VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Leserstimmen (6)

Ian McDonald: Luna (Luna-Reihe) (1)

Luna Blick ins Buch

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 14,99 [D] inkl. MwSt.
€ 15,50 [A] | CHF 20,50*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Broschur ISBN: 978-3-453-31795-6

Erschienen: 12.12.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

Kundenrezensionen

5 Sterne
(1)
4 Sterne
(2)
3 Sterne
(2)
2 Sterne
(1)
1 Stern
(0)

Ihre Bewertung

Leserstimme abgeben

Voransicht

Review: Luna – Ian McDonald

Von: Aline Datum : 06.08.2017

www.thecupsoflife.wordpress.com

Für die Lektüre von Luna habe ich erstaunlich lange gebraucht. Natürlich ist es, mit über 500 Seiten ein ziemlich dickes Buch, aber es dauerte einfach auch einige Zeit, bis ich in die Geschichte hinein gefunden hatte. Sci-fi ist noch ein neues Genre für mich, aber ein Reizvolles. Der Autor hat, ähnlich wie in Fantasy-Geschichten, die Möglichkeit eine völlig neue Welt, Regeln, etc. zu erschaffen. Das ist Ian McDonald wirklich gut gelungen. Die Gesellschaft auf dem Mond, ist mit der, die wir auf der Erde kennen nicht zu vergleichen. Ihre Gesetze und Eigenheiten erklärt er aber sehr überzeugend, mit den nun mal auf dem Mond vorherrschenden Gegebenheiten und Gefahren. Dadurch wirkt das Setting manchmal auch beklemmend. Man fragt sich, wie die Menschen dort überleben können, gefangen in ihren Städten, die nichts anderes sind als selbst geschaffene Gefängnisse. Denn ein Überleben außerhalb der Städte, auf der Mondoberfläche, ist nicht möglich.

Den größten Teil der Geschichte wird aus der Sicht der Cortas erzählt. Sie sind eine der ursprünglichen Drachen-Familien, die „regierenden“ Familien auf dem Mond. Die Rückblenden des Familienoberhauptes Adriana Corta sind mit die interessantesten Stellen des ganzen Buches. Sie zeigen ihren Weg von der Erde auf den Mond, wo sie sich ein ganzes Imperium aufbaute. Dabei ist sie eindeutig nicht die unschuldige alte Dame, für die man sie vielleicht halten könnte. Eigentlich ist jedes Mitglied der Corta Familie etwas, sagen wir mal exzentrisch. Dadurch fand ich sie jedoch um einiges zugänglicher und liebenswürdiger.

Was Intrigen und Machtkämpfe unter den Drachen angeht, steht „Luna“ „Game of Thrones“ tatsächlich in nichts nach. Auch was die Anzahl an Charaktere betrifft. Jede Familie besteht aus unglaublich vielen Mitgliedern, die teilweise verwirrend ähnliche Namen haben. Gerade bei den anderen Drachen-Familien war es daher schwierig schritt zu halten. Ich bin gespannt, ob der nächste Band aus Sicht einer anderen Familie erzählt wird. Mich würde nämlich jetzt auch interessieren, wie sie es auf dem Mond geschafft haben.

Mit Sex wird auf dem Mond ziemlich offen umgegangen. Die Menschen haben dort nicht einmal Wörter für Hetero- oder Homosexualität. Eine Welt ohne Label sozusagen. Wirklich sehr erfrischend!

Zum Ende von „Luna“ kann man eigentlich nichts sagen ohne irgendwas zu spoilern. Außer, dass ich es nicht abwarten kann, den zweiten Teil „Luna – Wolfsmond“ zu lesen!!

Luna

Von: Charlene Datum : 04.06.2017

mylittlebookpalace.weebly.com

Handlung: In der Zukunft werden sich Menschen auch auf dem Mond aufhalten und dort leben können. Das Leben dort ist auch wirklich toll, zum mindest für die reichen, die Armen müssen schauen, wie sie sich durchschlagen, den man muss auch Kosten für Luft ausgeben und das können sich viele nur schwer leisten. Außer natürlich die reichen die meist auch einer der fünf ' Herscherfamilien ' angehören. In dem Buch geht es spezifisch um die Familie Corta und dem Familienoberhaupt Adriana, die durch den Abbau von Helium-3 reich geworden ist. Damit hat sie sich natürlich auch viele Feinde auf dem Mond gemacht. Es geht um Intrigen, Lügen und Unterdrückung.

