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Umweg nach Hause

Gekürzte Lesung mit Bjarne Mädel

Kundenrezensionen (10)

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€ 13,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download (gek.) ISBN: 978-3-8371-3049-2

Erschienen: 16.02.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, Hörbuch CD (gek.)

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Ein warmherziger Roman, der zeigt, was es bedeutet, wirklich füreinander da zu sein.

Ben geht’s nicht gut – weder persönlich noch finanziell. Nach einem Crashkurs in „häuslicher Pflege” heuert er bei Trevor an, einem zynischen Jugendlichen, der im Rollstuhl sitzt. Gemeinsam fahren sie mit dem VW-Bus quer durch die USA, um Trevors Vater zu besuchen: Eine Reise mit skurrilen Abenteuern beginnt. Ein bewegender Roman voller Situationskomik, der glücklich macht!

Jonathan Evison (Autor)

Jonathan Evison, 1968 in San Jose, Kalifornien, geboren, wurde mit seinem Roman „Alles über Lulu” bekannt, für den er den Washington State Book Award erhielt.


Bjarne Mädel (Sprecher)

Bjarne Ingmar Mädel, 1968 in Hamburg geboren, war nach dem Schauspielstudium an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam fünf Jahre lang Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Auch im Fernsehen übernahm er zahlreiche Rollen in namhaften Produktionen (u. a. "Tatort", "Polizeiruf 110") und erlangte insbesondere große Popularität mit der Figur des Berthold 'Ernie' Heisterkamp in der TV-Sitcom "Stromberg". Mit seiner eigenen Serie "Der kleine Mann" wurde Bjarne Mädel 2009 für den Bayerischen Fernsehpreis nominiert. Im Kino war er in "Die Könige der Nutzholzgewinnung" (2006), "Meine schöne Bescherung" (2007) und "Die Schimmelreiter" (2008) zu erleben. Für den Hörverlag wirkte er in Val McDermids "Das Lied der Sirenen" mit sowie in "Herr Lehmann".

Hörbuch Download (gekürzt), Laufzeit: ca. 415 Minuten

ISBN: 978-3-8371-3049-2

€ 13,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Random House Audio

Erschienen: 16.02.2015

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Ein absolutes muss für Bücherliebhaber

Von: Charlene Datum: 15.01.2017

mylittlebookpalace.weebly.com

Klappentext: Ben hat einen schrecklichen Schicksalsschlag erlitten und besitzt deshalb keinen Penny mehr. Tagtäglich läuft er vor seinen Problemen und seiner Vergangenheit davon. Da er irgendwie Geld verdienen sollte, beschließt er sich für die häusliche Pflege von Trevor zu melden. Trevor ist 19 Jahre alt, unheilbar krank und durch eine Muskeldystrophie des Typs Duchenne sehr eingeschränkt. Er ist auf Hilfe angewiesen, war aber bisher mit keinem seiner Pfleger glücklich. Bob, der Vater von Trevor, hat nach dessen Diagnose sofort das Weite gesucht. In der Familie wurde ihm dies natürlich nie verziehen. Auch Trevor will von seinem Vater nichts wissen, der sich jedoch immer mal wieder ein wenig Mühe gibt um in Kontakt mit Trevor zu treten. Ben hat Mitleid mit Bob und überzeugt Trevor, im Auto von Washington State nach Salt Lake City zu fahren, um ihn zu besuchen. Auf dem Weg dorthin nehmen sie die Anhalterin Dot mit. Sie werden von einem Auto verfolgt, gabeln währenddessen noch eine reifenwechselnde Schwangere auf und sehen dabei die verrücktesten Sehenswürdigkeiten. Ben lernt auf dieser Reise, dass man sich irgendwann seinen Problemen stellen muss, dass man diesen nicht immer davonlaufen kann.
Meine Meinung: Ben geht es in keiner Hinsicht gut weder finanziell noch persönlich. Doch er möchte sein Leben wieder in den Griff kriegen und entschließt sich kurzerhand Krankenpfleger zu werden. Er macht einen Crashkurs und kriegt auch schon nach einer Weile einen Job bei dem 19 jährigem Trevor der im Rollstuhl sitzt. Nach einer gewissen Zeit Freunden sich die beiden an und Ben erfährt über Trevors Vater der nachdem die Krankheit von Trevor entdeckt wird das Weite sucht und an das andere Ende von der USA zieht. Trevor hat das ziemlich mitgenommen und verspürt Hass auf seinen Vater. Und irgendwann taucht plötzlich Trevors Vater bei ihm zu hause auf und bittet um Entschuldigung, doch weder Trevor noch seine Mutter nehmen diese an und schicken Trevors Vater fort. Nur Ben hat Mitleid mit ihm und geht mit ihm einen drinken. Und als Trevors Vater wieder abgereist ist hat sich Ben in den Kopf gesetzt mit Trevor einen Roadtrip quer durch die USA zu machen und irgendwann überredet er Trevors Mutter und die Reise beginnt. Sie treffen neue Leute, wie die dunkle Dot oder die Hochschwangere Peaches mit ihrem sehr ergeizigem Ehemann. Das wird die beste Zeit in Trevors Leben.

