Leserstimmen zu
Abgeschminkt

Ilka Bessin

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Paperback
€ 15,00 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

Ich bin ja kein Fan dieser Dame gewesen, also Cindy, doch als das Buch kam und ich dazu ein bisschen was gelesen hatte wollte ich es doch Lesen. Doch es hatte sich nicht ergeben es zu kaufen. Nun hab ich es vom Verlag bekommen und muss sagen ich war wirklich überrascht über das Buch selbst. Doch bevor ich etwas verrate möchte ich auf noch ein paar andere Sachen eingehen vorher. Zusammen mit Sabine Jürgens hat Ilka hier ein wirklich interessantes Buch über ihr Leben zusammengestellt. Doch wisst ihr was mir noch am ebsten gefallen hat? Das Buch ist unterteilt. Der erste Abschnitt ist ihre Kindheit und Jugend. 1971 bis 1987. Dieser Abschnitt war wirklich sehr interessant, doch gleichzeitg war er auch wirklich emotional gehalten. Man kann sich leider aber ein bisschen denken was passiert. Alleine die ganzen Titel auf der Seite selsbt verraten was passiert. Danach kommt noch das Jahr 1987-2005. Es wird wirklich viel besprochen in diesem Abschnitt. Aber ich möchte ja nicht alles verraten, möchte ja das ihr das Buch selbst lest und vielleicht Ilka mit anderen Augen dann seht. So wie ich es jetzt tue. Es gibt noch zwei weitere Abschnitte bis dahin wo sie heute ist. In der Mitte vom Buch findet ihr auch ein paar wenige Bilder die zu allen vier abschnitten dazugehören. Gerade das fand ich wirklich ein guten Schritt. Die Bilder sind ja auch sehr persönlich, zeigen viel von ihr und geben viel Preis. Sowas ist sicherlich nicht so einfach.

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Ich habe Ilka Bessin von Anfang an im Fernsehen verfolgt. Ich habe mich oft gefragt, wer hinter Cindy aus Mahrzahn steckt und wohl diese einzigartige Figur geschaffen hat. Ich mochte den trockenen, realistischen Humor sehr gerne und hätte mir gewünscht, dass davon auch etwas in diesem Buch zu finden ist. leider war dem nicht so. Der Schreibstil war nichts besonderes und ich habe das Buch deswegen so durchgelesen, ohne auf etwas Außergewöhnliches zu stoßen. Es ist mir schon klar, dass die Autorin das Buch als Ilka Bessin und nicht als Cindy schreibt, aber Humor hat sie ja trotzdem, denn sonst hätte sie die damalige Figur ja nicht erschaffen können. Schade, dass dieser in das Buch nicht mit eingeflossen ist. Was man der Autorin aber hoch anrechnen muss, ist die schonungslose Ehrlichkeit, mit der sie die Biografie verfasst hat. Wenn ich so zurückdenke, ist das glaube ich einer der "abgeschminktesten", die ich je gelesen habe. Alleine schon die Kindheit hätte gereicht, um einen so richtig aus der Bahn zu hauen und trotzdem ist Ilka Bessin eine Frau geworden, die ihren Weg gegangen ist. Sie hat sich auf ihrem Elend ausgeruht, sondern hat immer irgendwie weiter gemacht. Damit ist sie für mich ein echtes Vorbild und ich werde sicherlich oft an dieses Buch zurück denken, wenn es bei mir mal nicht so gut läuft. Ich habe einige der Dinge, die die Autorin beschreibt, selbst miterlebt und kann sagen, dass hier nichts beschönigt oder heruntergespielt wird. Die Autorin bringt hier so einige Dinge ganz klar auf den Tisch, unter anderem die Themen Mobbing, Arbeitslosigkeit und die Demenzerkrankung des Vaters. Das sind alles Themen, vor denen viel Menschen die Augen verschließen und ich finde es gut, dass sie öffentlich angesprochen werden. Fazit: Ich mochte die Biografie gerne lesen und kann sie mit gutem Gewissen weiter empfehlen. Was mir besonders gut gefällt ist, dass man ihre frühere Figur Cindy nicht kennen oder gesehen haben muss.

