Leserstimmen zu
Alles, was geschieht, hat seinen Grund

Arantza Portabales

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Um was gehts? 4 Frauen im unterschiedlichen Alter und in unterschiedlichen Lebensphasen schildern ihre Erlebnisse und Gedanken einem Anrufbeantworter. Aber erreichen diese Nachrichten auch die Person, der dieser gehört? Wie hat es mir gefallen? Das wichtigste vorweg: Ich finde, dass der Titel dem Buch so gar nicht gerecht wird. Zuerst hatte ich nicht vor, das Buch zu lesen, weil der Titel ein kitschiges, oberflächliches und vorhersehbares Buch versprach. Als ich aber eine kurze Inhaltsangabe gelesen hatte, und wusste, dass es nur aus Nachrichten besteht, hat es mich neugierig gemacht. Jetzt bin ich froh, dass mich der Titel nicht vom Lesen abgehalten hat. Es ist ein absolut tiefgründiges Buch, in dem vor allem unangenehme Themen eine Rolle spielen: der Tod, Selbstmord, Trennungen, Missbrauch... Aber auch Freundschaft, Liebe, Selbstliebe und Lebenslust stehen im Vordergrund. Durch die kurzen Kapitel in Nachrichtenformat bin ich richtig in die Gefühlswelt der Personen eingetaucht und durch die Seiten geflogen! Ein wirklich tolles Buch!

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Es sind kleine Nachrichten, die die vier Frauen auf verschiedenen Anrufbeantwortern hinterlassen. Dabei habe sie eine große Wirkung. Marina hat ihren Halt verloren, als ihr Mann sie verlassen hat. Carmela beginnt mit ihren Nachrichten den Abschied von ihrem Sohn. Sara spricht mit ihrem Psychotherapeuten, der nicht so distanziert ist, wie er sein sollte. Und Viviana kämpft mit einer Lüge. Großartig, wie die Geschichte Kapitel für Kapitel aufgebaut wird, jede der Frauen kommt abwechselnd zu Wort. Und nach und nach erkennt man die Verbindung zwischen ihnen. Toll konstruiert und super zu lesen.

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Inhaltsangabe: Marina, Carmela, Sara und Viviana sind vier Frauen aus Madrid, die unterschiedlicher nicht sein können und doch verbindet sie eine Gemeinsamkeit: Ihr Leben gerät aus den Fugen und sie sind mit dieser Situation auf sich alleine gestellt. Marina, eine erfolgreiche Anwältin wurde nach über sieben Ehejahren vor kurzem von ihrem Mann verlassen, während Carmela Caride eine schreckliche Hiobsbotschaft verkraften muss. Die 24-jährige Sara zweifelt an sich und an ihrem Verlobten, da sie nicht weiß welcher Weg für sie der Richtige ist und sie nur noch sechs Monate Bedenkzeit hat um sich über ihre Gefühle im Klaren zu werden. Viviana hingegen, wünscht sich nichts sehnlicher, als einen Weg aus ihrem Teufelskreis zu finden um mit ihrem düsteren Familiengeheimnis ein für alle mal abschließen zu können. Zwar kennen sich die Frauen untereinander nicht wirklich, allerdings sind sie sich schon irgendwo einmal begegnet. Jede der Italienerinnen hat eine Bezugsperson, die aus unterschiedlichen Gründen weder persönlich noch telefonisch für eine längere Zeit erreichbar sein kann. So beschließen die vier, ihren jeweiligen Bezugspersonen Nachrichten auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen. Marina erzählt von ihren Ängsten und versucht in diesen einseitigen Gesprächen auf der Voicemail herauszufinden, wie es zu dieser Trennung gekommen ist. Carmela akzeptiert ihr Schicksal, nimmt dies aber zum Anlass ihr komplettes Leben umzukrempeln und involviert dabei ihr nicht erreichbares Gegenüber. Sara springt über ihren eigenen Schatten, vertraut der Kontaktperson ihre tiefsten Sorgen an und beginnt so eine Psychotherapie der besonderen Art. Viviana offenbart ihr Familiengeheimnis und verarbeitet dadurch die Folgen, die sich aus dieser Situation in ihrem Leben ergeben haben. Aber das Schicksal hat schon längst einen Plan für die vier Italienerinnen geschmiedet, denn die Damen werden sich erneut treffen und dieses Wiedersehn geht für alle ganz anders aus wie gedacht... Eigene Meinung: "Alles, was geschieht, hat seinen Grund" ist ein höchst bewegender Roman der nicht nur zum Nachdenken animiert, sondern mich tief berührte und schon jetzt zu einem meiner Jahreshighlights zählen wird. Arantza Portabales beschreibt mit großem Einfühlungsvermögen und einem ganz besonderen Ton über vier Frauen, deren Leben an einem Wendepunkt angelangt ist und sich nun ihren Kontaktpersonen offenbaren möchten. Jeder der Protagonisten hat einen anderen Beweggrund um das Gespräch über den Anrufbeantworter zu beginnen- nicht zuletzt da die am anderen Ende sitzende Person vorerst nicht erreichbar ist. Es ist eine verschlungene Geschichte, die die Autorin aus unterschiedlichen Perspektiven der Damen erzählt. Eine Handlung die dem Leser zeigt, wie alles mit allem zusammenhängt. Portabales verwebt in kurzen Kapiteln sämtliche Gedanken und Empfindungen der betroffenen Personen und deckt ganz nebenbei Familiengeheimnisse auf- die schockierend, verstörend, traurig aber nicht ganz hoffnungslos sind. Besonders zu den Figuren Carmela und Viviana fühlte ich mich verbunden, da mich deren Schicksale wirklich zutiefst bewegten. Anfangs war ich skeptisch, wie die Autorin es schaffen wird einen guten Roman zu kreieren, der nur auf einseitigen Gesprächen basiert und gleichzeitig glaubhaft vermittelt, dass dies der einzige Weg zur Kontaktaufnahme ist. Doch meine anfänglichen Bedenken wurden nach nur wenigen Seiten komplett beseitigt und der Roman zog mich komplett in seinen Bann. Fazit: Ein großer, emotionalgeladener Roman über ebenso großartige Frauen die mitten im Leben stehen. Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