Allein die Charaktere haben mich umgehauen, ich mochte die Harmonie zwischen Trevor und Ben die witzige Beziehung zwischen den beiden und deren Dialoge, obwohl sie mindestens zwanzig Jahre Altersunterschied haben und Ben eigentlich " nur " Trevors Krankenpfleger ist. Dot war aber auch nicht schlecht mit ihrer groben Art, aber weichen Kern und ihre Geschichte war interessant. Und Trevor ist trotz dieser Krankheit irgendwie witzig und manchmal ein bisschen Lebenfreudig.

Die Kapitel waren wirklich gut aufgeteilt und schön kurz, meistens war es so das man ein Kapitel den Einblick bekommt was gerade geschieht und im nächsten was in bens vorherigem Leben geschehen ist und warum er im mittleren Alter immer noch so unsicher in vielen Positionen ist. Der Schreibstil war auch sehr einfach und schnell zu lesen, dass heißt man war schnell fertig mit dem Buch, aber die Geschichte konnte man trotzdem super mitfühlen.

Man konnte einfach alles richtig gut mitfühlen, die Charaktere waren super und alle total unterschiedlich, der Schreibstil war fantastisch, man konnte sich alles gut vorstellen und es war alles wirklich Realitätsnah. Also ich bin wirklich begeistert von dem Buch und hoffe auf mehr Lektüre von Jonathan Evison. ​

Ein Roadtrip mit Herz

Von: Alexandra (The Read Pack) Datum: 16.11.2016

www.readpack.de

Weil für mich Bücher auch immer eine Reise und ein Aufbruch ins Unbekannte sind, lese ich unheimlich gern Roadtrips. Einen ganz Besonderen habe ich in „Umweg nach Hause“ gefunden.

Eigentlich möchte Ben, der nach einem Schicksalsschlag eher orientierungslos vor sich hin lebt, nur wieder zu Geld kommen. Nach einem kurzen Lehrgang bekommt er kurzfristig einen Job als Pfleger des schwerbehinderten Trevor. Dieser ist ein mürrischer Teenager wie er im Buche steht und hat „ganz nebenbei“ noch ALS. Statt Trevor weiterhin in seiner Komfortzone zu betreuen (die primär aus Waffeln und dem Wetterbericht im TV besteht), möchte Ben ihm die Welt zeigen… oder doch zumindest das größte Erdloch der Welt.

Ein wenig erinnert die Geschichte an den Kinoerfolg „Ziemlich beste Freunde“, ein billiger Abklatsch ist sie in meinen Augen dennoch nicht. „Umweg nach Hause“ wirkt etwas chaotischer und planloser und ist insgesamt jugendlicher als „Ziemlich beste Freunde“. Das macht sich schon durch die Sprache und die Gedanken der Figuren bemerkbar. Ich mag so etwas und fühlte mich von dem unkonventionellen, frechen Ton gut angesprochen. Die Witze gehen manchmal fast unter die Gürtellinie, die Situationen scheinen bizarr aber genau dadurch ist die Geschichte so lebendig.

Außerdem spielt neben Behinderung und Pflege vor allem das Thema Elternschaft in all seinen Facetten eine zentrale Rolle. Das Buch handelt vom Eltern werden, vom (Über)Behüten, vom Loslassen und Versöhnung. Für meinen Geschmack ist es wunderschön gelungen, wie dieses Thema durch die unterschiedlichen Charaktere immer neue Aspekte gewinnt. Auch Trevor ist in der Geschichte nicht „nur der Behinderte“. Seine schwierige Beziehung zum Vater und die Kraft, die Verzeihen manchmal kostet, sind gelungene Aspekte der Geschichte und lassen ihn als Protagonisten angenehm normal wirken. Gerade das macht die Geschichte für mich einzigartig.

Natürlich steht Trevors Behinderung und sein Charakter insgesamt im Mittelpunkt der Geschichte ist aber für meinen Geschmack angenehm unkompliziert in die Handlung eingewoben. Ich kann nicht beurteilen, in wie weit das einer so schwerwiegenden Erkrankung gerecht wird und ob der Ton in dieser Hinsicht immer angemessen ist. Es schafft für mich aber den Spagat zwischen schwierigem Thema und unterhaltsamer, unverkrampfter Darstellung.

Gelungen ist in meinen Augen auch die Art, wie Ben als Pfleger genügend Raum in der Geschichte bekommt. Durch immer wieder eingestreute Rückblenden erfahren wir seine (tragische) Geschichte. Er ist nicht der konturlose Typ, der Trevor aufs Klo hilft, sondern bekommt ein ganz eigenes Gesicht, Träume und Probleme. Erst dadurch wurde die Handlung in sich wirklich nachvollziehbar.

Ihr merkt, insgesamt habe ich wirklich wenig bis nichts zu meckern. Die Geschichte mag erzählerisch nicht jedermanns Geschmack sein, dafür sind Ton und Stil vielleicht ein bisschen derb. Für mich bildet all das aber genau die richtige Einheit.

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