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Fallensteller

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Taschenbuch, Leinen ISBN: 978-3-442-71711-8

DEMNÄCHST
Erscheint: 10.04.2018

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Saša Stanišić (Autor)

Saša Stanišić wurde 1978 in Višegrad in Bosnien-Herzegowina geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Sein Debütroman Wie der Soldat das Grammofon repariert begeisterte Leser und Kritik gleichermaßen und wurde in 31 Sprachen übersetzt.

Vor dem Fest war ein SPIEGEL-Bestseller und ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, darunter dem renommierten Alfred-Döblin-Preis sowie dem Preis der Leipziger Buchmesse 2014.

Saša Stanišić lebt und arbeitet in Hamburg.

23.11.2017 | 20:00 Uhr | Zürich

Poetikvorlesung

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Literaturhaus
Limmatquai 62
8001 Zürich

Tel. +41 (0)44 254 50 08, info@literaturhaus.ch

26.11.2017 | 14:04 - 15:15 Uhr | Fernsehen & Radio

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29.11.2017 | Hamburg

Lesung

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Weltbild Filialvertrieb GmbH & Co. KG Fil. 3185 - Jokers
Grindelallee 42
20146 Hamburg

Tel. 040/445446

25.05.2018 | 20:00 Uhr | Wittlich

Lesung
im Rahmen des Eifel Literaturfestivals
Einlass ab 19 Uhr
Eintritt: 18 € VVK, 21 € AK

weitere Informationen

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Synagoge Wittlich
Himmeroder Str. 44
54516 Wittlich

Weitere Informationen:
LiteraturBüro Eifel
54595 Prüm

Tel. 06551/4399

Taschenbuch, Leinen, 9,0x14,3

ISBN: 978-3-442-71711-8

ca. € 10,00 [D] | ca. € 10,30 [A] | ca. CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

DEMNÄCHST
Erscheint: 10.04.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Von Saša Stanišićs „Fallensteller“ lässt man sich gern schnappen

Von: Fluffy Words Datum: 20.08.2017

fluffywordsblog.wordpress.com

Wäre ich so jemand, der stets ein kleines Büchlein mit erinnerungswürdigen Worten durch seinen Alltag trüge, gäbe es darin nach der Lektüre von Fallensteller keinen Weißraum mehr. „Sein unvollendeter Satz fliegt zu den anderen unvollendeteten Sätzen über den Rhein“ oder „des Regens Geräuschproduktion sorgt für Behaglichkeit“ stünde dann dort. Acht Erzählungen, für die man versucht wäre, Hohlphrasen wie „sprachliche Finesse“ oder „großer literarischer Wurf“ zu verwenden, finden sich in Fallensteller. Zum Glück regt die eine oder andere Episode darin zum Nachdenken über die eigene Sprache an, sodass stattdessen andere Worte gefunden werden müssen, um den Erzählband zu beschreiben.

Stanišić schickt den Großteil seiner Figuren auf Reisen – da sind z.B. Mo und sein Freund, die durch die Welt gleiten und sich von Zufällen und Turteltauben den Weg weisen lassen, oder Georg Horwath, der sich eigentlich mit V schreibt und deshalb vom falschen Chauffeur vom Flughafen Rios in den Dschungel befördert wird. Horvath beunruhigt die Verwechslung nur mäßig, da sein Reiseziel nur im Fortkommen von seinem Zuhause bestand. Schwermütig stimmen seine Gedanken, die jedes Wort hinterfragen, nicht mehr funktionell aus seinem Kopf herauskommen wollen. „Georg Horvath sagt ‘Ausgelutschtheit‘. Er wiederholt es sieben Mal hintereinander. Ali sieht ihn an, und Georg Horvath hört auf, ‘Ausgelutschtheit‘ zu sagen, und sagt doch noch ein Mal ‘Ausgelutschtheit‘.“ Dass Horvath einen kleinen Vogel am Köpfchen tätscheln darf, tröstet zumindest ein wenig.

