Leserstimmen zu
Das Ja-Experiment – Year of Yes

Shonda Rhimes

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Als eine ihrer Schwestern ihr an den Kopf schmeißt, dass sie ständig zu allem „Nein“ sagt, bringt dies Shonda Rhimes zum nachdenken – und zu dem Entschluss, ein Jahr lang zu allem „Ja“ zu sagen, was ihr Angst macht. Was als schräges Experiment beginnt, verändert jedoch ihr Leben – und zwar auf besondere Art und Weise und zum Positiven. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben und bietet unterhaltsame und private Einblicke in das überraschend bodenständige Leben der Drehbuchautorin. Mit viel Witz und Intelligenz beleuchtet sie hier einmal ihr eigenes Leben, während sie es von Grund auf ändert. Es ist fast, als säße sie neben einem und würde einfach locker drauf loserzählen. Natürlich plaudert sie dabei auch ein bisschen aus dem Nähkästchen von Shondaland – allerdings nur wenn es auch für die Handlung ihres Buches relevant ist. Am schönsten fand ich das Kapitel, indem sie schildert, dass wir Frauen uns nicht kleiner machen sollen als wir sind, dass wir lernen müssen Komplimente anzunehmen und dass wir uns auch mal selbst sagen sollen, dass wir toll sind, so wie wir sind. Das besondere daran war eben, dass sie selbst es erst in diesem Abschnitt gelernt hat. Insgesamt muss ich sagen, dass dieses Buch eine tolle Leseerfahrung für mich war. Shonda Rhimes unkomplizierte und humorvolle Art zu schreiben rahmen das doch recht große Thema perfekt ein. Und nicht nur dass, es ist inspirierend – ganz ehrlich ich will auch so eine positive Einstellung zum Leben! Was mich jedenfalls am Meisten überrascht hat, ist die Tatsache, wie viele Dinge es gibt, zu denen man ja sagen kann. Mein Fazit Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, egal ob Shondaland-Fan oder nicht. Es ist eine wahre Inspiration hin zu einer lebensbejahenden Einstellung und für schon jetzt ein Highlight dieses doch noch sehr kurzen Lesejahres.

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Zusammengefasst Jedem Serienjunkie, der auf Ärzte steht, sollte der Name „Shonda Rhimes“ etwas sagen. Doch die berühmte Drehbuchautorin schreibt nicht nur Folgen zu Grey’s Anatomy sondern auch zu Private Practice, Scandal und How to get away with Murder. Doch was steckt wirklich hinter dem Namen Shonda Rhimes? Wer ist diese Person, was macht sie aus und ist sie wirklich so wie so zu sein vorgibt? Dieses Buch ist ein Selbstexperiment – Shonda sagt meistens Nein, sie drückt sich vor allem was neu und angsteinflössend ist. Doch dies alles ändert sich, als sie beschliesst einfach mal JA zu sagen. Darüber Gedanken gemacht Natürlich wollte ich das Buch unbedingt wegen ihr und meiner Liebe zu Grey’s lesen, das Buch war so überrumpelnd gut, dass es sofort eines meiner Jahreshighlights geworden ist. Doch fangen wir von vorne an, die Geschichte wird aus der Sicht von Shonda selbst erzählt. Sie spricht den Leser oft persönlich und direkt an, so bekommt man schnell das Gefühl, dass sie neben einem auf der Couch sitzt. Ausserdem schreibt sie so frei heraus, charmant, witzig und klug, dass man sich wünscht, sie als Freundin zu haben. Doch wie beginnt „the year of Yes?“. Das ganze wird nämlich erst mit einer Bemerkung von ihrer ältesten Schwester ins Rollen gebracht. Diese meint nämlich, dass Shonda nie zu etwas Ja sagen würde. An ihrem Geburtstag taucht dieser Satz wieder in Shondas Kopf auf und plötzlich weiss sie, dass sie etwas daran ändern muss und setzt sich selbst das Ziel – ein Jahr lang zu allem Ja zu sagen. Anfangs macht ihr das unglaublich viel Angst und man leidet wirklich mit ihr, in vielem erkennt man sich plötzlich auch selbst wieder. Denn jeder Booknerd ist auch ein wenig introvertiert. Und sie schafft es einen direkt auf dieses Problem anzusprechen und zwingt einen sich mit sich selbst auseinander zu setzen. Besonders gut habe ich mich im Kapitel wiedererkannt indem es um Komplimente geht. Shonda