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Erst als ich das Buch aufschlug, ergab sich die zweifellos etwas verspätete Frage, weshalb ich dieses Buch eigentlich lesen will. Wenn mir dereinst bei eher versehentlichen Besuchen eines bestimmten Fernsehsenders "Cindy aus Marzahn" begegnete, wechselte ich ebenso naserümpfend wie umgehend das Programm. Weshalb also? Die Neugier, mich auf unbekanntem Terrain lesenderweise zu bewegen, trieb mich aber, wie so oft, an und siehe da, die Lektüre konnte umgehend "zünden". Da erzählt jemand aus seinem Leben und beginnt sofort, vor der eigenen Tür zu kehren. Das macht neugierig. Lesen soll ja klüger machen, erzählt man sich. Jedes einzelne Buch auf diesem Planeten soll gewissermaßen brauchbar sein. Und wenn nicht, gäbe es mindestens eine einzige Formulierung, von der man etwas lernen könnte, behaupten kluge Menschen. Stimmt, und in diesem Sinne hat "Abgeschminkt" einiges zu bieten, denn hier gibt es viele solcher Zeilen. Sehr viele sogar. Insofern geht Ilka Bessin weit über den eigentlichen Themenbereich einer Autobiografie hinaus. Mit "Botschaften" ist das ja immer so eine Sache. Wenn diese aber derart bodenständig rüberkommen, können sie gar etwas bewirken. Zum Beispiel die Erkenntnis, dass nicht immer Eltern und das gesamte Umfeld das eigene Elend begründen. Sie fördern es zwar, aber eine positive, selbstkritische Einstellung und Distanz können die Dinge ins Gegenteil umkehren und nutzbar machen. Was zu beweisen war ... Wer also einmal hinter die Kulissen des "Erfolgs" blicken möchte, und in diesem Fall nicht den gleichen Klamauk erwartet, den Cindy damals im unsäglichen Unterhaltungssektor sowie den Randgebieten und Reservaten für humoristische Sozialhilfeempfänger/innen geboten hat, wird hier nicht nur überraschend gut unterhalten, sondern erfährt viel von der Frau hinter der damaligen Maske. Fähigkeiten und Talente ebenso wie all ihre Fehler und Unzulänglichkeiten werden gnadenlos unterstrichen. Höchst interessant und sehr spannend sind hierbei Entwicklung und kleine Ereignisse, die sich als Bausteine für die spätere Karriere erkennen und verwenden lassen. Vermeintliche Kleinigkeiten, Episoden aus ihrem Leben, die sich in ihrer Ausbildung zur Köchin und Hotelfachfrau, der Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff, der sechzehnjährigen Arbeit als Kellnerin und der sich anschließenden Arbeitslosigkeit ergeben haben, welche sehr schmerzlich waren und doch wichtig für die weitere Entwicklung. Auch die negativen Folgen des Erfolgs spart sie nicht aus. Man kann sich plötzlich Dinge erlauben, an die man früher nicht im Traum dachte oder jene dekadenten Verhaltensmuster allenfalls zickigen Superstars zuordnete. Doch nicht nur deshalb war mir Cindy aus Marzahn damals auf Anhieb unsympathisch. Nach der Lektüre von "Abgeschminkt" hat sich dies allerdings nachhaltig ins Gegenteil gewandelt. Und übrigens: Nett (auf)geschrieben, Sabine Jürgens. Ja klar, wer schreibt seine Bio heute noch selbst? Andererseits ist es völlig unerheblich, wer beispielsweise die flotte Idee hatte, das Buch mit einer Danksagung zu beginnen. Man muss bei "Abgeschminkt" eh in der Lage sein, mit unkonventionellem Denken und den damit verbundenen, ständigen Überraschungen klarzukommen. Wie dem auch sei: Ganz hervorragende Haltungsnoten für die "kleine dicke Nervensäge". Und das letzte Wort gehört Ilka Bessin: "Nur wer aufgibt, hat verloren."