Die längste Geschichte des Bandes führt tiefer in die Katakomben des stanišićschen Literaturfundus, zurück nach Fürstenfelde, dem Ort, der in seinem 2014 veröffentlichten Roman Vor dem Fest durch die Zeit wandert. Dieses Mal schreibt sich Stanišić selbst dort mit hinein, was Fürstenfelde verändert. Seitdem ein Schriftsteller dort war, verirren sich Literaturtouristen in das Dörfchen in der Uckermark und Bewohner arrangieren sich mit ihren literarischen Repräsentationen. „Wir trinken in Ullis Garage, weil nirgends sonst Sitzgelegenheiten und Lügen und ein Kühlschrank so zusammenkommen, dass es für die Männer miteinander und mit Alkohol schön und gleichzeitig nicht zu schön ist. Das hat der Schriftsteller geschrieben. Ulli hat es an den Kühlschrank geklebt.“ Obendrauf beschert Stanišić Fürstenfelde dieses Mal einen Fallensteller, der sich um die Rattenplage kümmern soll. Dazu kommt ein Fünkchen Magie, aber lest selbst.

Kurzgeschichten in unverwechselbarem Schreibstil

Von: jaytiii Datum: 01.11.2016

wortbildwerke.wordpress.com

Fallensteller ist eine Sammlung an Kurzgeschichten, die von Menschen handeln, die im wörtlichen oder im übertragenen Sinne Fallen stellen. Es sind Menschen, die sich Verlockungen hingeben und Menschen, die sich befreien – sei es im Krieg und Spiel, mit Trug und Tricks oder Mut und Witz. So geht ein alter Mann seiner Leidenschaft als Magier nach, wird vom Publikum aber nicht gehört. Anders zwei Freunde, die gemeinsam durch Europa ziehen und dabei lügend und stehlend geschickt ihren Sehnsüchten hinterherjagen. Nicht zuletzt schreibt der Autor über den Fallensteller, einem Fremden, der helfen will und dazu Lösungen anbietet, die auf den ersten Blick nicht immer welche sind.

Stanišić weiß mit diesem Balanceakt aus Gegensätzen umzugehen. Seine Kurzgeschichten und Charaktere spiegeln dies wieder. Die Figuren sind genauestens ausgestaltet, aber wirken dennoch einfach. Vielleicht liegt das an der humorvollen Charakterisierung. Denn tatsächlich sind es oft die Charaktere und weniger die Ereignisse, die im Fokus stehen. Letztlich sind es gerade die Dinge, die leicht erscheinen, hinter denen sich großes Können verbirgt. Außerdem erlebt der Leser die Geschichten entsprechend aus Sicht der Protagonisten. Dass alle Charaktere sympathisch sind, heißt es jedoch noch lange nicht. Vielmehr hat man für die eine Figur verständnisloses Kopfschütteln übrig, für die andere Person schlicht Mitleid. Doch gerade das macht die Kurzgeschichten so besonders und die individuellen, teils anstrengenden Charaktere für die Dauer einer Kurzgeschichte erträglich.

Einige Kurzgeschichten erfahren innerhalb des Buches eine Fortsetzung in einer nächsten Kurzgeschichte. Das hat mir gut gefallen, denn hatte man sich gerade an Handlung oder Charaktere gewöhnt, so muss man sich nicht gleich davon verabschieden. Mir haben nicht alle Kurzgeschichten zugesagt. Durch die einen habe ich mich durchgekämpft, die anderen regelrecht verschlungen. Aufgrund von Tiefgründigkeit und Moral hat mir die Kurzgeschichte, die zugleich Namensträger des Buches ist, am besten gefallen. Interessanterweise ist dies auch die mit Abstand längste Geschichte. Eine Übersicht über alle Kurzgeschichten findet sich auf den letzten Seiten.

Nicht zuletzt zeichnet sich das Werk durch den unverwechselbaren Schreibstil des Autors aus. Stanišić weiß ganz klar Dinge anzusprechen, die sonst in Gedanken, wenn nicht gar im Unterbewusstsein, verborgen bleiben. Das erreicht er durch eine kreative und sehr bildhafte Ausdrucksweise wie es die folgenden Beispiele andeuten: „Thomas verstand nicht, der Applaus übersetzte es ihm.“ (15) oder „Ein Keiler übt an den Tomaten Rache für den Wildschweinbraten.“ (169).

Ich habe lange gebraucht, bis ich das Buch beendet hatte. Da es sich aber um Kurgeschichten handelt, die bekanntermaßen in sich abgeschlossen sind, war das kein Problem. Eigentlich bin ich kein großer Fan von Kurzgeschichtenbänden. Trotzdem halte ich Fallensteller für lesenswert und kann das Buch jedem empfehlen, der sich für ein paar kurze Momente von einem einzigartigen Schreibstil gefangen nehmen lassen möchte.

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