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Robin Hobb: Die Chronik der Weitseher

Robin Hobb im Interview zu ihrer Chronik der Weitseher

Wussten Sie, dass Robin Hobb ihren eigenen Bauernhof bewirtschaftet?

Eine kurze Biografie:
Ich wurde in Kalifornien geboren, zog aber mit etwa zehn Jahren nach Fairbanks in Alaska. Wir lebten dort sehr ländlich, und ich wuchs im Einklang mit der Natur auf. Ich heiratete sehr jung – mit 18 Jahren gab ich Fred Odgen das Jawort. Einem Fischer. Daraufhin zogen wir nach Kodiak Island, ebenfalls in Alaska. Ich träumte schon immer davon, Autorin zu werden, und verkaufte meine erste Erzählung mit ebenfalls 18 Jahren, mein erstes Buch mit 30 Jahren (unter dem Namen Megan Lindholm). Es hieß Der Fluch der Zigeunerin. Unter dem Pseudonym Robin Hobb schreibe ich seit meiner Arbeit an Die Gabe der Könige, dem ersten Teil des Weitseher-Zyklus.

Haben Sie schon einmal Kurzgeschichten geschrieben?
Ja. Meine Kurzgeschichten unter dem Pseudonym Megan Lindholm waren sogar unter den Finalisten des Hugo und des Nebula Awards. (A Touch of Lavender und Silver Lady and the Fortyish Man). Viele Kurzgeschichten schreibe ich nicht, aber ein paar werden es jedes Jahr. Eine Sammlung meiner Kurzgeschichten wurde in England und den USA unter dem Namen The Inheritance veröffentlicht.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, Autorin zu werden?
Schon als kleines Kind wusste ich, dass ich Autorin werden wollte. Irgendwann waren die Bücher unserer Hausbibliothek alle gelesen, und da dachte ich mir wohl, dass ich mir auch selbst ein paar Geschichten ausdenken könnte. Wie für viele Autoren meiner Generation war Der Herr der Ringe auch für mich eine riesige Inspirationsquelle. Die Geschichte beflügelte und ermutigte mich und zeigte mir, was ein fantastischer Schauplatz alles erschaffen kann.

Wo finden Sie die Inspiration für Ihre Romane?
Ich denke, dass ein Autor aus allem Möglichen seine Inspiration ziehen kann. Sobald wir uns „was wäre, wenn …“ fragen, kann eine Geschichte beginnen zu wachsen. Wir lassen uns von so vielem animieren. Beispielsweise von einer simplen Unterhaltung, einer Frage, einem Buch, das wir gerade lesen, einem Lied, das wir hören, oder einer alten Erzählung. Wirklich alles kann der Beginn einer neuen Geschichte sein.

Wer sind Ihre Lieblingsautoren? Und warum?
Ich habe so viele Lieblingsautoren, die Namen würden Seiten füllen. Nun, es ist ja kein Geheimnis, dass ich die Arbeiten von George R. R. Martin unheimlich schätze. Außerdem lese ich gerne Geschichten von Joe Abercrombie, Laura Lam, Mark Lawrence, Vonda McIntyre, Brent Weeks, Kate Elliott, Peter V. Brett, Jane Johnson … oh und nicht zu vergessen einige Autoren von vor längerer Zeit, die ich auch sehr bewundere. So zum Beispiel Rudyard Kipling, Jane Austen, Alexandre Dumas, Jules Verne … Meine Regale sind voll.

Welche Bücher haben Sie in letzter Zeit gelesen?
Elias & Laila – Die Herrschaft der Masken von Sabaa Tahir und The Wolf Road von Beth Lewis. Momentan lese ich Nevernight von Jay Kristoff.

Haben Sie eine Lebensphilosophie?
Ich bin Katholikin und wurde jesuitisch erzogen. So glaube ich sehr daran, dass wenn wir unser Leben für andere leben, wir eine große innere Zufriedenheit verspüren. Ich bin mir nicht sicher, ob das so recht als Philosophie gilt.

Was machen Sie, wenn Sie nicht schreiben?
Wir besitzen eine kleine Farm hier bei uns in Washington State. Wir haben Hühner, Enten, ein Gänsepaar, zwei Hunde und zwei Katzen. Im Sommer bepflanzen wir unseren riesigen Garten. Ein Teil unseres Landes ist bewaldet, und ich genieße meine Zeit dort sehr. Wir kochen Marmeladen und Gelees und konservieren unser eigenes Gemüse und Fleisch. Es gibt immer was zu tun.

Fünf Dinge über Sie, die wir noch nicht wissen…
1. Ich bin seit über 47 Jahren verheiratet.
2. Ich bin ziemlich altmodisch, was den Gebrauch von Anstößigem und Respektlosem in der Öffentlichkeit angeht. Ich kann das wirklich überhaupt nicht leiden.
3. Ich habe sieben Enkelkinder.
4. Leider habe ich wirklich wenige echte Geheimnisse. Ich bin eine recht einfache Person, die gerne Geschichten schreibt.
5. Ich habe mal einen Elektroladen gemanagt. Und als Kellnerin und bei der Post gearbeitet.

Wer ist Ihr Lieblingscharakter in Die Gabe der Könige und warum?
Wenn man einen Autor nach seinem Lieblingscharakter fragt, ist das in etwa vergleichbar, als würde man Eltern nach ihrem Lieblingskind fragen. Es ist schlicht unmöglich, das zu entscheiden. Wenn ich an einem Charakter sitze, dann versinke ich in ihm. Ich glaube dann, was er glaubt, ich handele so, wie er handeln würde. Natürlich ist man sich bei manchen moralischen Entscheidungen nicht immer einig, aber während ich einen Charakter erfinde, muss ich ihn lieben und mit all seinen Taten einverstanden sein. Nur aus diesem Blickwinkel kann ich ihn erschaffen.

Welche Szene war am schwierigsten zu schreiben?
Das wäre ein ganz schlimmer Spoiler. Das werde ich euch garantiert nicht verraten.

Ein paar Worte an Ihre deutschen Leserinnen und Leser?
Ich liebe es, mit meinen Lesern in Kontakt zu treten. Sei es via Social Media, auf Conventions oder bei sonstigen Zusammentreffen. Ich möchte gerne präsent und erreichbar sein, bin nur leider durch mangelnde Sprachkenntnisse eingeschränkt. Ich spreche nur Englisch. Wir versuchen aber, für die Leser stets ansprechbar zu sein, und ich würde mich auch sehr über Nachrichten von meinen deutschen Lesern freuen.

Die Gabe der Könige Blick ins Buch

Robin Hobb

Die Gabe der Könige

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