Orte:Ein großer großer Pluspunkt ist der Ort in dem das Buch spielt, es spielt auf dem Mond und das Leben darauf hat seine verschiedensten Facetten, ich fand den Ort einfach toll und da auch alles sehr detailliert beschrieben wurde konnte man sich das richtig gut vorstellen.

Personen:Es gab sehr sehr viele Personen und man hat das Buch über auch immer mehr kennengelernt, ich hatte meine Lieblinge und auch die Personen die ich gar nicht gemocht habe, was natürlich auch so sein sollte. Viele Charaktere waren wirklich gut durchdacht und ich konnte mich mit den meisten gut identifizieren.

Schreibstil: Mit dem Schreibstil bin ich am Anfang nicht wirklich klar gekommen und es hat auch eine Weile gedauert bis ich endlich drin war. Es waren mir persönlich viel zu viele Beschreibungen, was es dann auch schwierig gemacht hat das Buch zu lesen.

Gestaltung:Mich hat das Cover persönlich sehr gut gefallen und ich finde auch die Kapitelgestaltung gefallen und ich finde es passt auch zu dem Buch und dem Thema.

Geschichte:Mir hat die Grundidee wirklich gut gefallen, doch leider fand ich es an manchen Zeilen zu langweilig und es waren mir persönlich viel zu viele Fakten aufgezählt. Mir hat der Verlauf der Geschichte relativ gut gefallen, auch wenn es an manchen Stellen wirklich langweilig geworden ist und ich mich durch das Buch zwingen musste. Aber dafür bekommt das Ende nochmal ein Pluspunkt, da mir das dafür wirklich gut gefallen hat.

Fazit: Ich fand das Buch leider nur mittelmäßig und es hat mich leider auch nicht wirklich gepackt, was mir wirklich leid tut, denn es hat sich so gut angehört, aber vielleicht hatte ich zu große Erwartungen an das Buch. Mir gefallen solche Geschichten sonst eigentlich sehr gerne und ich fand den Fakt, das die Geschichte auf dem Mond gespielt hat wirklich toll, mir haben die Personen auch wirklich gut gefallen. Leider hat mir der Schreibstil auch nicht ganz zugesagt und die Geschichte fand ich eher langweilig, allerdings war das Ende gut und deswegen gebe ich 2 von 5 Sternen.

Nicht so ganz überzeugend....

Von: Marina Rico Datum : 18.05.2017

www.minas-buecherwelt.de

Der Mond ist besiedelt. Menschen von der Erde können zu ihm reisen, sich dort gänzlich niederlassen oder eben nur für eine Weile auf ihm leben.

Die Grundversorgung, wie Wasser, Luft oder auch Daten, müssen teuer bezahlt werden und nur die wohlhabenden Schichten können sich das problemlos leisten. Alle anderen, weniger gut betuchten, müssen sich diese Grundstoffe hart erarbeiten, machen teils Schulden dafür.

So wie Marina Calzaghe, die auf der Erde nicht genug Geld für eine Therapie ihrer kranken Mutter aufbringen konnte. Dies ändert sich auf dem Mond schlagartig, als sie einen Job bei einem der herrschenden Clans des Mondes bekommt.

Die Fünf Drachen sind reiche Dynastien, so gesehen die High Society des Mondes. Die Cortas, eine der Dynastien, führen das Corta-Heliós Familienunternehmen und sind mit dem Abbau von Helium-3 reich geworden. Das Oberhaupt ist Adriana Corta, die so langsam die Nachfolge ihres Unternehmens bestimmen muss.

Pressestimmen vergleichen die Geschichte mit Game of Thrones und das kann ich so unterschreiben. Auch GoT ist voller Macht und Intrigen (wie Luna). Familienclans, die untereinander Zwangsehen eingehen, Intrigen spinnen, wo Stolz und Ehre wichtiger scheint als alles andere...
...diese Machtgefüge haben ein hohes Konfliktpotenzial, was sich auch immer wieder in der Geschichte niederschlägt.

Die unterschiedlichen Clans haben auch unterschiedliche Beziehungen zueinander: die Cortas und die Mackenzies sind verfeindet, die Suns und Asamoahs sind wiederum freundschaftlich mit den Cortas verbunden, die Woronzows sind eher neutral.

So richtig überzeugt hat mich das Buch nicht. Es könnte überall spielen. Der Mond spielt hier keine so große Rolle wie es am Anfang scheint (mal abgesehen davon, dass es "Luna" heißt und der Mond auf dem Cover abgebildet ist). Etwas mehr Science-Fiction und weniger politische Ränkespiele hätten der Geschichte durchaus gut getan.

