Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanin

Roman

Paperback
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Rebecca F. Kuang interpretiert in ihrem Debüt die asiatische Geschichte neu und erschafft eine Welt voller Kampfkunst, Götter und uralter Magie.

Rin ist ein einfaches Waisenmädchen, das im Süden des Kaiserreichs Nikan lebt. Ihre Adoptiveltern benutzen sie als billige Arbeitskraft, und um sie herum gibt es nur Armut, Drogensucht und Ödnis. Um diesem Leben zu entfliehen, setzt sie alles daran, um an der Eliteakademie von Sinegard aufgenommen zu werden. Doch auch dort wird Rin wegen ihrer Herkunft verspottet und ausgegrenzt. Da bricht ein Krieg gegen das Nachbarreich aus. Rin muss nun kämpfen und entdeckt dabei, dass ihre Welt nie so einfach war, wie sie geglaubt hatte – und dass sie zu viel mehr in der Lage ist, als sie selbst je für möglich gehalten hätte.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Michaela Link
Originaltitel: The Poppy War (1)
Originalverlag: Harper Voyager, New York 2018
Paperback , Klappenbroschur, 672 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-7341-6222-0
Erschienen am  20. Januar 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Die Legende der Schamanin

Leserstimmen

Episch, düster und unvergleichlich

Von: Fernwehwelten

27.04.2020

„Im Zeichen der Mohnblume“ war ein Buch, mit dem ich so nicht gerechnet habe. Ich hatte es schon zum Erscheinungstermin auf dem Schirm, doch brauchte ich die überzeugende Stimme von einem Buchblogger um mich wirklich daran zu wagen. Und während ich einerseits das Gefühl habe, unendlich viel sagen zu müssen, ist mein Kopf andererseits doch völlig leer – nicht dazu in der Lage, das Erlebte auszuformulieren. „Im Zeichen der Mohnblume“ erzählt eine Geschichte voller Leid und Hass, berichtet davon, wie Stolz, Vorurteile, Neid und fehlendes Vertrauen ein ganzes Land zerstören können. Nichts für schwache Nerven. Was mit dem unglückseligen Leben eines jungen Waisenmädchens beginnt, welches ich immer wieder unglaublich gerne getröstet hätte, entwickelt sich schließlich zu einem Kriegsroman, der mir die Haare zu Berge hat stehen lassen. In diesem Buch wird nichts beschönigt – weder Taten noch Charaktere, wodurch sich dieses Werk in meinen Augen stark von Anderen abhebt. Hier gibt es keine unbeschriebenen Blätter. Freundschaften werden nur zart gesät und rar eingesetzt, unterliegen ständig dem Schatten des Leidens. Die komplexen Hintergründe, die sich die Autorin hat einfallen lassen, haben mich immer wieder staunen lassen. Ganz zu Schweigen von dem Setting, in das Kuang ihre Geschichte gesetzt hat. Mulan-Schwingungen sind vorprogrammiert – nur ohne die Disney-Beschönigungen. Zwischen diesen Seiten verfolgt man eine Spur aus Schmerz, die mich nachhaltig beeindruckt und so sehr gefesselt hat, dass ich über die Hälfte des 670 Seiten dicken Schmökers in einem Stück verschlungen habe. Intrigen, überraschende Wendungen, hier gab’s all das. Dennoch muss ich zugeben, dass mir zwischendurch ein paar kleiner harmonische Verschnaufpausen gefehlt haben. Ich glaube, dann hätte mir das Buch noch besser gefallen und vielleicht hätte ich mich dann auch noch mehr auf die Charaktere einlassen können. Denn während ich es am Anfang war, die die Protagonistin umarmen wollte, fühle ich mich nun, als hätte ich selbst eine Umarmung nötig. Ich kann Band 2 kaum erwarten.

