auflösung hatte es echt in sich und ich bin schon auf den 3. Fall der beiden gespannt. Fazit: In diesem Buch hat einfach alles gestimmt. Es war spannend, nervenaufreibend, gruselig aber auch herzergreifend und vieles mehr. Die Fälle sind grausam und man sieht, dass Menschen zu Taten fähig sind, die man sich in seinen dunkelsten Träumen nicht vorstellen kann. Sabine und Maarten sind einfach großartige Charaktere und ich freue mich schon auf ihren 3. Fall. Bewertung: Cover: 5/5 Klappentext: 5/5 Inhalt: 5/5 Schreibstil: 5/5 Gesamtpaket: 5/5 5 von 5 Sterne

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Protagonisten Kommissarin Sabine Nemez war beim Münchner Kriminaldauerdienst als ihre Mutter entführt und getötet wurde. Bei ihren eigenen Nachforschungen traf sie auf den BKA-Profiler Maarten S. Sneijder, einen Mann, dem es offenbar an Höflichkeit und anderen guten Eigenschaften fehlt. Ab dem Zeitpunkt, ab dem sie wichtige Erkentnisse zur Aufklärung einer Mordserie beitragen konnte, genoß sie den Respekt von Sneijder und genießt ihn bis heute. In diesem zweiten Band erhält Sabine Nemez auf Zutun von Sneijder die Chance, eine Ausbildung beim BKA zu absolvieren. Inhalt Ein Jahr, nach dem die zehnjährige Clara in Wien verschwunden ist, taucht sie wieder auf. Auf ihrem Rücken findet sich eine Tätowierung, die Ähnlichkeiten zu Dantes „Inferno“ aufweist. Die Staatsanwältin Melanie Dietz kann mit ihren nicht ganz integren Methoden aufdecken, dass es weitere Opfer gibt. Zeitgleich beginnt Sabine Nemez ihr Studium beim BKA auf, wo Sneijder seinem hochbegabten Nachwuchs ungelöste Fälle vorlegt und seine Musterschülerin Nemez einen Zusammenhang erkennt. Meine Gedanken zum Buch Andreas Gruber hat es auch bei diesem zweiten Fall des Ermittlerteams Nemez / Snijder geschafft, einen Spannungsbogen aufzubauen, der von der ersten bis zur letzten Minute anhielt. Ein Teil der Geschichte des Thrillers spielt in Deutschland, der andere in Österreich und ich denke, ich verrate nicht zuviel, wenn ich erzähle, dass beide Handlungsstränge irgendwann zusammen führen, doch wie Andreas Gruber das konstruiert hat, hat mich einmal mehr fasziniert. Nachdem ich Fall 1 und Fall 3 bereits kenne, habe ich sogar Martin S. Sneijder ins Herz geschlossen, Sabine Nemez war mir sowieso vom ersten Moment an sympathisch. Von mir gibt es auch für diesen Band eine klare Leseempfehlung und fünf von fünf Sterne.

