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Ziemlich alte Helden Roman

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-570-58563-4

Erschienen: 09.05.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis für junge Autoren "Premio Zocca Giovani"

In einem Bergdorf in der italienischen Provinz treffen sich seit (gefühlt) vierzig Jahren fünf alte Männer täglich in der Bar „La Rambla“. Sie trinken Schnaps, qualmen (unerlaubt) Zigaretten und der 96-jährige Gino, der so gut wie blind ist, fährt noch täglich eine kleine Runde auf seiner Ape durchs Dorf. Obwohl gerade ein guter Freund gestorben ist, trotzen die Alten dem Tod mit Humor und Starrsinn. Als ein junger Polizist ins Dorf kommt und die Greise nicht nur zur Ordnung aufruft, sondern sie auch möglichst schnell in das frisch gebaute Altersheim umquartieren möchte, haben sie nur eins im Sinn: dem Grünschnabel zu zeigen, dass sie im Dorf die älteren Rechte haben …

»Ein lustiges, leichtes Buch voller kurioser Momente und Dialoge.«

Süddeutsche Zeitung (11.08.2017)

Simona Morani (Autorin)

Simona Morani, geboren 1982, wuchs in der italienischen Provinz Reggio Emilia auf. Nach dem Literaturstudium zog sie nach München, wo sie als Journalistin, Sprachlehrerin und Übersetzerin im Filmbereich arbeitet. Ihr Debütroman Ziemlich alte Helden wurde in Italien zu einem Überraschungserfolg, sprang sofort auf die Bestsellerliste, erhielt begeistertes Presse-Echo und wurde mit dem Literaturpreis für junge Autoren "Premio Zocca Giovani" ausgezeichnet.

»Ein lustiges, leichtes Buch voller kurioser Momente und Dialoge.«

Süddeutsche Zeitung (11.08.2017)

»Ein Buch über Freundschaft und den Willen zu leben, wie man möchte – auch im Alter. Voller Humor wird hier eine sehr liebenswerte Geschichte erzählt.«

www.bookreviews.at (17.08.2017)

03.11.2017 | 17:00 Uhr | München

Lesung

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Buchhandlung Hugendubel Stachus
Karlsplatz 11 - 12
80335 München

Tel. 089/552306-0, wws.sta@hugendubel.de

15.11.2017 | 18:30 Uhr | Gröebenzell

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Gemeindebücherei Gröbenzell
Rathausstrasse 1
82194 Gröebenzell

Weitere Informationen:
Volkshochschule Gröbenzell
82194 Gröbenzell

Tel. 081424480314, wilkes@vhs-groebenzell.de

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Italienischen von Anja Nattefort
Originaltitel: Quasi Arzilli
Originalverlag: Giunti Editore, Florenz 2015

Paperback, Klappenbroschur, 208 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-570-58563-4

€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: carl's books

Erschienen: 09.05.2017

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Es hätte alles so schön sein können

Von: buecherkatertee Datum: 07.10.2017

www.buecher-kater-tee.de

Es hätte alles viel schöner sein können:

Die alten Männer in dem alten italienischen Dorf treffen sich täglich in der abgeranzten Bar auf dem Berg, spielen Karten, reden dummes Zeug und dümpeln so durch den Tag.

Wenn ich den Medien und meinem eigenen Erleben in der Toskana glauben darf, dann ist das wohl sehr normal in Italien. Der junge Dorfpolizist, der nur durch die Unterstützung seines Onkels zu diesem Posten gekommen ist, findet das allerdings nicht so normal. Ihn stört, dass die Alten sich über das in Italiens Kneipen geltende Rauchverbot hinwegsetzen. Er fühlt sich gestört, dass die Männer tun, was sie wollen – und er verabscheut die Alten, weil sie den über Neunzigjährigen fast blinden Gino dabei unterstützen mit seiner alten Ape die Straße des Provinznestes unsicher zu machen.

Als im Ort ein Seniorenheim seine Pforten öffnet, scheint die schöne Zeit für die Altmännerrunde vorbei zu sein. Denn der Dorfpolizist Corrado schafft es mit der Hilfe von Ginos Sohn das Versteck der Ape ausfindig zu machen.