besucht eine Veranstaltung in der Frauen für etwas gutes gelobt werden und beobachtet, wie jede, die ein Kompliment erhält, den Kopf schüttelt, es verneint oder sich sogar beschämt zurück zieht. Sofort fragt sie sich; Wieso ist das so? Wieso sollte man nicht selbst auf sich stolz sein dürfen ohne als Arrogant abgestempelt zu werden? Besonders toll ist auch die Rede, die Shonda am „Women in Entertainment von 2014 hielt. Hier könnt ihr euch die Rede in voller Länge auf Englisch ansehen. Gefiel mir sehr Besonders gut gefiel mir der Einblick in ihre Arbeit als Drehbuchautorin – oder wie sie sagen würde „Im Gleise verlegen“. Denn so erfuhr man nämlich auch einiges zu Grey’s, das einem so noch gar nie aufgefallen war. Und ich als Serienjunkie bin natürlich immer neugierig auf Background Infos! Toll war auch, wie man mit Shonda zusammen miterleben konnte, wie positiv sie sich durch dieses Experiment verändert hatte. Sie wurde mutiger, offener und lernte ihre wahren Freunde schätzen. Viele Tipps und Ratschläge kann man sich wirklich zu Herzen nehmen. Noch dazu kommt es, dass sich Shonda stark für die LGBT-Gemeinde und die Farbigen einsetzt und dies auch in ihren Serien umsetzt. So etwas sollte auf jeden Fall gelobt werden und wenn man sich ihre Beweggründe dazu durchliest, schätzt man die Serien gleich noch einmal viel mehr! Schreibstil & Cover Der Schreibstil ist grosse Klasse, direkt, frech und mutig. So wie jeder sein sollte. Ausserdem ist Shonda Rhimes so witzig, ehrlich! Ich musste so oft laut los lachen, das hatte ich bei einem Buch schon lange nicht mehr. Das Cover ist toll und super sympathisch. Fazit Ein absolutes Spitzenbuch von einer Hammerfrau! Darin steckt so viel Gutes, dass ich es wirklich nur jedem empfehlen kann. Besonders für Menschen, die vielleicht öfters schüchtern sind oder nicht zu sich selbst stehen können / wollen – ist dieses Buch ein kleiner Freund, der einem weiter helfen könnte! Bewertung Buchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5) Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5) Botschaft ♥♥♥♥♥ (5/5) Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)

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Ehrlich gesagt habe ich vorher noch nie etwas von und über Shonda Rhimes gehört oder gelesen. Sie schreibt Drehbücher für »Grey's Anatomy«, »Scandal« und »How to get away with murder«. Schon gehört, aber nie geschaut. Von Haus aus ist sie eher schüchtern und neigt eher zum Nein-Sagen, was viele von uns ja auch als Lernaufgabe haben. Nachdem ihre Schwester ihr vorwarf, dass sie eben immer nur zu allem nein sagt, hat sie sich vorgenommen, zu den Dingen, die sie zuvor gemieden hatte, ein Jahr lang "Ja" zu sagen. Und so entstand ihr Buch "Das Ja-Experiement - Wie ein kleines Wort dein Leben ändern kann!". Das betrifft Interviews, Einladungen zu Reden, Familienereignisse und sogar der Wunsch ihrer kleinen Tochter, mit ihr zu spielen, statt immer »nur« zu schreiben. Herausgekommen ist also ein sehr inspirierendes Buch einer mutig gewordenen Frau, die sich all ihren Ängsten stellt und so über viele Schatten springt. "Als mir das erste Mal nahegelegt wurde, ein Buch über dieses Jahr zu schreiben, wollte ich instinktiv Nein sagen. Über mich selbst zu schreiben, fühlt sich ungefähr so an, als würde ich in einem guten Restaurant auf einen Tisch klettern, mein Kleid heben und allen Leuten zeigen, dass ich keine Unterhose trage." (Seite 23) Was nun habe ich gelernt während des Lesens des wundervollen Buches von Shonda Rhimes? Nun wahrlich sehr viel z. B. mich selbst nicht mehr klein machen, sondern meine Größe leben! Mutig meinen Weg voranschreiten! Komplimente annehmen und nicht herunterspielen! Ja zum Nein sagen! Und tun was ich tun möchte, um mir selbst gut zu tun. Doch das sind nur einige Aspekte ... Lest das Buch unbedingt selbst! Fazit: Ein inspirierendes und humorvoll geschriebenes Buch einer warmherzigen, authentischen Frau! Sehr empfehlenswert!

