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Asphaltseele Thriller

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-27020-6

Erschienen: 12.09.2016
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Sie müssen diesen Bullen nicht mögen - aber Ruben Rubeck ist einer von den Guten!

»Mein Name ist Ruben Rubeck. Ich bin siebenundvierzig, sehe aus wie siebenundfünfzig und fühle mich manchmal wie siebenundachtzig. Geschieden, kinderlos und Kriminalkommissar, was in meinem Alter ein lächerlich niedriger Dienstgrad ist, aber das geht mir am Arsch vorbei. Ich komme zurecht. Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist mein Revier. Viele denken, ich würde da wohnen, weil es bei mir für mehr nicht reicht, weil ich mich im Dreck wohlfühle und mit meinem Gesicht sowieso nirgends sonst in Frankfurt eine Wohnung bekäme, aber das stimmt nicht. Ich hab’s einfach gerne nah zur Arbeit.«

„Gregor Weber baut seine Geschichte auf wie einen guten Rocksong, das furiose Finale ist inklusive.“

Brigitte (28.09.2016)

Gregor Weber (Autor)

Geboren 1968 in Saarbrücken, floh Gregor Weber nach dem Abitur zur Marine. Danach Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt. Es folgten zwanzig Jahre als Schauspieler, unter anderem im saarländischen »Tatort«. Zudem war Weber Feldwebel der Reserve in Afghanistan und absolvierte eine Ausbildung zum Koch. Über den zweiten Beruf fand er im dritten seine Berufung: Sein Sachbuch »Kochen ist Krieg!« gab den Anstoß zu einer neuen Laufbahn als Autor.

„Gregor Weber baut seine Geschichte auf wie einen guten Rocksong, das furiose Finale ist inklusive.“

Brigitte (28.09.2016)

„Ein gelungener Krimi-Auftakt von Gregor Weber, herb und handfest.“

Ruhr Nachrichten (12.09.2016)

„Ein Pilsbier auf Gregor Weber und seinen Helden Rubeck Rubeck, der gerne bald wieder den Weg aus dem Schlabbekicker finden darf.“

MDR Kultur (28.09.2016)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 240 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-27020-6

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne Hardcore

Erschienen: 12.09.2016

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"Kalte Faust des Rechts"

Von: Thomas Lawall Datum: 06.05.2017

www.querblatt.com

Prohaska ist glücklich. In der Waffenkammer ist er der Chef und nun hat er Ruben Rubeck zu Gast in seinen heiligen Hallen. Der ewige Kriminalkommissar, welcher ohne Ambitionen, die Karriereleiter zu bemühen, bestens auskommt, gibt sich die Ehre und allem Anschein nach hat er sich entschlossen, seinen alten Schießprügel gegen die Kanone auszutauschen, die alle besitzen.

Die P30 darf er sogleich am Schießstand ausprobieren. Trotz der aus dem Stehgreif erbrachten Leistung, hundert Kugeln ins Schwarze befördert zu haben, muss er Prohaska enttäuschen, der sich sicher war, dass er das Modell heiraten würde. Von wegen "Olle Rubeck goes einundzwanzigstes Jahrhundert". Dieser möchte nämlich lieber seine "Steinschleuder" SIG behalten, "die letzte P6 in ganz Hessen".

Diese wird gerade im kriminaltechnischen Institut untersucht, nachdem sie von der Tatortbereitschaft kassiert wurde. Vorläufig. Dabei ist ja alles klar. Es war reiner Zufall, dass Rubeck in die Schießerei geraten war. Zwei Schüsse hatte er abgegeben, die nicht einmal tödlich waren. Dumm nur, dass sich dies unmittelbar nach einem feucht-fröhlichen Besuch im "Schlabbekicker" abgespielt hatte. Zum Glück hatte er nur drei "Pilsbier" getrunken. Kleine natürlich ...

Seinen Helden beschreibt Gregor Weber als genügsamen Einzelgänger, kinderlos und natürlich geschieden. An Aufstiegsmöglichkeiten denkt er nicht im Traum. Während er sich früher als übermotiviert beschrieb, ist er heute eher untermotiviert. Auch ein Auto benötigt er nicht: "Wo soll ich privat schon groß hinwollen? Ich hab ja alles in der Nähe." Für alles andere gibt's ja schließlich U- und S-Bahn.

Asphaltseele ist eine herrlich schräge Milieustudie im Frankfurter Bahnhofsviertel und eine Parodie auf das private und lebenspraktische Chaos eines beruflich erfolgreichen Superbullen, wobei dieser Vergleich etwas hinkt. Keinesfalls möchte Ruben dem "aus der Mode gekommenen Bild des miesen Straßenbullen entsprechen". Vielmehr IST er einfach ein solcher. Und einer, der einst bei der Bundeswehr in Auslandseinsätzen lernte, zu welchen Taten Menschen im Krieg fähig waren und sind.