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es gibt keine Worte, die die Perfektion dieses Buches beschreiben können

Von: bookspumpkin

19.04.2020

"Das beste Fantasy Debüt diesen Jahres!"-Wired Mit diesen Worten wird dieses Buch geworben und natürlich sind meine Erwartungen nach so einem Satz direkt in die Höhe geschossen. Im Kopf malt man sich sofort ein eigenes Bild aus, stellt sich vor, wie der Verlauf der Geschichte sein könnte und natürlich hat man gewisse Faktoren, die man einfach erwartet, wenn es das beste Fantasy Debüt des Jahres sein soll. Was soll ich zu meinen Erwartungen sagen? Sie wurden absolut übertroffen! Es fällt mir schwer in Worte zu fassen, wieso mir dieses Buch so gut gefallen hat, weil keine Worte diesem Buch gerecht werden. Ich könnte jetzt viele Adjektive aufzählen, die das Buch beschreiben: großartig, episch, atemberaubend, spannend, fesselnd, grausam, wundervoll, emotional, schockierend, unfassbar. Diese Liste könnte ich endlos weiterführen, aber wenn ich nur ein einziges Wort nennen dürfte, dann wäre das: PERFEKT. Natürlich weiß ich, dass es so etwas wie perfekt eigentlich nicht gibt. Aber für mich persönlich macht ein perfektes Buch einfach aus, dass alles stimmt. Die Handlung, der Spannungsbogen, der Schreibstil, die Charaktere, das Ende. Und das alles hat in diesem Buch gestimmt und deswegen ist es für mich perfekt. Aber nun versuche ich mal vom Anfang anzufangen... Das Cover ist recht schlicht gehalten und doch sehr aussagekräftig. Abgebildet ist eine Samurai Kriegerin mit ihrem Schwert in der Hand, komplett in rot eingefärbt. Im Hintergrund sieht man asiatische Häuser die lichterloh brennen, auch hier alles in rot und grau gehalten. Der Titel wird von einer riesigen Aschewolke in den Vordergrund gerückt. Wenn man dieses Buch gelesen hat, dann macht dieses Cover absolut Sinn. Auf den ersten Blick völlig unscheinbar, aber auf den zweiten Blick erkennt man so viele Details, die sich in der Handlung widerspiegeln, dass es besser gar nicht hätte aussehen können Der Titel passt ebenfalls wie die Faust aufs Auge. Natürlich lässt sich durch den Untertitel "Die Schamanin" darauf schließen, in welche Richtung sich dieses Buch bewegt, wenn man sich ein bisschen mit Schamanen auskennt. Und trotzdem tappt man anfangs als Leser im dunkeln, weiß nicht so recht, wohin das alles führen wird. Man hat tausende Vermutungen, aber keine Davon wird es, weil die Autorin es schafft, unerwartete Wendungen einzubauen und den Leser so oft in die Irre zu führen. Man weiß irgendwann schon gar nicht mehr, welcher Charakter eigentlich böse ist, welcher gut ist. Welchen man hassen soll und welchen man lieben soll. Es wird so sehr mit den Gedanken des Lesers gespielt und man wird an einigen Stellen so sehr manipuliert und mag plötzlich Charaktere, die man vorher abgrundtief gehasst hat und andersherum genauso. Das ganze Buch lebt von ihren Charakteren. Rin als Protagonistin ist unfassbar greifbar und sympathisch. Anfangs ist sie eher zurückhaltend, schüchtern und leidet unter den Verhältnissen bei ihr zuhause. Aber im Laufe des Buches macht sie so eine starke Wandlung durch, dass man nur noch kleine Züge der anfänglichen Rin erkennt. Fast jede Handlung von ihr ist für mich authentisch und realistisch gewesen. Es gab so gut wie keinen Moment in dem ich die Handlungen von ihr nicht nachvollziehen konnte und das schafft wirklich selten ein Autor. Auch die Nebencharaktere sind mir mit der Zeit immer mehr ans Herz gewachsen. Charaktere, die anfangs nicht wirklich wichtig waren, haben im Laufe des Buches sehr