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Ehrlich gesagt, ich hatte keine Ahnung, wer Shonda Rhimes ist und fand viel mehr das Experiment an sich ziemlich spannend. Jetzt weiß ich zumindest, Shonda Rhimes schreibt Drehbücher für ziemlich bekannte und erfolgreiche Serien: Grey’s Anatomy, Private Practice und How to Get Away with Murder. Zugegeben, obwohl ich jetzt weiß, dass sie Drehbuchautorin ist, habe ich keine dieser Serien je gesehen, aber zumindest kenne ich sie und weiß, dass sie ziemlich beliebt sind. Es kommt im Buch auch immer wieder zur Sprache, aber es war jetzt für mich als „Außenstehenden“ nicht schwer, mir trotzdem Zusammenhänge zu erschließen, weil es eben vordergründig um das Experiment geht. Zu Beginn lernen wir Shonda kennen, sie beschreibt sich selbst als schüchtern, ängstlich und menschenscheu. Als Kind war es ihre Vorliebe in der Speisekammer zu sitzen und Geschichten zu erfinden, in ihrer eigenen Welt zu verschwinden und auch heute wünscht sie sich ab und an noch eine Speisekammer. Meine Befürchtung war ein wenig, wir haben es hier wieder mit einem Menschen zu tun, der sowieso schon selbstbewusst ist und nur irgendwelche sinnlosen Phrasen in die Welt hinausposaunt, doch die schöne Überraschung für mich war: ich glaube Shonda Rhimes Worte. Sie scheint wirklich ein eher introvertierter Mensch zu sein, der nicht das große Publikum sucht. Nun ist es als Drehbücherautorin so, dass man die ein oder andere Einladung erhält, eine Rede zu halten oder in einer Talkshow aufzutreten. Bis jetzt hat sie sich davor gedrückt, doch es ist ihre eigene Unzufriedenheit, über ihre Schüchternheit, die sie dazu veranlasst, ein Jahr lang zu allem Ja zu sagen. Ein mutiger Schritt und sicherlich haben viele schüchterne Menschen schon einmal diesen Entschluss gefasst, aber wie leicht ist es, sich vor seiner Entscheidung zu drücken, zu sagen, vielleicht doch lieber morgen. Shonda weiht ihre Umgebung ein, spricht mit ihrer Familie, ihren Freunde und ihrem PR-Manager, besonders letzterer freut sich unglaublich, weil klar, PR bedeutet Öffentlichkeit. Es sind auch diese Menschen, die sie immer wieder daran erinnern, dass sie selbst sich entschieden hat, Ja zu sagen. Zumindest am Anfang des Experimentes denke ich, hilft es ihr, doch nicht alles wieder zu kippen. Allerdings ist Shonda auch sehr ehrgeizig, ich denke, sie hätte es sich auch niemals erlaubt, aufzugeben. Der Schreibstil ist locker und leicht, besonders der Witz kommt nicht zu kurz und da nimmt sich Shonda Rhimes auch gerne mal selbst auf die Schippe. Zum Beispiel herrscht in der Familie Rhimes ein ziemlicher Wettkampf – es geht oft einfach nur ums gewinnen, sei es jetzt bei Brettspielen oder wirklich wichtigen Stationen im Leben und dieser Wettkampf schwappt ein wenig auf den Leser über. Hab ich Shonda nämlich ein wenig kennengelernt, weiß ich jetzt gewiss, wenn sie eines nicht leiden kann, dann verlieren. In ihrer Welt muss man etwas erreichen, um stolz sein zu können. Mit erreichen ist Erfolg gemeint – Träumer sind ihr zuwider, wer träumt, arbeitet nicht – ihr Motto nicht träumen sondern machen. Diese Einstellung war doch an ein oder anderer Stelle ziemlich extrem, schön zu lesen ist aber auch, sie weiß über ihre Einstellung Bescheid, sie sagt auch selbst von sich, ein Workaholic zu sein. Ob diese Art und Weise eine gute ist, nun, diese Entscheidung bleibt jeden selbst überlassen. Spannend für mich zu sehen war auch, wie viel Arbeit hinter einer TV-Serie steckt, wenn geben jede Woche eine Folge abgeliefert werden muss und es keine Möglichkeit für eine Verzögerung gibt. Shonda Rhimes ist schön, erfolgreich und selbstbewusst, aber auch sie hat Tiefen hinter sich, Zeit in denen sie unter ihrer Schüchternheit verschwunden ist und ist auch ihr Talent nicht vom Himmel gefallen, mir ein wenig geholfen, sie nicht auch Wunderkind zu sehen, war die Tatsache, dass sie das Drehbuch zu „Crossroad – Not a Girl“ mit Britney Spears geschrieben hat und wer den Film gesehen hat, weiß, das Grey’s Anatomy eine ganz andere Liga ist.