Störend empfand ich auch viele Begriffe aus anderen Sprachräumen, die sich einem nicht immer auf Anhieb erschließen. Manche davon werden zwar im hinteren Glossar erklärt, aber wer möchte schon ständig im Buch blättern?
Das Ende ist offen, da mit "Wolfsmond" kürzlich die Fortsetzung erschienen ist. Ob ich die allerdings lese...?

Was ich gut fand, war das haptische Erlebnis. Der abgebildete Mond auf dem Cover setzt sich von der Struktur her etwas ab und fühlt sich echt gut an. :-).

Wie gesagt, das Buch hat mich nicht so überzeugt, aber ich wollte es trotzdem bis zum Ende lesen.

Epos

Von: A.D: Datum : 07.03.2017

www.kultplatz.net

Ein komplexer Roman, der in seiner Art eine Future History ist, eine spannende, verwickelte Geschichte um die Intrigen der fünf Familien, die den Mond beherrschen - das Spiel um Macht kann locker mit jenem in "Game of Thrones" mithalten.

Zugleich eine Social SF. Ian McDonald hat es schon immer verstanden, Anspielungen und Bezüge aus der Zukunft zur Gegenwart zu knüpfen, was besonders in seinem drallen, überbordenden, dichten, chaotischen Roman "Cyberabad" deutlich wird.

Luna ist ein prächtiges Zukunftsepos, eine klassische Familiensaga. Der Roman findet in "Luna - Wolfsmond" seine Fortsetzung.

Detailliert erzählt

Von: Michael Lehmann-Pape Datum : 03.03.2017

www.rezensions-seite.de


Man muss es mögen, diese ruhige, breite Erzählweise, dann kommt man in diesem neuen Science-Fiction Roman von Ian McDonald durchaus auf seine Kosten.

Der Mond besiedelt, aber in gewisser Weise von der Erde abgesondert. Eine Erde, die im Roman kaum eine Rolle spielt und weitgehend noch nicht einmal am Horizont auftaucht. Eine Erde, die vor allem eines ist, Nutznießer und Abnehmer der Erzeugnisse des Mondes. Der Erze, seltenen Erden, und, nicht zuletzt, von Helium 3.

„Ohne mich würde auf der ganzen Erde das Licht ausgehen“, so denkt und sagt es die Matriachin des „Corta-Helios-Komlexes“, Adriana Corta. Und mit diesem helium ist die Familie Corta mächtig und reich geworden, eine der „Fünf Drachen“ auf Luna, der fünf reichsten und herrschenden Clans.

Die einander, trotz mannigfaltiger Heiraten, Querverbindungen, Verträge nicht sonderlich grün sind. Was vor allem das Verhältnis von Adriana Corta zu Robert Mackenzie (der, der nur „von seinem Stuhl“ noch am Leben gehalten wird. Eingebettet und umringt von zig Lebenserhaltungssystemen, aber immer noch durch nackten Willen angetrieben). Angeht. Der den Mond „eroberte“, der als erster Maschinen en Gros auf Luna brachte und den Grundstein zu seiner Erzgewinnung damit legte-

„Der Wille zur Macht, der Wille, zu besitzen, der Wille, festzuhalten und nichts herzugeben, auch nicht den kargen Rest seines Lebens“.

Intrigen, harte Verhandlungen, gegenseitiges unterlaufen von Geschäftsverträgen, vor allem mit der Gesellschaft, der Luna am Ende gehört und welche die Geschäfte mit der Erde vermittelt.

Und auf einmal, bei einem Corta-Empfang, summt da eine Fliege herum. Eine künstliche (Echte Insekten, Bakterien oder andere störende Elemente gibt es auf Luna nicht). Eine vergiftete Fliege. Und die Dinge nehmen Fahrt auf. Denn innerhalb der Millionen von Luna Bewohnern gibt es eben nicht nur die vielen, die ihr Leben versuchen, gut zu leben und die am „endlosen Lauf“ teilnehmen und die genug damit zu tun haben, genügend finanzielle Mittel zusammenzubekommen, um Wasser und Sauerstoff, Lebensmittel und Kleidung erwerben zu können.

Und dennoch werden auch sie betroffen sein, wenn Adriana Corta und ihre drei Söhne (die untereinander ebenfalls die ein oder andere Intrige am Laufen haben) gegen Robert Mackenzie und seinen Clan antreten werden. Subtil zunächst, offen und hart im weiteren Verlauf des Romans. Und auch die andren drei Clans werden nicht außen vor stehen bleiben, wenn es um die Existenz der Kolonie auf dem Mond geht und darum, wer sich dort ganz oben an der Macht halten werden kann.

