Leserstimmen zu
Das Original

John Grisham

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Seit vielen vielen Jahren bin ich ein John Grisham Fan. Umso mehr freu ich mich, dass ich vom Heyne Verlag das Buch „Das Original“ von Grisham bekommen habe. Vielen Dank dafür! Die Universität Princeton besitzt eine wahre Rarität: fünf handgeschriebene Manuskripte, u. a. das des Buches „Der große Gatsby“. Während eines Ablenkungsmänövers werden diese fünf Manuskripte aus der Universität gestohlen, und die Täter können flüchten. Innerhalb kurzer Zeit werden aber zwei Täter verhaftet, einer ermordet, und ein Täter kann sich in Europa absetzen. Nach dem fünften Täter wird gefahndet. Eine Spur führt tatsächlich in das wunderschöne Florida. Dort gibt es eine Buchhandlung, deren Inhaber teure Manuskripte sammelt, und mit ihnen handelt.Kann hier der fünfte Täter ausfindig gemacht werden? Auf diese unscheinbare Buchhandlung wird eine Autorin mit einer Schreibblockade angesetzt. Sie soll für das FBI und deren Schergen ermitteln und den Antiquariatshandel aufdecken. Nachdem ihr erster Roman ein voller Erfolg war, sie aber bisher noch keinen weiteren Roman nachgeliefert hat, nimmt sie diesen Auftrag an, um ihre finanzielle Löcher zu stopfen. Nichts ahnend, wie diese Geschichte endet. John Grisham hat sich in den letzten Jahren vom reinen Justizthrillerautoren zu einem tollen Geschichtenerzähler gemausert. Auch wenn seine ersten Romane eine andere Art von Spannung hatten, und eventuell auch spannender waren, haben seine aktuellen Geschichten nicht an Faszination verloren. Seine Geschichten haben nun eine andere Präsenz, und ich finde diese nachwievor sehr gelungen. Das Buch hat leider nur für zwei Tage gereicht. Es lies sich flüssig lesen, und öffnete eine Tür in eine Welt des Buches, die ich so noch nicht kannte. Der Handel mit besonderen Ausgaben von Büchern (sei es Manuskripte oder Erstausgaben) ist sehr beeindruckend dargestellt worden. Ein Thema, das ich in dieser Form noch nicht gelesen habe. Ich möchte nicht wissen, wieviele Kunstraube heutzutage noch nicht gelöst wurden. Florida war für mich ein schön gewählter Schauplatz. Gewissermaßen hat man hier das Bild vor Augen, dass ältere Menschen ihren Lebensabend aufgrund des Klimas wählen. Aber auch betuchtere Menschen scheinen hier ihren Platz zu finden, und man kann sich wie der Buchhändler mit seinen zwielichtigen Geschäften verstecken. Die Protagonisten ließen mich doch etwas schmunzeln, und bei den Autorenstammtischen wäre ich doch zu gern dabei gewesen. Als sich das Ende zugespitzt hat, und sich der Kunstraub aufgelöst hatte, fand ich die Zusammenfassung ebenso gelungen, die Erzählstränge wurden fertig erzählt, und es blieben keine Fragen offen. Ein schöner Grisham, der mir aufgrund der landschaftlichen Beschreibungen und Thematik ganz gut gefallen haben. ,Seit vielen vielen Jahren bin ich ein John Grisham Fan. Umso mehr freu ich mich, dass ich vom Heyne Verlag das Buch „Das Original“ von Grisham bekommen habe. Vielen Dank dafür! Die Universität Princeton besitzt eine wahre Rarität: fünf handgeschriebene Manuskripte, u. a. das des Buches „Der große Gatsby“. Während eines Ablenkungsmänövers werden diese fünf Manuskripte aus der Universität gestohlen, und die Täter können flüchten. Innerhalb kurzer Zeit werden aber zwei Täter verhaftet, einer ermordet, und ein Täter kann sich in Europa absetzen. Nach dem fünften Täter wird gefahndet. Eine Spur führt tatsächlich in das wunderschöne Florida. Dort gibt es eine Buchhandlung, deren Inhaber teure Manuskripte sammelt, und mit ihnen handelt.Kann hier der fünfte Täter ausfindig gemacht werden? Auf diese unscheinbare Buchhandlung wird eine Autorin mit einer Schreibblockade angesetzt. Sie soll für das FBI und deren Schergen ermitteln und den Antiquariatshandel aufdecken. Nachdem ihr erster Roman ein voller Erfolg war, sie aber bisher noch keinen weiteren Roman nachgeliefert hat, nimmt sie diesen Auftrag an, um ihre finanzielle Löcher zu stopfen. Nichts ahnend, wie diese Geschichte endet. John Grisham hat sich in den letzten Jahren vom reinen Justizthrillerautoren zu einem tollen Geschichtenerzähler gemausert. Auch wenn seine ersten Romane eine andere Art von Spannung hatten, und eventuell auch spannender waren, haben seine aktuellen Geschichten nicht an Faszination verloren. Seine Geschichten haben nun eine andere Präsenz, und ich finde diese nachwievor sehr gelungen. Das Buch hat leider nur für zwei Tage gereicht. Es lies sich flüssig lesen, und öffnete eine Tür in eine Welt des Buches, die ich so noch nicht kannte. Der Handel mit besonderen Ausgaben von Büchern (sei es Manuskripte oder Erstausgaben) ist sehr beeindruckend dargestellt worden. Ein Thema, das ich in dieser Form noch nicht gelesen habe. Ich möchte nicht wissen, wieviele Kunstraube heutzutage noch nicht gelöst wurden. Florida war für mich ein schön gewählter Schauplatz. Gewissermaßen hat man hier das Bild vor Augen, dass ältere Menschen ihren Lebensabend aufgrund des Klimas wählen. Aber auch betuchtere Menschen scheinen hier ihren Platz zu finden, und man kann sich wie der Buchhändler mit seinen zwielichtigen Geschäften verstecken. Die Protagonisten ließen mich doch etwas schmunzeln, und bei den Autorenstammtischen wäre ich doch zu gern dabei gewesen. Als sich das Ende zugespitzt hat, und sich der Kunstraub aufgelöst hatte, fand ich die Zusammenfassung ebenso gelungen, die Erzählstränge wurden fertig erzählt, und es blieben keine Fragen offen. Ein schöner Grisham, der mir aufgrund der landschaftlichen Beschreibungen und Thematik ganz gut gefallen haben.

