Leserstimmen zu
Eiswelt

Jasper Fforde

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Fantasy-Science-Fiction.

Von: kvel

02.02.2019

Inhalt (gemäß Umschlaginnenseite): Die Eiswelt ist unserer zum Verwechseln ähnlich – nur dass hier die Eiszeit niemals aufgehört hat. Deshalb hat die Menschheit die Fähigkeit entwickelt, Winterschlaf zu halten, um jedes Jahr die schlimmsten drei Monate zu überstehen. Temperaturen von minus vierzig, minus fünfzig Grad, schneidender Wind und Tiere, die in der Dunkelheit Jagd machen auf alles, was sich bewegt – das sind nur einige der Gefahren, die im Winter draußen lauern. Um zu überleben, ziehen sich die Menschen in große Dormitorien genannte Schlaftürme zurück. Einzig die Winterkonsuln bleiben wach und beschützen die Schlafenden. Der junge Charlie Worthing ist einer dieser Winterkonsuln. Er hat dieses harte Los zwar gewählt, aber auf das, was er gleich in seinem ersten Winter erlebt, hat ihn niemand und nichts vorbereitet. Denn seltsame Träume gehen um, Träume, die schlafende Menschen in seelenlose Untote verwandeln. Und es ist bei allen derselbe Traum. Zunächst hält Charlie das für eine der typischen Wintergeschichten – bis er selbst anfängt, diesen Traum zu träumen. Doch Charlie ist aus härterem Holz geschnitzt, als er ahnt ... Meine Meinung: Der Autor hat hier eine komplexe und fantasy-realistische Eiswelt erschaffen; und detailliert beschreibt er sie. Ich fand es gut, dass die Erzählung nicht so schockend und gruselig ist, wie es vielleicht aufgrund der Inhaltsbeschreibung mit „seelenlosen Untoten“ und „Tieren, die in der Dunkelheit Jagd auf alles machen, was sich bewegt“ den Eindruck erwecken mag. Die Ausdrucksweise des Autors hat mich beim Lesen ehrlich erfreut. „Er saß mit einem Buch am Kamin, in dem allerdings kein Feuer brannte. Papier, Anmachholz und große Scheite waren zwar vorhanden, waren aber offenbar nicht bereit gewesen, sich von selbst zu etwas Sinnvollem zusammenzusetzen.“ (s. 488) Mein einziger Kritikpunkt wäre, dass es bis fast drei-viertel des Romans dauert, bis sich die wirklich interessanten Geschehnisse ereignen. Dem könnte man positiv entgegensetzten, dass man so als Leser quasi mehr Spannung und Lesegenuß für sein Geld bekommt ;) Fazit: Mir hat's gefallen.