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Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar Preis: € 15,00 [D] Verlag: Heyne Seiten: 288 Format: Paperback Altersempfehlung: keine Angabe Reihe: - Erscheinungsdatum: 26.11.2018 Inhalt: Out of Marzahn – das wahre Leben von Ilka Bessin Pinkfarbener Jogginganzug, eine Blume in der blonden Perücke, dicke Schminke, Berliner Schnauze – und langzeitarbeitslos. Das war „Cindy aus Marzahn“, die ab 2005 eine steile Karriere hinlegte. Im Laufe der Jahre wurde ihrer Erschafferin die Rolle jedoch zu eng; sie wollte viel mehr als „Cindy aus Marzahn“ konnte. 2016 war deshalb Schluss, die Kunstfigur ist weg und hat Platz für ihre Erfinderin gemacht: Ilka Bessin. Hier erzählt sie erstmals aus ihrem Leben: von ihrer ergreifenden Kindheit über die Arbeitslosigkeit bis hin zu ihrer Zeit als gefeierter Bühnenstar. Ihre bewegende Geschichte ist die einer Ausnahme-Künstlerin. Ein Buch, das einen berührt, immer wieder zum Lachen bringt und gerade deshalb Mut macht! Design: Klassisch schwarz kommt das Buch daher. Der Betrachter konzentriert sich also direkt auf das Foto der Autorin. Der fette, weiße Titel sprang mir als zweites ins Auge. Die restliche Schrift ist an die Farbgestaltung angepasst. Zeitlos und edel. Von den ganzen Fotografien gefiel mir übrigens das Autorenbild hinten auf der Innenseite des Paperbacks am besten. Eine Kleinigkeit hat mich aber gestört: die vielen verschiedenen Schriftarten. Das ist zu viel Durcheinander, das besonders am Anfang des Buches auffällt. Gefühlt ist jede Seite anders. Das wirkt sehr unruhig. Zum Glück ist der Text einheitlich gestaltet, ansonsten wäre ich beim Lesen immer wieder darüber gestolpert. Meine Meinung: Cindy aus Marzahn war mir nicht unbekannt. Ich habe mehrere ihrer Auftritte im Fernsehen gesehen, Shows verfolgt und schlussendlich habe ich sie auch noch bei "Wetten, dass..." gesehen. Eine Comicerin, die stets polarisierte. Aufgrund meiner Wurzeln im Pott habe ich einen derben Humor. Es darf also auch mal etwas rauher zugehen. Und sie traf oft meinen Geschmack, aber natürlich immer im Bewusstsein, dass die Performance total überspitzt war. Als ich nun las, dass es ein Buch über ihr Leben gibt, wollte ich es direkt lesen. Ich interessiere mich derzeit stark für die Geschichten anderer Menschen. Und ihre hörte sich interessant an, da ich ansonsten nichts von der Person hinter Cindy wusste. Das Buch ist allerdings auch für Leser geeignet, die Cindy nicht kennen. Der Titel könnte nicht besser zum Buch passen. Denn so präsentiert sich Frau Bessin ihren Lesern: unverfälscht und ungekünstelt. Sie nimmt bei Leibe kein Blatt vor den Mund und geht auch mit sich selbst hart ins Gericht. Sie weiß, dass sie Fehler hat, und gibt diese auch zu. Diese Ehrlichkeit hat das Buch besonders für mich gemacht. Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt, die jeweils durch eine graue Seite mit weißer Schrift abgetrennt sind: 1971 - 1987 Kindheit und Jugend in der DDR 1987 - 2005 Ausbildung, Jobs und Hartz IV 2005 - 2016 Von der Talentschmiede zum Broadway 2012 - 2017 Abschied vom Vater und von Cindy Dieses chronologische Vorgehen gefällt mir. Aber sie springt dennoch auch mal in den Abschnitten zeitlich hin und her und streut Anekdoten oder wichtige Hintergrundgeschichten ein. Der gesamte Aufbau des Buches erinnerte mich daher stark an eine Dokumentation aus dem Fernsehen. Ich habe das Buch an einem Nachmittag komplett durchgelesen, das heißt schon was! Das liegt mit Sicherheit auch an dem einfachen, gut zu lesenden Schreibstil. Keine ellenlangen Bandwurmsätze, die tausendfach verschachtelt sind. Das Buch könnte in Auszügen problemlos so auf der Bühne präsentiert werden. Man merkt eben, wo die Autorin ihre Wurzeln hat. Manche Themen werden sehr ausführlich beschrieben, andere werden nur kurz angerissen. Natürlich muss man einen Fokus legen und kann nicht alles detailliert darstellen. Ich hätte mir an manchen Stellen dennoch ein paar weitere Seiten zu bestimmten Punkten gewünscht. Ich wünsche Frau Bessin nur das Beste und danke für diesen ehrlichen Bericht. Auf den letzten Seiten habe ich tatsächlich ein paar Tränen vergossen. Und ich kann bestätigen: das Buch macht Mut. Das Ziel wurde erreicht. Fazit: Authentisch und persönlich. Ein interessantes Buch für zwischendrin. Es hat mir ein paar kleine Lektionen mit auf den Weg gegeben und ich werde es direkt weiterreichen. Für Fans von Cindy eine Pflichtlektüre, für alle anderen ein unterhaltsamer Bericht eines besonderen Lebens. Dafür gibt es von mir vier Sterne.

