Rungholts Ehre

Historischer Kriminalroman

(3)
Taschenbuch
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Derek Meisters Rungholt ist Kult!

Lübeck, 1390: In der Hauptstadt der Hanse wird die Leiche eines geheimnisvollen Fremden aus der Trave gezogen. Unversehens findet sich der störrische Patrizier Rungholt in einer finsteren Ränke wieder, denn sein Kaufmannslehrling wird beschuldigt, den Fremden erschlagen zu haben. Rungholt bleiben nur wenige Tage, um dessen Unschuld zu beweisen und somit die Ehre seines Hauses wiederherzustellen. Doch bei der hartnäckigen Jagd nach dem Mörder droht er alles zu verlieren: seine Ehre, sein Leben – und seine geliebte Tochter Mirke …

  • »So macht Geschichte Spaß!«

  • Derek Meisters Rungholt ist Kult! Der erste Fall des eigenwilligsten Ermittlers des Mittelalters in moderner Neuaustattung.

»So macht Geschichte Spaß!«

Lübecker Nachrichten

Originaltitel: Rungholts Ehre
Originalverlag: Blanvalet Verlag, München 2005
Taschenbuch, Broschur, 544 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0551-7
Erschienen am  16. Oktober 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Rezension: „Rungholts Ehre“ von Derek Meister

Von: Monis Zeitreise

11.11.2018

„Rungholts Ehre“ von Derek Meister ist der Auftaktband einer bisher 5-teiligen Reihe über den Kaufmann Rungholt, der Morde aufklärt. Die Neuauflage des Romanes erschien im Oktober 2017 bei blanvalet. Lübeck, 1390: Eine schlimm zugerichtete Leiche wird aus der Trave gezogen. Der Lehrling von Rungholt, Daniel Brederlow, wird beschuldigt den Fremden ermordet zu haben. Rungholt glaubt an die Unschuld seines Zöglings und so macht er sich daran, den wahren Mörder zu finden. Zu diesem Zeitpunkt ahnt er noch nicht, in welche Verschwörung er hineingerät. Bei seinen Nachforschungen stößt er auf ein größenwahnsinniges Vorhaben und gerät zunehmend selber in Gefahr. Doch um seine Ehre wieder herzustellen, ist er bereit, alles zu opfern. Bisher habe ich historische Krimis recht schnell wieder abgebrochen, dennoch wollte ich dem Autor Derek Meister eine Chance geben, da ich schon viel Positives über seine Krimis gehört habe und diese direkt bei mir um die Ecke in Lübeck spielen. Die Beschreibungen von Lübeck konnten mich schnell begeistern. Wenn man den Ort kennt, um den es geht, fällt es einem sicher leichter sich alles vorzustellen, aber ich finde dennoch, dass auch der Schreibstil des Autors einen großen Anteil an meinem Kopfkino hatte. Der Roman setzt direkt bei der Leiche an, so dass man nicht lange auf den Mord warten musste. Dennoch plätscherte die Geschichte anfangs ein bisschen vor sich hin. Neben dem Mord gibt es auch noch die Verlobung Rungholts Tochter, die vorbereitet werden muss und man erfährt einiges über das Kaufmannsleben und die Arbeit im Stadtrat. Diese Einblicke haben mir sehr gut gefallen. Als Nebenschauplatz gibt es noch den beschwerlichen Weg Hinrich Calves von Stralsund nach Lübeck. Hier bleibt lange im Verborgenen, was dieser mit dem ganzen Fall zu tun hat. Dies war einerseits sehr geschickt, dennoch fühlte ich mich mit diesem Teil der Geschichte eher weniger verbunden und habe hier die ein oder andere Seite quer gelesen. Rungholt, seinen Helfer Marek sowie Mirke fand ich sehr sympathisch. Bei diesen Personen habe ich ordentlich mitgefiebert. Ab der Hälfte wurde das Buch richtig spannend und ich konnte es kaum noch aus der Hand legen. Ich wollte einfach schnellstmöglich wissen, ob Rungholt die Unschuld seines Lehrlings beweisen kann und wie es für Mirke und Daniel ausgeht. Ich habe nie wirklich Krimis gelesen, aber früher den ein oder anderen Krimi im Fernsehen gesehen, daher wage ich zu behaupten, dass hier das Genre Krimi nicht neu erfunden worden ist. Es ist ein solider und spannender Fall, den man ganz gerne nachverfolgt. Gerade der historische Hintergrund hat mir gut gefallen, ansonsten wäre ich wohl eher nicht am Ball geblieben. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings auch. Im Buch kommt etwas vor, dass erst 100 Jahre später nach Europa kommen soll. Ich weiß selber, dass ich hier sehr pingelig bin, aber sowas verleidet mir ein Buch total. Dass die Geschichte bei einem historischen Krimi einen deutlich größeren fiktiven Anteil hat als Romane, die über reale historische Ereignisse berichten, ist mir klar, dennoch mag ich das nicht. Ich hatte den gesamten Roman über das Gefühl ein Buch zu lesen, dass einen recht authentischen Blick auf das Lübeck des 14. Jahrhunderts bietet und sowas schmälert das irgendwie und ich würde fast behaupten, man hätte das auch anders lösen können. Positiv hervorzuheben ist, dass der Autor diesen Umstand in einem Nachwort aufklärt und zusätzlich gibt es ein Glossar mit unbekannten Begriffen am Ende des Buches. Fazit: Ein solider Krimi, der mit der Zeit immer spannender wird. Die Beschreibungen der Stadt Lübeck sind grandios und der historische Hintergrund ist soweit authentisch, wenn auch für mich mit einem großen Wermutstropfen. Wenn ihr historische Krimis mögt, dann ist Rungholt auf jeden Fall ein guter Tipp für euch. Historische Genauigkeit sollte einem hingegen nicht so wichtig sein.

