Leserstimmen zu
Meine Nachmittage mit Eva

Bärbel Schäfer

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Eva hat ihre Kindheit verdrängt, denn sie war einfach zu grausam. Als die Nazis sie und ihre Familie holen kamen, hat sie nach einiger Zeit Aufenthalt in Auschwitz überlebt. Man hat ihr Gewalt angetan, es gab wenig, bis fast gar nichts zu essen. Sie hat gefroren, aber sie hat es überlebt. Bärbel Schäfer trifft sich mit Eva an Nachmittagen und sie unterhalten sich über die Zeit. Die Zeit, wo Eva 12 Jahre alt war. Und über die Zeit danach. Wie sehr doch ihre Kindheit auch ihre Jugend und Erwachsenenzeit beeinflusst hat. Meine Meinung: Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da mich wirklich interessiert wie die Menschen zu der Zeit gelebt haben, was ihnen widerfahren ist. Es ist nunmal ein Stück Geschichte. Man kann es sich so ja gar nicht vorstellen. Dass es soviel Grausamkeit gibt. Leider war das Buch nicht so wie ich es mir vorgestellt habe. Es war stellenweise eher langweilig, vor allem wenn die Autorin ihre Sicht der Dinge niederschrieb. Natürlich ist sie traurig darüber, aber das sind wir alle. Das muss man nicht extra noch in 10 Seiten ausführlichst erläutern. Sehr interessant hingegen fand ich dann die Abschnitte wo Eva von ihrem Leben erzählt hat. Die Erzählweise ähnelte tatsächlich einem Nachmittagsbesuch.

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Eva Szepesi ist 85 Jahre halt. Eva Szepesi trägt eine tätowierte Nummer auf dem Unterarm, die sie ihr Leben lang an das erinnern wird, was sie als Kind erlebt hat. Mit elf Jahren floh sie vor den Nazis und wurde nach ihrer Gefangenschaft nach Ausschwitz gebracht. Eine Zeit, über die sie mit niemandem wirklich reden konnte und an der sie fast zerbrochen ist. Bärbel Schäfer besucht Eva jeden Mittwoch und erfährt Dinge aus einer Zeit, die die junge Frau bis ins Mark erschüttern. Gewalt, Schrecken und Angst, Kriegsgeschehnisse, die wir uns nur schwer vorstellen können. Aber auch Zeichen von Freundschaft, Tolenranz und Respekt, die sie nicht vollkommen an der Menschheit zweifeln lassen. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich jetzt wirklich ein paar Tage gebraucht habe, um meine Stichpunkte in schriftliche Form umzusetzen. Ich habe den Schreibstil schon sehr gemocht. Mit Rückblicken in Evas Leben beschreibt Bärbel Schäfer eine Zeit, die manch einer von uns nur durch Erzählungen der eigenen Großeltern kennt. Allerdings hatte ich oft eher das Gefühl, dass Bärbel's Leben und ihre Erinnerungen und Gefühle selbst viel weiter im Vordergrund stehen. Dadurch, dass sie inzwischen zum Judentum konvertiert ist, entsteht oft der Eindruck, dass sie auch ihrer eigenen Familie mitunter für das verantwortlich macht, was mit Eva und allen anderen Juden zu der damaligen Zeit geschehen ist. Und sie, die jetzt zum Judentum konvertiert ist, versucht ihre Hände quasi in Unschuld zu waschen. Natürlich hat sie selbst damit jetzt nicht hochgradig etwas zu tun, aber oft hatte ich das Gefühl, dass sie sich jetzt ebenso sehr als Opfer darstellt. Einige ihrer Anekdoten fand ich oft etwas fehl am Platz und völlig aus der Luft gegriffen, weil sie manchmal nicht mal etwas mit dem eigenen Verlauf der Geschichte zu tun hatten. Eva. Eva hingegen habe ich wirklich gemocht. Jedesmal, wenn sie zu Wort kam, habe ich beim Lesen förmlich spüren können, wie sehr sie diese Geschichte noch immer mitnimmt. Wie sehr ihre Vergangenheit noch immer fester Bestandteil ihres Lebens ist. Ich war selbst schon in den Konzentratrionslagern und habe jedes einzelne Bild, dass Eva vermittelt hat, vor Augen gehabt. Mit ihr konnte ich wirklich mitfühlen, mit Bärbel manchmal wirklich weniger. Alles in allem hat mir das Buch daher gefallen, weil ich mit Eva eine Person kennengelernt habe, die nicht aufgibt. Eine Person, die weiß, was Respekt ist und die genauso gut weiß, was es heisst, verzeihen und vergeben zu können. Trotz des dunklen Kapitels in ihrem Leben hat sie versucht ihren Lebensmut nicht zu verlieren, hat ihr Leben versucht neu zu leben und konnte am Ende wirklich ihren persönlichen Frieden schließen. Ein Abschlusspunkt, der mich wirklich sehr berührt hat. Mit Bärbel Schäfer als Erzählerin des Buches hat die Geschichte an manchen Stellen ein wenig seine emotionale Seite verloren, aber lesenwert war es dennoch. Hauptsächlich wegen Eva.

