Leserstimmen zu
Die göttliche Komödie

Dante Alighieri

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Um “Die göttliche Komödie” von Dante bin ich ja schon eine Ewigkeit herumgeschlichen, habe mich aber nie an einen so alten Klassiker heran getraut. Als ich dann aber sah, dass der Manesse Verlag eine Neuauflage herausgebracht hat, musste ich einfach zuschlagen … Die „Divina Commedia“ erzählt in 100 Vers-Gesängen Dantes eigene Reise ins Jenseits. Diese führt ihn in die neunfach unterteilte Hölle, dann durch den ebenfalls neunfach unterteilten Läuterungsberg und schließlich bis ins Paradies. Bei seinen Erlebnissen begegnen ihm Hunderte von verstorbenen Personen. Zum Teil unbekannt, aber auch Verwandte und Bekannte aus Dantes Leben. Auch Berühmtheiten aus Mythologie und Geschichte, wie Odysseus, Paris und Achilles, sowie Kleopatra, Cicero und viele viele mehr bekommen hier ihren Platz! „Die göttliche Komödie“ ist ein einmaliges Werk, das an einigen Stellen berauschende Schönheit, an anderen aber auch eine wahnsinnige Klugheit besitzt … Die Ausgabe des Manesse Verlags ist absolut gelungen! Ida und Walther von Wartburgs Übersetzung aus den frühen 60er Jahren gilt durchaus als eine der besten und auch klassischsten. Auf den ersten Seiten, gibt es eine kleine Einleitung über die Dichtung der damaligen Zeit und über Dante Alighieris Leben. Ebenso bekommen wir zu den teilweise doch sehr schwerfälligen Gesängen immer wieder kleine Textpassagen, die Hintergründe erklären und das Lesen des Buches deutlich erleichtern. Natürlich muss man sich erst in die schwerfällige Sprache und den Rhythmus der Gesänge hinein fuchsen, aber nach 20-30 Seiten bin ich wirklich gut und flüssig voran gekommen. „Die göttliche Komödie“ zählt definitiv zu den Büchern, die man im Laufe seines Lebens gelesen haben muss. Ein Buch zum genießen, das aber auch erstmal auf seinen Leser wirken und sich entfalten muss. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Gesänge in jedem Menschen ganz unterschiedliche Emotionen und Betrachtungsebenen auslösen. Ich habe beim Lesen immer wieder Pausen gebraucht, in denen ich die letzten Seiten auf mich wirken ließ. Dadurch konnte ich auch mit einem ganz neuen Blickwinkel weitergelesen … Zusätzlich beinhaltet die Ausgabe aus auch noch 48 wunderschöne Illustrationen, die Holzschnitte von Gustave Doré zeigen. Dies unterstützt die Qualität des Buches und sorgt nochmal dafür, dass Dantes Geschichte korrekt von seinem Leser erfasst wird! Ein Klassiker der Weltliteratur, der in meinen Augen einfach gelesen werden muss!