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Die ganze Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut. Das "zersprungene" Cover und die eisigen Farben passen super zusammen. Im Buch selbst hat jeder Kapitelanfang oben in der Ecke einen Abbildung, die wie zerbrochenes Eis aussieht. Direkt vorne im Buch befindet sich eine Zeichnung eines Dormitoriums, ein Gebäude, das in der Geschichte eine große Rolle spielt und ich fand es gut, dass es so ausführlich beschrieben wird. Das Buch wird aus der Sicht von Hauptcharakter Charlie in der 1. Person erzählt, der durch Zufall an einem Bewerbungsgespräch als Winterkonsuln teilnimmt und genommen wird. Von diesem Zeitpunkt an ändert sich Charlies Leben komplett. Aus Charlies Erzählungen erfährt man von der bizarren Winterwelt, in der die Menschheit lebt. Es gibt ein Mindestalter für Schwangerschaften, Frauen sind dazu verpflichtet Kinder zu bekommen, Kinder werden quasi produziert. Im Winter fallen die Menschen in einen Winterschlaf. Vor dem Winterschlaf ist es wichtig, sich genug Fett anzufressen. Manche wachen zu früh aus dem Schlaf auf und sterben, andere sterben während des Schlafens, nicht jeder kann den Winterschlaf überleben. Im Sommer ist das Wetter angenehm warm, aber im Winter können bis zu -68 Grad erreicht werden. Die Bewohner bekommen im Winter einen starken Fellwuchs, eine Art Winterfell, das sie während dem Winterschlaf vorm Erfrieren schützt. Träumen ist verpönt, denn es ist eine Verschwendung von Energie, von Hirntätigkeit und von Lebensfett. Puh, was soll ich sagen. Ich habe mich mit diesem dicken Wälzer wirklich schwer getan. Einerseits fand ich die Erschaffung einer solchen Fantasiewelt großartig, andererseits war es mir schon fast zu abgefahren. Es ist die Rede von Nachtwandlern, Gronk, Träumern, dem Wintervolk und noch von vielen anderen Sachen, von Menschen und von Drogen, die ich mir nicht so recht merken konnte. Mir viel es sehr schwer dem allen zu folgen. Vor allem der Anfang lässt sich sehr schwer lesen, ich finde es plätschert alles so dahin, bis endlich mal was passiert. Charlies Charakter ist auf jeden Fall ein Lichtblick in der Geschichte, er hat mir sehr gut gefallen und auch seine Entwicklung fand ich gut. Er selbst hat eine eher mittelmäßige Meinung von sich, dabei steckt sehr viel mehr in ihm, als er selbst ahnt. Spannung kam bei mir während des gesamten Buches leider überhaupt nicht auf. Den Aufbau des Buches fand ich allerdings gut gelungen, die Kapitel sind nicht zu lange, sind mit einer Überschrift versehen und beginnen alle mit einer kleinen Erklärung, das hat einem das Verständnis schon etwas erleichtert. Den Schreibstil des Autors fand ich in Ordnung, was mich beim Lesen aber massiv gestört hat und mich immer wieder stocken lies waren die vielen Fußnoten. Neue Begriffe wurden vor allem Anfang unten auf den Seiten erklärt, dass beeinträchtigte meinen Lesefluss sehr. Später im Buch kommen die Fußnoten dann aber nicht mehr so oft vor. Fazit Ich lese wirklich sehr gerne Fantasy-Geschichten, aber mit diesem Buch wurde ich leider nicht so richtig warm. Es viel mir schwer, die vielen neuen Begriffe zu behalten und es zog sich teilweise sehr beim Lesen. Auch kam ich durch die Fußnoten und die vielen Erklärungen gar nicht so richtig dazu, die Geschichte und das Lesen zu genießen. Man muss sich schon komplett auf diese 656 Seiten einlassen und in Ruhe lesen. Alles in allem war es einfach nicht so mein Geschmack. Zu viele neue Begriffe, zu wenig Spannung, komplizierte Charaktere (bis auf den Hauptcharakter) und manchmal etwas zu wirre Handlungen.