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Eine Gruppe Männer klaut aus der Princeton Universität die Seele der amerikanischen Literatur: Manuskripte von F. Scott Fitzgerald. Darunter „Der große Gatsby“, DER Roman der goldenen 20er Jahre. Macht das Spaß zu lesen? Ja, auf jeden Fall. Die Manuskripte sind also weg und schon bald tauchen wir ein, in die Welt der Autoren, Verleger und Buchhändler. Alle an einem sonnigen Ort an der Küste vereint, Cocktails schlürfend und Partys schmeißend, auf denen sie sich gegenseitig bejubeln und bejammern. Seicht entfaltet sich die Kriminalgeschichte wie ein sanft warmer Lufthauch an einem Sommermorgen. Überschaubare Figurenanzahl, wenig Konfliktpotential, Erfolge und Niederlagen, ein paar Geheimnisse und etwas Erotik. Es herrscht wohlige Schmökerstimmung. Und dies ist eigentlich der Moment, in dem ich das Buch aus der Hand lege und entscheide, es nicht zu Ende zu lesen. Aber John Grisham ist ein Autor, der auch dieses Genre gut bedienen kann und so bleibe ich dabei. Wer jedes Jahr einen neuen Roman rausbringt, der hat Erfahrungen. Im Buch werden diese von Bruce Cable, reicher Buchhändler, unters Lesevolk gebracht. Und dies ist auch die Stärke des Romans. Es packt einen bei der eigenen Leseleidenschaft. Ich fühle mich einfach angesprochen. Handwerkliche Kniffe begleitet dies, von jemandem der eben auch Titel hervorgebracht hat, bei denen einem der Sturmwind den Regen ins Gesicht peitschen ließ. „Ich dachte, ihr Jungs müsst mir das sagen, wenn ihr mir meine Rechte erklärt.“ „Sie sind neu in dem Metier, was? Wir müssen Ihnen Ihre Rechte nicht erklären, solange wir keine Fragen stellen. Im Moment möchten wir unsere Ruhe haben.“ Und genau solche Szenen unterscheiden den besseren Roman vom billigen Roman. Bei Platzhaltern, die man schon tausendmal gelesen hat, eine Kleinigkeit verändern. Etwas Neues bereithalten. Den Leser überraschen. Ein Punkt für Grisham. Und die seichte Urlaubslektüre, die tatsächlich Spaß macht zu lesen.