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Dante Alighieris Die Göttliche Komödie dürfte das Buch sein, bei dem die Zahl derer, die davon fasziniert sind, und denen, die es tatsächlich gelesen haben (noch dazu bis zum Schluss!) im krassesten Missverhältnis steht. Höchstens Paradise Lost könnte vielleicht mit der Göttlichen Komödie noch um diesen Titel streiten. Iced Earth zitiert sie, ebenso Weezer und Milla Jovovich als Musikerin, zahlreiche Filme und Serien und sogar das Lustige Taschenbuch. Ja, für mich war Dante selbst dank solcher Pop-Kultur-Bruchstücke einst eher in der Sphäre der Teufel anzusiedeln als unter den Schriftstellern. Dazu trägt natürlich bei, dass die Faszination, die von der Göttlichen Komödie ausgeht, sich größtenteils auf den ersten Teil, den Gang des Reisenden durch die Höllenkreise, beschränkt. Vielzitiert, kaum gelesen Und vielleicht auch nicht wirklich zu Unrecht. Nach einer modernen Dramaturgie betrachtet ist die Komödie ein zutiefst misslungenes Werk. Der spannungsgeladene Höhepunkt steht eigentlich ganz am Anfang: Aufregender als in dem Moment, in dem der Erzähler im dunklen Wald sich auf unbekannte Pfade verirrt, wird es bei Licht betrachtet nicht mehr. Selbst, wenn das Licht im folgenden Drittel der Reise die glimmenden Gluten der Hölle sind. Die göttliche Komödie ist praktisch handlungslos und damit auch ohne diese Was-passiert-mit-dem-Helden Spannung, die wir gewohnt sind von heutigen Texten zu erwarten. Begleiter Vergil ist immer beim Helden und wird ab dem Läuterungsberg von der verflossenen geliebten Beatrice ersetzt. Die göttliche Komödie ist in erster Linie ein Lehrgedicht, das dem Leser die Gräuel der Hölle ausmalt um im Anschluss auf den richtigen Weg zum Glauben zu führen. Dabei werden fast alle Diskurse des Mittelalters und der heraufdämmernden Renaissance beschworen. Gerade das letzte Drittel ist von teils wahnwitzigen theologischen Spekulationen und Stellungnahmen in theologischen Streits der Zeit durchsetzt, hinzu kommen zahlreiche Seitenhiebe gegenüber Zeitgenossen. Und selbst, wer sich für das spekulative Unternehmen, den Glauben zu begründen, durchaus interessiert, dürfte bei den Kirchenvätern oder Thomas eine anregendere und fundiertere Lektüre finden als in Dantes wildem Höllen- und Himmelsritt. Woher die Faszination? Warum also Die göttliche Komödie lesen? Wie ist die Faszination zu erklären, die das Werk offenkundig bis heute ausübt? Ist das wirklich nur ein bisschen Höllenfeuer, lückenhafter Lektüre und Missverständnissen geschuldet? Ich glaube nicht. Die Sprache macht es, und der unglaubliche Ernst, der selbst in den zugegeben regelmäßig schwierigen Übersetzungen von diesem Projekt noch zu spüren ist. Sich durch Die göttliche Komödie arbeiten ist tatsächlich genau das: Arbeit. Durch die Hölle in die höchsten Höhen. Und es ist eine Arbeit, die vom Genuss des unglaublich Sprachflusses Dantes zugleich veredelt wird. Man spürt darin tatsächlich ganz viel vom Ringen des vernunftsbegabten Christen in einer Welt, die es unglaublich schwer macht, einen guten Gott zu glauben. Und gleichzeitig spürt man den Versuch der Überwindung dieses Widerspruches bereits in den herrlich leicht dahinschwebenden Terzinen, die mit den schwersten Themen ringen. Manesse hat eine neue Ausgaben der Göttlichen Komödie vorgelegt, die mit zahlreichen Kupferstichen von Gustave Doré und insgesamt prachtvoller Aufmachung diese Besonderheit des Werkes noch unterstreicht. Schade, dass als Textgrundlage die Blankversversion von Ida und Walther von Wartburg gewählt wurde, die so bewährt wie beliebt ist. Denn hat man den Anspruch, dass für alle nicht rein für den Wissenschaftsgebrauch gedachten Übersetzungen gelten sollte, dass Übertragungen zuerst als Kunstwerk in ihrer Sprache überzeugen müssen, kann die nicht wirklich genügen. Und für Dante hätte der Anspruch mindestens doppelt zu gelten! Es ist die Sprache, in der das „Göttliche“, das den Kern von Dantes Werk ausmacht, sich manifestiert. Davon so viel wie möglich in eine andere Sprache zu retten sollte Primat einer jeden Übersetzung der Komödie sein. Natürlich ist der tänzelnde Wohlklang des italienischen Originals im schwerfälligeren Deutsch kaum ganz zu reproduzieren. So viel mehr Möglichkeiten zu Reimen (ohne die Satzstruktur zu biegen) hat das italienische schon allein. Wer sich dafür interessiert, wie schrecklich eine Terzinen-Übersetzung auf Deutsch tatsächlich klingen kann, schaue einmal in die gemeinfreie Übertragung von Rudolf Borchardt rein. Wunschzettel für weitere Neuauflage Von einer Neuauflage wäre angesichts der zahlreichen bereits bestehenden „Gebrauchsübersetzungen“ zu wünschen, dass sie sich auch an eine neue, die Eleganz des Originals wenigstens anklingen lassende, gereimte Übertragung der Danteschen Terzinen wagt. Gern auch mit einer dem beigestellten Blankvers- oder Prosaübertragung für den wissenschaftlichen Gebrauch. Dem Studenten immerhin, wie auch dem interessierten Laien, gibt die neue Manesse-Ausgabe einen mehr als umfangreichen Kommentar zur Hand. Walther von Wartburg liefert sowohl ein allgemeines Vorwort als auch ausführliche Hinweise zu jedem einzelnen Gesang. Und wer noch tiefer in Die göttliche Komödie einsteigen möchte, als dass im Rahmen einer kleinen Rezension möglich war, empfehle ich mit etwas Vorsicht www.divina-commedia.de. Diese Seite ist ein Faszinosum für sich. Erstellt von einem ausgewiesenen Dante-Gegner, der zeigen möchte, dass Dante aufgrund seiner inhumanen Weltanschauung keinesfalls als Schullektüre taugt, ist es die umfangreichste mir bekannte frei zugängliche Analyse des Werkes, und durchaus im Großen und Ganzen eine gute Analyse – sie lässt nur außer Acht, dass ein Kunstwerk durchaus weltanschaulich vom zeitgenössischen Standpunkt problematisch und dennoch genießbar sein kann (und Lehrer könnten zB die Probleme thematisieren und für den Unterricht fruchtbar machen). Ja, dort gibt es sogar Audioausgaben der ersten Gesänge in Deutsch und Italienisch und die vergriffene relativ gelungene Terzinen-Übertragung von Richard Zoozman. Wer sich bisher nicht vorstellen kann, welche Faszination dieses Werk ausübt – sogar auf Gegener – dort wird man fündig.