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Sabine Nemez, die bereits einen Fall mit dem Fallanalysten Maarten S. Sneijder zusammen gelöst hat, nimmt an einem anspruchsvollen Trainingsprogram des BKA teil. Einer ihrer Dozenten ist eben dieser Sneijder, was ihr schnell den Ruf einbringt, von ihm protegiert zu werden. Trotzdem – oder gerade deswegen - stürzt sie sich mit Feuereifer auf die ihr gestellten Aufgaben. Zur selben Zeit taucht in Wien ein Mädchen auf, das vor gut einem Jahr entführt worden war. Sie ist schwer traumatisiert und auf ihrem Rücken prangt ein Tattoo, das eine Szene aus Dantes berühmtem Inferno zeigt. Staatsanwältin Melanie Dietz ermittelt in diesem Fall, der sie auch persönlich betrifft und dessen Dimensionen ihr erst nach und nach klar werden. Mein Eindruck: Todesurteil ist in zwei große Handlungsstränge unterteilt. Einmal begleitet man Sabine Nemez bei ihren Ermittlungen im Rahmen ihrer Ausbildung, wobei diese schnell über den Ausbildungsrahmen hinausgehen. Sie erkennt recht schnell Zusammenhänge zwischen dem „Übungsfall“ und zwei weiteren ungeklärten Mordfällen und geht, auch gegen alle Widerstände, den Hinweisen nach. Ein Grund dafür ist ihr Ex-Freund Erik Dorfer, der in derselben Sache ermittelt hatte, überfallen wurde und nun auf der Intensivstation im künstlichen Koma liegt. Sabine ist überzeugt davon, dass er etwas Wichtiges herausgefunden hatte und deshalb auf ihn geschossen wurde. Der zweite Handlungsstrang befasst sich mit einer Tat in Wien an der Staatsanwältin Melanie Dietz arbeitet. Nachdem das entführte Mädchen mit der Tätowierung aufgetaucht ist, findet die Polizei nach und nach mehrere Mädchenleichen, die alle eine Gemeinsamkeit haben: ihnen wurde die Haut am Rücken entfernt. Nachdem die Ermittler das Tattoo des überlebenden Opfers identifiziert haben steht zu befürchten, dass es noch sehr viel mehr Opfer gibt. Ein erster Verdächtiger ist schnell ausgemacht und verhaftet, aber er ist nicht der „Tätowierer“ – wohl aber der Mörder der Mutter des Mädchens. Die Kapitel haben genau die richtige Länge und wechseln sich, natürlich, genau an den richtigen Stellen ab – was dazu führt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann :-) Auch das Maß zwischen persönlichen Dingen und Charakterentwicklung auf der einen Seite und den aktuellen Fällen auf der anderen Seite passt perfekt. Maarten S. Sneijder ist so arrogant, unausstehlich und brillant, wie ich ihn aus Todesfrist in Erinnerung habe. Sabine Nemez dagegen ist so hartnäckig und unbeeindruckt von Sneijders Art wie eh und je. Ein bisschen stört es mich, dass sie wieder ein sehr persönliches Motiv für ihre Ermittlungen hat – für mich hätten die Fälle auch ganz ohne die, sicher tragischen, Ereignisse um Erik Dorfer funktioniert. Lange Zeit rätselt man als Leser, wie diese beiden, sehr unterschiedlichen, Handlungsstränge wohl zusammenpassen – aber gegen Ende wird man schlauer :-) Ein paar Erkenntnisse verdankt man dabei Sneijders Marihuanakonsum – obwohl die „political correctness“ schon soweit auf mich abgefärbt hat, dass ich Joints rauchen in Büchern irgendwie deplatziert finde. Aber ganz viele Zusammenhänge ergeben sich auch aus der Ermittlungsarbeit auf beiden Seiten, also in Wien und Wiesbaden. Diese Ermittlungsarbeiten werden spannend und nachvollziehbar geschildert und laden auf jeden Fall zum Mitdenken ein – ein Punkt, den ich an guten Thrillern wirklich liebe. Ob man das Ende nun so gut findet oder nicht ist sicher Geschmackssache, aber es ist auf jeden Fall logisch und stimmig und das Schöne beim Lesen ist, dass ich mir nach Abschluss eines Buches einfach mein eigenes Ende ausdenken kann :-) Mein Fazit: Todesurteil ist ein grandioser Thriller mit tollen Charakteren. Maarten S. Sneijder ist ein sehr spezieller Ermittler, der aber zusammen mit Sabine Nemez zu Höchstform aufläuft. Erinnert vielleicht ein bisschen an Holmes und Watson – aber die beiden liebe ich ebenfalls :-)