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Der Name John Grisham steht wie kaum ein zweiter für das Genre der Justizthriller, welches ohne den amerikanischen Rechtsanwalt und Bestsellerautor vielleicht heutzutage nur eine Randnotiz im Bereich der Spannungsliteratur wäre. Gerade die frühen Grisham-Werke wie „Die Jury“, „Die Firma“, „Die Akte“ oder „Die Kammer“ gelten längst als Klassiker, wozu sicherlich auch einige sehr erfolgreiche Buchverfilmungen mit Hollywoodstars wie Tom Cruise, Sandra Bullock, Matthew McConaughey, Denzel Washington oder Julia Roberts beigetragen haben. An den Weltruhm der 1990er Jahre konnten die jüngeren Werke zwar (bisher) nicht mehr ganz anknüpfen, trotzdem ist dem Autor nach wie vor praktisch im Jahresrhythmus ein Platz weit vorne auf den Bestsellerlisten sicher. Ein untypischer Grisham-Roman Dass Grisham auch abseits des Gerichtssaals spannende Geschichten zu erzählen weiß, hat er zwar u.a. schon mit der sentimentalen Football-Story „Der Coach“ (eng. „Bleachers“) unter Beweis gestellt, trotzdem sind solche Ausreißer in der Vita des Autors eher selten. Zu dieser Kategorie gehört jedoch nun auch „Das Original“, sodass man diesen Roman als eingefleischter Grisham-Fan ein wenig mit Vorsicht genießen muss, denn so viel sei bereits verraten: mit den sonstigen Werken des Autors hat diese Hommage an die Literaturbranche eher wenig zu tun. Ein Raub erschüttert die Literaturwelt Dabei beginnt „Das Original“ zunächst einmal spektakulär, denn aus der Bibliothek der renommierten Princeton-Universität in New Jersey werden fünf handgeschriebene Manuskripte von F. Scott Fitzgerald gestohlen – ein unschätzbarer Verlust für die Universität und die internationale Literaturwelt. Eine Unachtsamkeit eines der Räuber bei diesem ansonsten so minutiös geplanten und präzise ausgeführten Diebstahls bringt das FBI jedoch schnell auf die Spur der Kriminellen und zu ersten Fahndungserfolgen, der Aufenthaltsort der Manuskripte bleibt jedoch im Dunkeln. Von der Schreibblockade zur Retterin? Dieser Einstieg klingt doch schon einmal ziemlich dramatisch und spannend, doch zum einen wird dieser Millionen-Coup von John Grisham relativ nüchtern, ohne große Emotionen und im Schnelldurchlauf geschildert, zum anderen liegt damit schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Handlungshöhepunkt hinter den Lesern – zumindest was den kriminalistischen Aspekt der Geschichte betrifft. Denn ab hier schaltet der Autor mehrere Gänge zurück und es wird fast schon gemütlich: von den skrupellosen Literaturräubern springt Grisham zur überaus durchschnittlichen Schriftstellerin Mercer Mann, die mit ihrem Debütroman zwar einigermaßen erfolgreich war, seitdem aber nichts Lesenswertes mehr zu Papier gebracht hat und sich mit ihren noch jungen 31 Jahren mitten in einer Schaffens- und Sinnkrise befindet. Ausgerechnet sie soll nun zur Heldin von Grishams Geschichte werden, denn das FBI sieht in Mercer Mann plötzlich die große Chance, die gestohlenen Manuskripte ausfindig und die Diebe dingfest zu machen. Undercover in der Buchhandlung Zugegebenermaßen klingt das schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen, für passionierte Leseratten nimmt das folgende Szenario aber beinahe paradiesische Ausmaße an: Eine Autorin soll auf einer idyllischen Insel in Florida eine Art Doppelagentin spielen und sich mit ihren Insiderkenntnissen über die Literaturszene in die Gunst eines reichen und attraktiven Buchhändlers bringen, um so eines der spektakulärsten Verbrechen der jüngeren Geschichte aufzuklären. Im Vergleich zu den sonst so seriösen Justizthrillern wirkt „Das Orignal“ hier fast schon wie ein klischeebehafteter Schundroman und ehrlich gesagt ist dieser Roman in Grisham-Maßstäben schon eher im Bereich „seichte Unterhaltung“ anzusiedeln. Einblicke in einen verlockenden Mikrokosmos Wer sich nach der Lektüre zahlreicher Grisham-Thriller also selbst schon fühlt, als hätte er erfolgreich das Jurastudium absolviert und sei ein alter Hase in den Gerichtssälen dieser Welt, der dürfte eine gewisse Enttäuschung über dieses Buch wohl kaum unterdrücken können. Für den krimi-affinen Buchnerd hingegen entwickelt „Das Original“ jedoch eine überraschende Sogwirkung, weil Grisham einfach die richtigen Knöpfe drückt: das paradiesische Camino Island als Schauplatz ist genauso perfekt gewählt wie die beeindruckende Buchhandlung des vermeintlichen Bösewichts dieser Geschichte, man lässt sich von den Charakteren relativ leicht um den Finger wickeln und es gibt immer noch genug Krimianteile, um zumindest ein gewisses Spannungslevel aufrechtzuerhalten. Vermutlich ist es einfach der Einblick in diese ganz eigene Literaturwelt, die eine solche Anziehung ausübt – denn welcher begeisterte Leser fühlt sich nicht zumindest ein bisschen angezogen von dem Lebensgefühl, welches John Grisham hier vermittelt: ein Haus am Strand, scheinbar unendlich viel Zeit, der Traum von einem eigenen Roman, eine Buchhandlung voller Schätze, Dinnerpartys mit Autoren und Buchhändlern und das alles weit weg von den finanziellen Sorgen der „normalen“ Welt? Cosy crime à la John Grisham So wird „Das Original“ sicher kein weiterer Klassiker in der Bibliographie des Bestsellerautors, diese ganz spezielle Mischung aus „cosy crime“, Urlaubsatmosphäre und Literaturwelt ist jedoch auf eine gewisse Weise irgendwie „süffig“ – ohne großen Anspruch, aber eine sehr gute Strandlektüre oder auch bestens geeignet, um sich im kalten Winter dick eingepackt auf der Couch ein wenig wegzuträumen. Kein typischer, aber dennoch ein guter Grisham.

