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Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke Roman

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-48438-6

Erschienen: 13.06.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Willkommen bei den Cookes, einer scheinbar völlig normalen Familie: Vater, Mutter, die pausenlos plappernde kleine Rosemary, ihr großer Bruder Lowell und ihre ungestüme Schwester Fern. In Kindertagen ist Fern Rosemarys engste Gefährtin. Doch als die beiden etwa sechs Jahre alt sind, verschwindet Fern plötzlich. Ein Ereignis, das alles verändert. Später, als junge Frau, ist Rosemary still geworden und einsam, ihre Familie ist zerbrochen. Langsam enthüllt Rosemary nun das Rätsel um ihre ganz besondere Kindheit, entfernt alle Masken und erzählt Ferns Geschichte. Denn erzählen war das Einzige, was ihre fabelhafte Schwester nie konnte ...

Karen Joy Fowler (Autorin)

Karen Joy Fowler ist in Bloomington, Indiana, geboren und aufgewachsen. Seit sie mit dreißig Jahren beschloss, Schriftstellerin zu werden, hat sie zahlreiche Kurzgeschichten und Romane verfasst, darunter den Bestseller "Der Jane Austen Club", verfilmt mit Emily Blunt und Hugh Dancy. Ihr jüngstes Werk, "Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke", wurde 2014 mit dem renommierten PEN/Faulkner Award sowie dem California Book Award ausgezeichnet und stand auf der Shortlist des Man Booker Prize. Karen Joy Fowler lebt mit ihrem Mann in Santa Cruz, Kalifornien. Das Paar hat zwei erwachsene Kinder.

Aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay
Originaltitel: We Are All Completely Beside Ourselves
Originalverlag: Putnam

Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48438-6

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 13.06.2016

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Was ist damals passiert?

Von: Edelstella aus Hamm Datum: 31.08.2016

Eine junge Frau in einem fröhlichen gepunkteten roten Sommerkleid ist nur zur Hälfte sichtbar. Besser gesagt, von der Hüfte an abwärts. Sie steht am Rande eines Gewässers, in einem diffusen Licht erkennbar. Klar gezeichnet vor ihren Beinen fliegt eine Libelle. Ein farbenfrohes, aber kein fröhliches Cover. Mit hängenden Armen steht die Frau verloren da, wahrscheinlich schaut sie in die Ferne. Direkt auf ihrem Rock fliegt nochmal eine Libelle in einer Blase, die auch den Titel enthält.
Es gibt noch eine Besonderheit: Die erste und letzte Seiten sind in knalligem Rot, auf der immer wieder Libellen gezeichnet sind in schwarz, einmal in einer Seifenblase und einmal frei.

Für mich sind diese Entdeckungen symbolisch für die gesamte Geschichte:

„ Als ihre Schwester verschwand, blieb Rosemary nur die Sehnsucht. Und eine Kindheit mit einem einzigartigen Geheimnis....“

„Aber ihre Abwesenheit machte sich physisch bemerkbar. Ich vermisse ihren Geruch und ihren feuchtklebrigen Atem im Nacken. Ich vermisste ihre Finger, die mir durch die Haare fuhren. Immer saßen oder lagen wir nebeneinander, tagein, tagaus hatten wir unsere Hände aneinander, all das fehlte plötzlich. Meine Haut hungerte nach diesem Kontakt.“

Rosemary fühlt sich halb ohne ihre Schwester Fern, die nach ungefähr 5 Jahren gemeinsamer Kindheit plötzlich verschwand. Ein Ereignis, das alles verändert. Rosemary, die immer ohne Unterlaß redete, ist schließlich still geworden, einsam. Die Eltern gaben ihre damals die Ratschläge, von drei Sätzen den Schönsten auszusprechen und von der Mitte der Geschichte zu erzählen, nur um den Redefluß zu bremsen.

Die Autorin benutzt jetzt dieses hervorragende Stilmittel, die Geschichte um Fern aus der Mitte heraus zu erzählen und wir lernen Rosemary im Jahre 1996 kennen, nach 5 Jahren Studienzeit, orientierungslos, sich nach ihrem Bruder Lowell sehnend, der verschwand und die zu ihren Eltern eine Distanz fühlt. Sie versucht jetzt, nach und nach das Geschehen aufzudröseln und zu sich selbst zu finden. Da man von den Libellen sagt: Die Magie der Libelle gibt dir Kraft, selbst zu entscheiden, wann es Zeit ist, für eine Wandlung, kann sich der Leser auf einiges gefaßt machen.