Simona Morani zeigt viel mehr als nur die Urlaubskulisse von Italiens alten Bergorten. Sie schreibt über die Vereinsamung der Alten, sie berichtet vom Geltungsdrang der Jungen und sie zeigt, wie sich Menschen durch zusammenrücken helfen und unterstützen können.

Ziemlich alte Helden ist kein Heldenepos und auch kein sommerlicher Urlaubsroman. Die ziemlich alten Helden spüren, dass ihre guten Zeiten vorbei sind. Lebenspartnerinnen sind verstorben, die erwachsenen Kinder sind weg gezogen. Und doch können einige der alte Helden bei ihren Versuchen das Beste aus ihrer verbleibenden Zeit machen.

Interessant sind auch die Nebenfiguren – Basilios Tochter, die besonders ist: besonders schön und besonders schlau, da sie aber damit nicht in die Dorfgemeinschaft passt, passt sie sich an die Umstände im Dorf an. Und es gibt Orvilla, die ein elendes Leben unter Katzen führt.

Die Helden und die Heldinnen, die eigentlich alle gar nicht heldenhaft sind, werden durch die Hetzjagd des Corrado jeweils auf neue Wege geführt. Und an allen wird deutlich, dass das eigene Wohl am Besten mit den eigenen Händen, Gesprächen und – manchmal mit Hilfe anderer Menschen – aufgebaut werden kann.

Simona Morani ist mit einem Literaturpreis für ihr Buch ausgezeichnet worden. Nachdem ich über die Enttäuschung, dass ich keine Komödie zu lesen begonnen hatte, sondern eine höchst realistische Gegenwartsbeschreibung – kann ich das gut nachvollziehen.

Eingeschworene Freunde

Von: Andrea Karminrot Datum: 11.08.2017

karminrot-lesezimmer.blogspot.de

Heute nehme ich dich mal mit nach Italien. Genaugenommen, nach Apulien. Was, du weißt nicht wo das liegt! Das ist sozusagen der Hacken vom italienischen Stiefel. Dort leben schon seit ewigen Zeiten, in einem urwüchsigen Dorf, ein paar alte Männer. Einer ist schon über 90 und fast blind. Seinen Führerschein musste er unter Protest abgeben. Aber seine Kumpels, haben ihm zu einer Ape verholfen, die mindestens so alt wie der Fahrer selber ist. Zum Ärger eines Polizisten, der neu in dem Dorf ist und sich immer noch nicht den nötigen Respekt verschafft hat. Die alten Kerle machen sich einen Spaß daraus, den Beamten zu folgen. Am liebsten würde der Polizist es sehen, wenn die alten Knacker in das neue Altenheim gesperrt würden.

Das Dorfleben ist in so herrlichen Farben beschrieben und es macht Laune, die alten Einwohner mit ihren Macken kennen zu lernen. Es sind allerdings nicht nur Alte in dem Dorf, es sind auch die Jungen, die ein wenig anders sind als in der Großstadt. Alles scheint noch gut zu funktionieren. Jeder kennt jeden und weiß, was mit den Nachbarn los ist. Jeder gibt acht, dass niemandem etwas geschieht. Die Kinder, die auf den Straßen spielen, sind schon im voraus gewarnt, wenn der Alte mit seiner Ape um die Ecke kommt. Denn ein Freund des Alten hat die Ape so frisiert, dass sie so dermaßen laut und langsam ist, und so keiner zu Schaden kommt.

Die Alten Männer des Dorfes sind ohnehin ein gut eingeschworenes Team. Sie schleichen sich aus dem Haus, lassen alles zu Hause liegen, streiten mit ihren Frauen, um miteinander Karten zu spielen, sich über einander lustig zu machen und Probleme zu bewältigen. Ziemlich alte Helden, beste Freunde eben. Um die sich die Geschichten in diesem Buch drehen, die der Mittelpunkt des Dorfes sind.

Ich habe mich über dieses nette Buch köstlich amüsiert. Die Figuren sind so natürlich, echt und spaßig. Aber auch ein wenig ernst. Die Alten haben so ihre Sorgen, denn wie soll es weitergehen, ohne dass man in einem Altenheim ein Plätzchen findet. Sei es nun freiwillig oder mit "Gewalt". Die Senioren aber, haben ihre eigenen Vorstellungen. Und ich finde, am Ende ist es eine gute Lösung, wie sie alle klar kommen. Lies es selbst, Lachen inklusive.

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