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Nur wenige Werke haben die Weltliteratur derart stark beeinflusst wie Dante Alighieris "Commedia", die der Dichter erst kurz vor seinem Tod im Jahr 1321 vollendete. Bis heute prägt dieses italienische Versepos unsere Vorstellungen von Himmel und Hölle. Worum geht es? In einer Midlife-Crisis steckend, wird der Poet Dante von seinem literarischen Vorbild, dem antiken römischen Dichter Vergil, aufgesucht und einmal quer durchs Jenseits geleitet. Im 'Inferno', der Hölle, beginnend, begegnen Dante und Vergil zahlreichen Figuren, die je nach der Schwere ihrer Verfehlung den unterschiedlichsten, genaustens beschriebenen Strafen ausgesetzt sind. Dieser berühmteste und grausamste Teil der "Göttlichen Komödie" hat zahllose Schriftsteller, Maler und Filmregisseure inspiriert. Die dargestellten Schrecken und Qualen haben außerdem den jüdischen Schriftsteller Primo Levi an seine Lagerhaft in Auschwitz erinnert, was einmal mehr zeigt, das die grausamsten Höllen von Menschen erschaffen werden. Etwas weniger gewalttätig geht es im Fegefeuer und Paradies zu. In letzterem begegnet Dante seiner verstorbenen Angebeteten wieder, der legendären Beatrice Pontinari, die ihn auf dem letzten Abschnitt an Vergils Stelle - der als Ungetaufter keinen Zugang zum Paradies hat - begleitet. Wer sich diesem Werk - an dem man eigentlich nicht vorbeikommt - nähern will, dem sei die prachtvolle Neuausgabe aus dem @manesse.verlag empfohlen. Die Übersetzung von Ida und Walther von Wartburg ist zwar nicht mehr taufrisch, aber ihre Genauigkeit und lyrische Schönheit sind nach wie vor unerreicht. Für diese Ausgabe sprechen außerdem der hervorragende Kommentar (sehr hilfreich bei den unzähligen Anspielungen und Verweisen im Werk), sowie die sehr schönen Illustrationen von Gustave Doré, die das Lesevergnügen noch einmal steigern. Also nichts wie auf zur Reise durch Hölle und Himmel! Der Band sollte unter keinem Weihnachtsbaum fehlen.