Eine außerordentlich tiefgehende Handlung um die Verantwortung der Wissenschaft, der unendlichen Liebe, die gerade in der ersten Sozialisation entsteht, um die Eigendynamik der verschiedenen Lebewesen wird hier erzählt und so manches Mal muss ich mir eine Träne fortwischen, ohne dass ich jemals mit einer kitschigen Formulierung konfrontiert werde.

Die größeren Kapitel werden jeweils mit einem Zitat aus Kafka's „Ein Bericht für eine Akademie“ eingeleitet, auch hier geht es wieder um Wandlung.....

Ich habe gedacht, ich lese eine lustige und humorvolle Familiengeschichte, nach dem Klappentext und den Kommentaren zu urteilen, aber da kann ich nur sagen: „Das ist zu tief gestapelt, so einfach macht es Karen Joy Fowler uns nicht. Hier liegt ein großer, vielschichtiger Roman vor: Hier geht es um die Sozialisation in frühester Kindheit, hier geht es um Aufwachsen in Freiheit und Unfreiheit, hier geht es um Verlust und Liebe, um Verantwortung und Schuld, um Verantwortung der Wissenschaft für ihr Tun, um Freundschaft, um Veränderung und vor allem um die Einsamkeit des Individuums. Aber es ist auch ein sehr aktuelles Thema aufgegriffen worden, es geht um den Respekt und die Wertschätzung aller Lebewesen und um die Achtung gegenüber derer Gefühle.

Ich habe das Buch erst sacken lassen müssen und es nochmal gelesen und ich muß sagen: „Jetzt bin ich überzeugt“: Grandios und packend bis zur letzten Seite. Danke Karen Joy Fowler!

Eine unerwartete und nicht ganz so fabelhafte Geschichte wie erwartet...

Von: Fibi aus Berlin Datum: 21.08.2016

www.lovelybooks.de/mitglied/Kriegerindeslichts/

Inhalt:
Rosemary, ihre ungestüme Schwester Fern und ihr großer Bruder Lowell – sie könnten eine ganz normale Familie sein. Wäre ihr Vater nicht Wissenschaftler, und wäre Fern nicht ein ganz besonderes kleines Mädchen, das Wachsmalstifte verspeist, den perfekten Rückwärtssalto beherrscht und lacht wie eine Säge. Jahre nach Ferns Verschwinden erzählt Rosemary nun deren Geschichte.

Textauszug:
Für mich war Fern der Anfang der Welt. Ich war gut einen Monat alt, als sie in mein Leben trat, sie selbst knapp drei Monate. Wer ich davor war, weiß ich eigentlich gar nicht. Sie schlang immer von hinten ihre Pfeifenreiniger-Arme um mich und drückte sich fest an mich, wenn ich ging – was dann aussah, als wären wir eine einzige Person. Und vereint konnten wir fast alles.

Cover:
Das Cover ist recht unscheinbar und schlicht gehalten, dennoch finde ich , dass es zum Titel passt. Es regt einen zum Nachdenken an und was genau hinter diesem unscheinbaren Cover wohl stecken mag.

Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich flüssig lesen. An sich viel es mir nicht schwer das Buch zu lesen, doch kam ich leider nicht so richtig in die Geschichte rein. Dies wurde im laufe der Kapitel leider nicht besser. Hin und wieder fand ich es interessant, was Rosemary zu erzählen hatte, allerdings waren einige Zeitsprünge unübersichtlich und verwirrend.

Ich möchte nicht zu viel verraten. Die Grundidee der Geschichte fand ich eigentlich ganz gut. Eine kaputte Familie mit einem Geheimnis, dass wohl keiner erahnen würde. Der tragische Verlust von Fern und die Auswirkungen auf die Familie, die noch Jahre nach dem Ereignis, Rosemarys Persönlichkeit und Alltag beeinflusst.

Fazit:
Ich habe etwas ganz anderes erwartet. Wie gesagt , fand ich die Grundidee der Geschichte nicht schlecht , allerdings wurde ich emotional nicht angesprochen und mitgerissen. Ich bin für viele Themen und Genres offen , allerdings konnte ich für die recht oberflächlichen Charaktere keine Gefühle aufbauen und richtig mitfiebern oder mitleiden. Ich hatte mir etwas mehr erwartet.

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