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Die Magermilchbande Mai 1945: Fünf Kinder auf der Flucht nach Hause

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-328-10064-5

Erschienen:  13.03.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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April 1945: Angeführt von Maxe Milch, Spitzname »Magermilch«, irren nach Pilsen verschickte Berliner Schüler in den Wirren des Krieges heimwärts – zwischen geschlagenen Soldaten, Gefangenenkolonnen und Flüchtlingstrecks, querfeldein, durch Wälder und Felder, zu Fuß, in Güterwaggons, auf Lastern, mit Pferdefuhrwerken. Sie sehen die Toten am Wegesrand, begegnen amerikanischen Soldaten und Menschen, die sich in ihren Häusern und Höfen verschanzt haben. Als sie endlich zu Hause sind im zerstörten Berlin, findet dort keiner, was er sich während des langen Weges erträumt hat.

Frank Baer (Autor)

Frank Baer, Jahrgang 1938, wuchs in Würzburg auf, studierte in München Geschichte und Philosophie und arbeitete danach als fester freier Mitarbeiter für verschiedene Redaktionen des Bayrischen Fernsehens. "Die Magermilchbande" war sein erster Roman und wurde im Auftrag des Bayerischen Fernsehens verfilmt.

Der Autor lebt mit seiner Familie in München.

Originaltitel: Die Magermilchbande
Originalverlag: Knaus, München 1979

Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-328-10064-5

€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Penguin

Erschienen:  13.03.2017

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Absolut großartig!

Von: SophieNdm Datum: 25.12.2017

sophies-leseecke.blogspot.de/

Sie sehen die Toten am Wegesrand, begegnen amerikanischen Soldaten und Menschen, die sich in ihren Häusern und Höfen verschanzt haben.

Als sie endlich zu Hause sind im zerstörten Berlin, findet dort keiner, was er sich während des langen Weges erträumt hat.


Meine Meinung:

Der Einstieg in die Geschichte beginnt etwas apprupt. Man bekommt keine Einführung wer der Erzähler ist und in welcher Situation er sich befindet merkt man auch erst später.

Die Tagebucheinträge aus Billies Sicht fand ich lustig aber anfangs auch etwas zusammenhangslos. Später klärt sich ihre Beziehung zu Maxe auf und die Einträge wechseln sich mit Maxes Erlebnissen ab.

Als nächstes lernt man nun endlich besagten "Maxe Milch" kennen, von dem im Klappentext die Rede ist.
Er war mir von Anfang an sympathisch, ein mutiger und loyaler und ehrlicher Junge, der sich nicht so leicht unterkriegen lässt.

Der Schreibstil bzw. der Ausdruck der Tagebucheinträge hat gut zur Geschichte gepasst, war für mich aber anstrengend zu lesen.

Ich musste mich sehr auf den Text konzentrieren und bin auch nicht so schnell voran gekommen.

Hingegen der Teil, der von Maxe und seinen Freunden erzählt war wieder leicht zu lesen und gut verständlich.

Die Story ist sehr spannend, ohne übertrieben oder gekünstelt zu wirken, man fiebert total mit Maxe und seinen Freunden mit.

Ich fand die Geschichte sehr berührend und auch schockierend, da sie ja zum Teil auf wahren Begebenheiten beruht.
Für mich kaum vorzustellen, was die Bevölkerung und vor allem die Kinder während und nach des zweiten Weltkrieges alles erleben mussten.

Fazit:

Ein spannender, emotionaler und schockierender Roman über das Ende des zweiten Weltkriegs und dessen Folgen für die Zivilisten.

Absolute Empfelung, eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe!

Tolles Zeitdokument

Von: De Bichergeck Datum: 14.08.2017

bichergeck.blogspot.lu/?m=1

"Wenn sie einmal nicht geht, geht sie nie mehr. Die ist hin. Völlig ungefährlich." Er warf sie in die Höhe, fing sie wieder auf. Dann holte er weit aus und warf sie in hohem Bogen flußabwärts, dass sie fast bis zum Waldrand flog. Sie sahen, wie sie zwischen den Uferbüschen aufschlug, sahen, wie etwas durch die Zweige fetzte, sahen die Explosion, noch bevor sie den Knall hörten, und das jaulende Surren der Splitter." (S.267)

Man befindet sich zeitlich in den letzten Tagen des 2. Welt-Krieges. Nazi-Deutschland hat verloren – im Westen marschieren die Alliierten vor, im Osten die Russen. Auf der Flucht, oder vielmehr auf dem Weg „nach Hause“ befinden sich einige Kinder aus der Kinder-Landverschickung aus Pilsen, die allesamt zu ihren Familien im Deutschen Reich zurückkehren wollen. Kilometer um Kilometer begleitet man die Protagonisten dieses Romans auf ihrer Reise.

Man kann sich nur schwer vorstellen, wie es in einer Zeit sein muss, in der man abgeschnitten von der Welt und mutterseelenallein unterwegs ist. Keine Post, kein Telefon, nichts, was dich mit deinen Liebsten daheim in Verbindung bringen kann. Niemand weiß, wo du dich befindest. Diese Unsicherheit, nicht zu wissen, wo die anderen sind, ob es ihnen gut geht, ob sie überhaupt noch leben.

Der Autor zeigt die Gefühlswelt von Kindern, die nicht alles verstehen können, womit sie sich konfrontiert sehen und dennoch ihren Weg finden. Man kann nicht anders, als mit den Kindern mitzufiebern und ihnen das Beste zu wünschen. Meisterhaft vermittelt Frank Baer den Schmerz des Krieges, welcher sich durch so viele Ebenen durchzieht, wobei er dies sehr einfühlsam tut und eher das Gefühl des Schmerzes vermittelt. Positiv ist auch, dass er den Leser nicht mit einer Moralkeule erschlägt und ihn seine eigenen Schlüsse ziehen lässt.

Die Protagonisten sind bunt gemischt, alle haben sie Eigenschaften, die man lieben kann, alle sind menschlich, niemand ist das Vorzeigeobjekt, das Kind ohne Fehl und Tadel. Das machte sie mir auf unterschiedliche Art und Weise sehr sympathisch.
Die Tagebucheinschübe lockern das ganze zusätzlich auf und bringen eine sehr persönliche Note in die Geschichte.

Ein zweiter Band wäre wünschenswert gewesen, welches das Schicksal von Maxe und Bille nach ihrer Heimkehr schildert.

Auch heute noch lesenswert ist der 1979 erstmals veröffentlichte Roman "Die Magermilchbande" des heute 79-jährigen Autors und Journalisten Frank Baer. Das Buch ist gerade wieder im März 2017 neu im Penguin-Verlag als Taschenbuch erschienen.
Ich danke recht herzlich für dieses Rezensionsexemplar!

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