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Frauensolidarität

Von: Ira

23.06.2020

Rezension zum Buch: „Alles, was geschieht, hat seinen Grund“ von Arantza Portabales. Freundschaften sind kein Zufall, oder doch? Das Buch besteht aus mehreren kurzen Abschnitten, die jeweils von einer der 4 Frauen, um die es geht, auf den Anrufbeantworter als Nachricht hinterlassen werden. Alle vier Frauen sind an einem Wendepunkt in ihrem Leben angekommen. Marina ist von ihrem Mann verlassen worden und kommt sehr schwer über die Trennung hinweg. Carmela ist unheilbar krank und weiß, dass sie bald sterben wird. Sie hinterlässt viele Nachrichten auf den Anrufbeantworter ihres Sohnes, der als Arzt in Afrika arbeitet und rechnet nicht mehr damit, dass sie ihn nochmal sehen wird. Sara möchte bald heiraten und ist sich aber noch unsicher, ob sie das Richtige tut. Sie spricht mit dem Anrufbeantworter von Bruno, ihrem Psychotherapeuten. Viviana kämpft mit einem Familiengeheimnis und teilt ihre Sorgen und Geständnisse mit ihrem Vater. Alle vier Frauen ahnen nicht, dass es eine gewisse Verbindung zwischen ihnen entstehen wird und sie sich später gegenseitig sogar helfen werden. Das Buch lässt sich gut lesen und regt uns zum Nachdenken an. Der Titel sagt viel über die Geschichten und Schicksale der Charaktere.