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Tolles Buch...

Von: EvaMaria

16.12.2018

Um “Die göttliche Komödie” bin ich ja schon eine Ewigkeit rumgeschlichen, als ich dann nun aber sah, dass das der Manesse Verlag eine Neuausgabe veröffentlichen wird, wusste ich dass das ein Zeichen ist und ich dieses Buch haben muss. Ich finde diese Ausgabe definitiv gelungen, denn es hat mich sehr gefreut, dass dem Leser der Einstieg immens erleichtert wird, denn auf den ersten Seiten gibt es so einige Erklärungen und man bekommt auch Alighieri etwas besser vorgestellt. Als ich dann weitergelesen habe, war es zuerst etwas anstrengend, denn das Buch ist ja in Gesang – Form geschrieben, aber es wurde hier von dem Übersetzer sehr praktisch gemacht, dass nach jedem Kapitel oder auch Gesang, Erklärungen folgen, damit der Leser den ganzen Text besser verstehen kann. Wirklich sehr lobenswert, denn so sind die 1200 Seiten eigentlich kein Problem. Die Geschichte fand ich wirklich sehr schön und ich würde auch sagen, dass das Buch in die Kategorie, sollte man gelesen habe, definitiv hinein gehört. Es gibt auch im Buch wiederkehrende Illustrationen, die mir sehr gefallen haben. Generell ist die Aufmachung im Manesse Verlag, aber immer absolut lobenswert, denn keines meiner Bücher aus diesem Verlag haben mich bisher enttäuscht. Das Buch muss man einfach genießen und auch wirken lassen, sodass ich sagen würde, dass man es nicht in einem Rutsch durchsuchten sollte, denn für das hat es einfach zu viele Seiten, sondern ich würde eher sagen, dass man es nebenbei lesen sollte und dafür definitiv genießen sollte. Fazit: Toller Klassiker, der sich definitiv lohnt. Klare Kauf – und Leseempfehlung. 5 von 5 Sterne.

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Immer wieder habe ich in verschiedenen deutschen Übersetzungen von Dantes Göttlicher Komödie gelesen und eines ist klar: schöne Übersetzungen gibt es viele. Die Dante-Gesellschaft zählt bis heute 52 vollständige Übersetzungen, beginnend 1767 mit Lebrecht Bachenschwanz Prosaübertragung und endend bei den Prosa-Übersetzungen von Kurt Flasch und Hartmut Köhler in den letzten Jahren (2011 bzw. 2012). Die ganze Liste kann hier eingesehen werden: http://dante-gesellschaft.de/dante-alighieri/divina-commedia/ Ida und Walther von Wartburgs Übertragung aus den frühen 60er Jahren gilt durchaus als eine der klassischsten. Einen großen Vorteil bietet die Manesse-Ausgabe mit dieser Übersetzung allerdings vor allem wegen des sehr umfangreichen Kommentars, den Walther von Wartburg zu jedem Einzelnen der 100 Gesänge verfasst hat und der einen mit Erläuterungen, Hinweisen und Hintergründen versorgt. Während ich bei der Übersetzung nicht immer sicher war, welche ich vorziehen soll und welche am adäquatesten (oder schlicht schönsten) ist, hat sich dieses tausendseitige Ausgabe aufgrund des Kommentars als die beste Art und Weise erwiesen, sich Dantes Meisterwerk zu nähern. Ich denke nicht, dass man zur Commedia selbst etwas sagen muss. Es ist ein einmaliges, in vielen Belangen großartiges Werk, das an einigen Stellen eine berauschende Schönheit, an anderen eine überzeitliche Klugheit besitzt. Wer sich dem Werk nähern und sich zur Lektüre angeregt sehen will, dem kann ich Roberto Benignis „Mein Dante“ oder die wunderbaren Essays in Jorge Luis Borges „Letzte Reise des Odysseus“ empfehlen. Auch einige Abschnitte aus Alberto Manguels „Geschichte der Neugierde“ drehen sich um dieses epische Gedicht, das im Übrigen die italienische Sprache zur Schriftsprache machte und vom Latein loseiste. Wer sich dieses Werk noch nicht vorgenommen hat, bei wem es nicht zumindest auf der Longlist steht, an den möchte ich auf jeden Fall appellieren: schaut mal rein. Oft schlägt einen das Buch schon mit dem Prolog in seinen Bann oder beim Lesen in einem x-beliebigen Kapitel. Für wen Terzinen nichts sind, der kann zu einer der Prosa-Übersetzungen (bspw. die von Flasch) greifen, wer es pompös mag, dem würde ich zu einer Ausgabe mit der Übersetzung von Philalethes raten. Und wer sich nicht ohne Beiwerk herantraut, dem sei diese Ausgabe hier wärmstens empfohlen.