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Titel: Abgeschminkt Autorin: Ilka Bessin Verlag: Heyne Seitenanzahl: 287 Seiten  Vielen Dank an den Heyne-Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar. Inhalt/Klappentext: Pinkfarbener Jogginganzug, eine Blume in der blonden Perücke, dicke Schminke, Berliner Schnauze - und langzeitarbeitslos. Das war "Cindy aus Marzahn", die ab 2005 eine steile Karriere hinlegte. Im Laufe der Jahre wurde ihrer Erschafferin die Rolle jedoch zu eng: sie wollte viel mehr, als " Cindy aus Marzahn" konnte. 2016 war deshalb Schluss, die Kunstfigur ist weg und hat Platz für ihre Erfinderin gemacht: Ilka Bessin. Hier erzählt sie erstmals aus ihrem Leben: von ihrer ergreifenden Kindheit über die Arbeitslosigkeit bis hin zu ihrer Zeit als gefeierter Bühnenstar. Ihre bewegende Geschichte ist die einer Ausnahmekünstlerin. Mein Fazit: Cindy aus Marzahn, die lustige Berliner Schnauze im pinken Jogginganzug. Auch ich durfte sie einmal live erleben und besuchte eine ihrer Shows. Daher fand ich es natürlich sehr schade, als ich hörte, dass Ilka Bessin ihre Kunstfigur in Rente schickt. Jedoch kann ich nach diesem Buch, ihre Entscheidung gut verstehen. Ilka Bessin hatte von klein auf mit Vorurteilen zu kämpfen. Diese Vorurteile begleiteten sie noch während ihrer Karriere, da alle nur die übergewichtige Arbeitslose im Freizeitanzug sahen. Keiner sah die Frau, die eigentlich in diesem Kostüm steckte. Als Leser begleitet man Ilka auf allen Etappen ihres Lebens. Angefangen bei der Schulzeit bis hin zu diversen Jobs die sie ausübte. Diese reichten von Domina-Gesprächen, Kellnerjobs bis hin zur Animateurin auf AIDA-Kreuzfahrten. Natürlich fiel Ilka der Abschied von Cindy schwer, jedoch war es für sie auch ein Schritt in die Freiheit und ein neues Leben. Eine Rückkehr auf die Bühne soll es 2019 geben, dann jedoch als Ilka Bessin. Ich bin gespannt. Von mir gibt es für diese humorvolle und vollkommen authentische Biographie 4 von 5 Sterne! 