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Ich kam mir vor wie ein Voyeur, der heimlich spannt und diese Frauen belauscht, es war als täte ich was verbotenes... Vier unterschiedliche Frauen - vier unterschiedliche Schicksale, die aber je weiter man liest und je weiter man in ihre Geheimnisse eintaucht feststellt dass sie sich näher sind als man denkt .... Auf dieses Buch muss man sich voll einlassen. Es ist nicht einfach zum lesen, man muss sich schon sehr konzentrieren . Mir fiel es zu Anfang nicht leicht die vier Frauen immer auseinander zu halten und so habe ich ein Lesezeichen direkt auf diese erste Seite gesetzt wo die Frauen und ihre Geschichte kurz skizziert werden . So konnte ich immer mal wieder schnell nachlesen wer wer ist . Während des Lesens viel mir plötzlich auf, das auch ich begonnen habe über den einen oder anderen Punkt in meinem Leben nachzudenken, ob auch bei mir alles so läuft wie ich es mir „damals“ als junger Mensch erträumt habe...... ? Alle vier Frauen sind unterschiedlichen Alters. Marina ist von ihrem Mann verlassen worden. Carmela hat Krebs und nicht mehr lange zu leben.  Sara hat Angst vor der geplanten Ehe und Viviana verfolgt ein Kindheitstrauma. Sie alle stehen an einem Wendepunkt ihres Lebens und hinterlassen unzählige Nachrichten auf Anrufbeantwortern, um so ihre Nöte, Ängste, Sorgen und Kummer mitzuteilen, ganz so als eine Art Therapie . Jedes Kapitel ist 1-3 Seiten kurz und schnell zu lesen. Alle 4 Geschichten fangen einzeln an aber man merkt schnell das jedes Schicksal irgendwie mit den anderen Zusammenhängt. Man durchlebt alle Gefühle und es zeigt das es sehr viel Mut braucht über seinen eigenen Schatten zu springen um sich anderen zu öffnen. Es stecken einige interessante Zitate darin, z. B. Das Glück ist eine Nutte. Sie geht an Dir vorbei und sagt: „Dieser Augenblick gehört Dir. Genieße ihn. Bewahre ihn in deiner Erinnerung.“ und dann kommt das Glück zurück. ( Marina S. 78) Es ist wie aus dem wahren Leben und bestätigt das mit Freundschaft, Vertrauen, Mut und Zusammenhalt vieles leichter wird und sich auch zum positiven ändern lässt. Und man niemanden zu früh verurteilen darf, besonders dann nicht, wenn man nicht länger als ein Gruß mit ihm geredet hat. Trotz der schwierigen Lebensphasen der Frauen gab es auch schöne Momente in diesem Buch. Ihre Geschichten haben mich sehr berührt und es bekommt von mir 5 Sonnen. Mein Dank an das Blogger Portal für dieses Buch.

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*Achtung Spoiler* Freundschaften sind kein Zufall. Oder doch? Die Hauptfiguren des spanischen Episodenromans verbindet, dass ihr Leben an einem Wendepunkt angelangt ist - Marina, Anwältin, steht vor den Trümmern ihrer Ehe, die ihr Mann nicht mehr möchte. - Carmela, verwitwete Rentnerin, hat unheilbaren Krebs und möchte sich von ihrem erwachsenen Sohn verabschieden, der im Ausland lebt. - Sara, von Beruf Tochter, hat Panik vor der geplanten Eheschließung und begibt sich nach einem Selbstmordversuch in Psychotherapie. - Viviana, Prostituierte, sucht den Weg in ein neues Leben und versucht nach dem Tod ihres Vaters ihre belastete Kindheit und Jugend zu verarbeiten. Das Besondere an dem Roman ist, dass alle Episoden als Sprachnachrichten auf Anrufbeantwortern hinterlassen werden. Marina spricht mit der Mailbox ihres Mannes, Carmela mit dem heimischen AB ihres Sohnes, Sara textet ihren Therapeuten zu, der ihr per E-Mail antwortet, und Viviana spricht auf den AB des verstorbenen Vaters. Der Leser hat immer nur die eine Perspektive und erhält keine Antworten. Ein anderer Aspekt ist der, dass sich einige Personen des Romans im Lauf des Lebens über den Weg laufen und teilweise sogar Freundschaften daraus entstanden sind oder jetzt entstehen. Dabei ist es schön, mehr über die verschiedenen Sichtweisen zu erfahren. Das Buch, das mir als Rezensionsexemplar vom btb Verlag zur Verfügung gestellt wurde, hat mir gefallen. Trotz der schwierigen Lebensphasen der Figuren hat es schöne Momente. Die Geschichten der vier Frauen haben mich berührt.