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Wieder einmal hat mich ein Buch von John Grisham fesseln können. Diesmal auf eine ganz andere Art. Es ist nicht der Thrill, das unbekannte, es ist viel mehr die Verflechtung seiner Protagonisten mit der Welt der Bücher, die mich so fasziniert hat. Es ist ein Plot, der sich um die Welt der Bücher, Manuskripte, Autoren und Buchhändler dreht. Am Anfang des Buches werden wertvolle, handgeschriebene Manuskripte von F. Scott Fitzgerald aus der Universität Princeton gestohlen. Im weiteren Verlauf dreht sich alles darum diese wieder aufzuspüren. Der Buchhänder Bruce Cable steht im Verdacht als Dealer zu funktionieren und die Manuskripte versteckt zu haben. Mercer Mann, eine Schriftstellerin in der Schaffenskrise, kommt da ins Spiel. Angeheuert von der Detektei der Versicherungsgesellschaft soll sie mehr über Bruce herausfinden.... Der Roman ist definitv anders als die anderen von Grisham. Auch wenn der ganz große Spannungsbogen fehlt, gibt es es dennoch ein sehr actionreichen Beginn, bleibt einiges lange im Dunkeln, man kann miträtseln und es gibt ein überraschendes Ende. Mir hat besonders gefallen, dass sich im Buch alles über Bücher und Schriftsteller dreht, ihr Leben, ihre Werke, es wurde von Grisham humorvoll, hintergründig und abwechslungsreich erzählt. HIer kommen viele verschiedene Figuren vor, die dem Leser einen sehr interessanten Blick hinter die Kulissen der Schriftstellerei zeigen. Ich habe mich mit den Figuren beim Lesen sehr wohl gefühlt, die eigentliche Detektivarbeit trat von der Wichtigkeit dabei für mich in den Hintergrund, aber dennoch gehörte es auch zum Geschehen dazu. Von mir eine Leseempfehlung für die, die nicht immer nur den Thrill in Grishams Büchern suchen. Von mir 4,5 Sterne!

