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Schuld Stories

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-71497-1

NEU
Erschienen: 13.02.2017
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Ein Ehemann quält jahrelang seine junge Frau. Ein Internatsschüler wird fast zu Tode gefoltert. Ein Ehepaar verliert die Kontrolle über ihre sexuellen Spiele. Ein Mann wird wegen Kindesmissbrauchs angeklagt. Leise, aber bestimmt stellt Ferdinand von Schirach die Frage nach der Schuld des Menschen.

Ferdinand von Schirach (Autor)

Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Die Erzählungsbände »Verbrechen« und »Schuld« und die Romane »Der Fall Collini« und »Tabu« wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen bisher in vierzig Ländern. »Terror«, sein jüngstes Werk, zählt zu den erfolgreichsten Theaterstücken unserer Zeit. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin.

Taschenbuch, Klappenbroschur, 208 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-71497-1

€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

NEU
Erschienen: 13.02.2017

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Stories, die kritisch und unterhaltend zugleich sind!

Von: Daniel Allertseder | WeLoveBooks Datum: 13.02.2017

welobo.com/

Meine Meinung

Bekanntschaft mit Ferdinand von Schirach habe ich bereits mit seinem Theaterstück Terror gemacht, welches mich fasziniert hat. Nun habe ich mich für eines von vielen Büchern entschieden zu lesen, welche im btb-Verlag erschienen sind. Schuld beinhaltet 15 kurze Storys, die alle das gleiche Thema behandeln: Schuld!

Jede einzelne Story dieses Erfolgsautors sind Auslöser für moralische Fragen zwischen Gerechtigkeit, Justiz und dem Selbstempfinden, die einen an die Grenzen des möglichen Denkens bringt. Der Autor beschreibt viele unterschiedliche Situationen, in denen die Protagonisten, die allesamt kurz und knackig beschrieben wurden, an Scheidepunkten stehen, weil sie etwas getan haben, was sie nicht hätten tun sollen. Bei einigen Geschichten passiert dieses Unglück nur durch Zufall, andere wurden bei vollem Bewusstsein begangen. Und der Autor lässt fast immer den Leser mit der Frage zurück: „Ist die Verhaftung gerecht? Hat die Person das verdient? Was hätte passieren sollen?“ Ich sehe in diesem Buch auch eine kleine Kritik an die deutsche Justiz und an das deutsche Rechtssystem, denn in diesen Geschichten kann man schön sehen, wie die Antagonisten den Konsequenzen entgehen können. Ich habe mich oft geärgert, dass besagte Antagonisten ungeschoren davongekommen sind, es gab aber auch Stories, die so ausgingen, dass zu Unrecht verurteilte am Ende doch noch etwas Positives passiert ist, und auch hier sieht man wieder ein gesellschaftskritisches Thema: Schuld oder Unschuld. Wie kann man diese beiden vollkommen verschiedenen Begriffe klar differenzieren? Wie kann man sichergehen, dass ein Verurteilter unschuldig ist? Herr von Schirach hat hier ein sehr interessantes und zum Nachdenken anregendes Werk verfasst – bzw. Werke, die die Augen öffnen. Nun ist die Frage, ob das Buch nur zur Unterhaltung dient, oder für eine gewisse Botschaft existiert – und der Titel Schuld beschreibt diese Botschaft bereits bestens! Im Vordergrund stehen auch immer wieder die Menschenrechte, ohne die wir nicht leben können. Dies kenne wir bereits von Schirach’s Erfolgswerk „Terror“!


Fazit

Ein Buch, welches sehr interessante Stories enthält, die kritisch, aber unterhaltend zugleich sind. Schirach spielt mit dem Gefühl des Lesers, mit der Frage, ob man schuldig oder unschuldig ist, ob gerichtliche Schritte gerechtfertigt sind oder nicht. Sehr empfehlenswert für diejenigen, die sich mit dieser Frage gerne auseinandersetzen möchten. Klasse!

Von Schirach überzeugt wieder!

Von: Eulenmatz liest Datum: 13.02.2017

https://eulenmatz-liest.com/

INHALT:
Ein Ehemann quält jahrelang seine junge Frau. Ein Internatsschüler wird fast zu Tode gefoltert. Ein Ehepaar verliert die Kontrolle über ihre sexuellen Spiele. Ein Mann wird wegen Kindesmissbrauchs angeklagt. Leise, aber bestimmt stellt Ferdinand von Schirach die Frage nach der Schuld des Menschen.

MEINUNG:
Ferdinand von Schirach, Strafverteidiger mit renommierter Kanzlei in Berlin, schildert in seinem zweiten Erzählband "Schuld" erneut reale Fälle aus dem anwaltlichen Alltag, erzählt Geschichten aus der juristischen Praxis, die sich zumindest in ihren Grundzügen auch in der Realität so abgespielt haben.

Die Frage nach Schuld und Unschuld, der Blick in die Abgründe menschlichen Seins, das Nachdenken über die Justiz faszinieren immer. In diesem kurzen Buch trägt er in knapper Sprache, zuweilen fast skizzenhaft, Fälle vor, bei denen man sich immer wieder fragt, ob hier Wirklichkeiten beschrieben werden oder ob der Verfasser Fälle konstruiert hat, um auf bestimmte Probleme aufmerksam zu machen.
Ferdinand von Schirachs Sprache fesselnd mich jedes Mal aufs Neue und das trotz der Kürze seine Werke. Genau diese Reduzierung der Wort ohne ausschweifend zu werden, schafft die Intensität in von Schirachs Werken. Seine geschilderten Fälle sind alle sehr unterschiedlich. Nicht immer kann die Schuldfrage eindeutig beantwortet werden und häufig erwischte ich mich auch dabei, dass manche Tat rechtlich gesehen zwar strafbar ist, aber moralisch gesehen irgendwie dennoch richtig ist, z.B. wenn sich eine Ehefrau endlich gegenüber ihrem gewalttätigen Ehemann wehrt. Zwischen Recht und Moral ist häufig ein schmaler Grat. Diesen Aspekt hat von Schirach auch bereits in seinem neusten Werk Terror verdeutlicht.

Die Fälle sind alle sehr unterschiedlich und rufen im Leser eine bunte Palette an Gefühlen hervor, die von schmunzelnd bis völlig schockiert alles bereithalten. Einig Fälle werden sich nicht in meinem Gedächtnis festsetzen, aber andere wiederum schon. Mir hat besonders gut gefallen, dass von Schirach hier ganze verschiedene Stories ausgewählt hat, deren Ausgang auch immer unterschiedlich war und keiner glich dem anderen. Alle gemeinsam ist dennoch, dass sie so manchen Blick in den Abgrund menschlicher Seelen und Psyche wirft. Von Schirach ist nicht immer zu beneiden bei seiner Tätigkeit als Anwalt, vor allem dann wenn er den Täter verteidigen muss.

FAZIT:
Mal wieder hat mich von Schirache mit seiner klaren und schnörkellosen Sprachen eingefangen, ja schon hypnotisiert. Trotz der Kürze des Werkes bleibt es einem im Kopf und klingt noch lange nach. Viele der Fälle regen auch zum Nachdenken kann. Es ist definitiv ein Büchlein, zu dem ich definitiv nicht zum letzten Mal gegriffen haben werde.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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