Leserstimmen zu
Cari Mora

Thomas Harris

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Cari Mora

Von: Mara

09.09.2019

Inhalt Millionen Leser haben das teuflische Spiel zwischen Serienkiller Hannibal Lecter und FBI-Agentin Clarice Starling verfolgt. In der kongenialen Verfilmung mit Anthony Hopkins und Jodie Foster kamen Millionen Zuschauer hinzu. Jetzt ist Thomas Harris zurück und schickt einen Killer ins Rennen, der erneut für schlaflose Nächte sorgt. Die Schreie einer Frau sind Musik in seinen Ohren. Er ist groß, blass, haarlos, und wie ein Reptil liebt er die Wärme. Menschen begegnen ihm mit Angst und Ekel. Er ist daran gewöhnt. Denn wenn sie das Monster in ihm erkennen, ist es meist zu spät. Bis der Killer sich Cari Mora aussucht. Die junge Frau hat keine Angst vor dem Grauen und wagt es, dem Dämon ins Auge zu blicken. Meine Meinung In dieser Geschichte handelt eich um zwei kriminelle Banden, die den gleichen Tresor voller Gold unbedingt finden wollen. Der Tresor soll unter einer Vllla verborgen sein. Der Bösewicht Hans-Peter Schneider mietet die Villa und findet den Safe Leider gibt es einige Komplikationen. Cari Mora ist die Haushälterin in dieser Luxusvilla, und gerät zwischen die Fronten. Ich hatte große Erwartungen als ich dieses Buch las, jedoch war ich etwas enttäuscht.ich fand die Handlung der Geschichte platt ich hätte mir mehr Tiefgang und Spannung gewünscht.Leider wirkten die Charaktere auch nicht authentisch . Der Autor hätte meiner Meinung nach sie viel besser ausarbeiten sollen, damit man sich auch in die hineinfühlen kann oder die Handlung nachvollziehen kann. Auch wenn es einige Charaktere gab, konnte man sie leider auch nicht besser kennen lernen weil dieses Buch beinhaltet nur 276 Seiten und konnte somit nicht auf jeden einzelnen Charakter eingehen und wie schon vorhin geschildert habe wirkten sie deshalb auch sehr blass. Auch wenn die Hauptperson Frau Cari Mora sehr selbstbewusst und als Einzelkämpferin wirkte, sah ich sie nicht als Held in dieser Story, die gegen diese Bande ankämpft. Der Schreibstil des Autor war zwar der selbe wie in seine bisherigen Bücher, jedoch hat er manche Stellen in die länge hinaus gezogen und viel Nebensächliche Sachen beschrieben, was teilweise unnötig war, Ich habe das alles als Kurzgeschichte empfunden als ein Roman. Fazit: Leider konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen

