Leserstimmen zu
Das Reich der zwei Kreuze

Bastian Zach, Matthias Bauer

Tränen-der-Erde-Saga (2)

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€ 10,99 [D] inkl. MwSt. | € 11,30 [A] | CHF 16,90* (* empf. VK-Preis)

Bewegende Fortsetzung

Von: Christine Schneider

21.12.2020

Der Folgeroman zu dem klasse historischen Werk Tränen der Erde von den Autoren Bastian Zack und Matthias Bauer ist eine spannende und gut ausgearbeitete Fortsetzung des Buches. Nahtlos wird an den Krieg der im bereits im ersten Band zum Ende hin voll wütet, angesetzt. Es geht um Verluste sehr viel Leid, Liebe, manche bleibt auch unerfüllt, starke sehr authentische Charaktere und einen sehr gut recherchierten Hintergrund. Die ein oder andere Stelle zog sich allerdings doch etwas hin das knapp 600 Seiten starke Werk ist gefüllt mit sehr viel geschichtlichen Aspekten die toll ausgearbeitet sind, aber doch nicht leicht zu lesen. Eine wirklich interessante und spannende Story mit einem Berg von historischen, politischen und gesellschaftlichen Informationen aus dieser Zeit

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Mit „Das Reich der zwei Kreuze“ legen die Autoren Zach und Bauer den zweiten Band der „Tränen der Erde“-Reihe vor. Wie bereits in Band 1 „Tränen der Erde“ stehen die Familien Heidfeldt und Ackermann im Fokus. Der Roman spielt zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Was sind die geeigneten Ingredienzien für eine spannende Familiensaga? Zach und Bauer wissen es ganz sicher und fügen der Handlung einen großen Löffel Intrigen, Verrat, Liebe und Schicksal bei. Die katholisch geprägten Ackermanns sind nach ihrer Enteignung und Vertreibung aus dem protestantischen Donauwörth in Prag angekommen und müssen sich den Lebensunterhalt mühsam verdienen. Aber auch den Heidfeldts droht Ungemach. So erleidet Johannes einen Schlaganfall und muss die Leitung des Geschäfts an Sohn Balthasar übergeben, obgleich der noch nicht geeignet scheint. Der große Rahmen dieser Geschichte ist historisch belegt. Den Raum dazwischen füllen die Autoren mit glaubhafter Fiktion. Auf diese Weise bietet „Das Reich der zwei Kreuze“ neben guter Unterhaltung einen Spritzer Geschichtswissenauffrischung. Ich war im Vorweg gespannt, ob sich im Stil oder der Sprache bemerkbar machen würde, dass zwei Autoren an dieser Geschichte geschrieben haben. Ich jedenfalls, konnte keine Brüche feststellen. Handlung und Figuren sind authentisch ausgeführt. Die Sprache könnte an der einen oder anderen Stelle pointierter, raffinierter und knapper eingesetzt sein. Insgesamt stört es den Lesegenuss aber nicht. „Das Reich der zwei Kreuze“ ist ein historischer Roman und eine Familiensaga mit authentischen Bezügen zur realen Geschichte. Es eignet sich perfekt für frostige Winterabende und laue Sommernächte. Bastian Zach & Matthias Bauer: Tränen-der-Erde-Saga 02: Das Reich der zwei Kreuze. Heyne, November 2020. 592 Seiten, Taschenbuch, 10,99 Euro.

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Der Dreißigjährige Krieg tobt und zwei eigentlich miteinander befreundete Familien stecken mittendrin. Ich habe den ersten Band „Tränen der Erde“ vor kurzem gelesen. In diesen zweiten Band wird man kurz eingefügt und findet auch ein Personenverzeichnis vor. Aber auch ohne dies könnte man die Story verstehen, denke ich. Von Prag bis Paris Auf fast sechshundert Seiten schmökert man sich durch die Wirren dieses Krieges. Mittendrin stecken die Familien Heidfeldt – katholisch – und die Ackermanns – evangelisch. Während die einen in den Waffenhandel einsteigen, versuchen die anderen geschäftlich auf die Beine zu kommen. Ehemals in Schwaben angesiedelt, verschlägt es mehrere Familienmitglieder quer durch die kriegführenden Länder. Es sind durchaus Parallelen zur Moderne erkennbar. Urplötzlich werden aus alt eingesessenen Familien Geflüchtete, entstehen Scherbenhaufen, müssen Menschen Mut und innere Kraft beweisen. Das war damals so und wird sich wohl nie ändern. Auch die Wirren des Krieges, wer wann gegen wen kämpfte und anderes, wird gut erläutert und anhand der beiden Familienschicksale gefühlt hautnah miterlebt. Es gibt etliche Handlungsstränge und dennoch ist der Überblick vorhanden. Mitten im großen Unglück gibt es auch kleine Vergehen, die Familien machen einiges mit. Die Personen sind gut beschrieben und wuchsen mir zum Teil ans Leserinnenherz. Immer gut finde ich es, wenn ich etwas mitnehmen, etwas lernen kann, durch das Lesen historischer Romane. Und das ist hier durchaus der Fall. Es ist nämlich glücklicherweise keine labbrige Geschichte vor historischem Hintergrund. Sondern ein historischer Roman mit der Geschichte zweier fiktiver Familien, die mit gelebten Gestalten und historischen Zusammenhängen verwoben wurde.

