Leserstimmen zu
Willkommen bei den Friedlaenders!

Adrienne Friedlaender

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„Willkommen bei den Friedlaenders“ ist eine Biografie von Adrienne Friedlaender und erschien 2017 im Blanvalet Verlag. Die Berichte in den Nachrichten, die vielen Bilder. So viele Flüchtlinge, und keiner weiß, wohin mit ihnen. Bei vier Söhnen, einer 90-jährigen Großmutter, Kater und Hund kommt es auf einen Jungen mehr auch nicht an, denkt die alleinerziehende Mutter und Journalistin Adrienne Friedlaender – und wenig später zieht der 22-jährige Moaaz aus Syrien bei ihr und ihren Söhnen ein. In amüsanten Episoden erzählt sie vom Multikulti-Mix unterm Reihenhausdach, von fröhlichen, irritierenden und bewegenden Begegnungen. So einfach kann Integration sein? Meine Meinung: Der Flüchtlingsthematik kann ja eigentlich niemand im Moment entfliehen. Es gibt unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema, und ich komme zudem noch aus der Nähe von Cottbus. Diese Stadt steht ja leider im Moment gerne im Fokus der Nachrichten, aber darauf möchte ich auch gar nicht eingehen. Mich hat dieses Buch aber neugierig gemacht. Adrienne Friedlaender nimmt einen jungen Syrer bei sich auf und erzählt auf interessante, lustige aber auch selbstkritische Art und Weise wie es ihr und ihrer Familie und nicht zuletzt Moaaz erging. Außerdem hinterfragt sie und/oder macht sich Gedanken zu sehr aktuellen Themen, wie beispielsweise die Übergriffe in Köln. Ein Sprichwort, was ich aus meinen zahlreichen Urlauben aus dem südlichen Ausland kenne, erwähnt Adrienne Friedlaender auch: „Ihr habt die Uhr, wir die Zeit“. Wer schon einmal im arabischen Ausland war, der weiß ganz genau, was damit gemeint ist. Beim Lesen musste ich wirklich schmunzeln. Außerdem gibt es tolle Rezepte im Buch und zum Abschluss gibt es ein wunderschönes und furchtbar emotionales Nachwort. Da musste ich eine Träne verdrücken. Adrienne Friedlaender, Jahrgang 1962, ist freie Journalistin. Seit mehr als zehn Jahren schreibt sie Porträts, Kurzgeschichten, Interviews und Reisereportagen aus aller Welt für Tageszeitungen, Magazine und Online-Medien. Sie lebt mit drei ihrer vier Söhne im Alter von neun bis 21 Jahren in Hamburg. Fazit: 5 Sterne. Ich möchte mich ganz recht herzlich bei der Randomhouse Verlagsgruppe bedanken, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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Nachdem ich mich vor kurzem mit der Angst der Deutschen vor den Flüchtlingen in Anschlag von rechts beschäftigt habe, möchte ich euch heute ein Buch vorstellen, welches zeigt, wie gut Integration funktionieren kann und dass man weder Angst vor den Flüchtlingen haben muss, noch Vorurteile verbreiten sollte. Adrienne Friedlaender (geboren 1962) ist Journalistin. Sie schreibt Artikel für Tageszeitungen, Magazine und Online-Medien. Sie hat vier Kinder im Alter von neun bis 21 Jahren. Drei von ihnen leben noch in ihrem Haushalt. 2016 nahm sie einen Flüchtling bei sich auf, der ihr inzwischen zum fünften Sohn geworden ist. „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen!“ (Seite 199) – afrikanische Weisheit Ganz spontan entscheidet sich Adrienne Friedlaender nach Absprache mit ihren Söhnen, einen Flüchtling bei sich zu Hause aufzunehmen. Die Medien berichten über die vielen Flüchtlinge, die in unser Land kommen, um endlich in Sicherheit leben zu können. Keiner scheint so richtig zu wissen, wohin mit diesen Menschen. Wieso also nicht einen Flüchtling bei sich zu Hause aufnehmen? Der 22-jährige Moaaz aus Syrien zieht bei den Friedlaenders in eine eher chaotisch anmutende Familie ein. Die Autorin erzählt mit Witz und dem nötigen Ernst, was sie in jener Zeit erlebt hat. Sie erzähl von Ängsten, Vorurteilen aber auch von Freude und vielen bewegenden Erlebnissen. Integration kann ganz einfach sein, wenn man sich öffnet und ohne Vorurteile an die Menschen herantritt. „Wer unter Höhenangst leidet, soll auf einen Turm klettern, wer Angst vor dem Fliegen hat, soll ein Flugzeug besteigen, wer Angst vor Hunden hat, soll sich ihnen immer wieder nähern. So funktioniert die Verhaltenstherapie. Wer also Angst vor Flüchtlingen und fremden Kulturen hat – der sollte den Kontakt suchen.“ (Seite 145) Locker und leicht erzählt die Autorin von ihren Erfahrungen mit ihrem Ziehsohn Moaaz. Viele Anekdoten aus dem täglichen Leben beschreibt sie humorvoll und mit dem nötigen Respekt. Auch die Eigenkritik kommt nicht zu kurz, denn wir alle haben unsere Vorurteile und Fehler. Adrienne Friedlaender stellt sich viele Fragen, die wohl auch den meisten anderen Deutschen durch den Kopf gehen. Kann ein Miteinander funktionieren, wenn zwei völlig unterschiedliche Kulturen aufeinander treffen? Wie ist das Frauenbild in Syrien, wie ist es bei uns? Gibt es wirklich so viele Unterschiede zwischen uns? Wo muss ich mich ändern und Rücksicht nehmen und ab wann muss ein Flüchtling sich an unsere Kultur anpassen? Sie schreibt von Missverständnissen, Unterschieden, aber auch vielen Gemeinsamkeiten. Zwei syrische Rezepte sind zu finden und ein Textauszug in arabischer Schrift mit Übersetzung. Es war sehr spannend die Erfahrungen der Autorin zu lesen und mehr über das Frauenbild im Islam zu erfahren. Denn es ist eben nicht überall so, dass die Frau untergeordnet ist und sich verhüllen muss. Es gibt auch sehr erfolgreiche Frauen, die Achtung erfahren. Und in der Gesellschaft hat das Alter (und damit die Weisheit von Mann und Frau) einen hohen Stellenwert. Da wird viel höflicher miteinander umgegangen, als es bei uns oftmals der Fall ist. Vielleicht sollte man sich da einmal ein Stückchen abschneiden. So kann man auch viel durch das Zusammenleben mit fremden Kulturen lernen und seinen Horizont erweitern. Ich hätte gerne noch mehr von Moaaz Seite erfahren. Welche Ängste musste er durchleben? Wie war es für ihn, in eine völlig fremde Familie aufgenommen zu werden? Was ist mit seiner Familie in Syrien, kann er von Deutschland auf regelmäßig Kontakt aufnehmen? Aber das ist wohl eine Geschichte für sich. Die Autorin räumt in ihrem Buch "Willkommen bei den Friedlaenders!" mit Vorurteilen auf und zeigt wie groß die Willkommensgesellschaft doch ist und wie mit kleineren Hilfestellungen von außerhalb das Leben so einfach sein kann.