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"Der Feind, das sind weder die Schurken noch Womaden, Aasfresser, Wintersomniasten, Eis-Eremiten, Megafauna, Nachtwandler, Frostnager oder fleischfressender Kaltschleim - es ist der Winter. Um zu überleben, musst du ihn zuallererst respektieren...." (S. 53) Stellt Euch vor, die Eiszeit hätte nie geendet. Eis, Schnee und Kälte 365 Tage im Jahr und im Winter fallen die Temperaturen bis zu Minus 50°C. Wenn die Temperaturen nur auf Minus 40°C fallen, spricht man von einem milden Winter. Um diesen Winter zu überstehen muss man sich erstmal ordentlich Fettdepots anfuttern und den Winter dann überschlafen. Stellt Euch vor alle gehen in dieser Zeit in spezielle Einrichtungen, um zu überwintern....nur Ihr nicht, denn Ihr gehört zu den Wächtern für die Schlafenden. Ihr seid auf Euch gestellt, wach und beginnt doch wie alle anderen zu träumen. Stellt Euch vor die Eiszeit hätte nie geendet..... "Sie erzählten von wochenlang anhaltenden Blizzards, dicker als Milch, von in Eis gehüllten Bäumen, die aussahen, als seien sie luftdicht in Glas verpackt. Von Regen, der gefroren wie tausend Edelsteine vom Himmel fiele und mit dem süßen Klang kleiner Glöckchen auf die Steine prasselte, von so niedrigen Temperaturen, dass Quecksilber in den Thermometern erstarrte und die Menschen, die so dumm waren, sich nach draußen zu wagen, binnen Minuten steifgefroren wurden." (S. 61) Der Autor hat mit "Eiswelt" einen bizzaren und spannenden Science-Fantasy erschaffen. Eine Welt, die im Hinblick auf unsere eine verkehrte Welt zu sein scheint. Klimawandel in die entgegengesetzte Richtung, man muss fett sein, um den Winter zu überleben und Winterfell (ausgeprägte Körperbehaarung) ist in und sogar ein Muss. Kinder werden nicht abgetrieben, sondern regelrecht produziert, was für die Gesellschaft eine wichtige Unterstützung bedeutet und je mehr Kinder eine Frau bekommt, umso angesehener ist sie. Man ist legal auf Droge und Träume sind verpönt, da energieraubend. Gleichberechtigung ist Standard und sexistische Machos werden verachtet. Dieses Kontrakonzept im Hinblick auf unsere Welt hat der Autor auch bei dem ein oder anderen Namen angewandt. So gibt es auch in "Eiswelt" z.B. einen britischen Abenteurer, der einem im TV das Überleben in der Wildnis erklärt. Hier heißt er jedoch nicht Bear Grylls, sondern Gaer Brills und so mancher Name erinnerte mich stark an Monty Python. Es gibt hier z.B. eine Schwester Vulvolia und eine Schwester Placentia. ">>In Jutesäcke eingewickelt und mit Gänseschmalz eingeschmiert mit Minimal-BMI auf Bäumen pennen<<, schnaubte Lucy bezüglich der Ideen von Gaer Brills. >>Da wird es den ganzen Winter über Hipster regnen.<<" (S. 29) Für Schmunzeln und Lacher wird hier also gesorgt. Dieser Science-Fantasy ist aber nicht nur eine überspitzte Karikatur einer verkehrten Welt, sondern regt auch in gewisser Weise zum Nachdenken an. Es ist nämlich ebenso eine Klassengesellschaft vorhanden, welche sich jedoch dadurch definiert, dass die einen gut und die anderen schlecht schlafen und die Ersteren dadurch eine höhere Überlebenschance haben. Es gibt Revoluzzer, die diese Gesellschaft und dieses System ablehnen und es gibt Schurken, welche nicht schlafen wollen und die Schlafenden ausrauben. Gleichzeitig kann man dieses Buch aber auch einfach nur genießen und in eine spannende und fesselnde Story abtauchen, in der man mythischen Wesen und auch Nachtwandlern begegnet. Diese sind den uns bekannten Zombies nicht unähnlich, sind sie doch in gewisser Weise tot und von Hunger getrieben. Trotzdem sind sie ganz anders, denn es sind noch lebende Menschen, denen es beim Überwintern einfach nur paar Gehirnsynapsen zerschossen hat. Und dann wütet auch noch ein Traumvirus, welches nicht mal vor den Wächtern Halt macht und die Betroffenen in den Wahnsinn treibt.. Wer oder was steckt hinter diesen Träumen und wieso trifft es nur ganz bestimmte Menschen? Wie Ihr inzwischen sicherlich schon erkennen konntet, gehört dieses Buch zu den etwas komplexeren in diesem Genre. Folglich ist auch eine entsprechende Einführung des Lesers in diese Welt notwendig. Man darf sich also nicht erwarten, dass es gleich von Anfang an Action am laufenden Band gibt. Diese Story benötigt Zeit und das ist auch gut so. "Wer Morphenox einnahm, brauchte keine Gottheit mehr, die sich in die Träume mischte und über den Schlaf wachte; die Droge hatte Gott überflüssig gemacht. Die Heiligenverehrung war vom Spirituellen auf das Pharmazeutische übergegangen...." (S. 222) Es wird aus der Sicht von Charlie erzählt und dieser erzählt uns seine Geschichte. Durch ihn lernen wir langsam diese komplexe Welt kennen - wie sie funktioniert, sowie die verschiedenen Charaktere. Jedes Kapitel wird durch Auszüge aus Hand- und Geschichtsbüchern eingeleitet und Charlie verwendet auch Fußnoten, um etwas näher zu erklären oder auf etwas hinzuweisen. Dies gestaltet sich jedoch in keinster Weise langweilig, was am flüssigen Schreib- und am packenden Erzählstil des Autors liegt. Doch nicht nur die Story ist skurril und vielschichtig, auch die Charaktere weisen diese Eigenschaften auf, wobei der Autor nicht davor scheut so manche lieb gewonnene Figur über die Klinge springen zu lassen. Für überraschende Wendungen ist hier also ebenso gesorgt und ist nicht nur auf die Charaktere und deren Ableben beschränkt. Charlie ist alles andere als perfekt und stolpert regelrecht und vor allem meist ungewollt von einem Abenteuer in das nächste. Dabei muss er über sich selbst hinauswachsen, seine Ängste bekämpfen und vor allem darf er niemanden trauen. Wer hier auf der guten und wer auf der bösen Seite steht, bleibt hier nicht nur Charlie, sondern auch dem Leser lange unklar. Hier scheint nichts und niemand das zu sein was er vorgibt z u sein. Für welche Seite wird sich Charlie entscheiden? Die Story beginnt zwar bedächtig, doch mit jeder gelesenen Seite taucht man tiefer in diese Welt ein, bis sie einen verschlingt, einem mit in die Kälte von Eis und Schnee zerrt und nicht mehr loslässt...bis man am Ende angelangt ist. Fazit: Mit diesem Buch hält man einen unglaublich packenden, wie auch interessanten Science-Fantasy in den Händen, der alle Eigenschaften besitzt, um mein erstes Jahreshighlight zu werden - komplex, mit viel Liebe zum Detail, abgefahren, vielschichtig und spannend. Diese Attribute weisen die Charaktere ebenso auf, wie auch die Story selbst. Zudem regt diese verkehrte Welt doch auch zum Nachdenken an und am Ende ist diese Welt gar nicht so spiegelverkehrt wie man anfangs dachte. Wer auf komplexe Fantasy steht, wird mit diesem Buch also mehr als gut bedient, denn es ist eine abgefahrene Story, die einem die Kälte in die Knochen kriechen lässt und nicht mehr loslässt. © Pink Anemone