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Buchinfo Todesurteil - Andreas Gruber Taschenbuch - 576 Seiten - ISBN-13: 978-3442480258 Verlag: Goldmann Verlag - Erschienen: 16. Februar 2015 - EUR 9,99 Kurzbeschreibung In Wien verschwindet die zehnjährige Clara. Ein Jahr später taucht sie völlig verstört am nahen Waldrand wieder auf. Ihr gesamter Rücken ist mit Motiven aus Dantes "Inferno" tätowiert – und sie spricht kein Wort. Indessen nimmt der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs mit seinen Studenten ungelöste Mordfälle durch. Seine beste Schülerin Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen mehreren Fällen – aber das Werk des raffinierten Killers ist noch lange nicht beendet. Seine Spur führt nach Wien – wo Clara die einzige ist, die den Mörder je zu Gesicht bekommen hat … Bewertung Todesurteil ist der zweite Teil der Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez - Reihe. Es baut sich gleich am Anfang eine spannende Handlung auf, die sich das ganze Buch über auch halten kann. Am meisten beeindruckt haben mich die Charaktere, sie sind wirklich gut gelungen. Sie sind nicht einseitig oder langweilig, sie überzeugen mit ihren Stärken und auch Schwächen. Am meisten natürlich Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder. Sabine ist eine ehrgeizige und intelligente Frau, deren Stärke die Fallanalyse ist, die aber auch gerne Alleingängen unternimmt. Maarten S. Sneijder ist Genie und Wahnsinn in einer Person. Er kann als Fallanalytiker die höchste Aufklärungsrate vorweisen, wobei seine Methoden zur Aufklärung oft ziemlich grenzwertig sind. Die Entwicklungen der Geschichte sind zum Teil sehr unerwartet, was aber die Spannung noch mehr erhöht. Oft dachte ich, ich weiß wer dahinter steckt, aber schnell wurde mir klar das ich falsch liege und das Ende war wirklich überraschend. Fazit: Ein MUSS für alle Thrillerfans! Genial konstruiert und spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

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bezieht sich auf das Hörbuch zu "Todesurteil", gelesen von Achim Buch Man trifft wieder auf Maarten Sneijder… entschuldigung, Maarten S. Sneijder… und ich habe ihn schon im ersten Band irgendwie liebgewonnen. Sneijder ist…nun ja… speziell, exzentrisch, eigentlich völlig unsympathisch. Aber er ist mal ein anderer Charakter, das gefällt mir. Die Geschichte besteht aus zwei Handlungssträngen (einerseits der der BKA-Studentin Sabine Nemez aus Wiesbaden, bekannt aus “Todesfrist” und andererseits der der Staatsanwältin Melanie Dietz aus Wien). Diese beiden Stränge werden dann relativ spät zusammengeführt, was erstmal Verwirrung nach sich zieht, weil man mit den vielen Fakten, Namen und Orten nicht mehr ganz hinterherkommt. Doch das Durcheinander wird schnell wieder klar, wenn man sich daran gewöhnt hat. Es folgt ein kleiner Höhepunkt, eine Verhaftung und man fragt sich: War’s das jetzt schon? Kann das wirklich das Ende der langen Ermittlungen sein? Natürlich nicht! Gruber schafft es, die Ermittlungen mit dem Leser zu verfolgen und immer wieder Überraschungen einzubauen. Und so kommt es am Ende dann zu einem Showdown, bei dem so gut wie alle Fragen geklärt werden. Einige nicht, doch das kann ich hier aus Spoilergefahr nicht schreiben. Fazit: Ein wirklich gut gelungener Krimi. “Todesurteil” wird nicht das letzte Buch von Andreas Gruber für mich gewesen sein. Er ist meine Krimi-Entdeckung des Jahres (bzw. des letzten Jahres, da ich den ersten Teil in 2015 gelesen habe). Die Stimme von Achim Buch ist angenehm und ich bin beeindruckt, dass er so viele unterschiedliche Personen ohne Fehler sprechen kann.

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