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Spannende Reise ins Lübeck des 14. Jahrhunderts

Von: 365-Seiten

17.01.2018

Erster Satz Niemand bemerkte die Leiche. Meinung Die Toslach seiner Tochter steht kurz bevor und noch immer müssen viele Vorbereitungen getroffen werden. Da kommt es Rungholt natürlich ungelegen, dass ein Fremder tot in Lübeck aufgefunden wird und ausgerechnet sein Lehrling Danielihn ermordet haben soll. Nichtsdestotrotz muss Rungholt die Unschuld des Jungen beweisen und die Ehre seines Namens wieder herstellen. Auf seiner Spurensuche gelangt er an einige abenteuerliche Spekulationen, das Ende seiner Kräfte und einer Auflösung, die seine Vorstellungen weit übertrifft. Mit einem ruhigen und angenehmen Schreibstil, einem personalem Erzähler und einem ruppigen Protagonisten lässt uns Derek Meister ins Lübeck des 14. Jahrhunderts eintauchen. Das Spiel um den Täter war ordentlich verstrickt und erst nach über der Hälfte des Buches dämmerte mir, dass mein Anfangsverdacht falsch war. Das Netz aus Intrigen und Geheimnissen wurde immer größer, bevor es nach und nach einige spannende Aufklärungen gab. Besonders zum Ende baute diese sich auf, wurde allerdings dann durch einige Wiederholungen gehemmt, da alles unnötig in die Länge gezogen wurde. Das gesamte Buch war, obwohl ich nicht wirklich etwas dran auszusetzen hatte, ein zähes Stück und ich kam beim Lesen nur schwerfällig voran. Charaktere Rungholt ist trotz seiner ruppigen und schnell aufbrausenden Art irgendwie sympathisch gewesen. Oftmals legte er sich selbst unzählige Steine in den Weg, weil er zu ungeduldig war und einfach nicht zuhörte. Seine Vergangenheit in Russland, die ihn immer wieder schwer beschäftigte, lässt noch auf einiges hoffen und wird bestimmt nochmal Thema sein. Sein Kapitän und enger Freund Marek verließ zwar immer verkünden, dass er aus allem was er für Rungholt tat nur Profit schlagen wollte, doch schnell wurde klar, dass er für seinen Freund und Geldgeber einiges riskieren würde. Später war er genau wie Rungholt an der Aufklärung des Falles interessiert. Trotz seiner eher massigen Statur wirkte er auf mich sehr ruhig und nett, obwohl er auch anders konnte, was er häufiger unter Beweis stellte. Er war eine gute Ergänzung zu Rungholt. Mit Rungholts Tochter war ich nicht immer so gut zu sprechen. Einerseits tat sie einem Leid, mit dreizehn verlobt zu werden und dass obwohl sie auch noch einen anderen liebte. Andererseits ging sie mir mit ihrer kindischen „Ich bin erwachsen“ Art tierisch auf die Nerven. Immer wenn ich dachte, jetzt kann ich sie eher verstehen und mit ihr fühlen, befiel sie einer ihrer Wutanfälle, wo sich das Temperament ihres Vaters zeigte. Fazit Das Lesen zog sich elendig lang, obwohl das Buch alles hatte - ein spannenden Fall, interessante Wandlungen und sympathische Charaktere. Deshalb leider nur 4 Sterne

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Vita

Derek Meister wurde 1973 in Hannover geboren. Er studierte Film- und Fernsehdramaturgie an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg und schreibt erfolgreich Serien und Spielfilme fürs Fernsehen – und spannende Romane, mit denen er sich eine große Fangemeinde erobert hat. Derek Meister lebt mit seiner Familie in der Nähe des Steinhuder Meers.

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Zitate

»Meister entwickelt ein mit detailgenauen, manchmal ausschweifenden und deftigen Details ausgeschmücktes Szenario. Er macht Geschichte mit seinen Geschichten erlebbar. Bestens geeignet für lange Winterabende.«

Hamburger Abendblatt