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Beschreibung: In Escobas Villa soll ein Schatz verborgen sein, welchen der haarlose Hans-Peter Schneider unbedingt bergen will. Doch auch eine weitere Organisation ist dahinter her. Cari Mora, die Sitterin des Anwesens, gerät mehr oder weniger zwischen die Fronten, aber ihre Vergangenheit in Kolumbien hat sie gestählt. Doch davon weiß Schneider nichts, denn dieser hat ein Auge auf sie geworfen. Er möchte sie schreien hören. Meinung: Eigentlich wollte ich bei diesem Buch auf den Klappentext zurück greifen, aber nein, das konnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Ich mein, was soll das? Da passt gefühlt so gar nichts zusammen vom Verhältnis Klappentext zum Inhalt. Trotz der vermehrt schlechten Wertungen wollte ich dem Buch eine Chance geben. Ja, es war nicht ganz so schlimm, wie ich dachte, aber auch nicht unbedingt besser. Was mir an dem Buch am besten gefiel? Die Beschreibungen der Landschaften. Cari Moras Funktion in der Tierrettung, welche so null mit der Geschichte zu tun hat. Die Erzählungen ihrer Träume. DAS gefiel mir. Thomas Harris hat gefühlt gerade in diesen Situationen ein sehr poetischen Unterton angeschlagen und Cari Mora ein Gesicht gegeben. Ein Gesicht, das wiederum nicht in den Rest der Geschichte passte und auch, bis auf einige wenige Stellen, dort nicht präsent war. Zumindest in Bezug um den Teil mit der Bergung des Schatzes. Ach, ich weiß ehrlich nicht was ich dazu sagen soll. Für mich war es einfach mehr Frust als Genuss. Gefühlt war es eher eine Mafia/ Gangster Geschichte. Schon Filme in die Richtung schaue ich nicht unbedingt gern. Das Ganze dann noch zu lesen machte es wirklich nicht besser. Zudem kam mir das geschriebene Wort oft etwas holprig vor. Mitten im Absatz wurde dann gelegentlich abrupt zwischen den Schauplätzen gewechselt. Sowas finde ich prinzipiell schon nicht toll, da es einfach unnötig irreführend ist. Abgesehen von den vereinzelten Stellen, an denen Thomas Harris allem ein bisschen Farbe verlieh, war der Rest eher grau in grau gehalten. Aufgrund der vielen gesichtslosen Figuren war mir oftmals gar nicht klar um wen es eigentlich ging, außer vielleicht bei dem haarlosen Schneider. Den prägt man sich aufgrund seiner markanten Art ein. Aber der Rest? Nicht nennenswert. Ich hätte mir Tiefe gewünscht, vielleicht ein paar mehr Psychospielchen, aber geliefert bekam ich eine fade Gangster Geschichte, die einfach vor sich hinplätscherte ohne wirklich viel zu liefern. Für alle, die den Autor noch nicht kennen, denen empfehle ich ganz klar: Fangt nicht mit diesem Buch an! Lest zuerst all seine anderen Werke, denn diese sind bei weitem besser. Natürlich soll man nicht vergleichen, das steht außer Frage, aber es sollte dennoch erwähnt sein, da hier einfach alles fehlt was den Autor ausmacht, zumindest aus meiner Sicht. Fazit: Mister Harris, das können Sie besser!

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Enttäuschend

Von: unclethom

18.07.2019

Das kann Thomas Harris besser! Flache und sehr oberflächliche Figuren die mich dieses Mal so rein gar nicht packen konnten. Nicht mal die Dialoge, sonst eigentlich eine der Stärken von Thomas Harris, konnten es dieses Mal retten. Dazu ein interessantes Setting, welches eigentlich eine Chance bot darum herum einen tollen Roman zu schreiben, die aber leider ungenutzt verstreichen lassen wurde. Bei mir kam eigentlich zu fast keinem Zeitpunkt Spannung auf, dafür tröpfelte das Buch zu sehr vor sich hin wie ein tropfender Wasserhahn. Nervig, aber trotzdem wartet man irgendwie auf den nächsten Tropfen, der hier leider meistens ausgeblieben ist. Normalerweise schafft es Thomas Harris in meinem Kopf schnell tolle Bilder entstehen zu lassen, jedoch dieses Mal hat er mich mit Cari Mora auf ganzer Linie enttäuscht. Das Buch hat insgesamt 336 Seiten, für mich eigentlich ausreichend für einen tollen Thriller. Als ich dann aber auf Seite 275 feststellen musste, dass die Story schon zu Ende ist war ich dann doch sehr überrascht. Ich meine ich hielt ein Buch in den Händen, wo noch etwa ein Viertel Seiten nicht gelesen waren. Was folgte war nun eine fünfzigseitige Leseprobe von „Das Schweigen der Lämmer“, toll für den der das Buch nicht gelesen hat, aber insgesamt fühlte ich mich doch etwas getäuscht. Nur dank des gewohnt schönen Schreibstils von Thomas Harris komme ich hier auf eine Bewertung mit 3 von 5 Sternen und dieses Mal keine Leseempfehlung. Schade das war auf ganzer Linie enttäuschend.