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Adrienne Friedlaender ist alleinerziehend, hat einen Hund, eine Katze und vier Kinder, von denen das Jüngste gerade einmal 8 Jahre alt ist. Und sie hat etwas getan, wozu vielen von uns schlichtweg der Mut fehlt: sie nahm für 7 Monate einen Flüchtling bei sich zu Hause auf. Den Anstoß gab damals ihr 12jähriger Sohn mit der Frage, warum sie nicht eigentlich einen Flüchtling aufnehmen würden, anstatt wie alle nur über Mitleid zu reden. Kurze Zeit später zog der 21jährige Moaaz bei ihnen ein. Ein schüchterner Syrer mit einer Katzenphobie, der nur gebrochen Englisch sprach. Im Laufe der Wochen und Monate stellt Moaaz sich als wahrer Musterschüler und perfekt erzogener Ziehsohn heraus. Er hilft – so ganz anders als die eigenen verzogenen Kinder – im Haushalt, kocht und erweist allen vor allem Respekt. Schließlich geht Familie in Syrien über alles und nie würde Moaaz ein schlechtes Wort über die Familie verlieren. Weder über seine eigene, noch über die, in der er jetzt lebt. Eigentlich läuft Moaaz „nur“ bei den Friedlaenders mit und doch wird er dadurch perfekt integriert. Indem er mit dem Hund Gassi geht, bekommt er Kontakt zu den Nachbarn. Er geht zum Sport, lernt die deutsche Pünktlichkeit kennen und auch, dass Kinder eben viel mehr Freiheiten haben. Doch auch die Familie und vor allem Adrienne kann von Moaaz vieles lernen. Mehr Gelassenheit und Ruhe zu zum Beispiel und natürlich sehr viel über die arabische Kultur und auch den Koran. --- Eigentlich könnte alles perfekt sein. Eine chaotische Familie mitten aus dem Leben, ein Flüchtling mittendrin und eine Autorin, die einen sehr lockeren und teils saloppen Sprachgebrauch hat. Die ersten Seiten des Buches fand ich es großartig und mochte es gar nicht zur Seite legen. Ich fühlte mich als Leser rundum wohl und selbst auch ein Stück weit angekommen. Doch irgendwann begann genau dieses Perfekte mit den fehlenden Problemen zu nerven. Unglaubwürdig und sogar langweilig zu werden. Adrienne, die ich zu Beginn des Buches noch total nett fand und mit der ich sogar ein Stück litt angesichts ihrer pubertierenden Kinder, wurde mir unsympathisch und ihre Kinder in meinen Augen nur verzogen. Und obwohl ich das Buch ein paar Wochen zur Seite legte, um Abstand zu bekommen und darüber nachzudenken – besser wurde es damit nicht. Bitte versteht mich nicht falsch! Ich finde es großartig, dass alle den Mut hatten, jemanden völlig fremdes in ihr Haus aufzunehmen und sich einer völlig fremden Kultur zu öffnen. Schließlich ist es nicht damit getan, nur einen Schlafplatz anzubieten – es gehört noch eine ganze Menge mehr dazu. Aber heute, nachdem ich das Buch, auf das ich mich wirklich gefreut hatte, ausgelesen habe, frage ich mich, ob man deshalb wirklich darüber ein Buch schreiben muss. Während des Lesens bekam ich immer wieder den Eindruck, dass es voll von Dingen ist, mit denen man ein Vorurteil nach dem anderen Beiseite räumen wollte. Moaaz ist lieb, hilft, er kocht, er integriert sich perfekt, macht nie Probleme, wird von der Großmutter über alles geliebt und freundet sich sogar mit der Katze an, vor der er zu Beginn so große Angst hatte. Ihre eigenen Kinder weigern sich statt dessen überhaupt etwas zu tun oder im Haushalt zu helfen. Große Diskussionen gibt es nicht und bei den nur natürlichen (kulturellen) Unterschieden überdenkt Adrienne ihre Einstellung und Sicht der Dinge und schon ist das Thema im Buch vom Tisch. Der Sportverein schenkt Moaaz die Mitgliedschaft und auch die Hausärztin übernimmt wie selbstverständlich die Kosten für die Vitaminkur, die sie ihm verordnet. Natürlich ist das alles toll, aber im gesamten wirkt es einfach ein bisschen zu puderzuckrig. Auch ich habe hin und wieder mit Flüchtlingen zu tun und da ist es keineswegs alles sooooo rosarot. Auch wir hatten eine Zeit lang überlegt, einen Flüchtling bei uns aufzunehmen, gerade deshalb fand ich das Buch im Vorfeld so spannend. Unsere Kinder sind allerdings viel jünger und genau deshalb entschieden wir uns damals dagegen. Das Buch selbst hat unsere Entscheidung im Nachhinein in keinster Weise geändert oder überhaupt dabei geholfen. Etwas versöhnt hat mich allerdings der auch durchaus selbstkritische Rückblick am Ende des Buches, aber grundsätzlich denke ich, dass eine Zeitungskolumne oder ein Blog zum Thema mit jeweils Kurzgeschichten wahrscheinlich besser gewesen wäre. Ich habe mir im Vorfeld sehr viele Gedanken gemacht, ob ich es nun empfehlen würde oder nicht. Es ist mir durchaus bewusst, dass hinter diesem Buch echte Menschen und Schicksale stehen und ich freue mich aufrichtig für Moaaz, dass er so gut in Deutschland angekommen ist und sich zurecht gefunden hat. Er hatte großes Glück, einen Platz in einer liebevollen Familie gefunden zu haben. Auch zolle ich Familie Friedlaender meinen absoluten Respekt und Bewunderung. Und genau deshalb lasse ich es offen und werde weder eine Empfehlung abgeben, noch davon Abraten. Schließlich ticken wir alle anders und wer weiß – vielleicht seid ihr von dem Buch total begeistert?