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Ich fand ja Cindy aus Marzahn immer total witzig, klasse und habe sie auch 2x live erleben dürfen. Auch ich fand es am Ende dann wirklich sehr schade, als Ilka Bessin sich dazu entschieden hatte, ihre "Kunstfigur" Cindy aufzugeben. Jetzt war ich natürlich echt freudig überrascht, dass sie ein Buch über ihre Geschichte raus bringt und war sehr gespannt, was mich erwarten würde. Ich hatte mir allerdings einiges mehr von diesem Buch versprochen, gefehlt hat er, der typische Humor, denn immerhin schrieb das Buch eine Komikerin. Mir scheint es, als hätte Ilka ihren Humor mit ihrem Cindy Kostüm an den Nagel gehängt. In diesem Buch bekommt quasi jeder sein Fett weg und Ilka rechnet ohne Gnade mit allen ab. Ilka Bessin erzählt recht authentisch, ehrlich und sehr emotional von ihren Höhen und Tiefen und gibt dadurch einen guten Blick auf unsere Gesellschaft ab, wie ihn sicherlich nur die Wenigen von uns kennen. Den Schreibstil dieses Buches, empfand ich als sehr einfach gehalten und sehr überschaubar , deswegen liest man es auch schnell durch. Wir begleiten Ilka durch ihre Kindheit durch, sind in der Schulzeit dabei und begleiten sie bei die Jobsuche bis hin in die Arbeitslosigkeit. Sie erzählt der Arbeitsvermittlerin von ihrer Idee von dreieckigen Kühlschränken, Domina-Gesprächen und AIDA-Kreuzfahrten. Die Kultfigur "Cindy" entstand also so mir nichts dir nichts am Küchentisch und die große rosa Blume begleitet Ilka auch heute noch in ihrem Auto. Einerseits ist sie hier das beste Beispiel dafür, dass man es auch von ganz unten nach ganz oben schaffen kann, ohne toll auszusehen oder gar Modelmaße zu haben. Auf der anderen Seite zeigt sie aber auch, dass Geld den Charakter verderben kann. Der unauffällige Abschied (2016) von der Bühne war für Ilka nicht wirklich leicht, umso leichter fühlte sie sich jedoch, als es dann doch endlich getan war und sie ein letztes mal als Cindy auf der Bühne stand. Fazit: Was bleibt von dem ganzen, ist leider nur eine mittelmäßig erzählte Story über ein recht großes, dickes Mädchen, welches später als Übergewichtige junge Frau durch die Weltgeschichte läuft und die irgendwann vor einem / ihrem Publikum landet. Nie hätte ich gedacht, das hinter der starken Cindy, doch eine sehr verletzliche Person steht. Auf jeden Fall lesenswert!