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Zum Inhalt: Die handschriftlich verfassten Originalmanuskripte von F. Scott Fitzgerald werden mittels eines spektakulären Coups aus der Bibliothek der Princeton University gestohlen. Die ersten Verdächtigen werden festgenommen, die millionenschweren Manuskripte bleiben jedoch zunächst verschollen. Das FBI und die Versicherung der Universität nehmen die Ermittlungen auf und finden eine heiße Spur, die nach Camino Island zu Bruce Cable, einem Buchhändler und Sammler von bedeutenden Erstausgaben, führt. Die junge und hübsche Autorin Mercer  wird rekrutiert und auf ihn angesetzt. Sie soll Beweise liefern, dass sich die kostbaren Manuskripte in Cables Besitz befinden. So nehmen die Dinge ihren Lauf und Mercer kommt Bruce in jeder Hinsicht näher...  Meine Leseerfahrung: Als Fan seiner anfänglichen Bücher war ich zunächst irritiert über den rasanten Erzählstil von Grisham. Der Leser wird ohne Umschweife in die Geschichte eingeführt und erfährt ebenso zügig, aber kompakt, die Vorgeschichten der Hauptfiguren. Grisham schafft es dabei, mit wenigen aber völlig ausreichenden Sätzen sowohl die Protagonisten als auch die Nebenfiguren derart gut zu vorzustellen, dass man sie alle absolut problemlos vor dem geistigen Auge lebendig werden lassen kann.  Besonders gefiel mir, dass die Geschichte auch völlig ohne einen Spannungsbogen, wie man es bei seinen Thrillern von Grisham gewohnt war, zurecht kommt und dennoch nicht langweilig wird. Die Szenerien am Strand und die sommerliche Atmosphäre erzeugen kombiniert mit der Literaturwelt insgesamt einen sehr ansprechenden Plot. Trotzdem kommt dieser Roman im Gesamtbild nicht an die früheren Werke von Grisham heran, weswegen ich insbesondere Erstlesern raten würde, sich unbedingt die anfänglichen Justizthriller von Grisham vorzunehmen.  Fazit: Ein leichter Lesegenuss für zwischendurch, was man von Grisham nicht gewohnt ist. Aber dennoch ein köstliches Buch über die Bücherwelt und ein durchaus unterhaltender Krimi im untypischen und doch lesenswerten Grisham-Stil. 

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Antiquitäten

Von: evalitera aus Berlin

19.01.2019

Ich bin sehr positiv überrascht, von diesem gutgeschriebenen Thriller, der streckenweise ein interessanter Roman ist und selten einmal übertriebe Action aufnommt. Ich kenne nur ein Buch von Grisham das fan ich unmöglich Die Bruderschaft. Aber das hier empfehle ich allen Buchantiquariats Liebhabern.

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Aus der Universität von Princeton werden 5 handgeschriebene original Manuskripte von F. Scott Fitzgerald gestohlen. Eigentlich unmöglich und doch passiert. Doch trotz allen Vorbereitungen geht im Nachhinein alles schief. Recht fix werden zwei der Diebe in Haft genommen, die anderen sind auf der Flucht. Die Versicherungsgesellschaft der Universität ist auf der Suche nach den Manuskripten, da sie den Versicherungspreis nicht bezahlen will. Dafür haben sie eigens Ermittler, die sich der Sache annehmen. Ebenso das FBI ist der Sache auf der Spur. Die Versicherung heuert Mercer Mann an, eine möchte gern Autorin im tiefen Tal des Schreibens. Vermutet man doch die Manuskripte bei Bruce Cable und seiner besonderen Buchhandlung. Und da kommt es gerade Recht, dass Mercer mit Camino Island einige Verbindungen hat und ohne aufzufallen dort herum schnüffeln könnte. Und so reist Mercer nach Camino Island und fängt an, die Spur der Manuskripte aufzunehmen. „Das Original – HB“ ist ein Roman von John Grisham. Ich habe das Buch als Hörbuch genossen. Gelesen wurde das Ganze von Charles Brauer. Ich fand seine Stimme sehr gut und hab ihm gerne zugehört. Das Buch selbst war leider so gar nichts. Es ist jetzt das zweite Grisham Hörbuch, das mich erstaunt zurück lässt. Ich bin so erstaunt, dass ich mich mittlerweile frage, ob Grisham Urlaub macht und Ghostwriter seine Werke verfassen lässt. Selten so langweile Grishams gelesen oder gehört. Auch hier habe ich zum Ende hin einfach Kapitel übersprungen, weil ich endlich zum Ende kommen wollte. Der Anfang des Buches ist noch relativ spannend. Der Raub der Manuskripte verspricht ein spannendes Katz und Maus Spiel. Leider war es das dann aber auch schon. Im Grunde hätte es gereicht, wenn ich die ersten und letzten paar Minuten gehört und mir den Rest einfach erspart hätte. Die Diebe, mega böse aber auch mega blöd. Hab das Verhalten der Typen nicht so ganz nachvollziehen können. Das FBI, nur blöde. Die haben ja gar nichts auf den Apfel bekommen. Die Versicherungstypen dafür intelligenter, als die Polizei erlaubt. Aber immer noch zu dämlich, um selbst was zu tun. Mercer, eine Frau, die sich als Autorin träumt. Vor Jahren eine Kurzgeschichtensammlung und ein mehr schlecht als Recht zu bezeichnender Roman veröffentlicht. An ihrem neuen Werk ist sie jetzt schon, ich hab es vergessen, aber mindestens 3 Jahre im Rückstand. Eine Schaffenskriese ohne Idee, was sie weiter schreiben sollte. So quartiert sie sich in der alten Familien Villa ein um dort ihr Buch zu beenden und Cable sein Geheimnis zu entreißen. Und so starten fast 10 Stunden Gerede über Partys, Buch schreiben, Buch weg werfen und neu schreiben, spazieren gehen, Leute kennen lernen, wieder Partys, keine Idee für neues Buch haben, reden über Bücher, reden über Manuskripte, Antiquitäten, wieder keine Idee was zu schreiben … und und und … Zwischendurch taucht der eine Dieb mit einem neuen Kumpel auf, der recht rabiat zur Sache geht, weil er die Manuskripte wieder haben will. Wobei ich mich jetzt frage, wo hat er sie eigentlich hin geschafft? Das Buch ist so einschläfernd, dass ich das einfach vergessen habe und mich jetzt wirklich frage, hat er sie vorher verkauft? Verlegt? Verloren? Naja, auf jeden Fall hat er sie nicht mehr und will sie wieder haben. In dem Ganzen Werk war nicht eine Person die auch nur annähernd sympathisch gewesen wäre. Alles nur oberflächliche und teilweise nervige oder langweilige Typen, bei denen man einfach so über die Seiten huschen konnte. Nicht mal der Fall selbst hatte Tiefgang, bei dem man mal länger verweilen konnte.