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Zusammen mit ihren vier Söhnen beschloss die alleinerziehende Mutter Adrienne Friedlaender eines Tages spontan, ganz aktiv Flüchtlingshilfe anzubieten, indem sie einen Flüchtling in ihre Familie holt. In "Willkommen bei den Friedlaenders!" erzählt uns die Journalistin nun von dem siebenmonatigen Aufenthalt des Syrers Moaaz in ihrem Haushalt. Erwartungsgemäß treffen hier natürlich zwei Welten aufeinander. Mehr als einnmal muss die Autorin ihrem Ziehsohn erklären, wie die Deutschen ticken. Und mehr als einmal lernt sie wiederum von diesem, dass die Westeuropäer manches vielleicht einfach etwas lockerer handhaben sollten. Wobei Moaaz eigentlich schon fast als Vorzeige-Flüchtling bezeichnet werden kann. Entgegen aller Befürchtungen zeigt er sich von Anfang an als höflich, tolerant und anpassungsfähig, so dass es nicht zu größeren Unstimmigkeiten kommt. Das Zusammenleben klappt ganz gut, Moaaz wird als großer Bruder von Adriennes Söhnen sofort freudestrahlend aufgenommen, und die Autorin zeigt sich erfreut über die Hilfsbereitschaft ihres Ziehsohnes, der sich im Gegensatz zu ihrer eigenen Nachkommenschaft nicht wie ein verwöhntes Muttersöhnchen gebärt, sondern auch unaufgefordert im Haushalt hilft und seiner Ziehmutter gegenüber Respekt erweist. Generell fand ich die Autorin sehr sympathisch. Ich bin jedoch etwas zwiegespalten. Fakt ist, dass Adrienne Friedlaender und ihre Söhne den syrischen Flüchtling Moaaz für über ein halbes Jahr in ihrem Haus aufgenommen, ihn als Teil ihrer Familie akzeptiert und ihm somit den Einstieg in sein neues Leben in Deutschland extrem erleichtert haben. Das verdient Anerkennung, denn mal ehrlich - wie viele Menschen würden so etwas bedenkenlos tun? Andererseits hatte es für mich immer einen fahlen Beigeschmack, dass die Autorin Journalistin ist. Auch wenn ich ihr jederzeit abgekauft habe, dass sie Moaaz wirklich gerne hat und er ihr immer wichtiger wurde, so bin ich mir nicht sicher, ob sie ihn auch aufgenommen hätte, wenn sie das Erlebnis nicht auch beruflich hätte nutzen können. Mag sein, dass ich ihr damit Unrecht tue, aber dieser Hintergedanke schwang beim Lesen ständig mit. Es geht hier übrigens nicht nur um Moaaz und die gemeinsamen Erlebnisse während der Zeit des Zusammenlebens. Die Autorin reflektiert auch viel über gesellschaftliche Zustände, Eigenheiten der Deutschen sowie über ihr eigenes (Familien-)Leben. Denn sie merkt schnell, dass ihre Söhne eigentlich total verzogen sind und die Mutter vor allem als Versorgerin sehen. Das egoistische Verhalten ihrer Kinder der Mutter gegenüber hat mich tatsächlich etwas gestört, und stellenweise hat sie mir echt leid getan. Da war das respektvolle Auftreten von Moaaz ihr gegenüber eine echte Wohltat. Interessant sind natürlich die vielen kleinen Erlebnisse während des siebenmonatigen Aufenthaltes im Friedlaender'schen Haushalt. Allerdings sind diese Ereignisse recht unspektakulär und schnell abgehandelt. Die Integration in der gehobenen, aufgeklärten Gesellschaftsschicht, in der sich die Familie meist bewegt, klappt recht problemlos. Alle sind offen und tolerant. Das ist schön, so soll es sein, aber es ist - mit Verlaub - auch ein bisschen fade. Moaaz selbst erzählt Adrienne ein bisschen über sein Leben in Syrien, hält sich ansonsten bedeckt und erzählt auch nichts von der Flucht selbst und den schlimmen Erlebnissen, die damit verbunden sind. Vermutlich sind die Erinnerungen daran zu schmerzhaft. Das ist auch ok, man muss sich nicht durch das Elend Anderer unterhalten lassen. Es hätte sogar nicht so recht gepasst zu dem eher flapsigen Schreibstil der Autorin. Aber durch das ständige Mauern von Moaaz fand ich leider keinen Zugang zu dem jungen Mann. Moaaz zieht dann auch aus eigenem Wunsch nach sieben Monaten mit einem Freund in eine eigene Wohnung. Der Kontakt zu den Friedlaenders ist weiterhin eng und liebevoll, aber nach so einer kurzen Zeit hatte ich nicht das Gefühl, dass sich hier echte Familienbande entwickelten und es doch eher bei einer Art Experiment geblieben ist. Alles in allem ist "Willkomen bei den Friedlaenders!" ein kurzweiliger Einblick in das Leben einer deutschen Familie mit einem syrischen Flüchtling, der ganz unterhaltsam ist, aber bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