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„Das Reich der zwei Kreuze“ ist der Nachfolgeband zu den „Tränen der Erde“, dem historischem Schmöker um die Familien Heidfeldt und Ackermann in den Jahren, die dem 30jährigem Krieg voraus gehen. Hier nun ist der Krieg bereits voll im Gange und wir setzen nahtlos an, wo der erste Teil geendet hat. Man hat im Laufe von knapp 600 Seiten durchaus Zeit, in die Story komplett reinzukommen, vor allem, weil es auch wieder ein Personenverzeichnis und Familienstammbäume gibt, aber ich empfehle trotzdem, hier mit den „Tränen der Erde“ anzufangen, da einfach die Protagonisten hier nicht mehr gross eingeführt werden. Okay, ich war gewappnet, ich hab den ersten Teil schon gefeiert, und diesen Band schon erwartet! Die Ackermänner sind nun in Prag angekommen, und wir begleiten sie, wie sie versuchen, geschäftlich wieder Fuss zu fassen nach der Enteignung und der Flucht aus Donauwörth. Das Leben war für Flüchtlingsfamilien auch schon vor 400 Jahren nicht einfach, und nach harten entbehrungsreichen Jahren schafft es Christoph erneut, sein Transporteurgeschäft wieder aufzubauen. Die Partnerschaft, die er dafür mit hochgestellten Personen eingehen muss, ist nicht immer ungefährlich, aber bringt ihn wieder auf die Füsse. Derweil im fernen, von den Bayern besetzten Donauwörth haben die Heidfeldts, die besten Freunde, ebenfall zu kämpfen: Helene muss die Avancen des Statthalters abwehren – heute würde man sagen, sie wird gestalked, vor 400 Jahren war die Sache als Frau aber um einiges heikler - , und ihr Mann Johannes muss nach einem Schlaganfall die Handelsgeschäfte vorrübergehend an Sohn Balthasar abgeben. Der nun wiederum sieht im Waffenhandel das grosse Geld liegen, und das ganz grosse Geld liegt darin, nicht nur die eine Seite, sondern auch gleich die andere zu beliefern. Dass das auf Dauer nicht gut gehen kann, steht dann auf einem anderem Blatt beschrieben, und auf schicksalhafte Weise kreuzen sich am Ende die Wege der beiden Familien noch einmal und es kommt zu einem Showdown….. Natürlich gibt es auch noch viele kleinere Erzählstränge, die die Söhne und Töchter der Ackermanns und Heidfeldts betreffen, und die geschickt wieder ein grosses Ganzes bilden. Der Charme des Buches ist aber für mich, wie hier Historie und Fiktion miteinander verwoben werden. Und das sollte man vielleicht vorab wissen: Der 30jährige Krieg bildet nicht nur einen Hintergrund für die Familiensagas, sondern ist allgegenwärtig. Die beiden Autoren haben wieder extrem gut recherchiert und zeichnen ein sehr genaues Bild der politischen und gesellschaftlichen Lage zu Beginn der frühen 1620er. Die Kriegsparteien, sprich die Lutheraner und die Katholiken, werden sehr genau gezeichnet, und auch reale historische Personen wie der katholische Feldherr „Wallenstein“ oder Tilly, respektive die lutherischen Heerführer Mansfeld oder von Anhalt kommen in dem Roman vor. Ich habe hier erneut eine Nachhilfestunde in Sachen Geschichte bekommen, und das muss man mögen. Abgesehen davon geht es um immergültige Werte wie Freundschaft, Respekt, Aufrichtigkeit, und natürlich immer wieder um die Liebe. Um die unerfüllte Liebe, um Verluste, um Leid….aber auch um die lebenslange Liebe. Wenn Johannes seinem etwas arroganten Töchterlein erklärt, dass sie vielleicht nicht unbedingt ihren etwas tumben, aber umso wohlhabenderen Verehrer ehelichen soll, sondern auf ihr Herz hören möge, so wie er das dereinst getan hat, das fand ich schon sehr romantisch 😊. Also, mein Fazit: eine spannende Geschichte, ich war bestens unterhalten, und hoffe auf eine weitere Fortsetzung – ich meine, hey, die letzten paar Seiten kam plötzlich Lorenz Ackermann in Paris noch mal zu Wort, Kardinal Richelieu wurde erwähnt, da muss doch jetzt noch was kommen, oder 😉?!! Ich wäre wieder dabei!