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Die göttliche Komödie von Dante Alighieri ist eines dieser Werke, von denen man immer wieder hört, deren Titel einem bekannt vorkommt, man aber durch die Länge abgeschreckt wird. Hinzu kommet die Schreibweise – denn die göttliche Komödie wird in Gesang-Form erzählt. Das macht Die göttliche Komödie zu keinem Werk, das man in einem Rutsch mal so eben nebenbei lesen kann. Das heißt aber nicht, dass es nicht absolut lesenswert ist. Die Dichtung ist wirklich nicht leicht zu lesen, besonders wenn man nicht andere Werke der italienischen Literatur kennt. Diese Ausgabe – aus dem Manesse Verlag – erleichtert einem das Herangehen an dieses anspruchsvolle Werk ungemein. Auf den ersten vierzig Seiten des Vorworts bekommt der Leser einen guten Einblick in das Leben und die Werke von Dante Alighieri. Um die göttliche Komödie besser verstehen zu können, ist es auch wichtig einen Einblick in das Leben und die Werke des Dante Alighieri zu erhalten. Um das Verständnis noch weiter zu steigern folgt nach jedem Gesang ein Kommentar, die dem Leser helfen das gelesene noch besser zu verstehen. Zwar wird dadurch der Lesefluss ein wenig unterbrochen, doch für mich waren gerade diese Kommentare eine große Hilfe um das gelesen noch besser verstehen zu können. Außerdem enthält dieses schön gebundene Werk Illustrationen die es zu einer ganz besonderen Ausgabe machen. Ich kann diese Ausgabe der göttlichen Komödie jedem empfehlen, der sich an italienische Literatur heranwagen möchte. Diese umfangreiche Neuausgabe bietet tolle Illustrationen und Kommentare die es zu einem wirklichen Leseerlebnis machen.