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Vier Frauen in der schönen Stadt Madrid. Jede hat ihre Geschichte, ihre Probleme, ihre Geheimnisse, muss mit neuen Umständen kämpfen, lernen umzugehen, muss sich Fehler eingestehen, Hoffnungen und Liebe begraben, sich neu finden, selbst herausfinden was sie eigentlich wollen. Alle 4 Frauen scheinen, auf den ersten Blick, nichts gemeinsam zu haben ausser einer Sache – sie reden mit einer Person, aber nicht persönlich, sondern sie sprechen ihnen auf den Anrufbeantworter und geben so ihre Umstände preis. Und merklich wird auch der Leser erfahren was sie alle gemeinsam haben. Ich mag diese Art von Büchern unheimlich gerne. 4 fremde Personen wo man als Leser erst mal immer nur ein Stück Bild von jeder Person erhält, zum Ende ergibt sich aber ein neues, ganz anderes Bild und lädt zum nachdenken, manchmal auch schockiert sein, zum Weinen und freuen ein. Und das passt hier perfekt auf dieses sehr einfühlsame Buch. Der Schreibstil ist interessant, leicht verständlich, die Kapitel oft kurz gehalten da die 4 Frauen alle, wie schon erwähnt, auf einen Anrufbeantworter sprechen. Das macht dieses Buch aber aus, diese Faszination was sie von sich preis geben, was man als Leser erfährt und sie gar keine Antwort von der anderen Person an der Leitung haben möchten, es geht ihnen um das Erzählen, um das Beichten, um das Loslassen. Marina, Carmela, Sara und Viviana könnten nicht unterschiedlicher sein – im Alter, in den Ansichten, in ihren Erlebnissen, in den aktuellen Ereignissen. Und doch müssen sie alle mit einer neuen, unbekannten Situation zu Recht kommen und suchen ihren Weg hierfür. Was ich mit der Zeit erfahren habe hat mir oft schmerzlich bewusst gemacht wie sehr manche Menschen auf gewisse Dinge verzichten, bewusst oder unbewusst. Oder wenn sie auf etwas verzichten dass es von der Gesellschaft nicht anerkannt oder gar toleriert wird. Dass sie mit dem was ihnen andere Menschen antun, egal ob physisch oder psychisch, klar kommen müssen, das erwartet die Gesellschaft so. Ich möchte mich auch nicht aus dem Fenster lehnen und sagen – das ist meist bei Frauen so, es gibt genug Beispiele wo es nicht so ist, aber ich würde doch auch sagen – als Frau kommen mir gewisse Floskeln oder Aussagen schmerzlich bekannt vor. Hier wird dieses Bild von diesen 4 Frauen eben dargestellt und ist, für mich, mit sehr viel Gefühl und Klarsicht umgesetzt. Mich hat dieses Buch unheimlich berührt und aufgezeigt dass man sich hinter nichts verstecken muss, gleiches Recht für alle und jeder hat eine neue Chance verdient. Und dass es manchmal gut ist wenn man „nur“ mit einem Anrufbeantworter sprechen kann. „Denn wenn ich mich recht entsinne, hast du immer gesagt: Alles, was geschieht, hat seinen Grund.“ (Seite 272) Auch wenn es schmerzt, so würde ich dieser Aussage auf jeden Fall zustimmen, aber es ist immer eine Möglichkeit zu reagieren, zu agieren und neu zu beginnen. Mich konnte die Autorin auf jeden Fall überzeugen und ich spreche hierfür gerne eine Leseempfehlung aus.

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Es handelt von vier Frauen die am Wendepunkt ihres Lebens stehen. Alle vier, Marina, Sara, Carmela und Viviana, hinterlassen Nachrichten auf Anrufbeantwortern, und bearbeiten so ihre Ängste, Sorgen und Kummer. Demnach sind die Abschnitte auch nur 1-3 Seiten lang und trotzdem super flüssig zu lesen. Alle 4 Geschichten fangen einzeln, aber im Laufe des Buches finden sie zusammen. Beim Lesen durchlebt man alle Gefühle, man trauert, hofft, leidet, lacht, ist wütend und am Ende doch selig und glücklich. Es ist wie aus dem wahren schonungslosen Leben und bestätigt das mit Mut und Zusammenhalt vieles sich ändern lässt.

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