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Shondas Serien sind wahre Reißer, wer kennt nicht Grey's Anatomy, Scandal oder How to get away with Murder. Das Erfolg aber nicht zwangsläufig auch Glück und glücklich sein bedeutet wird in Shondas Buch "Das Ja-Experiment" auch wieder klar. Aber wenn man Hauptberuflich Hit-Serien voller Witz und bissigem Humor schreiben kann, dann kann man jedenfalls schon mal auch sehr gut ein Buch schreiben. Locker und flockig kommt es daher und liest sich wunderbar in einem Rutsch. Der Inhalt ist kurz erklärt. Shonda sagt Nein, einfach immer, oft aus Angst und das soll sich nun ändern. Ein Jahr lang wird nur noch Ja gesagt. Es ist jetzt vermutlich nicht verwunderlich, dass eine berühmte Person wie die Autorin, dann durch ihre Jas auch dementsprechend tolle Sachen erlebt. Denn würde ich zu was ja sagen, auf das ich eigentlich nicht so Lust hätte oder mir vor Angst in die Hosen machen müsste, würde ich vermutlich nicht bei Obama oder Kimmel landen. Aber der Ansatz mit dem Ja gefällt mir. Was ich gut nachvollziehen kann ist die Angst vor neuen Dingen und die Möglichkeit, dass diese Angst einen einfach zurückhält diese zu tun. Vor allem wenn man etwas schüchterner oder introvertierter ist oder einfach mal anders als der Rest der Welt. In diesem Fall kann diese im Buch propagierte überwinden sicher auch ganz neue Horizonte öffnen. Bei Shonda wirkt das Ja jedenfalls magisch, sie schafft jetzt quasi alles. Öffentliche Reden, zig unnötige Kilos zu verlieren und überhaupt wird alles besser. So der Eindruck beim Lesne. An einem einfachen Wort wird das vermutlich nicht liegen, aber vielleicht ja an einem Anstoß von innen, den es dafür gebraucht hat zu reflektieren und was Neues zu beginnen? Wer weiß? Mein Fazit, ein gelungenes Buch mit Humor und Charme geschrieben. Mein Leben wird es nicht verändern. Ich sage einfach zu gern Nein vermutlich. Aber ich kann mir vorstellen, wenn man sich so einem Experiment stellt, dann kommt durchaus etwas dabei raus.

