VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

, (Hrsg.)

Laut und Luise Werke in sechs Bänden, Bd. 1, Hrsg. Klaus Siblewski

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 16,99 [D] inkl. MwSt.
€ 17,50 [A] | CHF 23,90*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-630-87481-4

Erschienen:  21.03.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Nichts verpassen und zum kostenlosen Buchentdecker-Service anmelden!

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Termine

  • Links

  • Service

  • Biblio

Sämtliche Gedichte, dazu die Prosa, die Theaterstücke und Hörspiele und das zu Recht gerühmte essayistische Werk sowie die zur Legende gewordenen Frankfurter Poetik-Vorlesungen: das Gesamtwerk von Ernst Jandl wird mit dieser Ausgabe wieder zugänglich. Es ist eine Leseausgabe, die im Geschenkschuber oder in Einzelbänden erhältlich ist.

Das Interesse an Ernst Jandls Werk ist ungebrochen. Immer neue Generationen von Lesern finden Gefallen an »ottos mops« der unerschrocken durch einen Kosmos aus lauter »Os« hopst, oder an dem ungleich ernsteren Gedicht »schtzngrmm«, bei dem am Ende Tote in den lautlich nachgebildeten Schützengräben zurückgelassen werden. Diesem auch nach dem Tod Ernst Jandls im Jahr 2000 lebhaft gebliebenen Interesse an seinem Werk trägt diese Ausgabe Rechnung. Sie enthält alle Gedichte, die der Autor zu seinen Lebzeiten veröffentlicht hat, gleichgültig ob er sie in seine berühmt gewordenen Gedichtbände wie »Laut und Luise« aufgenommen oder an verstreuten Stellen veröffentlicht hat. Enthalten sind in dieser Ausgabe auch alle seine essayistischen Arbeiten, seine Theaterstücke, Hörspiele, die Prosa und die autobiographischen Schriften. In den Nachworten wird Jandls Schreiben und darüber hinaus die Entstehungszusammenhänge einzelner, exemplarisch ausgewählter Gedichte erläutert. In dieser Vollständigkeit waren die Texte von Ernst Jandl noch nie zugänglich; zusätzlich enthält die Ausgabe große Konvolute bisher unveröffentlicht gebliebener Texte.

Wer die Wiederbegegnung mit dem Dichter Ernst Jandl sucht oder zum ersten Mal sich den Texten dieses Autors annähern möchte oder sich endlich einmal mit diesem Werk als Ganzem beschäftigen möchte, findet in dieser Ausgabe alles, was er sucht.

Klaus Siblewski (Herausgeber)

Klaus Siblewski, geboren 1950 in Frankfurt am Main, lebt in Holzkirchen bei München. Er ist Verlagslektor, lehrt als Professor am Institut für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft an der Universität Hildesheim und veranstaltet seit Jahren die „Deutsche Lektorenkonferenz“. Er hat u.a. die Werke von Ernst Jandl, Peter Härtling und Peter Turrini herausgegeben. Zuletzt sind von ihm erschienen: "Die diskreten Kritiker. Was Lektoren tun" (2005) und die Bände "Wie Romane entstehen" (2008 zusammen mit Hanns-Josef Ortheil) und "Wie Gedichte entstehen" (2009 zusammen mit Norbert Hummelt).


Ernst Jandl (Autor)

Ernst Jandl wurde 1925 in Wien geboren. Nach Schule, Militärdienst und Kriegsgefangenschaft studierte er Germanistik und Anglistik. Von 1949 bis 1974 arbeitete er als Gymnasiallehrer. Seit 1952 schrieb und veröffentlichte er Gedichte, seit 1954 bis zu seinem Lebensende war er mit Friederike Mayröcker befreundet. Sein Werk wurde mit vielen renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter 1968 dem Hörspielpreis der Kriegsblinden (gemeinsam mit Friederike Mayröcker), 1982 dem Mülheimer Dramatikerpreis, 1984 dem Großen Österreichischen Staatspreis und dem Georg-Büchner-Preis. 1995 erhielt er den Friedrich-Hölderlin-Preis und ein Jahr danach das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

19.06.2018 | 20:00 Uhr | Göttingen

Vortrag
"Wie Romane entstehen"
mit Studierenden der Uni Hildesheim

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Literarisches Zentrum Göttingen e.V.
Düstere Straße 20
37073 Göttingen

ORIGINALAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 608 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-630-87481-4

€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 23,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen:  21.03.2016

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Zur neuen Jandl Werkausgabe, Bd. 1

Von: Timo Brandt Datum: 23.05.2018

lyrikpoemversgedicht.wordpress.com

"Einmal ist die Freude so groß
dass sie die Zeit beim Genick packt
in einen Sack steckt
und in den Fluß wirft."

Das Werk Ernst Jandls ist ein wunderbarer Glücksfall für jeden Freund des Übermuts, der schnarrenden Spielerei, der gewandten Artistik und der heftigen sprachlichen Auseinandersetzung.

Im ersten Band der neuen Jandl Werkausgabe befinden sich einige seiner heftigsten und einige seiner unbekanntesten, sanftesten Schriften. Der erste, fast noch konventionelle, aber schon mit dem Übermut und der speziellen jandlschen Wachsamkeit angereicherte Gedichtband “Andere Augen” (schon der Titel sagt es) bildet den Anfang, bevor Jandls – bis ins Spätwerk hinein oft herausgefordertes, aber letztlich unerreichtes Werk – der zweite Gedichtband und sein eigentliches Debüt, “Laut und Luise” folgt, dem wir so unsterbliche Gedichte wie “schtzngrmm” oder “lichtung” und viele andere, für manche noch zu entdeckende Schätze der Wortverdrehung und der angewandten subversiven Sprachästhetik verdanken.

Auch enthalten ist der dritte Gedichtband “sprechblasen”, der die Experimente des direkten Vorgängers konzentriert und gleichzeitig auch hier und da ein wenig überspitzt und karikiert – was ebenfalls auf eine wichtige Qualität von Jandls Lyrik hinweist: sie nimmt alles sehr ernst, aber nichts nimmt sie zu ernst, auch nicht sich selbst. Was immer wieder jene schöne Ambivalenz bedingt, ohne die Jandls Lyrik mit der Zeit wohl entweder ins Gezwungene oder in die bloße Artistik abgedriftet wäre. Was aber nie geschehen ist.

Außerdem enthalten sind auch die verstreuten publizierten Gedichte aus der Zeit vor der Veröffentlichung von “Laut und Luise” und der Teil “aus ordnern und mappen”. Letzterer besteht aus unveröffentlichten Gedichten, Experimenten, Fragmenten, Ideen und nebenbei Geschriebenem. Klaus Siblewski hat ein schmales, in seiner Kürze bestechendes Nachwort verfasst, das gut in Aufbau und Inhalt einführt und auch die verstreuten und nicht publizierten Gedichte in den Kontext der drei Gedichtbände stellt.

Man kann sich hier an der ganzen Fülle und Breite von Ernst Jandls Frühwerk erfreuen – eine klare Kaufempfehlung!

Voransicht

  • Weitere Bücher der Autoren