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Ab und zu höre ich beim Autofahren gerne mal ein Hörbuch und nachdem "Cari Mora" in jeder Buchhandlung, in der ich in letzter Zeit gewesen bin, groß präsentiert wurde, fiel meine Wahl auf das neue Werk von Thomas Harris. Thomas Harris ist nicht bekannt dafür Unmengen von Büchern zu produzieren, nicht so wie Stephen King zum Beispiel, doch die Bücher, die Harris schreibt haben es meist in sich. Cari Mora ist das sechste Buch aus der Feder des Autoren, wobei man anmerken muss, dass vier davon die Hannibal Lector Reihe umfassen. Alle sechs Bücher wurden nun von mir gelesen und der Schöpfer des sympathischen Kannibalen schafft es immer wieder, noch gestörtere Charaktere zu erschaffen. Bevor ich zu der Handlung komme etwas über das Hörbuch generell. Mit 6 CDs und über 6 Stunden Spielzeit ist es nicht mal eben so in einem Rutsch gehört. Gelesen wird das Buch von Achim Buch. Es war mein erstes Buch gelesen von dem Herren und mit seiner ernsten Stimme passt Herr Buch super zu diesem ernsten Thema. Doch worum geht es überhaupt? "Cari Mora" der auf den ersten Blick kryptische Titel ist der Name einer jungen Frau, einer Haushälterin mit schwerer Vergangenheit, die eine der Hauptcharaktere ist. Zusätzlich gibt es noch eine berüchtigte Diebesbande und den Bösen, ein Deutscher, Hans-Peter Schneider, der ein Psychopath ist, wie er im Buche steht. Die Geschichte spielt in Miami und beginnt als klassische Schatzsuche. Es geht jedoch nicht um irgendeinen Schatz, sondern um verstecktes Gold im ehemaligen Haus von Pablo Escobar. Das Buch erzählt von den Abgründen der Menschheit, der Ehre unter Gangstern und dass es auch möglich ist, bei einer tragischen Vergangenheit ein guter Mensch zu bleiben. Es handelt von Krieg und Kindersoldaten, einem 25 Millionen Schatz, einem Mörder der Menschen quält und Clans die zusammenhalten. Fazit: Thomas Harris hat wieder einen außerordentlichen Thriller geschrieben. Als Hörbuch fand ich es ein wenig langatmig, man bekommt viele Informationen auf einmal und zumindest ich brauchte ein paar Pausen beim hören. Es ist zumindest kein Buch was man im Hintergrund laufen lassen kann, sondern was die volle Aufmerksamkeit des Hörers verlangt.

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Hi Leute, ich war schon immer sehr großer Fan von Thomas Harris, aber Cari Mora kann für mich nicht an seine Vorgänger anknüpfen. Zuerst zu den Charakteren: Sowohl Cari als auch ihr Gegenspieler Hans-Peter wirken trotz ihrer tragischen Hintergründe eher zweidimensional. Bis man langsam ihre Charakterzüge kennengelernt hat, ist das Buch auch schon zu Ende. Vielleicht hätte ihm etwas das doppelte an Seiten sehr gut getan, um die Beweggründe für diverse Handlungen besser verstehen zu können. Zumindest gewinnen beide im Laufe des Geschehens etwas an Sympathie. Besonders Cari, welche am Ende doch noch ihre härtere Seite herauslässt. Wie man vielleicht bereits merkt, habe ich keinen anderen Charakter erwähnt, was daran liegt, dass ich keinen von ihnen mehr benennen könnten. Wenige haben überhaupt Eindruck hinterlassen. Was die Handlung betrifft, habe ich mich oft gefragt wie einzelne Szenen zum Gesamtbild passen sollen. Am Ende ergeben zwar die meisten Sinn, müssten aber deutlich länger ausgebaut werden, um einen Effekt wie bei „Das Schweigen der Lämmer“ zu erzielen. Während ich bei Harris‘ anderen Büchern teilweise Gänsehaut vor Spannung hatte, stellte sich bei Cari Mora keine ein. Alles war vorhersehbar und wenig überraschend. Einzig und allein die Stadt Miami und ihre Schilderung macht Lust auf mehr. Die beschriebenen Tiere und Landschaften geben dem Buch einen ganz besonderen Charme. Ich muss auch loben, dass Harris das schwierige Thema Immigration in den Vordergrund rückt. Nun zum Schreibstil: Sowohl der alte, als auch der neue Harris, können mich überzeugen. Er kommt schnell zum Wesentlichen, auch wenn es teils brutal geschildert wird. In guter, alter Hannibal-Manier. Alles in allem frage ich mich, ob es an Harris‘ doch fortgeschrittenem Alter liegt, oder ob er dringend Geld brauchte. Was auch immer der Fall war, man hätte noch einiges an Mühe investieren müssen und die Seitenzahl verdoppeln.