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Worum es geht: Der Winterschlaf beherrscht die Menschheit. In einer Welt mit Eiszeit, sieht sich der Mensch gezwungen den Winter zu verschlafen um zu überleben. Ausser der Winterkonsuln. Ein paar wenige Menschen, die über die schlafenden Wachen und beschützen vor all den Ungeheuern die im Eis lauern. Hier kommt der waliser Charlie ins Spiel. Dank seines tadellosen Gedächnisses darf er sein erstes Jahr wach antreten. Doch seine Arbeit entwickelt sich zusehends zum Alptraum, und das wo er doch wach bleiben muss, und das um jeden Preis. Meine Meinung: Mit Jasper und mir ist das so eine Sache. Ich habe alle Thursday Next Bücher, wobei nur den ersten gelesen. Ich hab das Grau Buch von ihm verschlungen und geliebt, alle meine Freunde lieben ihn, also muss ich das ja wohl auch. Den neuen Roman habe ich mit ungeduld erwartet und konnte mein Glück kaum fassen, als ich es auch noch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe. Ich weiss theoretisch, dass Eiswelt gut ist. Ich weiss dass, weil die Gesellschaftskritik intelligent eingearbeitet ist. Weil die Dialoge herrlich bissig sind. Weil die Welt bis ins kleinste Detail aufgebaut und jede noch so kleine Nebenfigur Leben eingehaucht bekommt. Fforde lebt seine Bücher udn lässt den Leser daran teilhaben. Herrlich skurril kommt ein Täuschungsmanöver nach dem anderen. Desweiteren liebe ich, dass er nicht zimperlich mit seinen Figuren umgeht. Niemand ist sicher, egal wie wichtig. Neben den Monstern und den natürlichen Sterbemöglichkeiten ( Ohne genügend Kalorien, schafft man halt keine 4 Monate ), geht es jedoch noch um mehr. Charlie wird verwickelt in so manch Intrigue die ihn wünschen lässt, doch wieder zu überwintern. Hibertech gegen die normalen Schläfer und wie sicher ist eigentlich die Droge Morphenox? Es hat bei mir echt wahnsinnig lange gedauerd bis ich wusste, was denn nun eigentlich die Handlung ist. Durch den langen und sehr detailierten Weltaufbau braucht man locker mal bis zur Hälfte des Buches bis irgendwas ins Rollen kommt. Dies kann man natürlich auch positiv sehen, für Leser die interessiert daran sind in eine Welt abzutauchen. Der Autor lässt nichts offen und man kann herrlich versinken in dieser neuen Welt. Nachdem ich das alles theoretisch weiss, muss ich aber leider sagen, dass es praktisch für mich nicht funktioniert hat. Schwerer Einstieg, zu viele Längen und ein Übermass an Details haben es recht trocken werden lassen. Ich hab es ohne auch nur den leisesten Anflug von Gefühl gelesen, ausser Ungeduld vielleicht. Kein Stirnrunzeln, kein Augenrollen, kein Herzrasen. Es wurde runtergelesen wie eine Menükarte im Restaurant. Wobei, schlechtes Beispiel... da rutsch ich vor Freude auf dem Stuhl hin und her und grinse bei der Entdeckung eines guten Gerichts von Ohr zu Ohr. Hier herrschte Eiszeit, ha!