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Shonda Rimes ist eine große Drehbuch-Autorin, die mir, wie ich gestehen muss, bisher unbekannt war. Sie begeistert also mit ihren Worten schon einige Jahre lang ettliche Menschen auf der ganzen Welt. Aber wie es oft so ist, bleibt mit dem Erfolg die persönliche Zufriedenheit auf der Strecke. Jeder kennt es, man sagt einfach immer ruckzuck NEIN, zu Verabredungen, Angeboten, Einladungen, und zu sich selbst. Man ist beschäftigt, muss sich um alles kümmern, muss organisieren,... Wo soll man da noch für anderes Zeit finden? Shondas Freunden und Familie fiel es auf, und nach einem offenen Gespräch machte sie sich Gedanken. Sie beschloss, für ein Jahr lang, JA zu sagen. Und von diesem Experiment erzählt sie nun in ihrem Buch. Natürlich bedeutet dies nicht, daß sie von nun an für jeden immer griffbereit zur Stelle steht. Viel mehr sagt sie JA zu den richtigen Entscheidungen, zu denen, die ihr selbst gut tun, und die sie weiter bringen. Als ich zu lesen begang, fing ich relativ früh an, Vergleiche zu ziehen. Und mir wurde bewusst, daß auch ich gerne nein sage und Absagen verteile. Und vielleicht sind mir dadurch schon eine Menge wunderbarer Momente entgangen? Welche Chancen hätte ich vielleicht nutzen können? Wo wäre ich jetzt, wenn ich öfters einmal JA gesagt hätte? Obwohl Shonda Rimes nach aussen hin die taffe Erfolgsfrau ist, so hat sich sich selbst doch sehr eingeschränkt. Um zu funktionieren. Und ich glaube, dieses Gefühl kennen ganz viele Menschen. Ob ich den selben Weg gehen könnte wie sie? Ich glaube nicht. Doch ich habe mir vor genommen, viel öfters darüber nachzudenken, doch einmal JA zu sagen. Auch wenn ich geradee gestresst, genervt, müde oder ängstlich bin. Neben diesem Motivationsschub gibt die Autorin auch noch Einblicke in ihr Arbeits- und Privatleben, und zeigt Fotos ihrer Familie und von den Dreharbeiten ihrer erfolgreichen Serien. Wer sie sieht, käme nicht auf die Idee, daß sie nicht immer glücklich und zufrieden ist oder war. Doch nun konnte ich einen Blick hinter diese Fassade werfen, konnte einen Menschen kennen lernen, der in vielen Dingen ganz "normal" ist. Eben so, wie der Großteil der Menschen. Das etwas andere Motivationsbuch, welches tatsächlich zum Nachdenken anregt. Meine Bewertung: 5 von 5 Sterne!!!

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Das Ja-Experiment ("The Year of Yes") - Wie ein kleines Wort dein Leben ändern kann - von Shonda Rhimes Paperback, 320 Seiten Erscheinungsdatum 31.10.2016 ISBN-Nr. 978-3-453-20130-9 Preis 16,99 Euro Buch hier erhältlich Heyne Verlag Die Autorin schreibt Drehbücher für Erfolgsserien wie zum Beispiel "Grey's Anatomy" oder "Scandal" und ist eine der begehrtesten Produzentinnen Hollywoods. Diese Tatsache wird nicht nur einmal, sondern gefühlt hundertmal im Buch erwähnt. Nachdem das also mehr als geklärt war, habe ich eine witzige und selbstironische Story im frechen Erzählstil erwartet. Die von mir sehr geschätzte deutsche Jung-Autorin Julia Engelmann (Verfasserin von "Eines Tages, Baby) hat auf dem Back-Cover des Buches geschrieben: "Shonda Rhimes' Ja-Experiment hat ihr gezeigt, zu was sie alles in der Lage ist. Diese Lebenhaltung inspiriert mich. Oh ja, Baby!" Die nach außen hin sehr erfolgreiche Shonda ist zunächst eine eher zurückhaltende, in manchen Situationen durchaus unsichere Person, die viel lieber "Nein, danke" sagt, als sich unangenehmen Herausforderungen zu stellen. Sie verläßt ihre Komfortzone ungern, prahlt aber gerne vor anderen mit ihren theoretischen Möglichkeiten. In einem persönlichen Gespräch wird sie eines Tages von ihrer Schwester darauf aufmerksam gemacht, dass sie ja eh nie "zu irgendetwas Ja sage". Das macht sie nachdenklich und sie beschließt von nun an, ein Jahr lang "Ja" zu sagen, und zwar zu allen Angeboten, Veranstaltungen und Terminen, die sie sonst sofort und ohne nachzudenken abgelehnt