Die Wilden - Brüder und Feinde

Roman

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Modern, politisch und knallhart - ein Roman für unsere Zeit

Nach dem Anschlag auf Präsidentschaftskandidat Idder Chaouch steht Frankreich Kopf. Der Kandidat hat knapp überlebt, doch es ist nicht sicher, ob er sein Amt jemals ausüben wird. Währenddessen erklären die Behörden Nazir Nerrouche zum Staatsfeind Nr. 1, wohl wissend, dass er nicht allein hinter dem Attentat stecken kann. Die Familie Nerrouche steht vor einer Zerreißprobe und wird von allen Seiten angefeindet. Bis Nazir, der seinen Häschern stets einen Schritt voraus ist, unvermittelt anbietet, sich zu stellen und die Hintermänner zu benennen. Er hat nur eine einzige Bedingung: ein persönliches Treffen mit Idder Chaouch.

»Sabri Louatah hat nicht nur Mut, sondern auch Talent. Sein Stil ist humorvoll und bemerkenswert kompakt; scheinbar mühelos jongliert er mit Alltagssprache, zerschmettert Stereotype und soziale Normen. Genau wie Saul Bellow die Ironie jüdischer Traditionen beleuchtet, spielt Louatah mit den Obsessionen, der Sprache und den Eigenheiten der arabischen Gesellschaft. Bravo!«

L‘Express

Aus dem Französischen von Bernd Stratthaus
Originaltitel: Les Sauvages III
Originalverlag: Flammarion
Paperback , Klappenbroschur, 416 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-27121-0
Erschienen am  13. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Paris, Frankreich

Die Wilden Trilogie

Leserstimmen

Familienepos und rasanter Politthriller

Von: Elke Heid-Paulus

09.09.2018

Sabri Louatah ist ein französischer Autor mit algerischen Wurzeln, geboren und aufgewachsen in Saint-Étienne. Mit seiner Wilden-Trilogie (im Original 4 Bände) hat er die, obwohl fiktiv, aber doch von realen Ereignissen geprägte Geschichte einer Migrantenfamilie geschrieben. Aber es geht auch um eine Nation, die sich zwar weltoffen gibt, aber in der die Vorurteile und Diskriminierung, speziell der Einwanderer aus dem Maghreb, tagtäglich zu beobachten sind. Wir erinnern uns: Die Nerrouches kommen aus Algerien, leben aber bereits seit drei Generationen in Frankreich. Angepasst in allen Bereichen sind sie das beste Beispiel für eine gelungene Integration. In Frankreich stehen Präsidentschaftswahlen an, und zum ersten Mal könnte Idder Chaouch, ein Kandidat ihres Volkes, die Wahl gewinnen. Doch es gibt mächtige Widersacher, die das verhindern wollen und einen Sohn der Familie unter Druck setzen und als Attentäter anheuern. Chaouch überlebt schwer verletzt, und die Ermittlungen des französischen Geheimdienstes ergeben recht schnell, dass ein Sohn der Familie Nerrouche für den Anschlag verantwortlich ist. Gelungene Integration? Das zählt nicht mehr. Plötzlich sind sie wieder fremd im eigenen Land und müssen sich nicht nur gegen Ressentiments aus den verschiedensten Ecken behaupten sondern auch die Einheit ihrer Familie wieder herstellen. Und darum gilt es, die Hintermänner ausfindig zu machen und deren Motive bloßzulegen. Hilfe kommt von unerwarteter Seite in Gestalt eines jungen Journalisten… Es waren die Unruhen in den Pariser Vorstädten, die Sabri Louatah zu diesem Roman inspiriert haben. Obwohl fiktiv, könnten die geschilderten Ereignisse doch jederzeit Realität werden. Und nicht nur in Frankreich sondern überall in Europa. Man denke nur an die Welle der Entrüstung, die sich nach der Wahl des Londoner Bürgermeisters Sadiq Aman Khan in England ausbreitete. Und natürlich gibt es auch immer politische Brandstifter, die durch hinterhältige und wohldurchdachte Intrigen mit den Ängsten der Menschen spielen und Keile in die Gesellschaft treiben wollen, um diese zu spalten. Wobei es allerdings immer nur um ihren eigenen Vorteil geht. Ein großes Familienepos und ein überaus rasanter Politthriller mit wichtiger Thematik – gerade in heutigen Zeiten.