Sehr breit erzählt McDonald, mit spürbarer Lust an den Einzelheiten des Lebens, an „Druckern“, die so gut wie alles herstellen können, an einer ganz besonderen Form der Existenz „unter tausenden von Tonnen Stahl“.

„Auf dem Mond herum zu laufen ist kein Spaziergang. Der Mond kennt tausend Todesarten für uns“. Und die Menschen ebenfalls noch so einige füreinander.

Ein wenig zügiger, mit mehr Tempo hätte es schon gehen können. Zudem es nicht einfach ist, gerade zu Beginn, sich in den vielen Personen zurecht zu finden, die McDonald auf ihren Weg durch die Irrungen und Wirrungen der Luna-Kolonie schickt. Am Ende aber entschädigt die filigrane Atmosphäre und die Ereignisse in der zweiten Hälfte des Romans den Leser aber für das geduldige Lesen der ersten 200 Seiten.

Game of Thrones im Weltall!

Von: Miss PageTurner Datum : 27.12.2016

miss-page-turner.blogspot.de

Game of Thrones in Space
Treffender könnte man den Science Fiction Thriller von Ian MCDonald wohl kaum beschreiben und ich bin sicher, dass dieses Buch viele Leser wird begeistern können. Mich leider nicht so denn es ergeben sich für mich leider auch dieselben Probleme die ich schon mit den Stark, Lannister und Co hatte.

Aber von Vorne: Wie es sich für ein Science Fiction Roman nun mal gehört, spielt Luna nicht auf der Erde. All zu weit zieht es uns aber nicht, denn die Handlung ist komplett auf dem Mond angesiedelt.
An dieser Stelle möchte ich auf einen gravierenden Fehler in der Übersetzung auf der ersten Seite hinweisen: Dort ist eine Karte vom Mond abgebildet, die mit „Rückseite des Mond“ betitelt ist. Dort ist aber ebenfalls der Krater Tycho eingezeichnet, der sich bekanntermaßen auf der Erdzugewandten Seite des Mondes befindet.

Die Ordnung auf dem Mond wird vor allem durch fünf Familien bestimmt, den sogenannten Drachen. Sie ebstimmen sowohl gesellschaftlich, als auch wirtschaftlich wo es lang geht. Ein Drache sind die Cortas. Eine Familie die durch ihren Heliumabbau zum Wirtschaftsriesen geworden sind, unter den anderen Drachen aber als neureiche Aufsteiger gelten.
Im Laufe der Handlung begleiten wir mehrere Mitglieder der Corta Familie und verstricken uns dabei immer mehr in ein Gewirr aus Macht, Intrigen und Verrat.

Das Tempo der Handlung ist anfangs noch gemächlich. Der Fokus liegt auf den Charakteren: Ihren Motiven, Hintergründen und Ziele. Umso weiter die Handlung fortschreitet umso verzwickter werden die Beziehungen, es tauchen immer mehr Geheimnisse und Intrigen auf. Während Fans von Game of Thrones sicher dieses Spiel von Macht, Sex und Hinterlist amüsant und spannend finden, fand ich es eher langweilig und in die Länge gezogen. Auch die Masse an Charakteren und neuen Vokabeln (Auf dem Mond werden nämlich fröhlich Begriffe aus Brasilien, Korea, Japan und Russland durchgemixt) empfand ich als zu viel. Ohne Personenregister und Glossar wäre ich gar nicht klar gekommen.
Zum Ende hin überschlagen sich dann die Ereignisse und es wir richtig spannend, wenn auch mit einem recht ärgerlich offenen Ende.

Die von Ian McDonald entworfene Mondgesellschaft fand ich sehr gut gelungen. Jeder Mensch muss für die 4 Grundstoffe bezahlen: Luft, Wasser, Kohlenstoff und Daten. Die Armen schuften also um überhaupt atmen zu können und jeder Luftzug wird berechnet. Ein Modell dass natürlich nur an einem Ort ohne atembare Atmosphäre wie der Mond funktioniert. Auch Details wieder Muskelabbau in de leichteren Schwerkraft wurden nicht vergessen und lassen das Leben auf dem Mond realistisch erscheinen.

Fazit:
Fans von Machtintrigen wie Game of Thrones werden mit Luna sicher ihren Spaß haben und sich für die Geschehnisse rund um die Cortas begeistern könen. Mein Fall war es aber nicht.