Kill

Thriller

Taschenbuch
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Inspiriert von realen Fällen zeigt »Kill« im fesselnden, halb dokumentarischen Stil den (fiktiven) Serienmörder Thomas Bishop in seiner Entstehung, in seinen Taten, aber auch in seinem Alltagsleben, und beleuchtet die Auswirkungen, die seine grausamen Morde auf die Gesellschaft und ihre Moral haben.

»Kill« von Shane Stevens gilt als der erste Roman, der einen Serienmörder in den Mittelpunkt stellt, und ist damit das Vorbild für Thomas Harris und seine Hannibal Lecter-Romane.


Aus dem Amerikanischen von Alfred Dunkel
Originaltitel: By Reason of Insanity
Originalverlag: Chicago Review Press
Taschenbuch, Broschur, 496 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-43911-5
Erschienen am  14. Januar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Die tiefen Angründe eines Killers spannend wiedergegeben

Von: DerPandaliest

20.05.2019

Es ist schon eine Weile her, da hat mir eine Bekannte den Prolog der Mutter aller Serienkiller-Romanen gezeigt. Den fand ich höchstseltsam, und doch hat mich das Buch interessiert, so sehr dass ich Monate später doch noch zu dem Buch griffen. 'KILL' aus der Feder von Shane Stevens aus dem Heyne Verlag ist ein unzensiert Thriller der den Weg eines fiktiven Serienkillers, basierend auf reale Ereignisse, vom Kind bis zum Erwachsenen erzählt. Ich muss gestehen, nach anfänglicher Skepsis, hatte mich dieses Buch völlig in seinen Bann gezogen. Die Erzählform liest sich wie ein Bericht, mehrere Handlungsstränge die abwechselnd, sprunghaft wiedergegeben werden, gleichzeitig sich doch lückenlos aneinanderreihen. Ziemlich viele Lesestunden habe ich mit diesem Buch verbracht, doch nicht wegen dem fast 500 Seiten starken Werk selbst, sondern weil mich die Storyline so faszinierte und ich begann die im Buch erwähnten Serienkiller zu googeln. Eines führte zum anderen, und schwupp, Stunden später hing ich immernoch im Net fest, an der gefühlt 50. Lebensgeschichte eines Serienmörders. Die Story ist unheimlich gut aufgebaut, es beginnt mit der Zeugung unseres Killers, zieht sich durch die Kindheit, der erste Mord und so weiter. Die Entwicklung ist sinnig und gut erklärt, zuweilen wird es nur etwas langatmig vorallem wenn es dann in den Bereich der Polizeiarbeit und Politik switcht. Im zweiten Teil, ca. ab der Hälfte des Buches kommt noch ein zweiter wichtiger Protagonist hinzu, und für mich persönlich wurde es dadurch noch spannender und strukturierter. Die begangenen Taten fand ich jetzt nicht unbedingt grausam beschrieben, wobei ich wohl eh zum abgehärteten Klientel gehöre. Für mich war es einfach ein packendes Katz- und Maus-Spiel ala 'Catch me of you can', nur blutiger und ich stellte mir tatsächlich Leonardo DiCaprio als Mörder Thomas Bishop vor. Von mir gibts ne Empfehlung. Wer auf so Doku-Erzählstil steht und etwas Interesse an der verqueren Denkweise eines Serienmörders hat, findet das Buch bestimmt genau so gut. Jahreshighlight? Nicht ganz, aber ganz nah dran!

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Anfangs eckig, später rund

Von: Blaxy's Little Book Corner

27.04.2019

Der Thriller "Kill" wurde 1979 von Shane Stevens verfasst. Rund 40 Jahre später wurde die Geschichte des fiktiven Serienmörders Thomas Bishop nun vom Heyne Verlag in Deutschland veröffentlicht. In 40 Jahren kann sich viel des Weltgeschehens und der Alltagssicht verändern; in diesem Fall ist "kann" durch "hat" zu ersetzen. Doch auch wenn heutige allgegenwärtige Geflogenheiten und Gebrauchsgegenstände in "Kill" nicht zu finden sind, leidet die Story nicht darunter. Eher gegenteilig, so findet man ein wunderbares Katz-und-Maus-Spiel ohne Hektik vor. Schon das erste Kapitel, welches die Entstehung von Thomas Bishop - angefangen mit der Zeugung -  behandelt, ließ mich mehrmals kehlig schlucken. Ob nun ein Mensch böse geboren wird oder die Lebensumstände böse werden lassen wird seit je her diskutiert; hier spüren wir die Auswirkungen eines Traumas förmlich mit.. Der erste Mord geschieht und die folgenden Jahre fliegen vorbei, die Entwicklung nimmt ihren Lauf und genau wie Thomas wartet der Leser auf den Tag, an dem die Geschichte wirklich beginnen kann. Mit Spannung aufbereitet kommt der Punkt, an dem "das Monster" seiner Natur freien Lauf lässt - um dann in zahlreichen Nebenhandlungen ein wenig unterzugehen. Gen Ende hin werden all die eingeführten Charaktere wichtig und ergeben ein großes Ganzes, was die Genialität des Buches preist. Aber zunächst einmal muss man sich durch schlecht durchstrukturierte, Zeilenumbruch vermeidende Absätze und Kapitel wälzen. Nebst dem tollen Anfang sind ca 200 des 500 Seiten umfassenden Werkes recht anstrengend zu lesen; ich würde dringend davon abraten dieses Buch in dieser Zeit zu lange beiseite zu legen, da man schnell den Faden verlieren könnte. Doch hat man diesen Teil des Buches geschafft, wird man mit Spannung, Brutalität ohne auszuufern und einem sich zusammen fügenden Netz an Politik, Journalismus und Korruption belohnt. Der zweite Part der Lektüre erinnerte mich herrlich an "JFK - Tatort Dallas", nur eben mit Zeitdruck und Blut, jeder Menge Blut. Auch die anfängliche fehlende Struktur ist ab der zweiten Hälfte des Buches besser ausgearbeitet und steht dem Lesevergügen nicht mehr im Wege, wenn auch man mit wachem Verstand auf die Personen der Geschichte achten sollte um nicht durcheinander zu kommen. So schwierig, oder gerade weil die Einstiegszeit fordernd war, so sehr hat mich dieser Thriller letztendlich fesseln können. Leider muss allerdings den Klappentext kritisieren, da er nicht nur nichtssagend, sondern auch noch fehlerhaft ist. Ich selbst halte mich mit dem Inhalt ebenso bedeckt, da man selbst lesen sollte, wie aberwitzig und raffiniert Thomas Bishop sich durch die Staaten meuchelt, nachdem er sich selbst auf die Welt losgelassen hat. Fazit: Die Mutter aller Serienkillergeschichten ist "Kill" für mich zwar nicht, aber nichts desto trotz ein lesenswerter Thriller mit Höhen, Tiefen und versteckten Ansätzen, die in der heutigen Literatur vermisst werden.

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Vita

Shane Stevens

Shane Stevens (1941-2007) galt mit seinen Thrillern in Amerika lange als Geheimtipp. Als Stephen King seinen Roman »Stark« Shane Stevens widmete, wurde ein größeres Publikum auf Stevens aufmerksam. »Kill« gilt als erster Serienkiller-Roman, der zugleich die True-Crime-Literatur vorwegnahm, und wird heute von der Literaturkritik als Klassiker gewürdigt.

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