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Dantes Die Göttliche Komödie, verfasst vermutlich zwischen 1307 und 1321, gilt als das wohl berühmteste Werk der italienischen Dichtung und ist längst zur Weltliteratur geworden. Geschildert wird die Reise des Ich- Erzählers durch die drei Jenseitsreiche Inferno (Hölle), Purgatorio (Fegefeuer) und Paradiso (Paradies). In diesem Werk „ballt sich die ganze Weltgeschichte in einem Kunstwerk zusammen“, wie es Ida und Walther von Wartburg, die Übersetzter dieser Neuausgabe, bezeichnen. Doch leicht zugänglich ist diese 100 Gesänge umfassende Dichtung nicht. Besonders nicht, wenn man mit der italienischen Literatur wenig vertraut ist. Die Neuausgabe des Manesse-Verlags schafft aber Abhilfe für all jene, die sich bisher nicht an dieses Werk herangetraut haben. Es bietet im Vorwort eine Einführung in das Leben und Werk Dantes, denn wie schnell klar wird ist für das Verständnis der Divina Commedia ein gewisses Grundwissen um Dante und Historie zwingend erforderlich. Diese Einführung ist aber keineswegs trocken - wissenschaftlich. Nein, sie gewinnt durch ihren teilweise begeisternden und mitreißenden Ton einen literarischen Eigenwert, der noch weiter ermuntert, die Dichtung zu lesen. Jeder Gesang enthält zudem einen umfangreichen Kommentar- und Anmerkungsteil, welcher sich jeweils am Beginn bzw. am Ende des jeweiligen Gesangs befindet. Es ist vermutlich dem Umfang der Kommentare und Anmerkungen geschuldet, dass diese sich nicht im Text befinden und so der Lesefluss beim Umherblättern etwas gestört wird, jedoch sind sie für das Verständnis von sehr großem Wert. Auch optisch macht diese Ausgabe einiges her: das augenfreundliche Satzbild sorgt für ein angenehmes Lesen und aufgelockert wird dies zusätzlich durch 48 Illustrationen von Gustave Doré, die für mich eine gelungene bildliche Zusammenfassung der Göttlichen Komödie sind. Die Göttliche Komödie in einer umfangreichen Neuausgabe – für jeden Anfänger, der ein bisschen Ausdauer mitbringt, unbedingt empfehlenswert.

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Uih! Ich fürchte, dies wird meine literarische Lebensaufgabe… Kennen Sie das auch? Sie haben schon mal etwas von einem Werk gehört? Zu mindestens der Titel kam ihnen bekannt vor? Auch den Namen des Autors haben sie irgendwo schon mal gelesen? So erging es mir mit diesem Klassiker der italienischen Literatur. Völlig spontan und naiv und ohne jegliches Hintergrundwissen habe ich mir dieses Werk als Rezensions-Exemplar zusenden lassen. Nun halte ich dieses stramme Exemplar in meinen Händen, blättere ehrfürchtig in den 1200 Seiten und habe das Gefühl, ich bin zu ihm gekommen wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kind,… …und schon sind wir mitten in Dantes „Divina Commedia“: Unterteilt in die Abschnitte Inferno (Die Hölle), Purgatorio (Der Läuterungsberg) und Paradiso (Das Paradies) handelt es von den Erlebnissen des Dichters Dante, der sich auf einer Reise durch das Reich der Toten in einem großen, undurchdringlichen Wald verirrt. Dort stellen sich ihm einige gefährliche Tiere (die als Parabel für Verführung und Sünde gedeutet werden können) in den Weg, drängen ihn vom Pfad der Tugend und verweigern den Ausweg. Bevor Dante im unwirtlichen Wald zugrunde geht, erscheint ihm Virgil: Der weise Mann wurde ihm von Beatrice, seiner Geliebten, geschickt. Gemeinsam können sie den Wald mit seinen Versuchungen hinter sich lassen und stehen vor der Pforte der Hölle… Ich habe meine Studien noch lange nicht beendet. Einige Passagen musste ich ein zweites oder drittes Mal lesen – manchmal sogar laut rezitieren – um den Inhalt über den Duktus der Sprachmelodie zu verstehen. Dabei liegt mir in der Übersetzung von Ida und Walther von Wartburg eine Referenzausgabe vor. Gustave Doré schuf im Jahr 1861 zahlreiche Holzstiche, die heute zu den bekanntesten Illustrationen des Werks zählen. „Die göttliche Komödie“ ist kein Werk für „Zwischendurch“, kein Werk für „in einem Rutsch durchlesen“,… …aber ein Werk, das mich zwingt meine literarische Komfort-Zone zu verlassen, meine Konzentration fordert und meinen Blick weitet. Meine persönliche literarische Herausforderung: Schön, dass es sie gibt!

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