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Leichte Spannung

Von: Julia

28.11.2020

Zum Inhalt von Das Reich der zwei Kreuze: Der 30-jährige Krieg hat begonnen und der Katholik Johannes Heidfeldt und der Protestant Christoph Ackermann waren einst gute Freunde, doch der Religionsstreit hat und ihre Familie auseinandergerissen. Während jetzt die Achermanns nach Paris fahren, Gehen die Heidfeldts nach Schwaben, wo sie herkommen und eröffnen ein neues Geschäft. Sie Handeln mit Waffen für den Krieg. In diesen unruhigen Zeiten kreuzen sich die Wege dieser beiden Familien erneut auf einer schicksalhaften Weise. Ich habe nicht viel Erfahrungen mit Historischen Romanen wie Das Reich der zwei Kreuze, aber ich fand den Schritt auf dem Klapptext sehr interessant. Das Cover sieht sehr interessant aus, es passt aber gut zum Titel und der Geschichte. Farbenfroh und etwas außergewöhnlich. Die Geschichte hat sich langsam aufgebaut, es fing an, steigerte sich dann langsam, bis es dann seine Spannung gehalten hat. Die Geschichte konnte so wie in der Zeit damals passiert ist, auch gelaufen sein kann. Und dass man damals mit den Waffen für den Krieg gehandelt hat, ist bei vielen so gewesen. Auf jeden Fall eine gute Geschichte, der ich selber nach einschätzen, auch so sehen würde. Vom Autor der Schreibstil ist flüssig, freundlich und die Geschichte fängt langsam an und steigert sich dann. Für mich ist das ganz in Ordnung. Hätte aber etwas mehr pepp gebraucht, aber vielleicht weil ich nicht so viele historische Romane lese.Dem Buch Das Reich der zwei Kreuze gebe ich 4 Sterne.

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Die Geschichte um die Familien Heidfeldt und Ackermann geht weiter. Der Religionsstreit hat beide Familien voneinander getrennt und von der ursprünglichen Freundschaft ist nichts mehr zu sehen. Die Ackermanns hat es nach Prag verschlagen, während die Heidfeldts in der Heimat Schwaben ein neues Geschäft errichtet haben: Handel mit Kriegswaffen. Doch das Schicksal lässt die Wege der beiden Familien wieder miteinander kreuzen… Ich habe mich sehr auf die Fortsetzung von „Tränen der Erde“ gefreut, denn ich fand den ersten Band schon sehr gut! Deshalb habe ich Band zwei ziemlich schnell verschlungen und diese Rezension schreibe ich bereits vor dem Erscheinungstermin. Gekonnt lassen Zach und Bauer (das Autorenduo Bastian Zach und Matthias Bauer) wieder Fakt und Fiction miteinander verschmelzen. Sie haben eine spannende und sehr unterhaltsame Familiensaga vor Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges auf die Beine gestellt. Sie stellen aber nicht nur die Probleme und Abenteuer der beiden Familien dar, sondern auch gesellschaftliche und politische Intrigen. Das Cover von Band zwei finde ich sogar schöner als das von Band 1. Das Cover mit der Frau erinnert mich zu sehr an die einschlägigen Groschenromane, während die dunklen gedeckten aber edlen Farben, die goldenen Ornamente, das aufgedruckte Wachssiegel und die verbrannte Landkarte sehr auf historischen Roman hindeuten. Eine gelungene Fortsetzung einer historischen Familiensaga.

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