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Leserstimmen (6)

Franz Hohler: Das Päckchen

Das Päckchen Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87559-0

Erschienen: 11.09.2017
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Ein absolut spannender Roman

Von: Sabrina Datum : 09.12.2017

sabrinas-buchwelt.blogspot.de/

Ich mag Bücher, in denen es um Geheimnisse, Verschwörungen und alte Dokumente geht - eben alles was spannende und nach Abenteuern und Rätsel klingt - und genau das hat mir Franz Hohler mit "Das Päckchen" versprochen und es auch gehalten.

Es ist das erste Buch, was ich von ihm gelesen habe und kann es daher nicht vergleichen. Dennoch kann ich sagen, dass er über einen wundervollen, detaillierten, ruhigen Schreibstil verfügt, der einen an den Seiten festhält - und genauso versteht er es auch spannende Momente und Szenen aufzubauen um den Leser richtig gehend zu fesseln.

Zudem arbeitet er mit zwei Handlungssträngen, das mag ich sowieso sehr gerne - weil es einen zum einen tiefer und auf mehreren Ebenen an das Thema heranträgt und zum anderen auch das lesen abwechslungsreicher gestaltet.
Während ich einem reinen historischen Roman nicht viel abgewinnen kann, mag ich den Strang um den Mönch Haimo und seine Aufgabe als einzelnes sehr wohl.

"Das Päckchen" ist mit seiner Erzählweise, den Handlungen in der gegenwart und der Vergangenheit, der liebevollen Ausarbeitung der Charaktere und ihrer Weiterentwicklungen ein wirklich sehr gelungener Roman, den man ohne weiteres weiterempfehlen kann!

Als das erste deutsche Wörterbuch geschrieben wurde ...

Von: Marina Büttner Datum : 26.10.2017

https://literaturleuchtet.wordpress.com/

Franz Hohler erweist sich einmal mehr als gewitzter Erzähler. Der 1943 geborene Schweizer Autor ist zuverlässiger und regelmäßiger „Produzent“ von guter Literatur. Er hat kein bisschen seines Schwungs verloren und beweist einen feinen Humor, wie man auch auf seiner „Hausseite“ erkennen kann, auf die man unbedingt einen Blick werfen sollte.

Im neuen Roman „Das Päckchen“ geht es um eine alte Handschrift, die im Jahr 780 entstand: Der Abrogans. Er gilt als das älteste Buch in deutscher Sprache und wurde als Wörterbuch vom Lateinischen ins Deutsche von Mönchen geschrieben. Durch einen seltsamen Zufall gelangt eines der Exemplare in die Hände des Bibliothekars Ernst, der natürlich sofort erkennt, welch wertvolles Stück er in Händen hält. Doch er ist nicht der einzige, der sich dafür interessiert. Immer weiter verstrickt er sich in Lügengeschichten, auch seiner Frau gegenüber. Bis in die Schweizer Bergwelt führt Ernst seine Suche nach Hinweisen zur Herkunft der wertvollen Schrift …

Ein parallel geführter Handlungsstrang erzählt von dem Benediktinermönch Heimo, der mit schönster Schrift den Abrogans auf Anweisung seines Abts anfertigt. Der Abt schickt in dann mit der Schrift auf eine lange weite Reise nach Montecassino, mit Zwischenstops in verschiedenen Klöstern, um das Wörterbuch kopieren und weiter verbreiteten zu lassen.

Hohler hält sich an die überlieferten Fakten zum Abrogans, verknüpft dieses Wissen und macht eine spannende Geschichte daraus, indem er den Bibliothekar mit so einigen kriminellen Energien ausstattet. Gern gelesen, gut unterhalten, was dazugelernt über alte Handschriften, aber ohne größere sprachliche Höhepunkte.

Abrogans

Von: Angela Busch Datum : 27.09.2017

https://literaturgarten.blogspot.de

Rezension
INHALT:
Ernst , ein biederer und ruhiger Zürcher Bibliothekar , seit vielen Jahren glücklich verheiratet mit Jaqueline, bekommt einen mysteriösen Telefonanruf von einer alten, halbblinden Frau namens Adele Schaefer. Die alte Dame besteht eigensinnig darauf, dass Ernst sich ein Päckchen bei ihr zuhause abholen soll. Ernst ist sehr verwundert, geht aber aus Neugier und einem unerklärlichem Bauch- Gefühl darauf ein und besucht Frau Schaefer, um der Sache auf den Grund zu gehen.Was ist mit diesem Päckchen? Diese Frage lässt Ernst Stricker nicht los und er ermittelt heimlich. Er findet heraus, dass im Päckchen eine sehr alte Handschrift eines lateinisch-althochdeutschen Wörterbuches liegt. Ernst erkennt es als Fachmann und staunt über ein Exemplar des Abrogans
So nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die der Bibliothekar Ernst Stricker nicht mehr aufhalten oder steuern kann,,,,,

MEINE MEINUNG:
Schon beim Lesen der ersten Seiten bekomme ich das bekannte Gefühl des Wiedererkennens vom Schreibstil des Autoren Franz Hohler. Sehr flüssig und angenehm zu lesen , bedächtig, ruhig und unaufgeregt entfaltet der Autor eine spannende Geschichte. Der ruhige Bibliothekar Ernst entwickelt Spürsinn und Methoden , die nur einem Detektiv zustehen sollten. Der Autor beschreibt wunderbar das Schweizer Alltagsleben in Bern und Zürich. Er nimmt den Leser mit auf interessante Plätze, Strassen und zu vielen bekannten Sehenswürdigkeiten. Als Leser fühlt man sich toll begleitet, ähnlich wie auf einem Stadtrundgang.

Plötzlich befinden wir uns im Jahr 772 im Kloster Weltenburg bei Regensburg und treffen dort auf den begabten Schreiber und Mönch Haimo und seine geheime Freundin Maria. Der Roman wird nun in zwei Zeitebenen und Handlungssträngen spannend immer enger zusammengeführt.
Die Atmosphäre und das Handeln der Klöster und Äbte im Mittelalter werden ausführlich und sehr stimmig beschrieben. Lateinische Worte und Redewendungen werden so geschickt vom Autor eingebaut und erklärt, dass auch Nicht-Lateiner Sinn und Inhalt verstehen können.
Aber auch die Ermittlungen von Ernst gestalten sich als eine überraschenden Folge von Aktivitäten, nach der alten Lebensweisheit * Eine Lüge führt unweigerlich zur nächsten Lüge,,,*.
Ein mystisches Ereignis auf einer Bergtour, die Ernst auch wieder heimlich und nur auf sich gestellt ausführt, entgegen seiner Gewohnheit und Überzeugung nie allein auf den Berg zu gehen, bringt neue Erkenntnisse über die Herkunft und den Weg des *Abrogans* über die Jahrhunderte hinweg.
Auch die geruhsame Zweisamkeit des Lebens von Ernst und Jaqueline erfahren eine überraschende Wende durch die Nachforschungen über die Herkunft des geheimnisvollen *Abrogans*,,,,,

Vielen Dank an den Autor Franz Hohler für diesen fesselnden Ausflug in das Mittelalter und die schöne, heutige Schweiz!
Danke auch an den Luchterhand Verlag für dieses wertvolle Rezensionsexemplar!

Meine Bewertung: FÜNF *****STERNE für ein grossartiges Buch.