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Zum Autor: Thomas Harris ist den meisten von uns durch seine sehr erfolgreiche Reihe um Hannibal Lecter bekannt. Der Autor arbeitete zunächst als Journalist und schrieb hauptsächlich über Gewaltkriminalität in den USA und Mexiko. Anschließend arbeitete er als Reporter und Redakteur bei der Associated Press in New York, bevor er anfing Bücher zu schreiben. Vor dem aktuellen Buch erschienen bereits die vier Bände der Hannibal-Reihe sowie der stand-alone "Schwarzer Freitag". [Vergleiche: https://www.randomhouse.de/Autor/Thomas-Harris/p109730.rhd , 20.06.2019, 15:24 Uhr] Zum Cover: Das Cover des gebundenen Buches ist wirklich gelungen. Die Grundfarbe ist ein rot-schwarz und darauf befindet sich eine gelb-orangene Prägung eines Krokodils, eines Papageien und diverser Pflanzen. Beide Tiere spielen auch eine Rolle in der Geschichte. Die Prägung hebt sich vom Hintergrund ab und fühlt sich rau an. Die Haptik ist richtig klasse. Auch der Name des Autors sowie der Titel stehen etwas hervor, sind jedoch glatt, nicht rau geprägt. Mir gefällt der Einband somit richtig gut! Das Buch selbst ist in gelbes Leinen gebunden, kommt aber ohne Lesebändchen. Ich brauche eigentlich auch kein Lesebändchen, finde aber, dass es zu dieser hochwertigen Ausgabe gut gepasst hätte. Zum Buch: Ich beginne dieses Mal mit der Seitenzahl: 336 Seiten werden überall genannt, was in Ordnung scheint. Blättert man dann in dem Buch, stellt man jedoch schnell fest, dass der letzte Teil eine Leseprobe für "Das Schweigen der Lämmer" ist und die eigentliche Geschichte zu "Cari Mora" nur 275 Seiten beträgt. 275 Seiten! Das hat mich direkt schockiert, denn das ist wirklich sehr wenig für ein Buch, das so lange auf solch umfangreiche Weise angekündigt und so viele Erwartungen geweckt hat. Außerdem stellt sich für mich die Frage, ob diese Leseprobe wirklich notwendig ist? Lesen nicht eher Leser "Cari Mora" direkt nach dem Erscheinen, die die Bücher von Thomas Harris bereits kennen? Und braucht ein so erfolgreiches Buch wie "Das Schweigen der Lämmer" wirklich den Platz einer Leseprobe? Für mich ist sie hier völlig Fehl am Platz und verschleiert die tatsächlich Anzahl an Seiten des Buches! Als nächstes etwas, was ich auch selten einfüge, die Kurzbeschreibung: "Hannibal Lecter hat einen Nachfolger. Er ist erbarmungslos. Und er kann dich fühlen. Die Schreie einer Frau sind Musik in seinen Ohren. Er ist groß, blass, haarlos, und wie ein Reptil liebt er die Wärme. Menschen begegnen ihm mit Angst und Ekel. Er ist daran gewöhnt. Denn wenn sie das Monster in ihm erkennen, ist es meist zu spät. Bis der Killer sich Cari Mora aussucht. Die junge Frau hat keine Angst vor dem Grauen und wagt es, dem Dämon ins Auge zu blicken." Nun aber zu meiner Meinung bezüglich des Inhalts. In dem Buch gibt es zahlreiche Charaktere, dass es mir schwerfiel zu erkennen, welcher denn nun der Hauptcharakter ist. Bereits der Titel des Buches und die Kurzbeschreibung stellen zwei sehr unterschieldiche Personen in den Vordergrund: Der beschriebene Mann, Hans-Peter Schneider, sowie die junge Kolumbianerin Caridad "Cari" Mora, die in den USA lediglich geduldet ist und keine feste Aufenthaltsgenehmigung besitzt. Cari diente in ihrem Land als Kindersoldatin und flüchtete als Teenager mit Hilfe eines ehemaligen Gefangenen in die USA. Dort lebt sie zusammen mit ihrer Cousine, deren Baby und der pflegebedürftigen Tante, hilft diese zu pflegen, arbeitet in einer Tierstation und zusätzlich als House-Sitter. Eine starke junge Frau, die in ihrem aktuellen House-Sitter Job zwischen die Lager zweier Banden gerät, die im Haus einen Tresor mit Gold lokalisiert haben, den es nun zu heben gilt. Die eine Bande wird von Hans-Peter Schneider angeführt, der außerdem junge Frauen verstümmelt und an perverse Auftraggeber verkauft. Die andere Bande besteht aus diversen Latinos, die sich mit allem was unsere vorurteilsvolle Gesellschaft sich vorstellen kann, finanziert und die eine schöne Mischung aus "Weniger Bösen" und "Sehr Bösen" bildet. Und die Erzählung an sich? Tja... Es gibt Kapitel, die in Caris Vergangenheit spielen und die dem