Auf feinfühlige Ausdrucksweisen gehobener Sprachakrobaten verzichtet Gregor Weber gänzlich. Stattdessen bedient er sich umgangssprachlicher Direktheit und einer schrägen Metaphorik. Im Frankfurter Polizei(Bullen-)alltag muss man sich als Ordnungshüter schon einmal auf Veränderungen im "Nasendesign" oder gar auf eine "vorübergehende Neuanordnung der inneren Organe" einstellen.

Eine "Asphaltseele" braucht unbedingt auch eine ebensolche Sprache. Dazu Zigaretten einer bestimmten Marke sowie das eine oder andere Bierchen samt Zubehör. Am liebsten natürlich in genanntem Etablissement.

Der Rezensent ist sich ganz sicher, dass sich der Autor und sein(e) Protagonisten dort regelmäßig treffen, um Gebrauchsanweisungen für den Lauf der Dinge zu erörtern. Beispielsweise ob es unumgänglich ist, "mal was unausgesprochen stehen zu lassen". Womöglich schafft man dann nämlich die "entscheidenden Meter bis zum nächsten sicheren Dach, ohne von der Scheißelawine erwischt zu werden."

Das Buch wird seinem Titel gerecht. Ruben Rubeck ist ein Antiheld, der allerdings genau weiß, auf welcher Seite er steht. Die "kalte Faust des Rechts" schlingert nicht zuletzt deswegen kerzengerade in ein ebenso furioses wie trickreiches Finale.

Raubein Ruben Rubeck

Von: Miss Norge Datum: 29.03.2017

www.missnorge.de

Hier gilt die Devise, entweder mag man Ruben Rubeck, oder man hasst ihn. Etwas dazwischen wird es, glaube ich, nicht geben. Und ich? Ich mag ihn.
Ruben qualmt wie ein Schornstein und säuft wie ein Loch. Am liebsten sitzt er seine Arbeitszeit im Büro ab und wehe ihm kommt einer quer, der hat nichts zu lachen. Dafür musste ich beim Lesen "leider" sehr viel lachen. Da ich viele Jahre in Frankfurt gelebt habe, weiß ich wie es im Bahnhofsviertel zugeht. Dieses Umfeld hat Gregor Weber ganz gut getroffen, wenn ich auch den "Schlabbekicker" nicht kenne, kann ich mir sehr gut vorstellen, wie diese Kneipe aussieht und das entsprechende Klientel das sich dort den Tag, den Abend oder die Nacht vertreibt. Leider lässt das frankforderische Gebabbel (der Dialekt), manchmal sehr zu wünschen übrig. Zudem sollte man wissen, das die rauhe Ausdrucksweise hier sehr hervor sticht, also ein Bahnhofsviertel-Jargon. Aber es passt hervorragend zur Umgebung des Thrillers und zu Rubeck´s Sprüchen und seinem ganzen Verhalten.
Das Buch ist in zwei Ebenen aufgeteilt. Einmal hier und heute in Frankfurt und dann erfolgen Rückblicke ins Jahr 1999 in einen KFOR-Einsatz im Kosovo. Ich hatte erst keinen richtigen Zusammenhang gesehen zwischen diesen Kapiteln, bis mit einem Satz und einer Namensnennung mir auf einmal alles klar wurde. Letztendlich hat sich ein logischer und runder Schluss gebildet. Sehr spannend fand ich, das ich beim Lesen der Geschichte keine Ahnung hatte, wie sie am Ende ausgehen sollte.
Durch die relativ kurze Satzbildung und die schnelle Szenenwechsel lässt sich die Geschichte gut und flüssig lesen.
Ich würde mich sehr freuen, noch mehr von Ruben Rubeck zu erfahren, da ich schräge und nicht alltägliche Ermittler klasse finde, wenn hier vielleicht auch ein klitzekleines bisschen übertrieben wurde.
Empfehlenswert für alle, die nicht diese 08/15 Kommissare mögen, sondern einen Ermittler mit Kanten, Ecken, lustigen Sprüchen und der oftmals "alle Fünfe gerade sein lässt"

Von: Hermann Klein aus Rottweil Datum: 14.10.2016

Buchhandlung: Buchhandlung Klein Inh. Hermann Klein

Spannend bis zur letzten Seite. Gute Beschreibung der jeweiligen Örtlichkeit. Knappe Dialoge, die den verschiedenen Personen entsprechen. ein empfehlenswerter, rasant geschriebener Krimi.

Von: Sabine Ehl aus Regensburg Datum: 04.07.2016

Buchhandlung: Bibliotheksverband Bücherdienst

Vielen Dank für dieses klasse LEX! Ein rasanter Großstadt-Krimi in bester Schimanski-Manier!

Man möchte die Leber- und Lungenwerte des Herrn Rubeck lieber nicht so genau erfahren und weiß auch nicht recht, ob man bei seiner weder zimperlichen noch legalen Ermittlungs-Arbeit besser höchst deutsch wegsehen (oder besser drüber lesen) oder aber voll gerechtigkeits-schreiender Genugtuung genüsslich applaudieren möchte. Kommt da noch mehr? Beglückte Grüße von Philip Marlowe und Sam Spade!

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