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Wer kennt sie nicht? Die übergewichtige Hartz-IV-Empfängerin aus Marzahn, die am liebsten pinkne Jogginganzüge trägt und mit der typischen Berliner Schnauze ihre Lebensweisheiten erzählt. Genau als das wurde Ilka Bessin auch abgestempelt. Und dies machte ihr über zehn Jahre zu schaffen. Zeit, etwas daran zu ändern. Wie Ilka dies geschafft hat, erzählt sie in ihrem Buch "Abgeschminkt". Sie beginnt am Anfang, ihrer Kindheit. Diese war nicht einfach, aber das lag an der Erziehung, ihrer stämmigen Figur und ihrem rebellischen Wesen. Ich muss zugeben, dass ich mir die "Figur Cindy" auch gerne angesehen habe und nicht die Person, die dahintersteckt. Ilka Bessin ist eine Frau, die mit vielen Vorurteilen zu kämpfen hat, die sich selbst erst finden musste, die sich immer wieder mit falschen zusammentat und auch ständig mit Selbstzweifeln behaftet ist. Wir begleiten Ilka von ihrer Schulzeit über die Jobsuche bis hin in die Arbeitslosigkeit. Sie erzählt von ihrer Idee von dreieckigen Kühlschränken, Domina-Gesprächen und AIDA-Kreuzfahrten. Die Kultfigur "Cindy" entstand am Küchentisch und die große rosa Blume begleitet Ilka auch heute noch in ihrem Auto. Der Abschied von der Bühne war für Ilka nicht leicht, umso leichter fühlte sie sich jedoch, als es endlich getan war. Heute konzentriert sie sich auf sich selbst, auf ihre Modekollektion und auf die neue Tour, die 2019 ansteht. Jedoch nicht als Cindy, sondern als Ilka. Ein neues Konzept, ein neues Leben, eine neue Show. Ich persönlich finde Ilkas Geschichte sehr interessant und ein gutes Beispiel dafür, wie der Erfolg einem zu einem Höhenflug treiben kann, aus dem man nicht so schnell wieder runterkommt. Fazit: Das Leben ist schön - von einfach war nie die Rede.

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Bevor ich diese Rezension beginne muss ich anmerken, dass ich nie wirklich der große Fan von Comedians war/bin. Als ich jedoch das Buch gesehen habe, wusste ich sofort, dass es mich vom Inhalt her überzeugen wird. Und es war wirklich ganz überraschend gut! "Cindy aus Marzahn" ist/war eine Figur, die glaube ich jedem ein Begriff war. Mit dem Buch hab ich allerdings begriffen, dass wir als Zuschauer immer die Fassade sehen. Die unantastbare, unverletzliche Fassade. Uns wird praktisch vorgespielt, wie leicht die Welt doch eigentlich ist. Dieses Buch öffnet einem so ein bisschen die Augen und wir sehen eine ganz andere Seite des Showbusiness. Einige Offenbarungen haben mich teilweise echt geschockt. Der Job eines "Stars" ist ein Knochenjob. Das heißt, so gut wie kein Privatleben und Arbeit rund um die Uhr. Gerade auch die Story in Bezug auf die Autorin hat mich echt berührt. Und Ilka Bessin strahlt eine unglaubliche Ausstrahlung aus. Sie beschriebt in diesem Buch ihre Kindheit, ihren Alltag, als sie arbeitslos war und der harte Weg überhaupt erstmal einen Job zu bekommen. Wir begleiten sie zurück zu ihrer Glanzzeit als "Cindy" und wie brutal es hinter den Kulissen wirklich zu ging. Mobbing und Erpressungen sind solche Sachen. Dennoch schafft sie es mit einer unglaublichen Stärke dem Leser rüberzubringen. Sie schreibt natürlich auch über ihr Privatleben unter anderem auch über ihre Familie. Das Kapitel, welches sie ihrem Vater widmet, hat mich unglaublich bewegt und zeigt auch, wie wertvoll gemeinsame Zeit ist. Das Buch und vor allem auch der Schreibstil haben mich sehr überrascht und gefesselt. Im Innenteil des Buches, findet ihr auch noch einige Bilder von ihr aus ihrer Kindheit und natürlich aus ihrer Zeit als "Cindy". Das hat dem Buch den letzten Schliff gegeben. Mir hat es Biografie total gut gefallen. Ich wurde unterhalten, denn sie hat manchmal echt witzige Dinge erlebt. Und natürlich ihr besondere Art erfrischt das Ganze nochmal. Aber jedes Buch hat auch Seiten, die den Leser eher melancholisch stimmen, so auch hier. Ja, auch eine witzige Kunstfigur ist nur ein Mensch mit Gefühlen. Und ich fand gut, dass sie diese mit uns Lesern geteilt hat. Für mich ist Ilka Bessin eine starke Frau, die für ihre Träume gekämpft hat und die man sich auch als Vorbild nehmen kann.

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