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„Endlich, “ möchte man ausrufen, „endlich wieder ein Buch (für Erwachsene) von Jasper Fforde“, der die wunderbare Serie um die Literaturagentin Thursday Next („Der Fall Jane Eyre“) geschaffen hat. Und Fforde hat wieder eine phantasievolle Welt in seinem neuen Roman „Eiswelt“ beschrieben, der im Heyne Verlag erschienen ist. In einer Welt, die der uns bekannten nicht unähnlich ist, hat die Eiszeit nie aufgehört und so hält die Mehrzahl der Menschen während der eisigen Wintermonate Winterschlaf in riesigen Schlafstätten, den sogenannten Dormitorien. In dieser Zeit wachen die Winterkonsuln über die Schlafenden und beschützen sie vor den unzähligen Gefahren des Winters, wie beispielsweise die allgegenwärtigen Schurken, aber auch vor den Nachtwandlern und der Gronk und natürlich vor der Kälte. Der junge Charlie beginnt seine erste Wintersaison als Novize und bereits diese hat es von Beginn an in sich, denn er gerät unvermittelt in eines der größten kriminalistischen Geheimnisse der Eiswelt und sieht sich mit einer Vielzahl von Gefahren konfrontiert. Fforde hat in seinem neusten Werk eine detailliert beschriebene Parallelwelt erschaffen, die in sich vollkommen stimmig ist. Die Geschichte beginnt ruhig und nimmt den Leser behutsam an die Hand und stellt ihm diese bekannte, aber doch so fremde, Welt vor. Nach und nach entwickelt sich die phantasievolle Geschichte und breitet sich wie eine Schneedecke immer weiter aus, bis man schließlich am liebsten im dicken Wintermantel eingehüllt auf dem Sofa sitzen möchte, um sich in dieser einzigartigen literarischen Winterlandschaft zu wärmen. Die Spannung steigt im Verlauf der Handlung stetig an und wird dabei nicht langweilig. Auch werden alle Geheimnisse gelüftet und so erfährt der Leser schließlich auch, um was es sich bei den Nachtwandlern oder die Gronk handelt. „Eiswelt“ ist somit eine absolute Leseempfehlung für (aber nicht nur) die kalte Jahreszeit.

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Inhalt Während sich alle Welt im Winter schlafen legt, bleiben einige wenige wach und halten Wache. Unter ihnen auch der junge Charlie. Doch was er in seinem ersten Winter erlebt, sprengt jegliche Vorstellungskraft. Eigene Meinung Ich fand den Einstieg sehr schwer. Man wird in eine völlig neue Welt gestoßen, in der die Menschen Winterschlaf halten und von übernatürlichen Wesen heimgesucht werden. ständig gibt es Fußzeilen die das Verständnis erleichtern sollen und auch recht witzig waren. Auch die kursiven Abschnitte vor jedem Kapitel erleichtern das Zurechtfinden in der Welt. Leider blieb es bis zum Ende bei einem eher holprigen Lesefluss. Zu viel was man nicht versteht und unter einen Hut bringen muss. Es war teilweise zu abtrakt um sich vernünftig in die Geschichte einzubinden. Zwar hat die Geschichte durchaus Potential und war auch spannend, doch durch die vielen neuen Sachen war es sehr schwer, die Hauptgeschichte nicht aus den Augen zu verlieren. Am Ende wurde es mir dann auch etwas zu paranormal. Fazit Etwas weniger fremdes und ausgefallenes und es hätte mir um einiges besser gefallen. So war es leider bis zum Schluss sehr anstrengend zu lesen.