hätte. Dabei kommen dann Kapitel heraus wie beispielsweise: "Ja zur ganzen Wahrheit" "Ja zur Kapitulation im Mütterkrieg" (Die Autorin hat drei Kinder) "Ja zu meinem Körper" (sie nimmt im Laufe ihres Ja-Experiments viele Kilos ab) "Ähhh, ja ...?" Jeder von uns kennt ja so "seine" Angstsituationen, in denen er sich sehr unwohl fühlt und die er deswegen - wann immer möglich - umschifft. Sei es, eine Rede vor anderen Leute zu halten, sich bei Geschäftsessen mit dem Vorstand zu unterhalten und dabei ein möglichst gutes Bild abzugeben, sei es zur Pediküre zu gehen oder sich einen neuen Bikini zu kaufen. Es gibt 'zig Beispiele an Situationen, die individuell so verschieden bewertet werden wie Sonne und Mond. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das ändert, nur weil man beschließt, von nun an immer "Ja" zu solchen Situationen zu sagen. Bei mir würde das nicht funktionieren. Deswegen habe ich das Buch regelrecht verschlungen und mit grosser BeVerwunderung festgestellt, wie souverän die Autorin plötzlich öffentliche Reden gehalten hat, Auftritte absolviert hat, die sie eigentlich hasst oder wie sie trotz eines Termins unter Zeitdruck plötzlich entspannt mit ihrer Tochter gespielt hat ("Ja" zum Spiel). ??? Das Buch ist durchaus amüsant zu lesen. Aber wieviel Wahrheitsgehalt dran ist, wage ich nicht zu beurteilen. Es ist sehr (sehr, sehr) amerikanisch (ist ja auch eine Übersetzung aus dem Amerikanischen). Ich werde den Verdacht nicht los, dass es einfach darum geht, diese eh schon super erfolgreiche Autorin noch mehr zu bewerben und in den Fokus zu stellen (darum vermutlich auch die ständigen Hinweise auf ihre erfolgreichen Drehbücher). Sorry, Shonda, mir ist das "too much". Nach ihrem Entschluß "Ja" zu ihr unangenehmen Situationen zu sagen, läuft plötzlich alles perfekt. Sie nimmt angeblich unglaubliche 60 kg (!) ab, meistert alle Pflichttermine und darüber hinaus noch viele mehr, spielt auch dann noch mit ihren Kindern, wenn sie längst im Taxi sitzen müsste und ist bei allen Tätigkeiten auch noch super gut drauf. Glücklich und selbstbewußt! Aha. Ich habe die begeisterten Rezensionen anderer durchgelesen und bin etwas überrascht, dass ich mich da nicht einreihen kann. Mir ist das einfach zu viel und zu unrealistisch. Wenn es für die Autorin denn wirklich so ist, dann herzlichen Glückwunsch, alles richtig gemacht. Der Schreibstil ist zwar frech und witzig, insofern eignet sich das Buch als nette Unterhaltungs-Lektüre. Mehr nicht. Man liest die Handschrift der erfolgreichen Serienschreiberin deutlich heraus. Eine Profi-Autorin eben, die aus einem Einkaufszettel einen Bestseller machen könnte. Mir viel zu glatt und zu gekonnt, als das mir das gefallen könnte. Als praxistauglichen Ratgeber, sein Leben umzukrempeln, wie viele das Buch beurteilen, sehe ich es nicht.

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ch muss gestehen Shonda Rhimes hätte auch 300 Seiten über Klopapier schreiben können, ich hätte trotzdem das Buch verschlungen und freudestrahlend die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen! Diese Frau ist einfach eine Heldin meines Alltags. Nicht nur weil ich seit Jahren von ihrer Autorenschaft blendend unterhalten werden, sondern weil sie einfach ein guter und faszinierender Mensch ist. Sie setzt sich für Gleichberechtigung und Diversität ein. Das das nicht selbstverständlich ist und überhaupt einen Einsatz bedarf ist ein Unding. Aber dafür gibt es ja Kämperinnnen wie Shonda um das langfristig zu ändern. Diese tolle und starke Frau dabei zu begleiten auf dem steingen Weg vom ewigen Nein-Sager zum (Lebens-)bejahenden Menschen, ist nicht nur unterhaltsam (sie schreibt umheimlich lustig und clever), sondern gibt einem auch Kraft und Mut im eigenen Leben öfter Ja zu Dingen zu sagen. 2017 kann nun kommen und ich werde ihm mit einem lauten „JA!“ begegnen🙂

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