Leser zeigen, was sie bereits alles erlebt hat und wie skrupellos auch sie sein kann, dabei aber auch immer wieder freundlich, hilfsbereit und fürsorglich gegenüber Schwächeren. Sie zeigen ihren Gerechtigkeitssinn, aber auch ihre gelernte Fähigkeit zu töten. Dann widerum gibt es Kapitel, die in Kolumbien spielen und die Latinos beleuchten und den in Amerika spielenden Teil, im Haus des ehemaligen Drogenbosses Pablo Escobar, in dem sich der Safe mit dem Gold befindet, der jedoch sehr gut gesichert ist. Viel Geschichte für sehr wenige Seiten, wie man bereits merkt! Die einzelnen Charatere werden daher auch unterschiedlich intensiv beleuchtet und vor allem Hans-Peter Schneider, der ja laut Kurzbeschreibung die Schlüsselfigur ist, wird so richtig ausführlich nicht dargestellt. Zwischendurch hatte ich ihn sogar ganz vergessen und hielt ihn für einen Nebencharakter! Aber auch Cari verliert sich in manchen Pasagen des Buches völlig und man vergisst auch welche Rolle sie denn spielt oder spielen soll. Zwischendurch gibt es immer wieder Schießereien, Mord und Leichen. Aber alles eher hektisch, was dazu führt, dass es auch schnell aus dem Gedächtnis des Lesers verschwindet. Ähnlich verhält es sich mit den Verstümmelungen durch Schneider. Sie werden so kurz und knapp erwähnt und nur gegen Ende dann noch etwas ausführlicher aufgegriffen, dass sie für mich auch nur eine Facette der Geschichte waren und keinesfalls zentral. Der Schluss dieses Buches ermöglicht es dem Autor die Figur "Cari Mora" in einem weiteren Buch vorkommen zu lassen, jedoch eher weniger die Figur "Hans-Peter Schneider". Da stellt sich für mich die Frage, was der Autor damit bezweckt? Wusste er nicht wohin er mit dem Buch wollte? Wer ist die eigentliche zentrale, wichtige Figur seiner Geschichte ist? Warum der Titel "Cari Mora" und in der Kurzbeschreibung "Hans-Peter Schneider"? Um wen geht es hier eigentlich wirklich? Fazit: Ich habe noch nie eine Rezension geschrieben, bei der ich am Ende so viele offene Fragen hatte. Und auch noch so elementare Fragen. Nicht nur "Geht es weiter?" oder "Wie geht es weiter?", sondern ganz konkret "Um wen ging es hier eigentlich?" und "Was wollte der Autor mit dieser Geschichte?". Damit mich keiner falsch versteht: Schlecht fand ich das Buch nicht. Aber es war einfach zu vollgepackt mit Orten, Personen und Handlungen für gerade einmal 275 Seiten. Zudem ist für mich nicht richtig klar, wer der Hauptcharakter ist und der Titel in Zusammenhang mit der Kurzbeschreibung sowie dem Inhalt, werfen nur noch mehr Fragen auf. Wer dann das Buch liest und das Ende kennt, ist bezüglich der Kurzbeschreibung noch verwirrter. Und es stelllt sich eine weitere Frage für mich: Sollte das ein stand-alone werden oder wird die Geschichte um Cari Mora fortgeführt? Es würde sich anbieten. Ich fände es interessant, mehr über sie zu erfahren und sie weiterhin zu begleiten, denn dieses Buch ist für mich eher ein Prequel, dessen Kurzbeschreibung dringend verändert werden sollte. Außerdem, dies ist aber nun Kritk am Marketing nicht am Buch, sollte das Buch Abstand nehmen von Hannibal Lecter. Ja, es ist derselbe Autor und es ist verständlich, dass man ihn nach so vielen Jahren irgendwie wieder in den Fokus der Leser bringen muss, denn der Markt ist groß und nicht alle Leser verbinden den Namen direkt mit dem richtigen Buch. Aber nein, inhaltlich und von ihrer Intensität her, haben die Bücher rein gar nichts miteinander zu tun und es tut dem Buch nicht gut, dass es ständig und sogar auf seinem eigenen Einband mit dem großartigen Lecter in Verbindung gesetzt wird. Ich glaube, das Buch würde auf den zahlreichen Bewertungsplattformen anders abschneiden, wenn die Erwartungen nicht so stark in Richtung Hannibal gelenkt worden wären. Wenn wir ehrlich sind: Welches Buch hätte gegen das Meisterwerk um Hannibal Lecter eine Chance gehabt? Leseempfehlung: Bezüglich einer Leseempfehlung möchte ich mich in diesem Fall nicht äußern. Ich denke, wer durchgehalten hat und diese doch lange Rezension gelesen hat, wird sich seine eigene Meinung gebildet haben und kann sehr gut für sich entscheiden, ob er dem Buch eine Chance gibt oder nicht.