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Der junge Charles Worthington lebt in einer Welt, ähnlich der unseren. Doch hier hat die Eiszeit nie aufgehört, weshalb die Menscheit die Fähigkeit entwickelt hat, in den kältesten Monaten einen Winterschlaf zu halten. In diesem Zeitraum begeben sie sich in Schlafstätten, die sogenannten Dormitorien, wo sie wohlgenährt und von den Winterkonsulen bewacht, schlafend auf den Frühling warten. Charles strebt einen Ausbruch aus seinem bisherigen Leben an und wäre gerne einer dieser angesehenen Konsule, denen zudem noch eine entsprechende Entlohnung und eine medizinische Versorgung zusteht. Die Arbeit ist hart und gefährlich, verspricht jedoch viel Abwechslung in seinem bisher eher tristen Leben. Doch was ihn tatsächlich erwartet, hätte er sich in seinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt. Denn die Schläfer werden von intensiven und entsprechend kräftezehrenden Träumen geplagt. Dadurch entsteht eine körperliche Unterversorgung, so dass sie den Winterschlaf nicht unbeschadet überstehen und als hirn- und seelenlose Untote erwachen... Jasper Fforde, ehemaliger Kameraassistent bei Hollywood-Produktionen wie James Bond 007 - GoldenEye oder Die Maske des Zorror, veröffentlichte im Jahr 2001 mit Der Fall Jane Eyre seinen ersten Roman. Ihm gelang mit der Reihe um die Protagonistin Thursday Next ein großer Erfolg, so dass noch weitere sechs Romane folgen sollten. Dazu gesellten sich weitere Romane und Buchreihen, ehe er sich im Jahr 2014 aus der Öffentlichkeit zurückzog. Vier Jahre später meldet er sich mit seinem komplexen, sehr umfangreichen Roman Eiswelt fulminant zurück! Was der Autor hier aufbaut, ist eine bis in das kleinste Detail durchdachte, in ihrer skurrilen Andersartigkeit in sich logisches Konstrukt einer „was-wäre-wenn“-Parallelwelt, die trotz ihrer extrem humorvollen, teils herrlich absurden Ideen und der unglaublich bildhaften Sprachgewalt spannend und faszinierend bleibt. Fforde erschafft eine Ansammlung phantasievoller Figuren, die in ihrem absonderlichen Verhalten in ihrem Lebensraum ein passgenaues Gesamtbild ergeben, welches die eigene Phantasie dazu anregt, sich eigene Bilder vorzustellen und tief in die Geschichte und ihre ungewöhnliche Umwelt einzutauchen. Auch wenn es an manchen Stellen mit seiner Vorstellungskraft und Sprachfertigkeit durchgeht und man schmunzelnd den Kopf schütteln muss, ist es ein inhaltlicher und sprachlicher Genuss, sich auf die Geschichte einzulassen! Eiswelt (Originaltitel: Early Riser, Großbritannien 2018) erscheint in einer Übersetzung aus dem Englischen von Kirsten Borchardt als geprägtes Paperback mit Klappenbroschur bei Heyne (656 Seiten, €14,99). Neben einer schwarz-weißen Abbildung (dem Aufbau des Dormitorium) befindet sich noch ein Nachwort des Autors in dem Buch. Jasper Fforde gelingt ein detailverliebter, inhaltlich so spannender wie phantasievoll verspielter Fantasy-Science-Fiction-Roman, der sich perfekt für die kalte Jahreszeit eignet. Von mir gibt es eine eindeutige Empfehlung! Christian Funke

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Charlie Worthing hat nur einen großen Wunsch: Er will endlich aus seinem eintönig-armseligen Dasein ausbrechen und als Hilfskonsul die ebenso ehrenvolle wie verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen, die Winterschläfer zu überwachen. Denn in Wales herrscht, wie auf der gesamten Erde, über vier Monate lang strengster Frost, und bis auf wenige Ausnahmen verschlafen alle Einwohner diese üble Jahreszeit. Als Charlie den neuen Job tatsächlich antreten kann, erlebt er vom ersten Moment an nur Skurriles. Doch auch wenn es ihm schwerfällt – er darf nicht einschlafen! Jasper Fforde ist ein Meister im Erschaffen skurriler Parralelwelten. Das war schon in seiner “Thursday Next”-Reihe so und das schafft er auch in seinem neuen Fantasy-Science Fiction “Eiswelt”. Skurrile Handlungen, merkwürdige Gestalten und viel Fantasie machen den Roman zu einem besonderen Leseerlebnis. Und immer wenn man denkt, dass sich der Autor nun endgültig in seinen kreativen Traumwelten verloren hat, findet sich wieder eine faszinierende neue Wendung, die uns zurück zur Storyline bringt. Dabei spart Fforde nicht an Humor und lässt auch immer wieder gesellschaftskritische Untertöne durchblitzen. So zeigt er uns hier nicht nur mögliche Folgen des Klimawandels auf, er lässt seine Fantasie-Waliser – Brexit hin oder her – auch ganz selbstverständlich in Euro bezahlen und prangert die Lobbyarbeit großer Pharmaindustrien an. Doch das liest man nur so zwischen den Zeilen, im Vordergrund stehen seine originellen Ideen, skurrilen Figuren und spannenden Handlungen. So ist “Eiswelt” eine verrückte Reise in eine bizarre Parallelwelt, in der nur eines sicher ist: Winter is coming….

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