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Vita

Sabri Louatah, 1983 in Saint-Étienne als Sohn eines Holzfällers und einer Hausfrau geboren, lebt heute mit seiner Frau in den USA. Die Unruhen in der Pariser Banlieu Anfang der 2000er Jahre inspirierten ihn zu seinem Roman-Zyklus »Die Wilden«, der in Frankreich von Publikum und Kritik gefeiert wurde. Zurzeit arbeitet Louatah an der TV-Adaption der Serie.

Zur AUTORENSEITE

Videos

Pressestimmen

»Sabri Louatah hat Dostojewskis Fieber und Tolstois Überschwänglichkeit geerbt. Die Wilden schlägt die zeitgenössische französische Literatur um Längen. Fesselnd, flüssig, packend.«

El Watan

»Sabri Louatahs Figuren sind der besten Romane des 19. Jahrhunderts würdig. Schon bald werden wir Louatah mit Balzac in einem Atemzug nennen.«

Elle

»Ein Juwel. Sabri Louatah ist der arabische Philip Roth.«

La Grande Librairie

»Die Wilden ist eine ebenso erfrischende wie düstere Korrektur aller romantischen Frankreichbilder. Der leichte Stil erinnert an das Feuilleton des neunzehnten Jahrhunderts, das Tempo steht packenden amerikanischen Fernsehserien in nichts nach. Die Leser werden diese Mischung aus Urbanität, Cliffhangern und genauer Beobachtung des französischen Justizsystems lieben.«

The Times Literary Supplement

»Ferrante … Knausgaard … Louatah – die Serien dieser Schriftsteller übertreffen alles andere.«

Grazia

»Ein fesselndes Panorama der Entrechteten Frankreichs und ein innovativer Roman, wichtiger als jedes Sachbuch.«

Le Figaro

»Eine außergewöhnliche Saga, die an Dumas erinnert – nur mit arabischen Protagonisten. Wenn Louatah denkt, dass ihm die Zukunft gehört, dann hat er Recht.«

Le Nouvel Observateur

»Eine Mischung aus 24 und Dostojewski. Diesen Schriftsteller nicht zu beachten, wäre ein Fehler.«

Le Grand Journal

»Louatahs Roman passt in unsere Zeit wie kein anderer. Er fragt, was der Staat in Zeiten des Terrors darf, und spinnt aus dem Wunsch nach politischen Veränderungen ein gefährliches Spiel um Macht.«

Fuldaer Zeitung (über Band 1)

»Meisterhaft geschrieben, voller Leben und Tempo. Ein Roman für unsere Zeit.«

Le Canard Enchaîné

»Merken Sie sich diesen Namen: Sabri Louatah ist der Newcomer des Jahres.«

Le Parisien

»Ein umwerfender, explosiver Roman. Louatah erzählt die Geschichte einer zerrissenen Familie in einem zerrissenen Land, beschreibt die Gefahren des Nihilismus, die Versuchungen des Kommunitarismus und den Traum eines alle Fronten einenden Präsidenten. Ja, es ist möglich, Gossensprache mit Marcel Proust, algerische Musik mit Jean-Philippe Rameau in Einklang zu bringen. Ein Meisterwerk.«

Le Point

»Sabri Louatah beleuchtet das zwischen Identitätsverlust und ethischen Spannungen zerrissene Frankreich, und anders als Houellebecq, der ein Frankreich ohne Ideale beschreibt, nimmt sich Louatah seine Figuren zu Herzen, hört ihnen zu, gibt ihnen eine Stimme und erweckt sie zum Leben. Ein Triumph der Fiktion, des Lebens und der großen Ideen.«

Lire

»Eine fesselnde Trilogie, die tiefe Einsichten erlaubt.«

MYWAY (über Band 1)

»Eine packende Mischung aus aktuellem Politdrama und großer Familiensaga.«

Madame (über Band 1)

»In bester literarischer Tradition verbindet Sabri Louatah Politik und Familie zu einer atemberaubenden Lektüre. Er weiß, wie man eine Geschichte erzählt und den Leser sofort in seinen Bann schlägt.«

Le Monde

»Sabri Louatah ist ein geborener Erzähler und überrascht einen stets aufs Neue. Die Nabelschau der zeitgenössischen französischen Literatur ist ihm fremd. Stattdessen setzt er auf Action, was der Qualität von Die Wilden jedoch keinen Abbruch tut. Modern, brutal, komisch und traurig – sie werden Tränen der Wut vergießen.«

Libération

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