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Dr. Hannibal Lecter – ist wohl einer der bekanntesten, fiktiven Serienmörder in der Literatur. Thomas Harris – hatte mit seinem Film „Das Schweigen der Lämmer“ und der Buchreihe um den hochintelligenten und charismatischen Dr. der Psychologie einen Riesenerfolg. Dr. Lecter – nicht zuletzt wegen der genialen cineastischen Umsetzung dieser Figur mit Sir Anthony Hopkins im gleichnamigen Film, ist schon längst zu einer Kultfigur geworden. Ein polarisierender Charakter – Böse? Nun ja – Dr. Lecter hat seinen ganz eigenen Gerechtigkeitssinn und verabscheut unhöfliche Menschen. Das diese wenige später zu einem leckeren Chianti, ihre Leber ungewollt kredenzen müssen, ist dann das endliche Ergebnis. Inzwischen zur Kultfigur und schon längst im Serienmörderolymp angekommen, erwarten viele Leser nach den letzten Band – „Hannibal Rising“ – eine Fortsetzung mit dem Kannibalen. Nun ist doch im Heyne Verlag vor kurzen, der neueste Roman von Thomas Harris veröffentlicht worden. Vorab zu sagen – es gibt keine Beziehung und ist keine Fortsetzung dieser erfolgreichen Reihe. „Cari Mora“ so lautet der Titel des Bestsellerautors und es ist mehr eine Kurzgeschichte, wie ein vollständiger, seitenreicher Roman. Damit ist die Story auch nicht sonderlich tief, die Charaktere bleiben recht im Nebel der Handlung stehen. Charakterlich ausgearbeitet ist dies völlig zur Nebensächlichkeit geworden. Das Konzept des Autors geht hier nicht auf. Zwar ist die Hauptperson – die junge Frau Cari Mora eine imposante, selbstbewusste Einzelkämpferin, die es mit Rambo-Methoden gegen diesen Mörder und seine Bande aufnimmt – doch außer viel Blut, Gemetzel und eine sonstige Grausamkeiten überzeugt die Handlung nicht. Literarische Verwandtschaft zu den anderen Titeln des Autors. fallen kaum ins Gewicht. Die Atmosphäre insgesamt sehr blass – alle inhaltlichen Komponenten Charakterzeichnung, Storyline, Settings usw. können das letztlich auch nicht mehr retten. Der erzählerischer Stil ähnelt den Vorgängerromanen in gewisser Weise, aber ist Universen entfernt von der zu erwartende Qualität. Die Story lässt es auch nicht zu, dass mit der Hauptperson „Cari Mora“ ggf. über eine Fortsetzung nachgedacht werden könnte. Der vorliegende Roman ist dafür viel zu mangelhaft. Einzig und allein stimmig ist das Tempo der Story – wenn man den Roman als eine Kurzgeschichte interpretiert. Spannend ja – aber es kein psychologisches, raffiniertes Duell – dass man bei dem Autor mit seiner Vorgeschichte Klassischerweise erwartet. Der Serienkiller ist zwar wie erwartet „Böse“ – aber das ist auch schon alles. Zielgerichtet erfüllt dieser alle Klischees – und genau diese Elemente enttäuschen dann. Dr. Hannibal Lecter hätte diesen einfach nur getötet und nicht kulinarisch verwendet – er wäre es in seinen Augen nicht wert gewesen. Ein Vergleich dieser beiden Figuren des Schöpfers Thomas Harris hält bei weitem nicht stand. Der Klappentext besagt vieles – aber führt die Erwartungshaltung in ein Labyrinth ohne positiven Ausgang – man könnte es mit Shakespeares Worten sagen: „Viel Lärm um nichts“. „Cari Mora“ wird wahrscheinlich erfolgreich sein – jedenfalls wird er die Leser begeistern können, die hin und wieder nach kurzweiliger Unterhaltung suchen. Fazit „Cari Mora“ ist nichts weiter als eine Kurzgeschichte. Eingeengte Charaktere in einem eingeengten Handlungskosmos. Viel Brutalität – emotional erreicht der Autor mit seinem Roman mich überhaupt nicht. Ja – kurzweilige Unterhaltung – weil Kurzgeschichte. Ich vermisse hier Protagonisten, die mit ihrer Emotionalität und Intelligenz in den vorherigen Roman überzeugt haben. „Cari Mora“ ist wie ein Regionalexpress - mit Verspätung – 2. Klasse – WC defekt und froh wenn man das Ziel erreicht hat. Michael Sterzik