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John Grisham ist dieser Typ mit den knallharten und (Sorry!) staubtrockenen Anwaltsromanen. Die Akte, der Prozess, der Locher… oder so ähnlich. Zumindest dachte ich das lange Zeit. Eigentlich bis ich „Das Original“ las. Ein spannender und gar nicht so trockener Roman über den Literaturbetrieb. Im Zentrum der Geschichte stehen fanatische Buchsammler, kriminelle Buchhändler und die Originalmanuskripte von F. Scott Fitzgerald. Gute Zutaten für Leseratten, die (wie ich) „Bücher über Bücher“ lieben. Die Beschreibungen des großen Coups, um den sich dieser Roman dreht, erinnern dabei ein wenig an Kino-Blockbuster wie „Oceans 11“. Aus den Tresoren der Princeton University werden die handschriftlichen Originalmanuskripte von Fitzgerald entwendet. Ein riesiger Verlust für die Universität und ein heikler Deal für die Diebe. Im Folgenden sind nämlich sowohl das FBI als auch die Versicherung der Universität den Manuskripten auf der Spur. Für mich war der Schreibstil von John Grisham wirklich völlig ungewohnt aber überraschend angenehm. In kurzen Sätzen wird die Handlung wie mit dem Maschinengewehr geschossen erzählt. Da wird auch mal eine ganze Lebensgeschichte auf wenigen Seiten skizziert und trotzdem meint man die Figur ausreichend kennengelernt zu haben. An anderer Stelle wird es dann wieder etwas ausführlicher, etwa wenn die illustren Abende zwischen Autoren beschrieben werden. Aber auch diese Elemente werden nicht übermäßig ausgeschmückt, sondern recht sachlich und zielführend erzählt. Was mir tatsächlich fehlte war die Bindung und Beziehung zu den Figuren der Geschichte. Zwar gibt es eine junge Autorin, welche, im Zentrum der Geschichte stehend, dem Leser etwas gefühlvoller portraitiert wird, die übrigen Figuren wirken jedoch recht glatt und „porentief rein“. Zu wenige Ecken, Kanten und Macken für meinen Geschmack. Wer soll nun dieses Buch lesen? Alle, die John Grisham vielleicht endlich auch einmal kennenlernen wollen Bücher über Bücher lieben einen Schmöker für die Winterzeit suchen, der sich süffig weglesen lässt und einige Spannung bietet Wer sollte dieses Buch eher nicht lesen? Nun, das wären alle, die sich mehr Details und Bezüge zu John F. Fitzgerald erhoffen wirklich anspruchsvolle Literatur erwarten eine Erzählung lieber langsam und atmosphärisch dicht als mit Tempo mögen

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