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Eva Szepesi ist 85 Jahre halt. Eva Szepesi trägt eine tätowierte Nummer auf dem Unterarm, die sie ihr Leben lang an das erinnern wird, was sie als Kind erlebt hat. Mit elf Jahren floh sie vor den Nazis und wurde nach ihrer Gefangenschaft nach Auschwitz gebracht. Eine Zeit, über die sie mit niemandem wirklich reden konnte und an der sie fast zerbrochen ist. Bärbel Schäfer besucht Eva jeden Mittwoch und erfährt Dinge aus einer Zeit, die die junge Frau bis ins Mark erschüttern. Gewalt, Schrecken und Angst, Kriegsgeschehnisse, die wir uns nur schwer vorstellen können. Aber auch Zeichen von Freundschaft, Tolenranz und Respekt, die sie nicht vollkommen an der Menschheit zweifeln lassen. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich jetzt wirklich ein paar Tage gebraucht habe, um meine Stichpunkte in schriftliche Form umzusetzen. Ich habe den Schreibstil schon sehr gemocht. Mit Rückblicken in Evas Leben beschreibt Bärbel Schäfer eine Zeit, die manch einer von uns nur durch Erzählungen der eigenen Großeltern kennt. Allerdings hatte ich oft eher das Gefühl, dass Bärbel's Leben und ihre Erinnerungen und Gefühle selbst viel weiter im Vordergrund stehen. Dadurch, dass sie inzwischen zum Judentum konvertiert ist, entsteht oft der Eindruck, dass sie auch ihrer eigenen Familie mitunter für das verantwortlich macht, was mit Eva und allen anderen Juden zu der damaligen Zeit geschehen ist. Und sie, die jetzt zum Judentum konvertiert ist, versucht ihre Hände quasi in Unschuld zu waschen. Natürlich hat sie selbst damit jetzt nicht hochgradig etwas zu tun, aber oft hatte ich das Gefühl, dass sie sich jetzt ebenso sehr als Opfer darstellt. Einige ihrer Anekdoten fand ich oft etwas fehl am Platz und völlig aus der Luft gegriffen, weil sie manchmal nicht mal etwas mit dem eigenen Verlauf der Geschichte zu tun hatten. Eva. Eva hingegen habe ich wirklich gemocht. Jedesmal, wenn sie zu Wort kam, habe ich beim Lesen förmlich spüren können, wie sehr sie diese Geschichte noch immer mitnimmt. Wie sehr ihre Vergangenheit noch immer fester Bestandteil ihres Lebens ist. Ich war selbst schon in den Konzentratrionslagern und habe jedes einzelne Bild, dass Eva vermittelt hat, vor Augen gehabt. Mit ihr konnte ich wirklich mitfühlen, mit Bärbel manchmal wirklich weniger. Alles in allem hat mir das Buch daher gefallen, weil ich mit Eva eine Person kennengelernt habe, die nicht aufgibt. Eine Person, die weiß, was Respekt ist und die genauso gut weiß, was es heisst, verzeihen und vergeben zu können. Trotz des dunklen Kapitels in ihrem Leben hat sie versucht ihren Lebensmut nicht zu verlieren, hat ihr Leben versucht neu zu leben und konnte am Ende wirklich ihren persönlichen Frieden schließen. Ein Abschlusspunkt, der mich wirklich sehr berührt hat. Mit Bärbel Schäfer als Erzählerin des Buches hat die Geschichte an manchen Stellen ein wenig seine emotionale Seite verloren, aber lesenwert war es dennoch. Hauptsächlich wegen Eva.

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