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"Schade nur, dass sie schneller kalt werden würde, als das Haus die Sonnenwärme abgab. In der klimatisierten Luft würde sie nicht lange warm bleiben, nicht einmal wenn er die Decke über sie beide zog und mit ihr kuschelte - Sie blieben nie warm. So schnell klamm, so schnell kalt." (S. 22) In der Villa des einstmaligen Drogenbarons Pablo Escobar soll sich noch Gold im Wert von fünfundzwanzig Millionen US-Dollar befinden. Ein Grund weshalb diese Villa in kriminellen Kreisen weiterhin von großem Interesse ist. Einer dieser Kriminellen ist Don Ernesto, der Anführer der Ten-Bells, einer kolumbianischen Mafia. Der andere ist Hans-Peter Schneider. Letzterer ist nicht, wie der Name vielleicht vermuten lässt, ein harmloser Hausmeister mit Dackel, sondern ein gebürtiger Deutscher der in der Sexindustrie in Miami Fuß gefasst hat. Dies klingt jedoch auch noch zu harmlos, denn er verdient sein Geld nicht nur mit Prostitution und Menschenhandel, sondern auch damit sexuelle Gewaltfantasien und morbide Fetische für Männer mit genügend Kapital Realität werden zu lassen. Für ihn ist keine Fantasie zu abstoßend und jeder Fetisch wird befriedigt, möge er noch so bizarr, ekelerregend und grausam sein. Für ihn ist es nahezu ein Vergnügen, gehört er schließlich selbst zu diesen Männern, welche von unmöglichen Neigungen und Perversion getrieben werden. Hans-Peter hat sich un in diese besagte Villa eingemietet, um ungestört nach dem Gold zu graben und dies bleibt Don Ernesto natürlich nicht verborgen. Es bahnt sich ein Konkurrenzkrieg an und zwischen diese Fronten gelangt Cari Mora, eine Frau von 25 Jahren, mit 16 aus Kolumbien geflüchtet und nun schon seit 9 Jahren in den USA. Sie hält sich mit verschiedenen Jobs über Wasser und einer davon ist als Haushüterin der ehemaligen Villa Escobars. Schneider sieht in ihr auch gleich einen netten Bonus und in seiner Fantasie hört er sie schon vor Schmerzen schreien, bevor er sie an seine Kunden verschachert, ob im Ganzen oder "modizifiert". Doch Cari Mora ist eine Frau die schon viele blutige Gewalttaten gesehen hat, eine Kämpferin ist und die vor diesem milchgesichtigen Glatzkopf alles andere als Angst hat. Das Buch hätte so verdammt gut weren können...hätte, hätte Fahrradkette. Der Autor wollte hier eindeutig zu viel Story, jedoch nicht allzu viel schreiben. Zumindest beschlich mich diese Vermutung während des Lesens. Dieses Buch enthält nämlich quasi zwei Storys. Zum Einen den Kampf um das Gold in Escobars Villa zwischen dem Mafiaboss und dem psychopathischen "Business-Man". Zum Anderen die Story mit diesem grausamen und perversen Business und das Cari Mora als neue Beute ins Visier genommen wird. Es besteht zwar durchaus eine Verbindung zwischen den beiden Handlungssträngen, doch der Kampf um das Gold dominiert hier, vor allem in den ersten beiden Dritteln des Buches. Die Story um das eigentliche, im Klappentext erwähnte Thema, kommt erst auf den letzten Seiten in Fahrt. Dies war dann auch relativ schnell vorbei und man ist am Ende des Buches angelangt. Jede dieser beiden Storys bietet guten Stoff für ein eigenes Buch, wenn sich der Autor auf eine davon konzentriert hätte. So aber bleiben beide Storys leider nur sehr oberflächlich und