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Die freie Journalistin Adrienne Friedlaender nimmt ohne lange zu zögern aus der Hamburger Erstaufnahme den syrischen Flüchtling Moaaz bei sich auf. Als ob der Alltag mit vier Kindern, einer 90-jährigen Großmutter, einem senilen Kater und einem neurotischen Hund nicht schon anstrengend genug wäre, beschließt der Familienrat sich dennoch für eine Aufnahme. Mit Moaaz tritt eine völlig andere Kultur in ihr gemeinsames Leben. Die deutsche Kultur und das Leben als freier Mensch mit einem Zuhause muss erst gelernt werden. Die Friedlaenders stolpern über Sprachbarrieren, Kulturunterschiede und über die Zeit. Die Willkommenskultur wird gelebt und man erhält als Leser auch einen Einblick in den normalen Alltag, der bei Flüchtlingen aus Warten, Schlafen und der Sehnsucht nach der Heimat und der fernen Familie besteht. Dankbar und offen erleben wir die hautnahe Integration und das Flüggewerden eines Menschen, dem man ein kleines Stückchen Heimat und ein Teil seines Herzens geboten hat, und mit Geduld sowie dem Mut, auch mal einen realistischen Blick in andere Kulturen zu werfen.

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Leute, lest dieses Buch! Habt keine Angst! Es macht Euch kein schlechtes Gewissen, es erzählt auch keine schlimmen Dinge. Es ist einfach eine Familiengeschichte, die prima geschrieben ist. Eine sehr persönliche Geschichte, die mich immer wieder zum Lachen gebracht hat. Ich wünsche diesem Buch ganz viele Leser! Und ich wünsche vielen Lesern dieses Buch! Ihr wisst ja: Jetzt schon an Weihnachten denken...

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Ich finde es so bewundernswert und auch mutig, nicht nur Reden zu schwingen, sondern wirklich zu HANDELN, so wie es Adrienne Friedlaender gemacht hat und einen syrisschen Flüchtling, Moaaz, zu sich nach Hause eingeladen hat, um bei ihr und ihren Jungs zu leben. DAS ist wirklich Engagement. Allerdings finde ich nicht, dass der Inhalt ihres Buches genug her gibt, um ein Buch zu schreiben. Als fortlaufende Kolumne in einer Zeitschrift wäre es perfekt - 16€ dafür zu zahlen finde ich viel zu viel. "Zu banal" - das kam mir oft in den Kopf. Nett und amüsant, wie hinten am Buch zu lesen, das stimmt, mehr allerdings auch nicht. Dank des leichten, lockeren Schreibstils kann man "Willkommen bei den Friedlaenders!" trotzdem gut und gerne lesen, es ist ein netter Zeitvertreib. Die Leute, die es lesen sollten, um zu sehen, dass man keine Angst vor Flüchtlingen, Ausländern, Anderen haben muss - die werden es leider eh nicht lesen.

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Gleich von weg eine unbedingte Leseempfehlung von mir! Willkommen bei den Friedlaenders wurde mir von Blanvalet und Randomhouse zur Verfügung gestellt. Ich gebe zu der Klappentext und das Cover sprachen mich überhaupt nicht an, aber ich hatte schon anderweitig von Ihr gelesen. Gut das ich mich nicht habe abhalten lassen! In kurzen Episoden erzählt Frau Friedlaender von Ihrem sieben monatigem Zusammenleben mit Moaaz, einem 22 jährigen Syrer. Der Roman? Ist sehr mitreisend, emotional, ehrlich und auch lustig geschrieben, selbst wenn das Thema sehr ernst ist. Den Einstieg macht die Autorin sehr leicht, sie schildert (wie es in einem Haushalt mit 4 Männern angebracht) ist mit Händen und Füßen, dass Männer bitte im sitzen pinkeln sollen. Das erste Kichern und sie hatte mich schon gefangen. Die spontane Aufnahme von Moaaz war sehr rührend und damit konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Es liest sich trotz der Thematik leicht und gut. Die Autorin lebt alleinerziehend mit 3 Söhnen in Hamburg und hat sich Moaaz sozusagen als vierten Sohn angenommen. Ich finde das sehr bewundernswert! Sie schreibt wunderbar herzlich, wie sie da ohne große Planung rangegangen ist. Man hat das Gefühl man ist mittendrin im Familienleben. Nebenbei versteht sie es sehr gut, den Lesern die andere, fremde Kultur näher zubringen. Das Buch hat mich sehr berührt und zum nachdenken gebracht, ich musste viel schmunzeln und auch öfter mal eine Träne wegblinzeln. Schaut es euch unbedingt einmal an!

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