wichtige Rollen eingenommen und haben ebenfalls Wandlungen durchgemacht. Das Buch ist in drei Teile eingeteilt. Im ersten Teil erfährt man viel von Rins Ausbildung in der Akademie, ihrem Leben in der Kindheit und anderen Dingen, die im weiteren Verlauf von großer Bedeutung sind. Ab dem 2. Teil geht es dann mit dem eigentlichen Krieg los, der auf dem Klappentext schon erwähnt wird. Und spätestens ab da kann man dem Buch nur noch verfallen und kommt aus der Begeisterung gar nicht mehr heraus - zumindest ging es mir so beim Lesen. Hierzu sollte man etwas über die Autorin wissen: R.F. Kuang hat International History studiert und sich hierbei auf die Schwerpunkte chinesische Militärstrategien, kollektive Traumata und Kriegsdenkmäler spezialisiert. Diese Themen klingen erstmal viel zu trocken und unspannend und ehrlich gesagt hatte ich auch erst Angst, dass dieser Krieg mir zu sehr wie ein Sachbuch rüberkommt, wenn sie alles so detailgetreu erklärt und die Waffen, die Strategien und so weiter einem "beibringen" möchte. Das war jedoch gar nicht so. Man hat zwar super viel über die Militärstrategien gelernt, auch über Waffen und Denkmäler, aber es wirkte in keinster Weise wie Geschichtsunterricht. Sie hat es spannend in die Handlung integriert und hat ein perfektes Mittelmaß zwischen ausführlichen Erklärungen und spannender Handlung gefunden. Am liebsten würde ich mir jetzt selbstständig alles mögliche zu chinesischen Militärstrategien etc. durchlesen, weil mich dieses Thema total gepackt hat. Dabei habe ich mich vorher in keinster Weise mit der asiatischen Kultur auseinandergesetzt. Aber jetzt möchte ich super gerne mehr darüber erfahren. Der Schreibstil von R.F. Kuang ist tatsächlich sehr einfach zu verstehen, wie ich finde. Obwohl es High Fantasy ist, fiel es mir gar nicht schwer der Handlung zu folgen. Wenn man erstmal ein paar Seiten gelesen hat, ist man sofort drin und kann das Buch erstaunlich schnell lesen. Mein abschließendes Fazit ist, dass es für mich (bisher) das beste Fantasy Debüt diesen Jahres ist, um wieder auf das Zitat vom Anfang zurückzukommen. Jeder, der Fantasy liebt und mal eine ganz neue Idee lesen möchte, sollte zu diesem Buch greifen. Jeder, der einen wundervollen, epischen Schreibstil lesen möchte, sollte zu dieses Buch greifen. Jeder, der ein Ende möchte, dass einem das Herz aus der Brust reißt und mit Fassungslosigkeit zurücklässt, sollte zu diesem Buch greifen. Jeder, der mit mir wegen diesem spannenden Ende und Cliffhanger leiden möchte, sollte zu diesem Buch greifen. Kurz gesagt: Wenn ihr Fantasy lest, lest dieses Buch. Und ich kann es kaum erwarten, bis im November die Fortsetzung erscheint. Ich glaube es wird wieder episch.

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Vita

Rebecca F. Kuang wanderte im Jahr 2000 aus Guangzhou, China, in die USA aus. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in International History von Georgetown, wo sie sich auf chinesische Militärstrategien, kollektive Traumata und Kriegsdenkmäler konzentrierte. Im Jahr 2018 erhielt sie ein Stipendium und studiert seitdem an der University of Cambridge Sinologie. Rebecca F. Kuang liebt Corgis, trinkt gerne guten Wein und guckt immer wieder die Fernsehserie »Das Büro«.

Zur AUTORENSEITE

Michaela Link lebt mit ihrem Mann und engstem Mitarbeiter auf einem aufgelassenen Bauernhof in Norddeutschland. Sie hat zahlreiche Romane aller Art aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und auch selbst einige phantastische und historische Romane geschrieben.

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