enthalten somit auch nur wenig Spannung. Die Grundstory, die Suche nach dem Gold, hätte mir schon genügt, denn hier schafft es Harris eine Atmosphäre zu kreieren, welche an den Film "Scarface" erinnert, oder, um die etwas jüngere Generation anzusprechen, etwas GTA-Vice-City-Feeling. Ich persönlich hätte also die Story mit dem Psychopathen und seinem morbiden Business überhaupt nicht benötigt. Wer hätte gedacht, dass ich einer Mafiastory mehr abgewinnen kann, als eine über einen perversen Killer. Ich am allerwenigsten. "Don Ernesto trat in den Qualm. Die Leiche zuckte noch, Blut pumpte aus dem zerfetzen Körper. Ein Stück Schädel, das an der Decke geklebt hatte, fiel auf Don Ernesto. Er schnippste es weg. Er blickte betrübt, aber gefasst drein. Ein Tropfen Blut lief über seine Wange, wie eine Träne." (S. 149) Ich liebe es, wenn man beim Lesen die Liebe zum Detail erkennt. Manchmal trägt dies zur Atmosphäre bei, manchmal erkennt man dies an den Charakterzeichnungen und manchmal erhält eine Story dadurch das gewisse Etwas. Harris hat es damit leider etwas übertrieben und man bekommt das Gefühl er hat selbst nicht wirklich gewusst wohin er mit der Story will. Er verliert sich in Details und Handlungen, welche nicht wirklich zur Story, bzw. zu den Storys, beitragen. Abschweifungen und Längen, zwischendurch hin und wieder ein Ansatz von Handlung und somit schreitet die Geschichte nur langsam vorwärts - ein Schritt vor, zwei Schritte zurück. Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und auch hier hat der Autor übertrieben. Immer mehr Figuren betreten die Bühne, manche interessant, manche weniger und manche tragen nicht wirklich zur Handlung bei. Ja, selbst ein Krokodil hat hier seinen Auftritt. Im Gegenzug werden diese, wie auch die verschiedenen Handlungsstränge nur angerissen, bleiben ebenfalls nur oberflächlich, selbst die vermeintlichen Protagonisten. Vor allem von Cari Mora und einem Kommissar hätte ich gern mehr erfahren, während mir dieser Hans-Peter relativ am Senkel vorbei ging, was mich selbst überraschte, da ich einen Faible für morbide Killer in Büchern habe. "Abgesehen von Felix hatte das Krokodil erst ein Mal einen Menschen gefressen, einen Säufer, der von einem Boot voller Säufer fiel und weder damals noch später vermisst oder betrauert wurde. Nachdem ihn das Krokodil verspeist hatte, war es eine ganze Stunde lang ziemlich beschwipst." (S. 229) Der Schreibstil hingegen ist genial und doch auch fesselnd. Man erkennt also durchaus das Potenzial des Autors und da ich "Das Schweigen der Lämmer" mit Begeisterung gelesen habe, weiß ich, dass der Autor es auch wesentlich besser kann. Davon kann man sich auch durch eine 40-seitige Leseprobe überzeugen. Bei diesem Buch hat sich der Autor jedoch anscheinend wesentlich weniger Mühe gegeben. Fazit: Was habe ich mich gefreut endlich wieder neuen Stoff von Thomas Harris zu lesen. Die Vorfreude war also groß und meine Erwartungen wohl viel zu hoch, denn es entwickelte sich für mich eher zu einem Lesefiasko und ließ mich enttäuscht zurück. Vor allem da ich weiß, dass der Autor auch anders kann und dieses Können auch in diesem Buch ersichtlich ist. Diesen Thriller kann man lesen, muss man aber nicht. © Pink Anemone

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